Stoppt die Fuchsjagd!   Leave a comment

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Es ist ein Skandal wie Jäger mit Füchsen umgehen. Leider haben Jäger einflussreiche Befürworter in Politik und Wirtschaft, weil viele davon selbst Jäger sind. Es werden viele Unwahrheiten von Jägern über die Füchse verbreitet.

Von Peta.de

Auszug.

Als Freizeitbeschäftigung töten Jäger jedes Jahr bundesweit bis zu einer halben Million Füchse auf grausamste Weise – viele der Tiere werden „nur“ angeschossen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und verstümmelt. Füchse dienen den Jägern als lebendige Zielscheibe; es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Die Politik muss endlich handeln und dem sinnlosen Töten der nützlichen Tiere ein Ende setzen.

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„Füchse lernen schnell, erfassen Zusammenhänge und können ihr Wissen dann in raffinierte Strategien umsetzen, die ihnen das Überleben in vielen Situationen sichern. […] Es gibt beispielsweise Füchse, die sich tot stellen, um Krähen anzulocken, die sie dann im richtigen Moment schnappen.“ (Prof Dr. Dr. Herzog, TU Dresden)

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Bewiesen: Die Fuchsjagd ist unnötig und kontraproduktiv

Dass die Jagd auf Füchse unnötig ist und sich vielmehr kontraproduktiv auswirkt, wurde längst durch umfangreiche wissenschaftliche Literatur dargelegt. So kommen englische Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Jagd auf Füchse keinen merklichen Effekt hat; vielmehr regulieren sich Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und Sozialgefüge von selbst [6] [7]. Die Jagd hingegen zerstört die stabilen Sozialstrukturen, was bei Füchsen zu erhöhter Fortpflanzung und zur Wanderung einzelner Tiere führt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Auch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen im Nationalpark Bayerischer Wald belegen die Sinnlosigkeit der Fuchsjagd. In dem 24.000 Hektar großen Waldgebiet werden Füchse seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bejagt. Das Ergebnis: Die Füchse im Nationalpark bekommen sogar weniger Nachkommen als die bejagte Population im angrenzenden Landkreis. Dies führen die Wissenschaftler unter anderem darauf zurück, dass es sich im Bayerischen Wald um eine stabile Fuchspopulation handelt, die keinem menschlichen Jagddruck unterliegt. Sie weisen zudem darauf hin, dass wenig bejagte Fuchspopulationen grundsätzlich weniger Nachkommen produzieren und ihr Durchschnittsalter höher ist [8]. Aus wildbiologischer Sicht gibt es keinen nachvollziehbaren Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Im Gegenteil, die Fakten sprechen für ein flächendeckendes Verbot der Fuchsjagd.

Die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Füchse ist nahezu auszuschließen

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Deutschland ist gemäß der WHO seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut [9]. Durch die intensive Bejagung war es nicht möglich, die Tollwut zu bekämpfen – dies gelang erst durch den großflächigen Einsatz tierfreundlicher Impfköder [2] [10]. Der Fuchsbandwurm zählt laut Prof. Brehm vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg zu den seltensten Parasitosen Europas [11]. Eine Ansteckung des Menschen findet ausschließlich über den Kontakt der Bandwurmeier mit dem Mund statt. Diese befinden sich in den Ausscheidungen des Wirtes [12]. Im Jahr 2015 lag die Neuerkrankungsrate bei 0,00005 Prozent (45 Erkrankungen bei 82 Millionen Einwohnern) – sogar das Risiko, vom Blitz getroffen zu werden, ist höher [13]. Aufgrund des direkten Kontakts mit Füchsen zählen insbesondere die Jäger selbst sowie ihre Jagdhunde zur Risikogruppe [14]. Für Hunde stellt die Räude im Zeitalter der modernen Medizin kein Problem mehr dar und lässt sich mit Medikamenten einfach behandeln [15]. Eine Reaktion der Haut durch Räudemilben beim Menschen (Pseudokrätze) heilt in der Regel von selbst aus und tritt nur bei direktem Kontakt mit einem infizierten Tier auf [16].  Gegen Staupe bietet die Impfung bei Hunden einen sicheren Schutz. Für den Menschen gilt diese Krankheit als nicht ansteckend und ungefährlich [17]. Bei der Jagd auf den Fuchs geht es nicht um das Allgemeinwohl – das fadenscheinige Argument einer Krankheitsübertragung ist lediglich der Versuch, das sinnlose Töten zu rechtfertigen.

