Archiv für 27. September 2019

Das große Sterben geht um… Tierheime, Wildtierstationen und Lebenshöfe vor dem AUS   1 comment

.

Es ist traurig und ein Armutszeugnis für die Politik, dass sie für Tiere keinen Finger rühren und keine Unterstützungen für Tierheime oder Gnadenhöfe geben. Sie schauen nur darauf was ihnen Stimmen bringen könnte und scheuen sich nicht sich dafür zu prostituieren.

Von Bettina, Marie Schneider – 1. August 2019

Das große Sterben geht um…
es stirbt stückchenweise die wichtige Hilfe für notleidende, kranke, ungewollte, hilfsbedürftige Tiere. Hunde, Katzen, Vögel, Eichhörnchen, Wildtiere, Nutztiere…Tierheime, Auffangstationen, Lebenshöfe…sie alle sind am Limit. Diese Tragödie…und es ist eine Tragödie!!!…hat mehrere Ursachen.

Zum einen wird den Bürgern beständig mehr Geld in Form von Steuern, Abgaben und künstlichen Verteuerungen aus der Tasche gezogen und dafür soziale Leistungen eingeschränkt…die Menschen haben immer weniger Geld zur Verfügung, auch für Spenden.

Zum anderen steigt der Bedarf immer weiter. Nie gab es so viele misshandelte, verletzte und kranke Tiere, die Versorgung benötigen und nach wie vor fühlt sich unser Staat nicht dafür zuständig. Die Flut des Elends muss alleine bewältigt werden.

Was das für den Einzelnen bedeutet, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Tierschützer investieren nicht nur ihre gesamte Freizeit, ihr Wissen und ihr Herzblut, sie schenken auch ihre Wohnungen/Grundstücke/Häuser den Tieren und dazu jeden Cent, den sie haben…bis irgendwann gar nichts mehr geht.

Jeden Tag erhalte ich mittlerweile erschütternde Briefe, traurige Posts und spreche mit weinenden Menschen am Telefon, die mit hungrigen und kranken Tieren allein gelassen sind, die gerne helfen möchten aber nicht mehr können. In Deutschland…wohlgemerkt! Dass die Lage im Ausland dramatisch ist, wissen wir ja seit langem.

Nein, es passiert mitten unter uns, wo täglich Millionen für sinnlose Dinge verprasst werden, wo Gemeinden, Länder und der Bund, Unsummen für so ziemlich alles und jeden ausgeben…nur nicht für Tiere und Tierschutz. Es passiert hier, wo genügend überflüssiges Geld in Umlauf ist, um auch im letzten Jahr wieder 137 Millionen an Silvester einfach in die Luft zu ballern,
Es passiert hier, wo Menschen jeden Tag Unsummen für Labels und 4 Sterne Küche, für künstliche Nägel, für Hightech bis in den kleinsten Winkel ihres Hauses und für die zigste Kreuzfahrt ausgeben…aber keine drei Euro für zwei Dosen Igelfutter haben.
Oh, sie mögen Tiere, sie lieben auch Igel, ja sie liiieben sie alle. Aber nicht ihr Problem! Darum sollen sich doch andere kümmern!

So bleibt dieses „Problem“ an ein paar wenigen hängen, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Menschlichkeit und Empathie, Mitleid und Mitgefühl nicht ganz vor die Hunde gehen zu lassen. Sie kümmern sich um verletzte Wildvögel, kastrieren Katzen, nehmen misshandelte Pferde auf und 1000 Dinge mehr, die eigentlich nicht „Privatsache“ sind, sondern von der Allgemeinheit unterstützt werden sollten. Schließlich ist der Schutz der Tiere in unserem Grundgesetz verankert und kein albernes Hobby!!!

Jeder Einzelne von diesen bewundernswerten Menschen, die ihr Leben den vergessenen Tieren widmen, verdient für mich das Bundesverdienstkreuz, stattdessen werden sie belächelt, allein gelassen, müssen jeden Tag um Spenden betteln und werden mit wahnwitzigen behördlichen Auflagen drangsaliert.

Ihr seid meine wahren Helden  und ich versuche über unseren Verein Frieden für Pfoten e.V., zumindest ein kleines bisschen zu helfen, Mut zu machen und hier auf meinem Blog eure Geschichten zu erzählen!
Eine Gesellschaft, die Tierschutz und Tierschützern eine so geringe Wertschätzung, einen so geringen Stellenwert entgegen bringt, hat für mich den Namen „zivilisiert“ nicht verdient!

Ich fordere öffentliche Hilfen für diese wertvolle Arbeit, Tierschutz als Schulfach und ein Budget für Tierhilfe in jeder Kommune!
Weg von den Almosen und hin zur Vernunft!

.

Gruß Hubert