Archiv für 9. August 2019

So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten   Leave a comment

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Unglaublich welche Grausamkeiten es gibt, die Tieren angetan werden – und die Politik schaut zu. Das ist ein total schamloses Verhalten und eine Schande, dass da weggeschaut wird. Wahrscheinlich müssten Menschen tierischer werden, nicht menschlicher, damit es besser werden könnte.

Von zdf.de

SOKO Tierschutz filmt in Ungarn So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten

Sie sollen von Ungarn nach Deutschland gebracht werden: Was Puten, die in einem deutschen Betrieb geschlachtet werden, zuvor erleiden müssen, zeigen Aufnahmen der SOKO Tierschutz.

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VIDEO: Siehe Link zum Schluss

 

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Die SOKO Tierschutz Verein hat einen neuen Skandal aufgedeckt: Bei einem Mastbetrieb in Ungarn werden Tiere brutal misshandelt – und dann nach Deutschland zum Schlachten transportiert

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Friedrich Mülln liegt irgendwo in Ungarn im Gebüsch. Er ist gut getarnt, trägt Camouflage und hat das Gesicht verhüllt. Er darf auf keinen Fall entdeckt werden. Denn das, was er da gerade mit seiner Kamera filmt, soll eigentlich niemand sehen. Der Tierschützer von der SOKO Tierschutz ist gerade dabei, wieder einen Skandal aufzudecken.

Er sieht, wie brutal ein ungarischer Zulieferbetrieb Puten behandelt, die in Deutschland geschlachtet werden sollen. Die Tiere werden geschlagen, getreten und mit Gewalt in den Viehtransporter geschleudert. „Als ich da im Gebüsch lag und sah, wie auf die Tiere eingeschlagen und sie aus einem Meter Entfernung in den Transporter geschmettert werden“, sagt Mülln, „dann fühlt man sich ohnmächtig und kann nichts machen, sonst ist man selbst der Nächste, der geschlagen wird.“

Puten werden nach Bayern geliefert

Die Puten sollen nach Bayern transportiert werden. Genauer gesagt nach Ampfing. Dort sitzt der Putenschlachthof Süddeutsche Truthahn AG. Die Putenfarm in Ungarn ist einer der Zulieferbetriebe, dort sind die brutalen Bilder entstanden. „2014 hat SOKO Tierschutz eigentlich das ganze Potpourri des Grauens dieser Firma dokumentiert: also unglaubliche Brutalität in den Mastbetrieben.

Da wurden Tiere lebendig in den Müll geworfen, da wurden Truthähne mit Knüppeln niedergeschlagen, Tiere sogar bei lebendigem Leib geschächtet“, sagt Mülln. „Das passierte damals auch in Bayern und auch in Baden-Württemberg – von uns dokumentiert. Diese Aufnahmen jetzt aus Ungarn zeigen: Die Firma hat nichts dazu gelernt.“

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Kranke Pute im Stall
Archivaufnahmen von 2014.
Quelle: SOKO Tierschutz e.V.

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Jetzt hat die SOKO Tierschutz also erneut die zum Teil grausame Arbeitsweise des Zulieferers dokumentiert. Mülln selbst bezeichnet das sogenannte „Ausstallen“ der Tiere – also das Verladen in den Transporter – als „Sollbruchstelle“: „Hier kommt es sehr oft zu Tierquälerei“, erklärt der Tierschützer. „Die Arbeit ist für den Menschen belastend, die Tiere wehren sich ja auch. Das ist ein ekliger Job und das führt dazu, dass die Tiere eklig behandelt werden.“

