Archiv für 1. November 2019

Nordburgenland: Jagd auf ausgesetzte chinesische Königsfasane – bedrohte Tierart!   Leave a comment

.

Die Perversität der Jäger kennt keine Grenzen!

Von vgt.at

BH Neusiedl am See versucht das Aufdecken dieser illegalen Aktivitäten zu verhindern, indem per Verordnung Betretungsverbote auf öffentlichen Straßen zum Filmen erlassen wurden

.

Der Herbst ist im Burgenland die Zeit der großen Abschießbelustigungen durch Jagdgesellschaften, die sich dem massenhaften Aussetzen und Abballern gezüchteter Vögel verschrieben haben. Das betrifft nicht nur Enten an der Leitha, sondern auch Fasane und Rebhühner. Dabei steht eine solche Fasanvoliere sogar auf Gemeindegrund in Gattendorf! Aber heuer setzt man an Perversion noch einen drauf: statt den üblichen Jagdfasanen hat man diesmal auch chinesische Königsfasane aus Zuchten angekauft und ausgesetzt. Die hilflosen Tiere lassen den Menschen auf 5 m heran und sitzen dicht gedrängt im Unterholz. Jetzt kann man die Hunde auf sie hetzen und die Vögel dann aus der Luft knallen! Chinesische Königsfasane sind – selbstredend – in Österreich nicht heimisch und können hier gar nicht überleben. Dieses Tier kommt nur bis zum 30. nördlichen Breitengrad vor und lebt in Eichenwäldern zwischen 550 m und 1800 m Seehöhe. Das Nordburgenland liegt am 48. nördlichen Breitengrad auf 100 m Seehöhe und überall ist Ackerland. In China zählt die Art als bedroht. Aber die dekadenten Jagdgesellschaften im Nordburgenland ballern offenbar gerne auf diese bunten Tiere, weil sie fast 1,5 m lange Schwanzfedern haben.

Als das Gatterjagdverbot in das Jagdgesetz im Burgenland geschrieben wurde, reklamierte die FPÖ auch die Möglichkeit ins Gesetz, Sperrzonen öffentlicher Straßen gegen Kameras von Tierschützer_innen zu erlassen, um genau das Aufdecken solcher Machenschaften zu verhindern. Seitens der Jägerschaft will man nicht, dass irgendjemand weiß, was man für perversen Unsinn treibt und wie man Natur und Tiere missbraucht. „Aus den Augen aus dem Sinn“ muss die Motivation der BH Neusiedl am See gewesen sein, als sie per Verordnung nun Sperrzonen öffentlicher Straßen erließ, um die Abschießbelustigungen zahmer ausgesetzter Vögel aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu verbannen. In der Praxis geht die lustige Jagdgesellschaft mit Betretungsverbotstafeln zu ihren ausgesetzten Fasanen, stellt diese selbständig außer Sichtweite mitten auf der öffentlichen Straße auf und ballert dann munter drauflos. Vor einigen Jahren hat der Verfassungsgerichtshof derartige Sperrgebiete um die Gatterjagden des Herrn Mensdorff-Pouilly im Südburgenland für verfassungswidrig erklärt. Aber das scheint der Behörde egal zu sein. Hauptsache, für den Moment lassen sich dadurch die Kameras fernhalten.

.

 

5j8chf15cnh

„Aus den Augen, aus dem Sinn“? Diese Sperrzonen wurden von der BH Neusiedl am See errichtet. Die Öffentlichkeit soll von den naturfernen Jagdpraktiken nichts mitbekommen.

.

VGT-Obmann Martin Balluch: Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit von fast 80 % der Bevölkerung diese Abschießbelustigungen auf ausgesetzte Zuchttiere verboten sehen will. Das trifft umso mehr auf exotische Tiere, wie den chinesischen Königsfasan, zu. Doch wie soll sich die öffentliche Meinung artikulieren, wenn niemand von diesen Machenschaften erfährt? Deshalb versucht man nun, uns mittels Betretungsverboten am Filmen der unfassbaren Tierquälereien und des Missbrauchs der Natur zu hindern. Das wollen naturverbundene Menschen sein, die ausgesetzte chinesische Zuchtvögel abknallen? Es wird Zeit, dass dieser infantilen Jagdpraxis das Handwerk gelegt wird. Der VGT hat erneut Anzeige erstattet.

.

Nordburgenland: Jagd auf ausgesetzte chinesische Königsfasane – bedrohte Tierart!

.

Gruß Hubert

 

Grausame Pferdemärkte in Rumänien aufgedeckt   Leave a comment

.

Pferdemärkte in Rumänien: Schläge und brutaler Peitschenregen.

Ausgepeitscht, verprügelt und drangsaliert: Nahezu jedes Wochenende werden Pferde auf Märkten in ganz Rumänien mit tierquälerischen Methoden vorgeführt. Gemeinsam mit lokalen Tierfreunden gelang es PETA, die Zustände auf den Pferdemärkten in Berevoieşti und Mihaeşti zu dokumentieren. Händler spannen die sensiblen Fluchttiere vor lange Baumstämme, Felsbrocken oder Kutschen mit blockierten Rädern und zwingen sie unter Peitschenhieben zu Höchstleistungen, um sie gewinnbringend zu verkaufen. Einige Pferde brechen zusammen, viele von ihnen sind stark verwundet. Eine lokale Tierschutzvereinigung erstattete bereits Strafanzeige. PETA appelliert nun in einer Petition an die oberste Polizei- sowie an die oberste Veterinärbehörde, die Pferdemärkte zu verbieten. …

Quelle: fellbeisser.net

Von Peta.de

Jedes Wochenende finden in Rumänien lokale Märkte statt, auf denen Pferde mit Schlägen, roher Gewalt und Brutalität vorgeführt und verkauft werden. Häufig werden diese Pferde nach ihrem Verkauf dann vor Kutschen gespannt und müssen bis zum Ende ihrer Kräfte für den Menschen hart arbeiten.

