Die Schere zwischen Arm und Reich   3 comments

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Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Aber das ist ja leider nichts Neues.

Interessant wie manche diese großen Unterschiede schönreden und rechtfertigen wollen. Aber Lügen gehört ja heute bei vielen zum Programm. Einen mehrstelligen Millionenverdienst gegenüber Kurz- oder Leiharbeit als gerecht darstellen zu wollen ist nicht der richtige Weg. Besondere Leistungen, Fähigkeiten und auch das Risiko sollen honoriert werden, aber das Kasse machen schießt oft weit über das Ziel hinaus und ist mit keiner Leistung oder der gerne bemühten Verantwortung nicht zu erklären und zu rechtfertigen.

Von sozialpolitik.com

Hier noch zwei Kommentare

Es ist bedrückend, wie reiche Menschen für die Armut anderer verantwortlich gemacht werden. Wer das behauptet, versteht die Zusammenhänge nicht oder will sie nicht verstehen. In der Wirtschaft wird nicht der reich, der vielen Menschen etwas nimmt, sondern nur der, der vielen Menschen etwas gibt. Die Reichsten in Deutschland waren die „ALDI-Brüder“, die den Discount im Lebensmittelbereich erst erfunden haben. Es gibt viele andere Beispiele, wo Reichtum für die Armen eine Hilfe war. Wann werden das alle kapieren ? –

Danke fürs Schönreden – wirklich sehr hilfreich. Dann kann man also alles so lassen? Angesichts von immer mehr Menschen, die an der Tafel Schlange stehen – alles im grünen Bereich? Es gibt sicher Reiche, die viel Gutes tun. Aber es gibt nun mal auch viel Reiche, die einfach reich geboren werden und viel erben, ohne selbst dran schuld zu sein und ohne etwas Sinnvolles dafür getan zu haben. Und es gibt noch mehr Arme, die arm geboren werden, ohne selbst dran schuld zu sein, und die sich abrackern, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Man kann eben auch einfach Glück und Pech im Leben haben. Gerecht ist das nicht. Um Gerechtigkeit müssen sich die Menschen dann selbst bemühen. Und etwas mehr Demut bei Reichen wäre dabei nicht schlecht …

Der beste Satz ist schon dieser:

„In der Wirtschaft wird nicht der reich, der vielen Menschen etwas nimmt, sondern nur der, der vielen Menschen etwas gibt.“

Ha ha ha …. durch Verteilen ist noch niemand reich geworden. Die Reichen fallen in der Regel nicht durch Großzügigkeit und Freigebigkeit auf.

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Die Schere zwischen Arm und Reich

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Deutschlands Reiche – die unbekannten Wesen

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[…] Dabei ist schon jetzt klar, dass der Bericht die Ungleichheit in Deutschland nur unzureichend abbilden wird, denn über Einkommen und Vermögen der reichsten Menschen in Deutschland gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Wissenschaftler haben für MONITOR bisher unveröffentlichte Daten über die Einkommen der Reichen analysiert. Danach ist der Einkommensanstieg im obersten Prozent der Bevölkerung weitaus größer als bisher bekannt. Experten fordern angesichts der neuen Daten deutlich höhere Spitzensteuersätze.

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Armut und Reichtum

Chancen für alle schaffen

Definitionen von Armut und Einkommen

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Absolute Armut bezeichnet ein Leben am Rande des Existenzminimums (existenzielle Armut). Menschen in absoluter Armut haben kaum Zugang zu lebenswichtigen Gütern wie Nahrung und Trinkwasser. Absolute Armut betrifft in erster Linie Entwicklungsländer und ist in Deutschland nahezu ausgeschlossen. Nach einer Definition der Weltbank liegt absolute Armut vor, wenn Menschen von weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben müssen – das entspricht rund 1,60 Euro.

In relativer Armut leben Menschen, die ein deutlich geringeres Einkommen als der Durchschnitt der Bevölkerung haben (Einkommensarmut). Diese Menschen können nur eingeschränkt an Bildung, Gesundheit und dem gesellschaftlichen Leben teilhaben. In Industrieländern wird Armut zumeist als relative Armut definiert.

Das Durchschnittseinkommen ist ein rechnerisch ermittelter Wert. Dabei wird die Summe aller Einkommen durch die Anzahl der Einkommensbezieher geteilt.

