Archiv für 21. November 2019

Jäger und die Lust am Leid und am Töten der Tiere   Leave a comment

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Welch ein Hohn, wenn Jäger von Hege und Pflege reden. Die Lust am töten ist das was sie antreibt. Ich kann Jäger nur zutiefst verachten.

Von natur-ohne-jagd.de

JAGD IN DER VERGANGENHEIT

Sehr „männliche“ Jäger begründen ihr Tun heutzutage oft mit einem angeblichen Trieb und der Behauptung, dass es die Jagd schon immer gegeben habe. Aber der Mythos vom jagenden Mann als Ernährer ist Betrug. Über 80% der Nahrung wurden schon in der fernen Vergangenheit überwiegend von Frauen und Kindern gesammelt. Jagd, eine brutale „Nebensache“, die zum größten Teil nicht der Ernährung, sondern wohl eher der Darstellung „männlicher“ Macht diente. Mit dem Aufkommen von Landwirtschaft und Tierzucht führte die Jagd zur Ausrottung von Bär, Wolf und Luchs. Im Mittelalter beanspruchten „adlige“ Herrscher das Jagdrecht für sich und entwickelten Jagdformen wie z.B. das „Fuchsprellen“. Hierbei wurde ein an Bändern hängender Fuchs so lange in die Luft geschleudert, bis er schließlich vollkommen erschöpft von Hunden zerrissen wurde. In Frankreich entstand die Parforcejagd auf Hirsche, in England die Fuchsjagd mit Hundemeuten, die noch heute in diesen Ländern praktiziert werden. Der einzige Grund für diese Jagdformen war und ist die Lust am Leiden der Tiere, Lust am Töten. Auch nach der Verbürgerlichung der deutschen Jagd als Folge der Revolution von 1848 änderte sich daran nichts Maßgebliches. Während der Naziherrschaft wurde der Großteil der auch heute noch gültigen Jagdprinzipien zum Gesetz im deutschen Reich: „Hege“, das Selektieren und Ermorden angeblich zu schwacher oder überzähliger Tiere, Vernichtung angeblicher Schädlinge, …

GEGENWART DER JAGD

Noch heute gibt der Großteil der ca. 326.000 Jäger/innen in Deutschland als Hauptgrund zu Jagen die Freude oder „Lust“ am Nachstellen und Töten der Tiere an, das „Beutemachen“. Jagd ist Teil eines Weltbildes, das auf Hierarchien beruht, auf HERRschaft über Menschen, Tiere, die ganze Natur. Die überwiegend reichen, zu über 95% männlichen, deutschen Jäger und wenigen Jägerinnen, berufen sich zum Teil auf Jagd-Traditionen aus der Nazi-Zeit, machen Jagdreisen im Stil deutscher Kolonialherren und beschimpfen Jagdgegner mit rassistischen und sexistischen Parolen.

JAGD IST KEIN NATURSCHUTZ!

Jägerische „Hege und Biotoppflege“ ist ein gravierender Eingriff in die Natur:
– Fütterung, teilweise mit vorbeugenden Medikamenten versetzt, um mehr Tiere zum Abschießen zu haben,
– Manipulation natürlicher Lebensräume, um Platz für „jagdbare“ Tierarten zu schaffen,
– das Aussetzen von eigentlich hier nicht vorkommenden Tierarten als leichte Jagdbeute, zum Beispiel Fasane,
– Tonnen von Blei aus Schrotpatronen, …

Für die Jäger wurde es schwer ihre Mordlust, die sie sich 1993/94 über 1 Milliarde Mark kosten ließen, zu rechtfertigen. Tradition ist ein äußerst fragwürdiges Argument, denn auch andere Formen von Ausbeutung, Folter und Krieg haben Tradition, besonders in Deutschland, sind aber unserer Meinung nach durch nichts zu rechtfertigen. Wohl um sich ein zeitgemäßes Image zu geben, wurde die „traditionelle“ Argumentation von der Jägerschaft durch ökologische Schein-Argumente ergänzt.

JAGD IST KEIN TIER- UND ARTENSCHUTZ!

Jäger behaupten nun in mehrfarbigen Werbebroschüren, dass die Jagd notwendig ist, da sich sonst einige Tierarten unkontrolliert vermehren und andere Arten dadurch ausrotten würden. Im Bereich der Ökologie gilt allerdings als erwiesen, dass eine Tierart eine andere schon seit langem mit ihr zusammenlebende Art, nicht ursächlich ausrotten kann.

Gegen so genanntes „Raubzeug“ und „Raubwild“ betreiben Jäger einen Vernichtungsfeldzug, weil diese Tiere für sie eine Konkurrenz darstellen.

