Archiv für 12. Juli 2019

Die „Affäre Metropol“   2 comments

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Rechte Politiker geben sich ja häufig als Saubermänner aus, wie zum Beispiel in Österreich die FPÖ. Schon früher gab es da Skandale, zum Beispiel bei Westenthaler. Wer sich in der österreichischen Politik ein wenig auskennt weiß das. Über die Ibiza-Affäre braucht man ja kein Wort mehr zu verlieren.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft in Italien wegen Salvini, ob es da Wahlkampfhilfe aus Russland gegeben hat. Die Connection zwischen Russland und den Rechten ist ja bekannt. Die kommen prächtig miteinander aus.

Aus dem Spiegel.

Bericht über geplante Wahlkampfhilfen für Salvini Die „Affäre Metropol“

Verhandlungen im Moskauer Luxushotel, angebliche Pläne für Wahlkampfhilfe aus Russland in Millionenhöhe: Ein Bericht wirft ein schlechtes Licht auf Italiens Innenminister Salvini.

Von Frank Hornig

Matteo Salvini: weist den Verdacht der Käuflichkeit zurück

Alessandro Bianchi/ REUTERS

Matteo Salvini: weist den Verdacht der Käuflichkeit zurück

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Ein schillernderer Ort ist kaum vorstellbar, sollten Italiener und Russen über geheime Geldflüsse verhandeln. Moskau, Hotel Metropol, einst ein Schauplatz der Russischen Revolution, an dem Zaristen gegen Bolschewiken kämpften. Heute ein Fünf-Sterne-Haus. Hier soll sich am 18. Oktober vorigen Jahres Gianluca Savoini, ein Vertrauter des italienischen Vizepremiers Salvini, mit drei Russen getroffen haben, die offenbar dem Kreml nahestanden.

So berichtet es das Portal „Buzzfeed“. Demnach diskutierte die Frühstücksrunde einen brisanten Deal. Savoini und seine Gesprächspartner sollen sondiert haben, wie der Kreml diskret einen zweistelligen Millionenbetrag nach Italien schaffen könnte, zur Lega, Salvinis aufstrebender Partei.

Das Geld sollte dem Bericht zufolge rechtzeitig vor der Europawahl bei den italienischen Rechtspopulisten ankommen, als großzügige Spende für die gemeinsame Sache. „Wir wollen Europa verändern. Ein neues Europa muss Russland nahestehen wie früher, weil wir unsere Souveränität zurückhaben wollen“, soll Savoini laut dem Transkript einer Audiodatei im Besitz von „Buzzfeed“ gesagt haben. Salvini sei der erste Mann, der ganz Europa verändern wolle. Zusammen mit Verbündeten wie der AfD in Deutschland, der FPÖ aus Österreich, Marine Le Pen und Viktor Orbán, die alle für Russland seien.

Der Vorgang erinnert an die „Ibiza-Affäre“

Ein kompliziertes Ölgeschäft sollte demnach den Geldfluss möglich machen. Russische und italienische Energiekonzerne würden sich über den Verkauf von Rohöl im Wert von etwa 1,5 Milliarden Dollar einigen. Ein millionenschwerer Rabatt könnte dann auf verschlungenen Wegen bei der Lega landen und deren Europawahlkampf finanzieren, so der Bericht von „Buzzfeed“.

Sollte sich alles so zugetragen haben, erinnert der Vorgang an ein Geheimtreffen des damaligen österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache auf Ibiza, das der SPIEGEL und die „Süddeutsche Zeitung“ Mitte Mai enthüllten und das zum Sturz der Wiener Regierung führte.

In beiden Fällen ging es um eine russische Unterstützung rechtspopulistischer Parteien in Europa. Beide Male gibt es einen Mitschnitt des jeweiligen Treffens, entweder auf Video (Strache) oder als Audiodatei (Savoini). Und beide Male kam das diskutierte Geschäft offenkundig nicht zustande.

Während allerdings Strache auf dem Video klar zu erkennen ist, sich mit kompromittierenden Aussagen belastet und diese eingeräumt hat, bleiben nach dem Treffen im Hotel Metropol viele Fragen offen:

  • Wer war überhaupt dabei? Nur Gianluca Savoini wird mit Namen genannt, wer seine beiden italienischen Begleiter waren, ist unklar.

