Archiv für Juli 2019

USA – Kälberleid: Tod durch Erfrieren   1 comment

.

Aus den USA – da war es viel kälter als in Europa.. bei uns.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten im Winter bei fast –30°C im Freien ausharren. Vielleicht, weil Sie auf den Bus warten oder im Park mit Ihrem Hund spazieren gehen. Ich vermute, dass Sie gerne so schnell wie möglich zurück ins Warme wollen, oder? Jedenfalls würde es mir so gehen…

Zum Glück sind solche Temperaturen hierzulande eher eine Seltenheit. In den USA hingegen wurde der Mittlere Westen des Landes im vergangenen Winter von einer solchen Kältewelle regelrecht überrollt. Genau zu der Zeit ermittelte ein Tierschutzaktivist undercover in einem Betrieb des Milchproduzenten Tuls Dairy.

Tuls Dairy ist der größte Milchproduzent im US-Staat Nebraska und beliefert mindestens 17 milchverarbeitende Betriebe im Mittleren Westen der USA. Einer der Abnehmer ist der Käserei-Konzern Bel Brands USA. Der Konzern vertreibt bekannte Käsemarken wie Babybel und Boursin. Der Aktivist hat Animal Equality die schockierenden Aufnahmen zugespielt.

Was hier zu sehen ist, zerreißt mir das Herz:

So schockierend es ist, diese Praktiken verstoßen gegen keine Tierschutzgesetze in dem betroffenen US-Staat. Was unser Team in den USA dennoch tut, um gegen diese entsetzlichen Zustände vorzugehen, können Sie auf unserer Webseite nachlesen.

Auch Sie können etwas tun! Verbreiten Sie das Video und bitten Sie Ihre Freund*innen und Bekannte, Milch und Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Das ist der wirkungsvollste Weg, um Tierleid zu vermeiden.

https://youtu.be/i9REE90LwZk

.
.

AnimalEquality Germany

Am 22.07.2019 veröffentlicht

.

Zum ersten Mal veröffentlicht Animal Equality eine Undercover-Recherche aus der Milchindustrie in den USA. Im vergangenen Winter hatte ein Tierschutzaktivist verdeckt in einem Betrieb des Milchproduzenten Tuls Dairy ermittelt. Tuls Dairy ist der größte Milchproduzent im US-Staat Nebraska und beliefert mindestens 17 milchverarbeitende Betriebe im Mittleren Westen der USA. Einer der Abnehmer ist der Käserei-Konzern Bel Brands USA. Der Konzern vertreibt bekannte Käsemarken wie #Babybel und #Boursin. Der Aktivist hat Animal Equality die schockierenden Aufnahmen zugespielt. Sie zeigen das anhaltende Leid der Kälber, die gezwungen sind unter grausamen Bedingungen zu leben und brutale, schmerzhafte Prozeduren über sich ergehen lassen müssen.

.

Gruß Hubert

Unglaubliche Tierfeindlichkeit – Katharina Schwirkus – ND   7 comments

.

Katharina Schwirkus schrieb sinngemäß: Hunde und Katzen sind eine unnötige Belastung für das Klima und sollten endlich aus unseren Städten und aus unserem Leben (sic!) verschwinden.
Ich bin zwar links eingestellt, aber Leute wie sie könnten mich glatt von den Linken weg bringen. So etwas tierfeindliches ist mir schon lange nicht mehr unter die Augen gekommen.
Bei Tierfeindlichkeit kenne ich keinen Kompromiss und keinen Pardon. SO etwas steht für mich NICHT zur Debatte!
Was ist denn dann bei Kindern? Wenn man da mit der gleichen Argumentation und Logik herangehen würde? Die sind ja dann auch eine Umweltbelastung. Am besten die Welt aussterben lassen wegen dem Klima, oder?
.

dunl4c9a

.

g9rr9jbt

Und hier noch diese Katharina Schwirkus, Redakteurin im Politikressort der Tageszeitung „Neues Deutschland“.

.

batl3tvx6c8

.

https://www.neues-deutschland.de/redaktion/autor/106

.

Abschaffen sollte man wohl solche Leute wie diese Schwirkus und sie sollten aus dem Leben verschwinden. Nicht Hunde und Katzen, die vor allem treue Begleiter von so vielen Personen sind, nicht zuletzt auch von älteren einsamen Mitbürgern.

.

Gruß Hubert

 

 

Der Schlachthof 2   Leave a comment

.

Wenn jemand nicht ganz herzlos ist und ein wenig Empathie hat, den muss der Text tief berühren und und Mitgefühl auslösen.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

Gedanken über das verlogene „Fest des Friedens“

.

Der Schlachthof

Hast Du schon einmal in einen Schlachthof geschaut?
Kaum, denn der Teufel hat Dir den Zugang verbaut!
Du darfst wohl in Schokoladen- und Uhrenfabriken,
in Brot- und Schuhbetriebe hinein sehen.
Einen Schlachthof aber von innen zu sehen,
da würde dir der Appetit vergehen.

Das würde dem Metzger doch Schaden nur bringen,
denn das mörderische Geschäft würde bald nicht mehr gelingen.
Nur die weniger Zartbesaiteten,
die Abgebrühten, die Herzlosen und vom Teufel Geleiteten,
die nichts wissen wollen, obwohl sie sehen
dies fürchterliche Quälen und Mordgeschehen,
sie würden dem Fleischgenuss weiter frönen,
gewissen- und gedankenlos sich nicht entwöhnen.
Die meisten aber bekämen das Grauen,
dürften sie nur einmal in einen Schlachthof schauen!

