Archiv für 7. November 2019

Forced Swim Test: Schwimmen bis zum ertrinken   Leave a comment

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Was soll dieser unsinnige und grausame Tierversuch, schwimmen bis zum ertrinken, bringen, um Depression besser heilen zu können? Eine weitere Version menschlicher Perversität.

Von Peta.de

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Forced Swim Test: Tiere zum Schwimmen gezwungen

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Was ist der Forced Swim Test?

Der sogenannte „Forced Swim Test“ (erzwungener Schwimmtest) ist ein weit verbreiteter – jedoch völlig nutzloser – Tierversuch. Experimentatoren setzen Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster oder Rennmäuse in ein mit Wasser gefülltes Behältnis, aus dem sie nicht entkommen können. Die Tiere bekommen Panik und versuchen, an den Seiten des Behälters herauszuklettern. Manche tauchen sogar und suchen weiter unten nach einem Ausgang. Sie paddeln wie wild, um ihren Kopf irgendwie über Wasser zu halten. Irgendwann treiben sie nur noch.

Fordern Sie die Pharmakonzerne auf, keine wehrlosen Tiere mehr dem „Forced Swim Test“ auszusetzen!

Die Pharmakonzerne Bristol-Myers Squibb und Eli Lilly führen aktuell diesen völlig veralteten Schwimmtest durch. Fordern Sie die Unternehmen mit Ihrer Nachricht dazu auf, die grausamen und nutzlosen Versuche nie wieder durchzuführen oder zu finanzieren.

Wissenschaftler kritisieren den Forced Swim Test

Dieser Test wird auf die eine oder andere Art schon mindestens seit den 50er-Jahren durchgeführt. Damals hatte ein berüchtigter Experimentator der Johns Hopkins University, Curt Richter, Ratten gezwungen, in Wasserzylindern zu schwimmen, bis sie ertranken. Populär gemacht hat den Versuch 1977 Roger Porsolt, der ihn den „Verhaltenstest über Hoffnungslosigkeit“ nannte. Porsolt fand heraus, dass Ratten, denen man Antidepressiva für den Menschen verabreicht hatte, länger um ihr Überleben kämpften und schwammen als andere Ratten. Er schloss daraus, dass sich Tiere, die nur über einen kürzeren Zeitraum schwammen, in einem Stadium der „Hoffnungslosigkeit“ befänden. Andere Wissenschaftler haben den Versuch jedoch stark kritisiert. Sie sehen in dem hilflosen Treibenlassen kein Anzeichen für Hoffnungslosigkeit, sondern einen positiven Lerneffekt, ein Einsparen verfügbarer Energie und die Anpassung an eine neue Umgebung.

Forced Swim Tests werden immer noch durchgeführt

Auch heute, 40 Jahre später, werden Tiere in Universitäts- und Pharmalaboren weiterhin unter Medikamenteneinfluss gesetzt und in Wasserzylinder geworfen, nur damit Experimentatoren verzeichnen können, wie lange sie gegen das Ertrinken ankämpfen. Doch immer mehr Unternehmen sprechen sich gegen den Forced Swim Test aus.

Keine verlässliche Vorhersage

Der Forced Swim Test kann nicht verlässlich vorhersagen, ob ein Medikament als Antidepressivum beim Menschen funktioniert. Er generiert positive Ergebnisse bei Präparaten, die bei Menschen nicht als Antidepressiva gelten (z. B. Koffein), und negative bei als Antidepressiva zugelassenen Wirkstoffen. Und was noch entscheidender ist: Wirkstoffe, die beim Menschen funktionieren könnten, werden möglicherweise ausgeschlossen.

Um es kurz zu machen: Der Forced Swim Test ist schlichtweg schlechte Wissenschaft. Mit diesen Versuchen werden Tiere in Panik versetzt, und die Entwicklung neuer, effektiver Behandlungsmethoden wird verzögert.

Was Sie tun können

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition und helfen Sie uns, den grausamen „Forced Swim Test“ zu stoppen.

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Forced Swim Test: Schwimmen bis zum ertrinken

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Gruß Hubert