  • Wer waren die russischen Verhandlungspartner? Es ist nicht gelungen, ihre Identität zu enthüllen. „Buzzfeed“ vermutet, dass es sich um hochrangige Regierungsangehörige handelt. Harte Beweise gibt es nicht. Ebenso wenig existieren Belege dafür, dass Geld geflossen ist. Oder dass Salvini – der immerhin zur gleichen Zeit in Moskau weilte – von dem Treffen wusste.

In Italien sorgt die „affaire russo“ dennoch für Wirbel. Schon im Februar hatten zwei Journalisten des italienischen Magazins „L’Espresso“ über das Treffen im Metropol berichtet. Wie der „Guardian“ nun meldet, befassen sich seither Ermittler in Mailand mit dem Fall: Sie gehen demnach dem Verdacht der internationalen Korruption nach.

Salvinis Sprecher wehrte die Nachrichten im Februar als „Fantasien“ ab, während Gianluca Savoini laut „Buzzfeed“ von „Fiktion“ sprach. Die Audiodatei liefert nun immerhin neue Belege für die Verhandlungen.

„Niemals habe ich einen Rubel angenommen“

Matteo Salvini, Innenminister und Parteivorsitzender der Lega, weist den Verdacht der Käuflichkeit zurück: „Niemals habe ich einen Rubel, einen Euro, einen Dollar oder einen Liter Wodka als Finanzierung von Russland angenommen.“ Savoini, der den Lega-Chef seit 20 Jahren kennt und früher als dessen Sprecher diente, dementiert: „Wir haben kein Geld angenommen.“ Italiens Energiekonzern Eni, laut „Buzzfeed“ als Geschäftspartner des Öl-Deals vorgesehen, weist den Verdacht ebenfalls zurück.

Im heißen römischen Sommer bleibt das Moskauer Treffen trotzdem ein Thema. Salvini und sein ungeliebter Regierungspartner Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung liefern sich eine Art Endloswahlkampf.

Die Opposition greift derweil nach jeder Chance, um Salvinis erfolgreiches Dauerfeuer in Sachen Migration zu durchbrechen. Schon dass ein Vertrauter des Lega-Chefs in Moskau über Finanzhilfen verhandelt, ist für dessen Gegner brisant genug. Für sie passt es in eine verstörende politische Lage. Schließlich richtet der Innenminister, dessen Partei bei den Europawahlen 34 Prozent der Stimmen erhielt, sein Land konsequent Richtung Kreml aus. Regelmäßig reist er nach Moskau und fordert ein Ende der westlichen Sanktionen gegen Russland. Der russische Präsident Wladimir Putin hat es ihm vorige Woche beim Besuch in Rom gedankt. „Unsere Standpunkte stimmen überein“, sagte er.

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Die „Affäre Metropol“

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. Juli 2019 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Mozarella-Produktion in Süditalien   Leave a comment

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Das ist wieder mal eine fast unglaubliche Geschichte. Wie kann es sein, dass man für die Mozzarella-Produktion in Kampanien, Süditalien, die Büffelkälber lebendig weg wirft und man sie verhungern, verdursten und in Stille sterben lässt? Büffelkälber werden weggeworfen wie Müll. Es ist ein kollektives Wegschauen von Amtstierärzten, Behördern und Politikern. Man will ja das Betriebssystem Maximalprofit nicht stören. Was sind das für Menschen – aber diese Bezeihnung verdienen sie ja nicht.

Ich will jetzt einen kleinen philosophisch-religiösen Ausritt machen. Wie kann da auch ein (imaginärer) Gott zuschauen? Und man komme mir jetzt ja nicht mit dem freien Willen, so wie in Theologen bei dieser Frage sofort bei der Hand haben. Ein gütiger Gott könnte da unmöglich zuschauen. Und das ist ja nur ein Beispiel an den Grausamkeiten, die jede Sekunde passieren, vor allem vom Mensch an Tieren begangen. Ich will jetzt auch nicht aufzählen was in der Menschheitsgeschichte alles an Grausamkeiten und Horror passiert ist – und noch passiert.
Ein Gott könnte nie so einen Menschen schaffen können. Er hätte den Mensch ja gleich im Paradies lassen können, wenn er so gütig wäre, wie von Religiösen behauptet wird. Man hätte sich da keine Märchen ausdenken müssen nachher mit dem Verstoß aus dem Paradies und solchen Kinder-Quatsch.