In der Nacht fängt es an, wenn die Welt noch ruht,
denn im Dunkeln hat der Teufel nur Mut.
Dann holt man die Tiere aus den Güterwagen,
da sieht es keiner, wenn sie herausgeschlagen,
mit Stöcken und Knüppeln erbarmungslos,
halb verhungert, verdurstet – das war ihr Los.

Nach zwei bis drei Tagen Güterzugfahrt,
eng zusammengepfercht werden sie zum Tode gekarrt!
Ihr Jammern und Schreien wird überhört.
Die Schlächter und Knechte es wenig stört.
Sie haben gar ihre Lust daran.
Der Teufel hält sie auch hier in Bann.
Aber dies ist nur der Anfang vom Grauen.
Du sollst noch tiefer in den Schlachthof schauen.

Nachdem man sie aus dem Güterzug gezwängt,
werden sie an den Hinterbeinen aufgehängt,
lebend noch, mit dem Kopf nach unten,
sind sie dann ans Laufband gebunden.
Zitternd und stumm geworden vor Grauen,
dürfen die Anderen, bis sie auch dran kommen, zuschauen.

Das Blut fließt in Strömen, ein Henker sie sticht,
das letzte Leiberzucken rührt ihn nicht.
Das Fließband geht zum nächsten Mann weiter.
Das Fell zieht man ab und pfeift dabei heiter.
Beim nächsten Mann sind die Eingeweide dran.
Und alles stinkt grausig nach Blut und Leichenkram.

Ein entsetzlicher Berg von wabbeligen Massen
auf langen Tischen lässt uns erblassen.
Die Därme kommen in eine Darmwäscherei,
das Übrige wird sortiert in Herz, Leber und allerlei.
Was dann noch an Zatter übrigbleibt,
man durch’n Wolf in die Wurst hineintreibt.

Doch kommen erst scharfe Gewürze hinein,
um den Leichengeschmack zu verdecken – ist das nicht fein?
Geräuchert wird’s auch noch, damit man ja nicht merkt,
was hier Unreines wird betrügerisch und dunkel gewerkt.
So etwas ißt der Mensch dann ahnungslos in sich hinein
und meint: zur Erhaltung der Gesundheit muss das einfach sein.

Oh mögt ihr erkennen durch dieses Gedicht:
Die richtige Nahrung ist Fleisch für den Menschen nicht!
Erkenntnisse verpflichten – jetzt weißt du Bescheid!
Hoffentlich tut dir dein täglich Auftrag zum Töten
der Tiere jetzt auch wirklich leid!
Wir kreuzigen Jesus täglich aufs Neue,
und nennen uns „Christen“ – ganz ohne Reue.

(Autor unbekannt)

 

Veröffentlicht 22. Juli 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

Getaggt mit

Der Schlachthof   5 comments

.

Wenn jemand nicht ganz herzlos ist und ein wenig Empathie hat, den muss der Text tief berühren und und Mitgefühl auslösen. Die Lösung des Problems heißt: go vegan.

Ist leider nicht ganz leicht lesbar, aber es geht, wenn man will.

.

Der-Schlachthof_1a-oie

Der-Schlachthof_2a-oie

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. Juli 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

Getaggt mit

Bundesvorsitzender Eck auf der Titelseite des Tierrechtsmagazins “Tierbefreiung”   Leave a comment

.

Ob in Australien, in Europa, den USA, oder wo auch immer. Das Leid der Kälbchen in der Fleisch- und Milchindustrie ist überall das gleiche. Es sind so unglaublich schöne und liebe Tiere. Aber sie werden behandelt, als wenn sie nichts wären. Man kann sich garnicht vorstellen, was in diesen kleinen Wesen vorgeht, wenn sie solche Qualen erleiden müssen.

Fellbeisser.net

 

.
Bildquellenangabe: Marc Albrecht-Hermanns / pixelio.de

.

Es spricht nicht gerade für das Verantwortungsbewusstsein und das politische Gespür des Redaktionsteams der “Tierbefreier e.V.”, wenn sie auf der Titelseite ihres Magazins ein Foto des Vorsitzenden der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei einer Mahnwache vor dem Konzentrationslager in Dachau als bildlichen Einstieg in einen Artikel verwenden, in dem es unter anderem um die Instrumentalisierung des Themas Tierschutz durch die Rechtsparteien geht und um ihre unredlichen Versuche, sich die Tierrechtsbewegung zunutze zu machen.

In dem Artikel wird zwischen den Zeilen immer wieder auf die politische Verantwortung der Tierrechtsbewegung und ihrer Repräsentanten hingewiesen. Wie unpolitisch aber gerade die Redakteure dieses Magazins selbst sind, das Foto des amtierenden Vorsitzenden der einzigen Partei mit klar definierter antifaschistischer, antirassistischer und antispeziesistischer Grundeinstellung zu diesem Beitrag auszuwählen, kann sich jeder ausmalen.

Vielleicht geschah es absichtlich, vielleicht geschah es aus purer Unkenntnis unserer politischen Grundsätze, oder es geschah aus der Vernachlässigung journalistischer Redlichkeit. (Wahrscheinlich trifft Letzteres zu, da die Damen und Herren Redakteure es nicht einmal für nötig hielten, vor der Drucklegung die Erlaubnis der Verwendung des Fotos einzuholen.)