„Das System bedingt die Probleme“

Nach dem Ausstallen geht es für die Tiere über sieben Stunden lang nach Deutschland. Der Empfänger der Tiere – die Süddeutsche Truthahn AG – gehört zu den größten Putenschlachthöfen in Deutschland. „Bei diesem Betrieb wird gerne mit Regionalität geworben: In Wirklichkeit hat er inzwischen ein riesiges Netzwerk geschaffen von Zulieferbetrieben – ungefähr 700 Betriebe, die meisten davon in Süddeutschland und in Österreich, aber eben inzwischen auch in Ungarn und Tschechien. Das hat einen Grund: Da kann man noch billiger produzieren, da kann man das noch mehr zum Limit treiben“, sagt Friedrich Mülln von der SOKO Tierschutz.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 35 Millionen Puten geschlachtet. Allein bei der Süddeutsche Truthahn AG sind es täglich rund 20.000 Tiere. Die Kunden: Gastronomische Betriebe und Metzgereien sowie bekannte Supermarktketten und Discounter in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

von Jutta Sonnewald und Jan Schüßler

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So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten

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Gruß Hubert

NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung   1 comment

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Von Tierrechte.de

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Das vor vier Jahren von SPD und Grünen in NRW eingeführte Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) wurde damals in weiten Teilen von Tier- und Naturschutzverbänden begrüßt, da es viele grausame Jagdformen und ökologisch schädliche Praktiken untersagte. Die konservative Jägerschaft lehnte das ÖJG jedoch von Beginn an ab und drängte darauf, die Verbesserungen wieder rückgängig zu machen. Dies wollen CDU und FDP nun mit der Reform des Jagdgesetzes umsetzen.

Verschlechterungen inakzeptabel

Die Tier- und Naturschutzverbände befanden bereits in ihren Stellungnahmen die Mehrzahl der geplanten Änderungen als inakzeptabel und lehnten den Entwurf einhellig ab. Kritikpunkte waren unter anderem: die Liste der jagdbaren Tierarten soll deutlich erweitert werden, tierschutzwidrige Jagd- und Ausbildungsmethoden sollen wieder erlaubt werden, die Jagdzeiten sollen verlängert und der Nachweis einer ausreichenden Schiessfertigkeit wegfallen.

Gesetzentwurf ist „Kniefall vor der Jagd-Lobby“

„Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein Kniefall vor der Jagd-Lobby. Viele grausame Praktiken, wie die Baujagd auf Füchse und Dachse, die Jagdhundausbildung an lebenden Stockenten und Wildschweinen oder der Abschuss eigens ausgesetzter Zuchttiere, sollen wieder möglich sein. Statt einem modernen Jagdrecht, das auf aktuellen wildbiologischen Erkenntnissen und tierschutzethischen Grundsätzen beruht, steht diese Novelle für ein überwunden geglaubtes Nutzungsrecht zu Gunsten einer privilegierten Freizeitjagd,“ kritisiert Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

Vorgaben teilweise rechtswidrig

Nach Ansicht der Tierschutzverbände sprechen nicht nur ethische und wissenschaftliche Argumente gegen den vorliegenden Gesetzentwurf. Die Regelungen sind aus ihrer Sicht auch teilweise rechtswidrig, da sie weder mit der Landesverfassung noch mit dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz vereinbar seien. Hinzu käme, dass bestimmte Tierarten, die jetzt auf der Liste der jagdbaren Arten stünden, nach EU-Recht gar nicht bejagt werden dürften.

Landesregierung steht vor tierschutzpolitischen Scherbenhaufen

Aus Sicht des Tierrechtsverbandes tut sich die schwarz-gelbe Landesregierung mit dem geplanten Landesjagdgesetz selbst keinen Gefallen: „Die Jagd wird nicht ohne Grund von weiteren Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen. Dieses aus Tierschutzsicht katastrophale Jagdgesetz wird dieses Misstrauen weiter schüren. Nimmt man die Abschaffung der Tierschutz-Verbandsklage, den Fall Schulze Föcking und die Einstellung der Stabstelle Umweltkriminalität hinzu, steht die NRW-Landesregierung in Sachen Tier- und Naturschutz vor einem tierschutzpolitischen Scherbenhaufen“, schließt Ledermann.

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NRW-Jagdgesetz – Schwarz – gelb beschließt massive Verschlechterung

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Gruß Hubert