Archiv für 8. September 2019

Pferdekutschen in Berlin   Leave a comment

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Berlin ist nur ein Beispiel, es gibt ja viele Städte in Europa wo das ganz ähnlich ist, zum Beispiel in Wien.

Von Peta.de

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Update 2019

Ein erster Teilerfolg: Berlin hat die Richtlinien für die Pferdekutschen verschärft. Ab 30 Grad dürfen die Kutschen nicht mehr fahren. Bereits ab 25 Grad muss alle zwei Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten Länge unter einem Schattenplatz erfolgen. Außerdem muss nun ein pferdeerfahrener Beifahrer mitfahren. Erste Kontrollen im Juni 2019 nach Einführung der neuen Richtlinien ergaben massive Verstöße, die von den Behörden geahndet wurden. Bitte unterschreiben Sie weiterhin unsere Petition, bis die Kutschen überhaupt nicht mehr in Berlin fahren dürfen.

Originalartikel:

In Berlin gibt es etwa 10-15 Anbieter von Pferdekutschen, die mehr als 100 Tiere für sich arbeiten lassen. Besorgte Berlinerinnen & Berliner haben beobachtet, dass die Pferde auf der Tempelhof Rennbahn starker Hitze ausgesetzt sind, da es dort keinerlei Schattenplatz für die Pferde und keine Versorgung mit Heu gibt. Das Wasser wird in Eimern aus einem Brunnen geholt. Auch am Brandenburger Tor stehen die Tiere oft stundenlang bewegungslos – ob bei eisigen Temperaturen oder im Hochsommer.

Verbot von Pferdekutschen in Berlin

Bitte setzen Sie sich für die Tiere ein und fordern Sie den Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller, dazu auf, Pferdekutschen zu verbieten. (Petition im Link am Ende).

Im Juli 2014 brach ein Pferd vor einer Kutsche am Brandenburger Tor erschöpft zusammen. Das Tier konnte minutenlang nicht aufstehen, obwohl die Kutscher an ihm herumzerrten. Die Berliner Behörden berichten zudem immer wieder über zahlreiche Missstände und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Schon im April 2008 brach hier die 17jährige Stute „Bess“ vor dem Hotel Adlon zusammen. Der Betreiber versprach daraufhin, nicht mehr mit „Bess“ in der Stadt zu arbeiten, dennoch muss sie weiterhin Kutschen ziehen und ist vielleicht auch jetzt gerade wieder in Berlin unterwegs

Verletzungen sieht man eher selten, denn seit „Bess“ im April 2008 vor dem Hotel Adlon zusammenbrach, achten die Betreiber darauf, dass alles ordentlich aussieht, und die Pferde „gut“ aussehen. Aber auch gestriegelte Pferde müssen mit Scheuklappen, also fast blind, durch die Straßen laufen. In der Innenstadt sind sie aggressivem Verkehr ausgesetzt, werden ständig angehupt, geraten leicht in Panik. Das wiederum erhöht die Unfallgefahr für Pferd und Mensch. Im Dezember 2015 wurde am Pariser Platz ein Kind durch eine Pferdekutsche verletzt. Auch 2014 kam es zu mehreren Unfällen mit Pferdekutschen in Berlin.

Pferdekutschen sind lebensgefährlich, weil Pferde schreckhafte Fluchttiere sind: Deutschlandweit kommt es jedes Jahr zu Dutzenden Unfällen mit Pferdekutschen mit über 100 und Verletzten und auch Toten.

Das ständige Einatmen der Abgase und das Laufen auf dem harten Zement macht die Tiere krank. Eine Berlinerin schrieb PETA Deutschland e.V.: „Es schnürt mir jedesmal das Herz zusammen, wenn ich diese armen Kreaturen noch bei rot über die Ampel traben sehe oder wenn sie von Autofahrern angehupt werden.“
Die Pferde werden durch die Strapazen oft früh krank und werden von den vielen Kutschenbetrieben dann zum Metzger gebracht.

Pferde sind wundervolle Tiere, die bis zu 60 km/h schnell laufen können. In der Natur leben sie in der Herde. Immer hält ein Pferd Nachtwache. Sie passen aufeinander auf und immer bleibt ein Pferd in der Nähe eines geschwächten Tieres um dieses zu beschützen.

Pferden, die Kutschen ziehen, wird jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Unter schlimmsten Wetterbedingungen ziehen sie ein schweres Gewicht, laufen auf hartem Betonboden, haben Scheuklappen auf und inhalieren Abgase und Rauch. Eventuelle Wunden können unter diesen Umständen nur schwer heilen, so daß einige der Pferde bei genauem Hinsehen deutliche Blessuren aufweisen.

Für eine romantische Tour durch Berlin, können Sie sich mit den Velotaxis durch die Hauptstadt kutschieren lassen oder selbst aufs Rad steigen.

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Hier weiterlesen:

Pferdekutschen in Berlin

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 8. September 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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