Trotz dieses Fehlgriffs fühlt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nach wie vor den “Tierbefreiern” landauf landab verbunden, denn ein Emil Franzinelli (Verfasser des Artikels) und die wenigen Verantwortlichen im Redaktionsteam “Tierbefreiung” repräsentieren nicht alle “Tierbefreier”, die sich vorbildlich und konsequent für die Rechte der Tiere einsetzen.

Der Parteivorsitzende Stefan Bernhard Eck ist sich seiner Verantwortung als Repräsentant der weltweit ersten und bei Gründung 1993 einzigen Partei, die gleichermaßen konsequent für Menschen, Tiere und Umwelt eintritt, bewusst und bekennt sich gleichzeitig zu seiner Mahnwache vor dem Konzentrationslager in Dachau. Die Veröffentlichung dieses Fotos ist ein willkommener Anlass, einige Befürworter der “Holocaust-Analogie” zu Wort kommen zu lassen und einige Argumente zu diesem Thema für unsere Parteimitglieder anzufügen.

Prominente Befürworter der “Holocaust-Analogie”

Isaac Bashevis Singer, amerikanischer Autor, selbst Jude und Opfer des NS-Regimes (Familienangehörige wurden im KZ ermordet), Nobelpreisträger für Literatur (1978). Auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen war er einer der Ersten, die den Massenmord an Menschen demjenigen an Tieren, wie er tagtäglich in Schlachthöfen stattfindet, gleichsetzte. “In Bezug auf die Tiere sind alle Menschen Nazis; für sie ist es ein ewiges Treblinka.”
“Solange Menschen darin fortfahren, das Blut der Tiere zu vergießen, wird es niemals Frieden geben. Es ist nur ein kleiner Schritt vom Töten der Tiere zum Erschaffen von Gaskammern à la Hitler und Konzentrationslagern à la Stalin. Es wird keine Gerechtigkeit geben, solange der Mensch sich hinstellt mit einem Messer oder Gewehr in der Hand und diejenigen umbringt, die schwächer sind als er selbst.”

Theodor Adorno, Jude, deutscher Philosoph und Schriftsteller, Soziologe und Musiktheoretiker, einer der führenden Vertreter der “Frankfurter Schule” und Mitbegründer der “kritischen Theorie”:
“Die Tiere spielen fürs idealistische System virtuell die gleiche Rolle wie die Juden fürs faschistische. Auschwitz fängt da an, wo jemand einen Schlachthof anschaut und denkt: Es sind ja nur Tiere.”

Martin Niemöller, ehemaliger Präsident des Weltkirchenrates und selbst KZ-Insasse von 1938 bis 1945 war einer der Ersten, der die Bezeichnung des “Hühner-KZ´s” gebrauchte.

Hans Wollschläger, deutscher Schriftsteller, beginnt sein Buch “Tiere sehen dich an oder Das Potential Mengele” mit dem Satz:
“Sie werden in Gefängniszellen gehalten, so eng wie die Stehsärge von Oranienburg …”

Charles Patterson, Jude, amerikanischer Sozialhistoriker, bekundete im Jahre 2000 im Namen der jüdischen Mitarbeiter von PETA, von denen die Idee zur Kampagne “Holocaust auf Ihrem Teller” stammt:
“Die Absicht dieser Ausstellung besteht darin, die Menge der Grausamkeit auf dieser Welt zu verringern und nicht das menschliche Leid zu bagatellisieren, das während des Holocaust stattfand.”

Stephen R. Dujack, Enkelsohn von Isaac Bashevis Singer, selbst Jude, Autor und Herausgeber einer Umweltzeitschrift in Washington, D.C. schreibt:
“Ich applaudiere PETA – und das hätte auch mein Großvater getan, der sich weigerte, die Kanarienvögel, die er sich als Gefährten in seinem berühmten Appartement in der 86th Straße in New York hielt, in Käfige zu sperren – weil sie den Mut aufbringen, diesen angemessenen Vergleich zu ziehen, denn das ist notwendig. Ein Vergleich mit dem Holocaust ist nicht nur angebracht, sondern unausweichlich, denn Kühe, Hühner, Schweine, Truthähne und all die anderen Tiere mögen vielleicht nicht unseren Grad an Intelligenz besitzen, sehr wohl aber besitzen sie unsere Fähigkeit zu leiden. All diejenigen, die den modernen Holocaust von heute an den Tieren verteidigen, indem sie sagen, dass Tiere zur Nahrungsgewinnung getötet werden, um uns zu erhalten, möchte ich daran erinnern, dass die Nazis Sklavenarbeit einsetzten und “Gebrauchsgegenstände” wie z.B. Lampenschirme und Seife etc. aus ihren Opfern herstellten. Das war scheußlich! Und mit Tieren soll das anders sein? Schmerz bleibt Schmerz, und egal, welchen “Nutzen” wir vielleicht aus den Opfern der Gewalt ziehen, so müssen wir doch immer versuchen, Leben aus dem Blickwinkel der Unterdrückten zu betrachten. Es sind doch nur Tiere”, sagen die Amerikaner jetzt. “Es sind doch nur Juden”, sagten viele Europäer damals.”