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Hier weiterlesen:

Jäger und die Lust am Leid und am Töten der Tiere

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Die Strecke aus Füchsen und Steinmardern ist gelegt und das Kalser Jagdhorn-Ensemble findet sich zum „Totblasen“ ein. Gestorben sind die Tiere natürlich schon früher, nämlich in der „Nacht des Fuchses“. Foto: Expa/Gruber

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„Die Strecke legen“ nennen es die Weidmänner und -frauen, wenn sie die toten Tiere auf Tannenzweigen präsentieren und musikalisch verabschieden. Als „Ehrerbietung“ und Dank für den Jagderfolg findet sich bei diesem Ritual das Kalser Jagdhorn-Bläserensemble zum „Totblasen“ ein. Bleibt noch die Frage, was mit den erlegten Tieren passiert? Werden Sie zum Pelzkragen? Oder zum ausgestopften Blickfang in der Jägerstube? Weder noch. Das „Abbalgen“ eines Fuches ist aufwändig, die Preise für Fuchs- und Marderbälge sind im Keller, ebenso wie mancher Naturpelz-Mantel, den zu tragen heute nicht mehr en vogue ist. Die Tiere zu präparieren lohnt auch nicht, also werden die Kadaver vorschriftsmäßig entsorgt.

https://www.dolomitenstadt.at/2016/03/15/kals-mondhell-ist-die-letzte-nacht-des-fuchses/

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Gruß Hubert

 

Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben   Leave a comment

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Unglaublich diese Grausamkeiten!

Von Peta.de

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60 Sekunden über die Qual für Leder – was wirst du jetzt tun?

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Hohe Profite für Tierhäute

Fleischproduzenten witzeln, dass sie aus jedem Teil einer Kuh Geld machen, außer aus dem Muh. Nach dem Fleisch ist das wirtschaftlich wichtigste Produkt der Schlachthäuser die Haut der Tiere. Selbst die Felle von Kühen aus der Milchindustrie werden zu Leder verarbeitet, sobald die Tiere nicht mehr genug Milch geben. Die Häute ihrer Kinder werden in teures Kalbsleder verwandelt. Der wirtschaftliche Erfolg der Schlachthäuser und der Milch- und Mastbetriebe steht in solch engem Zusammenhang mit dem Verkauf von Häuten für Lederwaren, dass der brasilianische Fleischproduzent JBS nicht nur das größte Schlachthausunternehmen, sondern mit dutzenden Gerbereien auf dem gesamten Globus zugleich der größte Lederproduzent der Welt ist.

Welche Tiere werden für Leder getötet? 

Ein Großteil der weltweit verarbeiteten Tierhäute stammt von Kühen, Büffeln und Kälbern. Leder wird aber auch aus der Haut von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen hergestellt. Manche Tiere werden ausschließlich wegen ihrer schönen Häute gejagt und getötet. Sogenannte Exoten, wie Alligatoren, Krokodile, Eidechsen und Schlangen, werden ihrer Häute und ihres Fleisches wegen sogar im großen Stil auf Farmen gezüchtet. Dem grausamen Ledergeschäft fallen auch Strauße, Zebras, Bisons, Wasserbüffel, Wildschweine, Kängurus, Elefanten, Aale, Haie, Delfine, Seehunde, Walrosse, Frösche und Schildkröten zum Opfer.

Bis heute wird über die Hälfte dieser Tiere für Schuhe aus Leder getötet, dicht gefolgt von Möbeln, Bekleidung und technischem Leder. Ein weiterer wichtiger Abnehmer der Häute ist die Automobilindustrie, die für die Innenausstattung von Autos vor allem auf Rinderleder zurückgreift.

Leiden für Leder

Um an die Häute zu kommen, erleiden die betroffenen Tiere oftmals alle Grausamkeiten der Tierhaltung: In überfüllten Ställen wird vielen Rindern und Schweinen jegliches natürliches Verhalten verwehrt. Zahlreiche Rinder erhalten schmerzhafte Brandzeichen, ihre Schwänze werden gestutzt, die Hörner gekürzt und weltweit werden sie ohne Betäubung kastriert. Anschließend folgen der qualvolle Transport und die Schlachtung. Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen schätzungsweise 330.000 Kühe nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird.

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Getrennt von ihren Müttern, stehen Kälber auf einem deutschen Betrieb in ihrem eigenen Kot

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Schlangen und Eidechsen werden für Schuhe, Handtaschen und Uhren aus Exotenleder oft lebendig gehäutet. Großen Schlangen wie Pythons wird ein Schlauch in den Mund eingeführt. Anschließend werden die Tiere mit Wasser vollgepumpt, damit sich die Haut löst. Schlangen sind oft noch bei vollem Bewusstsein, wenn sie mit Haken oder Nägeln durch den Kopf an einen Baum geschlagen und ihnen die Haut vom Körper gezogen wird. Sie winden sich noch, wenn ihre gehäuteten Körper auf einen Haufen geworfen und zurückgelassen werden, bis sie schließlich an Schock oder Wassermangel sterben. Das kann bei Reptilien mehrere Tage dauern.

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Obwohl Krokodile Einzelgänger sind, werden sie auf Zuchtbetrieben oftmals mit zahlreichen Artgenossen zusammengepfercht.

