So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten   Leave a comment

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Unglaublich welche Grausamkeiten es gibt, die Tieren angetan werden – und die Politik schaut zu. Das ist ein total schamloses Verhalten und eine Schande, dass da weggeschaut wird. Wahrscheinlich müssten Menschen tierischer werden, nicht menschlicher, damit es besser werden könnte.

Von zdf.de

SOKO Tierschutz filmt in Ungarn So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten

Sie sollen von Ungarn nach Deutschland gebracht werden: Was Puten, die in einem deutschen Betrieb geschlachtet werden, zuvor erleiden müssen, zeigen Aufnahmen der SOKO Tierschutz.

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VIDEO: Siehe Link zum Schluss

 

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Die SOKO Tierschutz Verein hat einen neuen Skandal aufgedeckt: Bei einem Mastbetrieb in Ungarn werden Tiere brutal misshandelt – und dann nach Deutschland zum Schlachten transportiert

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Friedrich Mülln liegt irgendwo in Ungarn im Gebüsch. Er ist gut getarnt, trägt Camouflage und hat das Gesicht verhüllt. Er darf auf keinen Fall entdeckt werden. Denn das, was er da gerade mit seiner Kamera filmt, soll eigentlich niemand sehen. Der Tierschützer von der SOKO Tierschutz ist gerade dabei, wieder einen Skandal aufzudecken.

Er sieht, wie brutal ein ungarischer Zulieferbetrieb Puten behandelt, die in Deutschland geschlachtet werden sollen. Die Tiere werden geschlagen, getreten und mit Gewalt in den Viehtransporter geschleudert. „Als ich da im Gebüsch lag und sah, wie auf die Tiere eingeschlagen und sie aus einem Meter Entfernung in den Transporter geschmettert werden“, sagt Mülln, „dann fühlt man sich ohnmächtig und kann nichts machen, sonst ist man selbst der Nächste, der geschlagen wird.“

Puten werden nach Bayern geliefert

Die Puten sollen nach Bayern transportiert werden. Genauer gesagt nach Ampfing. Dort sitzt der Putenschlachthof Süddeutsche Truthahn AG. Die Putenfarm in Ungarn ist einer der Zulieferbetriebe, dort sind die brutalen Bilder entstanden. „2014 hat SOKO Tierschutz eigentlich das ganze Potpourri des Grauens dieser Firma dokumentiert: also unglaubliche Brutalität in den Mastbetrieben.

Da wurden Tiere lebendig in den Müll geworfen, da wurden Truthähne mit Knüppeln niedergeschlagen, Tiere sogar bei lebendigem Leib geschächtet“, sagt Mülln. „Das passierte damals auch in Bayern und auch in Baden-Württemberg – von uns dokumentiert. Diese Aufnahmen jetzt aus Ungarn zeigen: Die Firma hat nichts dazu gelernt.“

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Kranke Pute im Stall
Archivaufnahmen von 2014.
Quelle: SOKO Tierschutz e.V.

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Jetzt hat die SOKO Tierschutz also erneut die zum Teil grausame Arbeitsweise des Zulieferers dokumentiert. Mülln selbst bezeichnet das sogenannte „Ausstallen“ der Tiere – also das Verladen in den Transporter – als „Sollbruchstelle“: „Hier kommt es sehr oft zu Tierquälerei“, erklärt der Tierschützer. „Die Arbeit ist für den Menschen belastend, die Tiere wehren sich ja auch. Das ist ein ekliger Job und das führt dazu, dass die Tiere eklig behandelt werden.“

„Das System bedingt die Probleme“

Nach dem Ausstallen geht es für die Tiere über sieben Stunden lang nach Deutschland. Der Empfänger der Tiere – die Süddeutsche Truthahn AG – gehört zu den größten Putenschlachthöfen in Deutschland. „Bei diesem Betrieb wird gerne mit Regionalität geworben: In Wirklichkeit hat er inzwischen ein riesiges Netzwerk geschaffen von Zulieferbetrieben – ungefähr 700 Betriebe, die meisten davon in Süddeutschland und in Österreich, aber eben inzwischen auch in Ungarn und Tschechien. Das hat einen Grund: Da kann man noch billiger produzieren, da kann man das noch mehr zum Limit treiben“, sagt Friedrich Mülln von der SOKO Tierschutz.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 35 Millionen Puten geschlachtet. Allein bei der Süddeutsche Truthahn AG sind es täglich rund 20.000 Tiere. Die Kunden: Gastronomische Betriebe und Metzgereien sowie bekannte Supermarktketten und Discounter in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

von Jutta Sonnewald und Jan Schüßler

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So qualvoll ist der Weg der Mast-Puten

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Gruß Hubert

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