Ingrid Newkirk, Autorin, Tierrechtlerin, Vorsitzende von People for the Ethical Treatment of Animals:
“Es ist daher sehr betrüblich mit anzusehen, wie Menschen sich aufs Äußerste bemühen, den Holocaust nur als etwas Spezifisches für diejenigen aufrechtzuerhalten, mit denen sie sich am meisten verbunden fühlen oder sympathisieren, anstatt aus der Geschichte zu lernen und ihn dahingehend zu nutzen, unseren Geist und unsere Augen zu öffnen und unser Handeln gegenüber denjenigen zu ändern, die wir nicht vollständig verstehen oder an denen uns heute wenig liegt. Es ist an der Zeit, das Blutvergießen und die fortwährende Ausbeutung anderer, die als “des Lebens unwürdiges Leben” bezeichnet werden und wurden, zu beenden. Juden und Nicht-Juden bei PETA wagen es, die Wahrheit offen auszusprechen. Diejenigen jedoch, die sie zum Schweigen bringen und den Horror fortdauern lassen wollen, benutzen dieselben Argumente, die schon die Nazis benutzten, um ihre Kritiker mundtot zu machen und ungestört in ihrem schrecklichen Treiben fortzufahren.”

Dr. Helmut Kaplan, Autor und Tierrechtsphilosoph:
“Unsere Enkel werden uns einst fragen: Wo wart ihr während des Holocaust gegen die Tiere? Was habt ihr gegen diese entsetzlichen Verbrechen gemacht? Ein zweites Mal können wir uns nicht darauf hinausreden, nichts gewusst zu haben.”

Einige Gedankengänge zum Thema “Holocaust-Analogie” von Stefan Bernhard Eck:

In unserer Sprachkultur sind Analogien – insbesondere von Menschen und Tieren – fest eingebettet. Bisher wurden dadurch weder unsere sittlichen Normen noch unser sittliches Gefühl verletzt. Nun wird plötzlich Kritik erhoben, wenn der Massenmord des NS-Regimes an Menschen mit dem heutigen Massenmord an “Nutztieren” als Analogie verwendet wird, obwohl dadurch keine Gleichsetzung im Sinne einer Wertigkeit zwischen Opfer Mensch und Opfer Tier vorgenommen wird.

Kritiklos wird bei den Opfern des Holocaust häufig davon gesprochen, dass sie “wie Vieh” in Waggons gepfercht, dass sie “wie Arbeitstiere” behandelt oder in den Labors von Auschwitz als “menschliche Versuchskaninchen” benutzt wurden. Diese Analogien wurden und werden verwendet, weil sie in der Beschreibung der Vorkommnisse durchaus korrekt sind. Logischerweise sollte nun auch umgekehrt der Vergleich des Holocaust mit der Massentierhaltung und der Behandlung der zum Schlachten bestimmten Tiere möglich sein, zumal das Charakteristikum eines Vergleiches darin besteht, dass die Objekte des Vergleiches beliebig austauschbar sind.

Die Opfer sind zwar nicht dieselben – einmal handelt es sich um Menschen, einmal um Tiere – aber die Methoden, die Instrumente und die Umstände sind sehr ähnlich: die Mitleidlosigkeit der Täter, die Art des Umgangs mit den Opfern und das Verhalten der Gesellschaft.

Die Denkweise, die es zuließ, dass Millionen Menschen von NS-Verbrechern gequält und umgebracht wurden, war gekennzeichnet durch eine geradezu kriminelle Gleichgültigkeit der Gesellschaft. Kühl und berechnend werden heute Tiere ermordet, und die Gesellschaft sieht gleichgültig zu. Das ungeheure Leid und die Ungerechtigkeit wurden von der Gesellschaft im Nazi-Deutschland verdrängt oder sogar toleriert, genauso wie das ungeheure Leid und die Ungerechtigkeit, die den sogenannten Nutztieren heute widerfährt, von der Gesellschaft verdrängt oder toleriert wird. Zum Holocaust konnte es nur kommen, weil die Gesellschaft es vorzog, die außergewöhnliche Diskriminierung und den Mord an Unschuldigen zu ignorieren.

Der Massenmord an den sogenannten Nutztieren kann heute nur deshalb stattfinden, weil die Gesellschaft es ebenfalls vorzieht, die außergewöhnliche Unterdrückung, die grausame Ausbeutung und den Massenmord an wehrlosen Tieren einfach zu ignorieren.
“Es sind Untermenschen” war damals die Rechtfertigung für Massenmord. “Es sind Tiere” ist heute die Rechtfertigung dafür, Tiere schlecht zu behandeln oder zu töten.”