Häufige Fehlschüsse

Englische Wissenschaftler untersuchten die Tierschutzaspekte bei der Fuchsjagd und kamen zu dem Entschluss, dass bei der Jagd mit Schusswaffen lediglich die Hälfte der Tiere direkt getötet wird [26]. Die angeschossenen Tiere flüchten mit blutigen Wunden oder zertrümmerten Knochen und sterben einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden Spaziergänger im Dezember 2015 in Börtlingen einen angeschossenen Fuchs, der viele Stunden unter erheblichen Schmerzen litt, bis er getötet wurde. In der Nacht zuvor hatten zwei Jäger das verletzte Tier sich selbst überlassen – beide wurden wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe verurteilt [27]. Viele der angeschossenen Tiere werden niemals gefunden.

Baujagd

Bei der Baujagd werden Füchse von Jägern mit Hunden aus ihrem schützenden Bau getrieben und erschossen. Hierbei kommt es immer wieder zum blutigen Kampf zwischen Hund und Wildtier, denn eine Fuchsmutter kämpft bis zum letzten Atemzug für ihre Kinder. Das Abrichten der Jagdhunde findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in sogenannten „Schliefanlagen“ statt. Hier lernen die Hunde am lebenden Fuchs, diesen aus dem Bau zu jagen. Die Füchse werden dabei wiederholt in Todesangst versetzt. Verzweifelt versuchen sie, aus ihrer Folterkammer zu entkommen – vergeblich, denn nach einem qualvollen Leben wartet der sichere Tod.

Totschlagfallen

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Fuchs Totschlagfalle

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Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere stattdessen jedoch oftmals schwer verletzt, und viele von ihnen sterben aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen einen langsamen und schmerzhaften Tod. So fanden Spaziergänger im Juni 2016 in Dornhan einen jungen Fuchs, der mit einer Pfote in einer Totschlagfalle festhing. Die scharfen Kanten der Falle trennten ihm letztendlich das Bein ab [28]. In Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und im Saarland sind die Fallen aus Tierschutzgründen bereits weitgehend verboten bzw. unter Genehmigungsvorbehalt gestellt. In den meisten Bundesländern sind die tierquälerischen Fanggeräte jedoch noch immer erlaubt und werden von den Jägern zur Fuchsjagd eingesetzt.

Lebendfallen

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Lebendfalle Fuchs

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In Lebendfallen werden die Tiere gefangen und anschließend mit einem Kopfschuss hingerichtet. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz stehen die gefangenen Wildtiere unter hohem Stress, was erhebliches Leiden verursacht. Ein Wildtier gerät in höchste Panik, wenn sich die Falle schließt, und zieht sich bei verzweifelten Fluchtversuchen oftmals schwere Verletzungen zu oder stirbt durch Kreislaufversagen [29]. Selbst vor Fuchskindern machen Jäger keinen Halt: Spezielle Jungfuchsfallen (Drahtgitterfallen) werden an den Ausgängen des Fuchsbaus angebracht, sodass die Fuchswelpen bei ihrer nächsten Erkundungstour hineintappen. Auf diese Weise löschen Jäger ganze Fuchsfamilien aus.

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Füchse – die Gesundheitspolizei der Natur / PETA

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Stoppt die Fuchsjagd!

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Gruß Hubert

 

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