Das mittlere Einkommen oder Medianeinkommen liegt genau in der Mitte: Die Zahl der höheren Einkommen ist genauso groß wie die Zahl der niedrigeren. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, gilt in Deutschland als armutsgefährdet.

https://www.sozialpolitik.com/artikel/armut-und-reichtum

(Seite 3)

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Aus der ZEIT

Soziale Ungleichheit: In Deutschland ist immer mehr Vermögen auf immer weniger Köpfe verteilt.
In Deutschland ist immer mehr Vermögen auf immer weniger Köpfe verteilt. © Frederic Ciro /​ Getty Images /​ PhotoAlto

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/ungleichheit-vermoegen-reichtum-armut

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Gruß Hubert

 

3 Antworten zu “Die Schere zwischen Arm und Reich

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  1. Je höher die Einnahmen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Steuerprüfer an die Tür klopfen: Besonders Reiche mit Einkünften über 500.000 Euro pro Jahr werden von den Finanzbehörden immer seltener durchleuchtet. Die Zahl der sogenannten Betriebsprüfungen ist von 1630 im Jahr 2009 auf nur noch 1150 im Jahr 2018 gefallen – ein sattes Minus von fast 30 Prozent. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

    Fast zeitgleich hat sich der Zahl derjenigen, die sogar mehr als eine Million Euro Einnahmen pro Jahr erhalten fast verdoppelt. Sie ist demnach von knapp 12.500 im Jahr 2009 auf über 21.000 im Jahr 2015 gewachsen. Die Einkünfte dieser Gruppe sind innerhalb von sechs Jahren um etwa zwei Drittel auf über 57 Milliarden Euro gewachsen. Wegen der langen Fristen zur Abgabe von Steuererklärungen und den Bearbeitungszeiten in den Finanzämtern sind noch keine aktuelleren Zahlen nach dem Jahr 2015 zu erhalten.

    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wenn-der-steuerpruefer-gar-nicht-klingelt-einkommensmillionaere-werden-seltener-vom-finanzamt-durchleuchtet/25096314.html

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  2. Lieber Hubert, sehr interessanter Beitrag, vor allen Dingen deswegen, weil ja auch ich schon über mehrere Jahre hinweg dazu genötigt bin, ein Leben am Rande des Existenzminimums – also in existenzieller Armut führen zu müssen. Nach der Wende war ich viele Jahre lang arbeitslos und bereits schon mit den Hartz IV-Almosen zur Armut verurteilt. Und jetzt als Rentner beziehe ich eine Armutsrente von 630.- Euro. Weil diese nach Abzug aller Fixkosten (Miete, Strom – und Gasabschläge etc. nicht zum Leben reicht, ist Väterchen Staat sehr „barmherzig“ und zahlt mir monatlich noch 72.- Euro sogenannter Grundsicherung. Aber diese ist mir letztlich alles andere als eine wirkliche Hilfe, denn vor einigen Tagen erhielt ich einen mich sehr niederdrückenden Brief vom Sozialamt, in welchem ich aufgefordert wurde, mir nicht zustehende Leistungen in Höhe von 394,36 Euro an das Landratsamt bis 31. Dezember 2019 zurückzahlen zu müssen. Auch sehr interessant in Deinem vorliegenden Bericht: Die Armutsgefährdungsgrenze für Alleinlebende liegt in Deutschland bei 1.064 Euro Nettoeinkommen im Monat! Da kann ich nur sagen: Wenn ich als Alleinlebender eine Rente über 1000.- Euro hätte, könnte mich Väterchen Staat mit seiner sogenannten „Grundsicherung“ schnurstracks am Hintern lecken, denn dann wäre ich „reich“ und könnte ein weniger menschenunwürdiges Dasein führen.

    Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

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  3. Lieber Wolfgang, es ist schon traurig, wie der deutsche Staat, bei den sozial Schwächsten seine „barmherzigen“ Zuschüsse sich unter höchst fragwürdigen Begründungen wieder zurückholt und den Begünstigten dadurch frotzelt und wieder „aussackelt“.
    Man sieht auch wie die offiziellen Begriffe, wie Armutsgefährdungsgrenze, schöngeredet werden und nichts mit der Realität zu tun haben – wie man ja in Deinem Fall sieht. Denn selbst mit den oft nur geliehenem Grundsicherungs-Zuschuss von 72 Euro kommst du ja nur auf 702 Euro und wärst um 362 jedes Monat reicher, wenn Du die sogenannte Armutsgefährdungsgrenze für Alleinlebende erreichen würdest. Bei der Rückforderung von 394,36 Euro haben „sie“ sich ca. 5 1/2 Monatszuschüsse wieder zurückgeholt. Ein wahrhaft „barmherziger“ Vater Staat!

    Mit lieben Grüssen an Dich – Hubert

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