Zur “Endlösung der Judenfrage” bedurfte es einer ausgeklügelten Maschinerie, die durch Leidenschaftslosigkeit und Routine gekennzeichnet war. Zu den Verladerampen, den Transporten in überfüllten Eisenbahnwagons, ohne genügend Wasser und Nahrung, der Selektion nach dem “Nutzungsgrad”, der Tätowierung und Registrierung, der Behandlung mit Stockschlägen zum Antreiben der Kolonnen entkräfteter Menschen, der Verbrennung der Leichen in den Öfen und zu vielem mehr existieren Parallelen zu der Massentierschlachtung bzw. der Behandlung der zum Schlachten bestimmten “Nutztiere”. Denn ebenso leidenschaftslos werden heutzutage die “Nutztiere” behandelt. Sie werden in Aufzuchtslager unter extrem beengten Verhältnissen gesperrt, die in vielen Aspekten den damaligen KZs ähnlich sind. Man nimmt keine Rücksicht auf ihre arteigenen Bedürfnisse. Sie werden vergewaltigt, gebären Kinder, die sie nicht selber aufziehen dürfen. Es gibt Verladerampen, Transporte in überfüllten Eisenbahnwagons oder LKWs ohne genügend Wasser und Nahrung, es wird selektiert nach dem “Nutzungsgrad”, tätowiert und registriert, mit Stockschlägen oder Elektro-Schockstäben angetrieben. Die nicht verwertbaren Leichenteile werden verbrannt oder zu anderem Tierfutter verarbeitet. Mit Erlassen, Verfügungen, Anweisungen, Gesetzen, Verordnungen und Durchführungsbestimmungen wird heute genauso mitleidslos und berechnend die Maschinerie gelenkt, in der das Tier das Nutzungsobjekt ist wie die damalige Maschinerie, in der Menschen die Vernichtungsobjekte waren.

Matthew A. Prescott (Peta) schreibt: “Die Opfer heute sind andere als damals, aber das System von Einpferchen, Missbrauch, Vorurteil und Abschlachten ist dasselbe. Alljährlich werden alleine in Europa zehn Milliarden Tiere in Konzentrationslagern, die wir “Massentierhaltung” nennen, gepfercht. Nach vielen Jahren kontinuierlichen Leidens werden sie zusammengetrieben und mit LKWs bei jedem Wetter Hunderte von Kilometern gekarrt, bevor man sie durch die Tore zur Schlachtebene treibt und tötet. All dies geschieht, während der Durchschnittsbürger sein normales Leben lebt und seine Augen vor dem Leiden verschließt. Vergleiche mit dem Holocaust sind unausweichlich, nicht nur weil wir Menschen mit den Tieren die Fähigkeit des Leidens gemein haben, sondern auch weil die von der Regierung sanktionierte Unterdrückung von Abermillionen Lebewesen einfach hingenommen wird, obwohl jeder etwas tun könnte, um sie zu beenden.”

Man sollte nicht auf die Holocaust-Analogie verzichten, so wenig wie auf andere Analogien, z.B. den Vergleich mit der Sklaverei oder die Unterdrückung und Diskriminierung der Frau. Der Verzicht auf Analogieverwendungen stellt die Preisgabe wichtiger Argumentationsschienen dar. Wer hier Unterschiede macht, muss die Frage beantworten, warum die Opfer der Sklaverei oder die Nachkommen dieser Opfer durch eine Analogieverwendung eventuell in ihren Gefühlen verletzt werden dürfen, nicht aber die Opfer des NS-Regimes. Dies wäre ein Unterschied in der Wertigkeit von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Rasse, der strikt abzulehnen ist.

Quod demonstrandum est: Mit der Ablehnung der “Holocaust-Analogie” wird deutlich, dass leider für manche Tierrechtler/innen doch noch gravierende Unterschiede in der moralischen Beurteilung von bestimmten Sachverhalten existieren, die einerseits Menschen und andererseits Tiere betreffen.

Stefan B. Eck
Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
www.tierschutzpartei.de

.

Bundesvorsitzender Eck auf der Titelseite des Tierrechtsmagazins “Tierbefreiung”

.

Gruß Hubert

Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe   1 comment

.

Die Skandale im „Nutztierhaltungs“-Bereich sind ja ohne Ende. Hier ein weiterer aus Bayern.

Von swr.de

Bayerisches Verbraucherschutzministerium schaltet Staatsanwaltschaft ein.

.

 

Tierquälerei auf einem Bauernhof in Bayern

Tierquälerei auf einem Bauernhof in Bayern

.

Einer der größten Milchbauern Bayerns verstößt eklatant gegen den Tierschutz. Der Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach im Allgäu quält nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung sowie den ARD-Politikmagazinen REPORT MAINZ und Fakt seine Tiere.

Das geht aus einer mehrere Wochen umfassenden Videodokumentation aus den Ställen hervor. Die Aufnahmen wurden der ARD und der Süddeutschen Zeitung vom Tierrechtsverein Soko Tierschutz übergeben und zeigen, dass das Personal den Kühen immer wieder schwere Schmerzen zufügt. Die Kühe werden getreten und geschlagen. Tiere, die nicht mehr laufen können, werden mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren durch den Stall geschleift.

 

Erkrankte Kühe werden in ein Krankenabteil des Stalls gebracht und dort nicht ausreichend versorgt. Über einen Zeitraum von zehn Tagen dokumentieren die Aufnahmen, dass ein spezielles Tier nur sehr wenig Wasser und Futter erhalten hat und außerdem nicht sachgerecht getötet wurde. Es sind mehrere sogenannte Nottötungen zu sehen, bei denen die Tiere mit einem Bolzenschuss betäubt, danach jedoch nicht sachgerecht ausgeblutet wurden. Minuten nach dem Bolzenschuss zeigen einige Kühe noch immer Reaktionen und leiden damit länger als erlaubt ist. Der Bauer Franz Endres will sich zu den Vorfällen bislang nicht äußern, trotz mehrfacher Nachfrage.

