Archiv für 17. November 2019

Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin werden Esel und Maultiere weiterhin gequält!   Leave a comment

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Von Peta.de

Neue Aufdeckung aus Santorin: Diese Esel und Maultiere werden weiterhin gequält!

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2018 veröffentlichte PETA schockierendes Bildmaterial, das die schlimme Quälerei von Eseln und Maultieren auf der Urlaubsinsel Santorin zeigte. Etwa 100 Esel und Maultiere wurden eingesetzt, um Touristen über eine lange Treppe zur Altstadt von Firá zu tragen. Mehrmals am Tag trieben die Eselführer die Tiere die rutschigen mehr als 500 Stufen hoch und wieder herunter. Eine neue Recherche zeigt auf, dass sich auch ein Jahr danach nichts an der massiven Tierquälerei verändert hat. Trotz internationaler Proteste, Medienberichten und Veröffentlichungen hält die Urlaubsinsel noch immer an ihrer „Tierqualtradition“ fest. Dabei werden die Vierbeiner oft brutal mit Stöcken geschlagen und von unerfahrenen Reitern malträtiert.

Gefährliche Situationen für Mensch und Tier

Viele Touristen kommen als Tagesgäste von Kreuzfahrtschiffen im Hafen am Fuße des Steilhangs an. Hier versuchen Eselführer, die Besucher aufdringlich anzuwerben. Viele Inselgäste wählen dennoch die tierfreundliche Alternative, eine Seilbahn. Andere erklimmen die Treppe lieber zu Fuß. Doch Fußgänger geraten immer wieder in gefährliche Situationen, wenn ihnen die Eseltracks entgegenkommen: Augenzeugen konnten zahlreiche Situationen dokumentieren, in denen Touristen beinahe von den Eseln und Maultieren umgerannt, getreten und heftig zur Seite gedrängt wurden und dadurch in Angst und Panik gerieten. Ein Mann flüchtete sich sogar auf eine Mauer, hinter der es steil und ohne Absicherung bergab ging, um nicht zwischen die Tiere zu geraten. Im Jahr 2015 wurde eine Frau von einem Esel auf der Touristeninsel zu Tode getrampelt. Die meisten Eselführer zeichnen sich durch extreme Rücksichtslosigkeit gegenüber den Nicht-Reitern aus. Auch der Umgangston mit ihren Kunden ist rau.

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Offene Wunden und blutige Verletzungen

Schlecht sitzende Sättel und provisorische Sattelgurte aus Plastikschläuchen scheuern auf der empfindlichen Haut der Esel und Maultiere. Ein Großteil der Tiere weist Hautveränderungen auf – von wunden Stellen bis hin zu offenen, blutigen Verletzungen unter dem Bauch sowie am Schweifansatz. Einige Vierbeiner haben Augenverletzungen. Anderen wurden enge „Maulkörbe“ aufgesetzt, die durch spitze Drahtenden Verletzungsgefahren für Mensch und Tier bergen.

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Anhaltendes Tierleid – kein Wasser, keine Nahrung und nur wenig Schatten

An den Auf- und Abstieg-Stationen gibt es nur für wenige Tiere Schatten. Die meisten stehen in der prallen Sonne – bei Temperaturen von zumeist mehr als 40 Grad. Kurz angebunden sind sie kaum in der Lage, die lästigen Fliegen zu vertreiben. Wasser oder Nahrung bekommen die Equiden während ihres stundenlangen Einsatzes als sogenannte „Eseltaxis“ nicht. Nur zum Schein gibt es oben wie unten jeweils einen einzigen Wasserbehälter, an den die Tiere jedoch nicht gelangen, da die Eimer außerhalb ihrer Reichweite stehen.

Trotz Versprechungen: Gesetze werden weder kontrolliert noch eingehalten

Nachdem PETA im September 2018 eine Kampagne gegen das Leid der Esel und Maultiere auf Santorin gestartet hatte, verabschiedete das griechische Ministerium für ländliche Entwicklung ein neues Gesetz, welches das Leid dieser Tiere verringern sollte. So dürften Touristen mit einem Körpergewicht von über hundert Kilogramm nicht mehr auf den Eseln und Maultieren reiten. PETAs neue Recherche vor Ort zeigt jedoch, dass dies weder eingehalten noch kontrolliert wird. Auch gegen andere Misshandlungen, denen die Tiere ausgesetzt sind, wird seitens der Inselregierung scheinbar nichts unternommen. Somit kann man sagen, dass die Behörden sich nicht ausreichend einsetzen, um die rechtlichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

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Was PETA fordert

Um das anhaltende und unveränderte Leid der Esel und Maultiere auf Santorin endlich zu beenden, fordert PETA erneut ein sofortiges Verbot des Reitens der Equiden für Touristen.

Darüber hinaus bittet die Tierschutzorganisation alle Urlauber, nicht auf den Eseln und Maultieren zu reiten. Diese „Tradition“ ist kein Urlaubserlebnis, sondern Tierqual. Es ist an der Zeit, dass in Griechenland neue Gesetze geschaffen werden, um die Tiere zu schützen.

Was Sie tun können

Setzen Sie ein Zeichen, dass Sie als aufmerksame Reisende auf tierfreundliche Umgangsweisen in Ihrem Urlaubsland achten. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an Makis Voridis, den Agrarminister von Griechenland. Helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, den Eseln und Maultieren vor Ort zu helfen.

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Auf der griechischen Urlaubsinsel Santorin werden Esel und Maultiere weiterhin gequält!

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Gruß Hubert