Es tauchen da ein paar Fragen auf: Gott hätte ja einen besseren Menschen schaffen können, oder nicht? Da reden Thelogen noch frech von der Krone der Schöpfung daher. Der Zustand der Welt und die der Bestie Mensch (natürlich nicht alle, aber in seiner Gesamtheit muss man das leider sagen) lässt für mich keinen Gott zu. Ich wüsste auch nicht wozu ich einen bräuchte. Ich habe nicht den krankhaften Zwang mich unter etwas „Höherem“ zu unterwerfen und ich will auch kein „ewiges Leben“. Wer das tun will soll es tun und wer glauben will mag glauben. Ich kenne keinen Gott.

So nun wieder zu den Verbrechen und dem Massenmord an Büffelkälbern.

Von esser1.wordpress.com

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Massenmord an Büffelkälber für Mozzarella in Italien

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Büffelkälber in Kampanien – Süditalien

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MOZZARELLA?? ….mit Tomaten ???? Pizza??? Sind sie sicher sowas noch essen zu wollen???

DIES sind die Abfall-Kälber vom berühmten  Büffel-Mozzarella. Büffelkälber für die Milchproduktion – nutzlos werden sie von der Mutter weggerissen, weil deren Milch zu der „guten“ MOZZARELLA-Produktion genutzt wird. 

 

Die männlichen Büffelkälber auch für die Fleischproduktion sind nutzlos. Zusammen geschnürt, sogar auch noch um das Maul, damit die Kälber nicht schreien können und die Büffel-Mütter das Brüllen der Kälber somit  nicht hören können! Einfach lebendig weggeschmissen, um die Milchproduktion nicht zu stören. GEZWUNGEN zu verdursten, zu verhungern und in Stille langsam zu sterben ….

 

Hintergrund:

 

Kampanien in Süditalien steht für Büffelmozzarella bester Qualität. Damit Büffelkühe möglichst viel Milch geben, müssen sie gedeckt werden, ihre Kälber austragen und zur Welt bringen. Weibliche Kälber als zukünftige Milchlieferanten werden geschätzt. Stierkälbchen sind nichts wert. Das Gesetz schreibt vor, dass sie auf den Schlachthof gebracht, betäubt und geschlachtet werden. Ihr Leichnam, das Fleisch, das niemand essen will, müsste als Sondermüll entsorgt werden.

Und das kostet Gebühren. Ziemlich viele sogar. Weshalb in Italien nicht wenige Büffelbauern das Gesetz umgehen:

Männliche Büffelkälber werden ausgesetzt, erstickt, in die Jauchengrube geworfen oder auf andere brutale Art getötet. Die Behörden dulden diese herzlose, brutale Massentötung.

Tierärztin Dorothea Friz stolperte über diese unglaubliche Praxis:

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Auf der Suche nach Straßenhunden, fand sie ein nur wenige Tage altes Stierkalb, das bis in die Ohren (!) mit Kot bedeckt war. Dorothea Friz dachte zunächst an einen Unfall und begann nach dem Besitzer zu suchen, während sich das Kälbchen in ihrer Klinik in Neapel langsam erholte. So kam sie auf die Spur der Kälber-Beseitigung.

“ Ich habe sofort Nachforschungen bei den zuständigen Behörden angestellt und herausgefunden, dass in Campanien laut Statistik fast nur weibliche Büffelkälber geboren werden, was natürlich nach den Naturgesetzen unmöglich ist. Die unausweichliche Konsequenz besteht darin, dass der größte Teil der männlichen Büffel sofort nach der Geburt verschwindet.“

Nach der Schätzung eines Universitätsprofessors in Neapel sind es ca. 50.000 männliche Büffelkälber, die jedes Jahr in der Region Campania zu Welt kommen und „brutal umkommen.“ Dorothea Friz hat die Regierung Italiens, die EU und alle großen Tierschutzverbände aufgefordert einzugreifen. Nach ihren eigenen Recherchen werden allein im Gebiet von vier kleinen Gemeinden in der Provinz Caserta jährlich 15.000 (!) Stierkälber „ensorgt“.

Einfach unglaublich grausam.
Quelle: Jutta Aurahs

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Siehe auch:

Käse mit Blut

Echter Büffel-Mozzarella aus Italien gilt als Luxusprodukt. Doch das Geschäft hat eine brutale Seite.

Büffel-Mozzarella aus Italien

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Mozarella-Produktion in Süditalien

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Gruß Hubert