Prof. Holger Martens, ein Experte für Rinderhaltung, hat die Aufnahmen für die ARD und die Süddeutsche Zeitung begutachtet. Seine Einschätzung: „Ich habe solche Bilder noch nie gesehen. Sie sind nicht akzeptabel. Das sind unerträgliche Zustände. Das verstößt eindeutig gegen die bestehenden Gesetze. Es ist bedrückend.“

Bei Kontrollen Anfang Juni nach einer anonymen Anzeige haben auch die amtlichen Veterinäre aus Mindelheim tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt. Der Landwirt sei angehalten worden, die festgestellten Mängel sofort zu beheben, heißt es.

Fleisch von kranken Tieren aus dem Betrieb Endres ist zudem in die Lebensmittelkette gelangt. Das bestätigte der Schlachthof Vion in Buchloe. Die Milch der Tiere wurde an die Käserei Champignon geliefert. Das Unternehmen fordert eine lückenlose Aufklärung. „Sollten sich die Vorwürfe als zutreffend erweisen und nicht endgültig abgestellt werden, werden wir weitere Schritte bis hin zur Beendigung der Lieferbeziehungen einleiten“, heißt es.

 

Inzwischen hat auch das zuständige bayerische Verbraucherschutzministerium reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme vom Montag heißt es: „Tierquälerei ist nicht hinnehmbar. Zum ersten Mal in meiner Amtszeit werde ich mit derartig schweren Vorwürfen gegen einen konkreten Betrieb konfrontiert. Der Sachverhalt muss sofort umfassend aufgeklärt werden. Dazu wurden die notwendigen Schritte durch das Ministerium und die zuständigen Behörden vor Ort bereits eingeleitet. Mir war besonders wichtig, unverzüglich auch die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Hier steht kriminelles Verhalten im Raum. Der Betrieb trägt die Verantwortung für die Tiere. Es besteht der dringende Verdacht, dass diese Verantwortung hier grob missachtet wurde“, sagt Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber, Freie Wähler.

Zudem seien mehrere Sonderkontrollen des Betriebes angeordnet worden und man habe bei der zuständigen Regierung von Schwaben einen Sonderbericht angefordert.

 

Wie lange noch???? Ein Appell!   4 comments

.

Es ist schon verwunderlich und sehr traurig was unsere Gesellschaft alles zulässt, wenn es um die Schwächsten der Schwachen geht und sich nicht schämt im gleichen Atemzug von Humanität zu reden.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang

Wie lange noch???? Ein Appell!

Von Respektiere e.V.

Die gleisende Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel, taucht die Umgebung in flirrendes Weiß. Leichter Wind ist aufgekommen, Labsaal für die Seele. Er streichelt die Haut, berührt sie beinahe zärtlich, so, als ob er Trost aussprechen möchte. Im Wissen des Übernatürlichen wohl, denke ich, dass es Trost ist, nach dem ich mich im Augenblick geradezu verzehre.

Gebannt, in mich gekehrt, stehe ich irgendwo im oberösterreichischen Innviertel vor einem Stall und habe Mühe die Fassung zu behalten. Ja, es gibt schlimmere Anblicke, es ist mir völlig bewusst, als den des mit traurigen Augen nach mir schielenden Stieres, aber trotzdem berüht mich sein Schicksal auf eine ganz und gar niederschmetternde Art und Weise. Denn so sehr ich mich dagegen auch wehren möchte, im Innersten weiß ich es: niemand wird sich je seiner erbarmen, kein Gesetz kümmert eine solche Haltung. Sie ist rechtens, auch wenn das Recht in diesem Falle gegen den Verstand geht. Gegen das Leben selbst.

Das hier ist nämlich keine Tierquälerei, nicht im Sinne des ‚besten Tierschutzgesetzes der Welt‘. Ja, wir haben alles schon erlebt, Ketten, Nasenring, Hornanbindung, Beinfesseln, usw.; und ja, all diese Maßnahmen sind wohl Ausgeburten eines kranken Geistes, hochgradig absurd, pervers. Aber zum Bild unten gibt es einen Unterschied: man kann dagegen vorgehen, kann anprangern, kann die Pein abstellen, beenden. Das wird uns hier nicht gelingen; weil unsere Gesellschaft eine solche Haltung nicht als ‚Tierqual‘ erkennt. Und dieses Faktum alleine ist das wirklich Erschütternde des Momentes…

Es ist nicht immer das ganz offensichtliche, direkteste Leid, welches uns manchmal einfach überwältigt und umzuhauen droht. Das wie eine Flutwelle über uns zusammenbricht, an den Rändern der Erträglichkeit knabbert und uns schließlich fortzuspülen droht. Manchmal ist es auch das verstecktere, vielleicht nicht für jedermann/frau auf den ersten Blick erkennbare. Und dieses trifft einen emphatischen Menschen umso schwerer, ein ansatzloser Haken genau in die Magengrube. Es trägt die Kraft in sich, uns von den Beinen zu holen, nach Luft schnappend im Schmutz und in der Illusion der ach so gepriesenen Humanität zurückgelassen.

Ein solches Gefühl treibt uns Tränen in die Augen, ob wir es wollen oder nicht. Es sind dann nicht nur Tränen des Kummers, des (Mit-)Leides, es sind auch solche der Wut und der Fassungslosigkeit. Der Ohnmacht. Der Ohnmacht gegenüber einer Gesinnung, welche einfach nicht zur Besinnung kommt.