.

Pferdemärkte in Rumänien aufgedeckt: Schläge und brutaler Peitschenregen

.

.

Zusätzlich organisieren die größten Pferdehändler in einigen Gemeinden einmal jährlich große, landesweit bekannte Märkte, auf denen hunderte Pferde verkauft werden. Da auf diesen Märkten meist keinerlei behördliche Kontrollen stattfinden, herrschen dort äußerste Brutalität und Grausamkeit. Rohe Gewalt kommt zum Einsatz, um die Kraft der Tiere zu demonstrieren und so mit dem Verkauf der Pferde einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.

Um die Stärke der Pferde unter Beweis zu stellen, werden unterschiedlichste grausame Methoden angewendet. Fast jedes Pferd weist dicke Striemen oder offene Wunden am Körper auf. Im Peitschenhagel, gespannt vor Baumstämme, Felsbrocken oder Kutschen mit angezogenen Bremsen oder festgebundenen Rädern brechen manche Tiere einfach zusammen.

.

2019-07-13-pferdemarkt-rumaenien-arges-163130-c-peta-d

.

Um Beweise gegen die Händler und Märkte zu sammeln, mussten wir das Leid der Tiere dokumentieren

Wir fuhren zum Pferdemarkt nach Mihăeşti. Als wir ankamen, war es ruhig – und wir verstanden auch, warum. Eine Polizeistreife und ein Vertreter des Veterinäramts gingen unter den Pferdehändlern umher und überprüften, ob die Tiere mit einem Microchip registriert waren. Wir mischten uns unter die Menschenmenge, als wir im angrenzenden Fluss ein verängstigtes Pferd entdeckten, das sich nicht bewegen konnte. Ein Strick hatte sich um sein Bein gewickelt, und das Tier hatte keine Chance, sich selbst zu befreien. Wir halfen ihm, lösten den Strick, holten es aus dem Fluss heraus und kehrten zum Markt zurück.

Mittlerweile war die Polizei verschwunden, und die Händler hatten einige Baumstämme vorbereitet, um nun endlich beweisen zu können, wie stark die Pferde sind. Es waren dicke, schwerere Stämme mit einer Länge von bis zu 15 Metern. Ein Pferd nach dem anderen wurde vor die Baumstämme gespannt. Eine Menschentraube versammelte sich.

Dann begannen der Peitschenregen und das laute Gebrüll der Händler

Immer und immer wieder wurde mit den Peitschen auf die Pferde eingedroschen. Die Männer schrien die Pferde an, die mit aller Kraft versuchten, einen Schritt zu machen.

Die scharfen, rostigen Gebisse zogen an den Kiefern der Tiere. Mit weit aufgerissenem Mund und aufgeblasenen Nüstern versuchten sie, sich mühsam nach vorne zu bewegen. Manche fielen hin, aber die Peitsche zwang sie, aufzustehen und noch fester zu ziehen. Um das grausame Spektakel herum warteten Jugendliche und Männer, bis sie endlich an der Reihe waren und die Pferde auspeitschen durften. Manche setzten sich auf die Baumstämme, um das Zuggewicht weiter zu erhöhen.

Pferde ziehen im Peitschenregen Felsbrocken hinter sich her

Wir fuhren auf den Markt nach Berevoieşti, der an drei aufeinanderfolgenden Tagen stattfindet. Er gilt als noch brutaler und rabiater. Die Baumstämme sind hier noch größer und schwerer. Manche Pferde werden sogar vor Felsbrocken gespannt. Zusätzlich ziehen die Männer am Schweif der Tiere, sodass der Widerstand noch größer wird. Im Peitschenregen werden die Pferde immer und immer wieder gezwungen, einen Schritt zu machen. Jeder der Männer will beweisen, dass er das stärkste und kräftigste Pferd besitzt.

Es geht nicht nur um den Verkauf – es geht auch um Machtdemonstration

Für Tierschützer sind diese Märkte extrem gefährliche Orte, denn die Gewalt, die sich dort abspielt, soll im Verborgenen bleiben. Dennoch ist es unserem Team vor Ort gelungen, Beweise zu sammeln und die Situation der Tiere zu dokumentieren.

Die einzige Möglichkeit, das Leid der Pferde aufzudecken und gegen die Täter vorzugehen

Es ist nicht einfach, die abscheulichen Szenen zu ertragen. Dennoch ist es wichtig, sie aufzuzeichnen, denn diese Filmaufnahmen dienen im Gerichtsverfahren als Beweismittel und können dazu beitragen, die entsetzlichen Misshandlungen der Tiere ein für alle Mal abzuschaffen.

Wir erstatten Strafanzeigen und klären auf

Die Foto- und Videobeweise der Misshandlungen werden im Strafverfahren gegen die Täter zum Einsatz kommen. Daneben werden wir im Rahmen unserer Bildungskampagne in Rumänien eine Informations- und Aufklärungskampagne auf den Märkten des Landkreises Arges starten. Mit Plakaten und Flyern, die auf Märkten verteilt werden, informieren wir die Bevölkerung über die gesetzlichen Bestimmungen, nach denen eine solche Tortur Misshandlung und Tierquälerei darstellt.

Wir werden den Menschen zeigen, wie wichtig es ist, sich in Tiere einzufühlen und sie mitfühlend zu behandeln.

.

Grausame Pferdemärkte in Rumänien aufgedeckt

.

Gruß Hubert