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Wo wird Leder hergestellt?

Die weltweite Lederindustrie verarbeitet jedes Jahr die Häute von über 1,4 Milliarden Rindern, Ziegen und Schafen. Ein Großteil der Tiere wird in Billigproduktionsländern ohne greifende Tierschutzgesetze wie China, Indien, Brasilien oder Bangladesch getötet. Die Häute dieser Tiere werden anschließend auf der ganzen Welt verarbeitet und verkauft.

Besonders viele Häute stammen ursprünglich aus Indien. Da die Kuh dort als heilig gilt, glauben viele Menschen, dass die Rinder in Indien gut behandelt würden. Eine PETA-Ermittlung brachte jedoch ans Licht, wie alte, kranke und verletzte Rinder eng zusammengepfercht auf Lastwagen gedrängt und zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert wurden. Auf den holprigen Straßen fielen die Kühe auf den Ladeflächen der Laster übereinander und verletzen sich mit ihren spitzen Hörnern und Hufen. In den behelfsmäßigen Schlachthäusern angekommen, banden die Arbeiter den wehrlosen Tieren alle vier Füße zusammen und schnitten ihnen gewaltsam und ohne jegliche Betäubung die Kehle durch.

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Rinder auf einem Schlachthof in Bangladesh © PETA / Karremann

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Leder zerstört die Natur

Die Herstellung von Leder ist nicht nur für Tiere, sondern auch für die Natur verheerend. Die Tierzucht an sich sorgt bereits für Umweltzerstörung und Ressourcenverschwendung in Form von Waldrodungen für den Anbau von Futtermitteln oder durch die großen Mengen methanhaltiger Ausscheidungen der Tiere, die massiv zur Erwärmung des Klimas beitragen. Nach der Tötung der Tiere geht die Verschmutzung weiter, denn nun werden ihre Häute mit Tonnen von Salz bedeckt. Auf diese Weise werden sie an der Verwesung gehindert und können an Gerbereien auf der ganzen Welt geliefert werden. Laut Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben Gerbereien ihre Produktion größtenteils in Entwicklungsländer verlegt, da die Arbeit dort billig und Umweltstandards niedrig sind.

In den Gerbereien angekommen, werden die sogenannten Rohhäute unter enorm hohem Wasserverbrauch weiterverarbeitet. Besonders gefährlich ist das Gerben mit schwer recycelbarem Chrom, womit heute 85 Prozent der weltweit vermarkteten Lederprodukte haltbar gemacht werden. Gerbereizusätze wie Formaldehyd, Schwefelsäure oder Natriumsulfat belasten die örtlichen Gewässer zusätzlich. Neben diesen Substanzen enthalten die toxischen Gerbereiabwässer enorme Mengen anderer Schadstoffe wie Proteine, Haare, Salze, Kalkschlamm, Sulfide und Säuren. Die giftige Schlicke wird nach Gebrauch häufig ungeklärt in der Natur entsorgt. Lebensräume für Mensch und Tier werden auf diese Weise langfristig verschmutzt.

Leder macht krank

Während in den wenigen deutschen Gerbereien strenge gesetzliche Regelungen zum Schutz der Arbeiter existieren, waten die Menschen in Billiglohnländern ohne jegliche Sicherheitskleidung durch die stark chemischen Gerblaugen und beziehen ihr Trinkwasser oftmals aus verseuchten Flüssen und Grundwasserquellen. Viele Menschen, die in Gerbereien arbeiten oder in deren Nähe leben, leiden an schweren Erkrankungen wie Hautausschlägen, Asthma, Lungenkrebs oder Leukämie. (9)

Wer Leder kauft und am Körper trägt, setzt sich ebenfalls Gesundheitsgefahren aus. Bei der Gerbung mit Chrom III kann das krebserregende und allergieauslösende Chrom VI entstehen. Dieses wird weltweit regelmäßig in Lederprodukten wie Schuhen, Taschen oder Jacken nachgewiesen. Auch in Lederartikeln in deutschen Geschäften sind immer wieder gefährlich hohe Rückstände von Chrom VI zu finden – so auch in Waren für Babys und Kinder.

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Die Zukunft des Leders ist vegan

Echte Lederalternativen aus synthetischen und pflanzlichen Materialien sind zum Glück weit verbreitet. Während hochwertiges Kunstleder schon jetzt überall erhältlich ist, werden stetig neue Technologien entwickelt, um aus Pflanzenfasern lederartige Materialien herzustellen: Ananasleder, Weinleder aus den Traubenresten der Weinherstellung sowie Leder aus Pilzen und Kork. Diese Materialien sind nicht nur tierfreundlich, sondern zugleich umweltverträglich und ressourcenschonend.

In PETAs tierfreundlichem Einkaufsführer finden Sie weitere nützliche Tipps und eine Übersicht über lederfreie Schuh- und Modehäuser.

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Leder: Tiere zahlen mit ihrer Haut und ihrem Leben

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Gruß Hubert