Gibt es etwas Beschämenderes als den Gedanken, wir sind zu einer herzlosen, gefühlskalten Gemeinschaft mutiert, welche tierliches Leid beharrlich ignoriert, und damit einen Fortschritt im Umgang mit dem Mitgeschöpf geradezu torpediert? Warum lässt unsere Gesellschaft etwas Derartiges zu? Warum gibt sie zwar vor, auf einem ach so menschlichen Weg zu sein, heftet sich ‚Humanität‘ in sämtlichen Bereichen an die längst zerschlissenen Fahnen einer verlorenen Barmherzigkeit, andererseits aber schafft sie es nicht, den Schwächsten der Schwachen auch nur einen Hauch von Rechten zuzugestehen?

Warum lässt sie zu, dass wir, Mensch, dermaßen mit den uns so hilflos Ausgelieferten verfahren? Dass wir, die wir sie beschützen sollten, zu deren schlimmsten Albtraum geworden sind, zu nimmersatten Parasiten an der Nährnadel des Lebens? Wie Figuren schieben wir sie dorthin, wo wir sie ge- und verbrauchen; auf einem Schlachtfeld ohne jede Ehre waten wir in Blut, die eine, unsere, Seite übermächtig, die andere, die, wo die Tiere ob unserer Grausamkeit in Schrecken erstarrt sind, ohnmächtig.

.

Aufgenommen im Juli 2019; es erinnert daran, wie es sein muss, lebeding begraben zu sein.

Wir, die Hirten, wir, der Schöpfung höchster Stufe. Vielleicht stimmt das auch so, zumindest mit den Augen der Wissenschaft betrachtet, das anthropozentrische Weltbild mit der Muttermilch aufgesogen. Man kann, mag, soll über eine derartig hochtrabende Feststellung streiten, an einer anderen, angelehnten, umso niederschmetternderen, jedoch besteht dann überhaupt kein Grund zum Disput: die vermeintlich höchste Stufe der Evolution ist nämlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viel eher deren tiefster Fall. Ein Fall ins Bodenlose. Die Dornenkrone der Schöpfung.

Die Ketzer der katholischen Kirche, jene, die noch nie für das Leben der Mitgeschöpfe eingetreten sind, haben uns gar als „gottgleich“ identifiziert; als Ebenbild des Erschaffers. Wenn ich allerdings mein Spiegelbild betrachte, selbst in den allerbesten Momenten, kommen irgendwie doch schwere Zweifel in mir auf, ob so ein Gott vorstellbar wäre… aber vielleicht tue ich dessen Vertretern auf Erden mit meiner Skepsis Unrecht, denn sind wir nicht tatsächlich fast wie der Allmächtige? Denn, ja, auch wir haben geschaffen, haben unsere eigene Genesis. Oder ist es nicht so, aus einem Gedanken, aus einem Albtraum, aus einer abgrundtiefen Furcht, nicht zuletzt aus der unfassbaren Sünde heraus, deren wir uns den Tieren gegenüber schuldig gemacht haben, ist der Gehörnte geboren, und er hat sich seither prächtig entwickelt.

Wir konnten unserer geistigen Erfindung keinen Widerstand entgegensetzen, jeden Tag haben wir das Böse in uns mehr genährt, gefüttert, und schließlich ist es zum Leben erwacht. ‚Teufel‘ ist nun der Name dieser mächtigen Kreatur des Geistes, entbunden in der Unterwelt unserer Gedanken; ja, er ist es, einst klein und schmächtig, er, der als bloße Märe unserer gepeinigten, von Gier und Hass zerfressenen Gehirne das Licht der Welt erblickte und sogleich sämtliche Religionen durchwanderte; er hat nun längst Halt gefunden, ist tatsächlich von der allein psychischen Existenz zur Materie, zur physischen Erscheinung gelangt. Und wir machen in täglich stärker, in unseren Kriegen, in unser Gier, im Hass, in den Tierversuchslabors, in den Mastställen und in den Schlachthöfen. Genau dort, wo wir andererseits Jesus und seine Lehren jeden Tag auf ein neues kreuzigen.

Der Satan der Gedanken ist mitten unter uns angekommen; sagte ich „unter uns“? Nein, denn das würde noch eine Chance offenlassen, würde bedeuten, er könnte vielleicht im letzten Augenblick separiert, isoliert, bestenfalls sogar vernichtet werden; in diesem Falle aber ist er bereits in unser Innerstes gekrochen, hat sich in uns versteckt, in den hintersten Winkeln des Gehirns eingenistet. Ist zum unentfernbaren Karzinom geworden, hat unsere Blutbahnen infiziert, unsere Gene verändert, unsere Gedanken befallen. Nun, nachdem er sich an unseren Seelen sattgefressen hat, entpuppt er sich, tritt in die Wirklichkeit und wendet sich plötzlich gegen seine Schöpfer. Der, den wir geschaffen, er frisst uns langsam auf. Ironie des Schicksals.

Der Anblick dieses Stieres in einem insgesamt eigentlich gar nicht so üblen Stall, er hat mich mitten ins Herz getroffen. Den Boden unter den Füßen weggezogen. Vielleicht gerade darum, um den Kreis zu schließen, weil das Furchtbare hier nicht so direkt auf uns einprasselt. Es ist ein hintergründiges, nur auf den zweiten Blick erkennbares.

Aber bitte betrachtet dieses Wesen, wie es da in seinem Gefängnis liegt, in einem kaum körpergroßen Loch, auf purem Beton-Spaltenboden. Aufstehen und sich niederlegen, darauf sind seine Möglichkeiten beschränkt. Will er sich drehen, wird’s schon schwierig. Eingesperrt, entwürdigt, gedemütigt. Schmerz ist es, der aus seinen Augen spricht. Seelenschmerz, und körperlicher noch dazu. Und gerade weil einen derartigen Anblick dennoch so viele Menschen als „normal“ empfinden, löst er in mir etwas Ungeahntes aus, eine Regung, die kaum in Worte zu fassen ist.

2019 steht auf dem Kalender, vergessen wir es nicht. Das 3. Jahrtausend nach Christus. Und wieweit haben wir in all der Zeit, in der wir auf diesem Planten wüten, die Tierhaltung revolutioniert, „humaner“ gemacht? Das hier vor den eigenen Augen ist es, was wir geschafft haben, das ist das schändliche Ergebnis. Nach tausenden von Jahren des Zusammenlebens, der Domestikation. Weiter sind wir nicht gekommen. Die Wahrheit ist eine bittere; wir haben uns in Bezug auf unseren Umgang mit den Tieren keinen Deut von der Barbarei entfernt. Unfassbar traurig.

Niemals darf ein solcher Anblick ’normal‘ gelten; zwei so wunderbare Geschöpfe verbringen ihr ganzes Sein in einem derartigen Gefängnis und wir sollen es als ‚artgerecht‘ hinnehmen? Übrigens: auch auf diesem Stall prangt ein Gütesiegel!

Am Ende eines über ca. 15 Millionen Jahre andauernden Entwicklungsprozesses der Hominiden betrat vor etwa zwei Millionen Jahren der Urmensch „Homo habilis“ die Weltenbühne. 2 Millionen Jahre; und innerhalb einer solchen Zeitspanne ist es uns nicht gelungen, als Menschheit und zu 100 % einen solchen Anblick unerträglich zu finden?! Unerträglich, das sind alleine die Ausreden geblieben, die wir gebrauchen, um ihn ertragen zu können. Davon aber haben die Tiere nichts, Vorwände konnten eine Situation noch nie verbessern. Im Gegenteil sie verhindern eine Neu-Ausrichtung, sie verhindern sogar ein Nachdenken darüber.

Es wird Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Keine Verzögerung mehr, kein Glaube an Worte, die doch nie erfüllt werden. Lasst uns gemeinsam die Stimme erheben, einen Wind entfachen, zum Orkan gesteigert! JETZT ist der beste Zeitpunkt, die größte Schande der Menschheit auszutilgen. JETZT helfen wir den Tieren, JETZT lassen wir keine Ausreden mehr zu, JETZT beenden wir unser Schweigen. Keine Stunde ist besser dafür geeignet als das JETZT!!!

Und wenn unsere Stimme alleine nicht genügt, dann, wenn keine andere Wahl bleibt, weil weder der Gesetzgeber die nötigen Schritte einleitet, noch die Behörde ihre Arbeit tut, wenn die Tierhalter und all jene, welche am Leid der Tiere ihr blutiges Geld verdienen, sich gegen uns stellen – und das wird passieren, passiert doch schon seit Jahren – dann zerren wir die TäterInnen unbarmherzig wie sie selber sind an die Öffentlichkeit, und stellen sie an den sozialen Pranger! Zumindest das sind wir ihren Opfern schuldig.

Denn das Schweigen ist ein belangloses nicht; es ist der Bruder der Unmenschlichkeit, zusammen sind sie eine Glut, vom Bösen entfacht, welche den letzten Funken von Ehre in uns erstickt. Lassen wir es nicht zu. Nicht länger. Schweigen zu einer Untat, von der man weiß, ist die allgemeinste Art der Mitschuld!

Wissen Sie, was es ausmacht, dass gerade dieses Bild für mich persönlich ein derart erschütterndes ist? Weil es in seiner Veröffentlichung keine Konsequenzen mit sich bringen wird, weil der Tierhalter unantastbar bleibt. Weil das Gesetz eine solche Haltung billigt, ihr keinerlei Tierqual unterstellt. Weil viel zu viele Menschen dahinter nicht den Wahnsinn erkennen, welchen wir tagtäglich über die Tiere ergießen. Weil Mütter mit ihren Kindern vor diesem Stall stehen, und von Tierliebe sprechen, dabei nicht die Enge, nicht die Ohnmacht sehen; weil sie nicht das Flehen und Bitten in den Augen der Gequälten bemerken, viel lieber den Kopf senken, und den Blickkontakt vermeiden. Würden sie alle sich nur einen Augenblick Zeit nehmen und das eingepferchte Individuum als das annehmen, was es ist – nämlich ein Teil der Schöpfung, der genau wie wir nur in Frieden leben möchte, der genau wie wir fühlt und genau wie wir zum Leiden fähig ist – dann könnten, müssten alle Dämme brechen.

P.S.: Die Befürchtung, dass ein gut gemeintes Tierschutzvolksbegehren, welches sich aber andererseits auch als ‚Pro Bauern Volksbegehren‘ sehen möchte, genau aus diesem Grunde ziemlich wirkungslos verhallen könnte, ist so weit nicht hergeholt. Man wird sich wohl für die eine oder andere Variante entscheiden müssen, um die Glaubwürdigkeit hochzuhalten und nicht Verrat zu begehen, an dieser oder jener Seite!

.

Wie lange noch???? Ein Appell!

.

Gruß Hubert