Radikaler Kahlschlag im Amazonas – Bolsonaro lässt die „Regenwald Mafia“ wüten   Leave a comment

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Es wurde ja schon vorausgesagt was kommen wird, wenn der rechtsextreme Jair Bolsonaro die Präsidentenwahlen in Brasilien gewinnt. Die schlimmen Erwartungen wurden leider noch übertroffen. Aber was will man von einem Typ erwarten, der die Militärdiktatur gelobt hat. Rechtsextreme bedeuten nichts gutes für die Umwelt, die indigene Bevölkerung, nationale Minderheiten. Bolsonaro hat die Brandstifter des Amazonas regelrecht ermuntert. Dem geht es nur um Wirtschaftswachstum, egal auf wessen Kosten, ob es die Umwelt ist oder die indigene Bevölkerung im Amazonas. Bolsonaro will radikal den Amazonas für Landwirtschaft nutzen.

Leider sind auch in Australien Brandstifter am Werk. Alleine brennt es nicht zugleich an so vielen Orten. Das sind Schwerkriminelle!

Von Tagesspiegel.de

Siehe Video im Link zum Schluss.

Sollte der Rechtsextreme Jair Bolsonaro die Präsidenten-Stichwahl in Brasilien wie erwartet gewinnen, dann droht im Amazonas-Regenwald ein radikaler Kahlschlag: Der Ex-Offizier, der die Zeit der Militärdiktatur verherrlicht und nach eigenen Wort

Brasiliens Amazonas-Regenwald gilt als grüne Lunge der Erde und als gigantischer Speicher von Treibhausgasen. Er ist Heimat zahlreicher Ureinwohner-Stämme und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Geht es nach Jair Bolsonaro, dann droht in dem einzigartigen Ökosystem ein radikaler Kahlschlag mit dramatischen globalen Folgen.Der rechtsextreme Ex-Militär ist haushoher Favorit bei der Präsidenten-Stichwahl im größten Land Südamerikas und er will die Uhren in Sachen Umwelt- und Klimaschutz weit zurückdrehen.O-Ton Emilio La Rovere, Umweltforscher an der Universität von Rio de Janeiro:’In mehreren Bereichen beobachten wir Rückschritte. Das weckt Erinnerungen an die Zeit der Militärdiktatur. Damals galt Umwelt in der Entwicklungspolitik als Hindernis.’Bolsonaro will die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft zusammenlegen, die Land- und Viehwirtschaft am Amazonas massiv ausweiten und den Einfluss staatlicher Umweltorganisationen beschneiden.Sein politischer Rivale um das Präsidentenamt, Links-Kandidat Fernando Haddad, rechnet mit dem Schlimmsten:O-Ton Fernando Haddad, Präsidentschaftskandidat der Arbeiterpartei:

‚Sollte er tatsächlich gewählt werden, dann ist das der Anfang vom Ende Amazoniens.‘ Auch Brasiliens Ureinwohner müssen um ihre Zukunft bangen, wenn ihnen durch noch mehr Weideflächen und noch größere Staudämme die Lebensgrundlage entzogen wird.

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Radikaler Kahlschlag im Amazonas – Bolsonaro lässt die „Regenwald Mafia“ wüten

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Der Regenwald im Amazonas brennt. Meist sind die Feuer gelegt. Foto: Bruno Kelly/Reuters

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Der Mörder von Maxciel Pereira dos Santos feuerte zwei Kugeln ab. Sie trafen den Mitarbeiter von Brasiliens Indio-Behörde Funai in den Kopf. Santos fuhr gerade mit dem Motorrad durch die Stadt Tabatinga, seine Frau war bei ihm, es war kurz vor 19 Uhr, der Mörder fühlte sich offenbar sicher. Tabatinga liegt im Dreiländereck zwischen Brasilien, Kolumbien und Peru ganz im Nordwesten des Amazonasgebiets.

Es sieht alles danach aus, dass Santos Anfang September gezielt umgebracht wurde, von einem „Vergeltungsmord“ spricht die Indio-Behörde Funai, für die Santos zuletzt im Vale do Javari gearbeitet hatte, einem der größten Indigenen-Reservate Brasiliens. Rund 5000 Ureinwohner verschiedener Ethnien leben dort auf einer Fläche von der Größe Österreichs. Das Reservat ist die Heimat von mehr als einem Dutzend kleiner Indio-Gruppen, die so gut wie keinen Kontakt mit der Außenwelt haben. Sie leben noch wie vor Hunderten von Jahren.

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Der Mordfall passt zu einer beunruhigenden Entwicklung: In Brasilien werden Umweltschützer sowie Ureinwohner und ihre Verbündeten immer häufiger Ziele von Anschlägen und Drohungen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat jetzt einen Bericht veröffentlicht, in dem sie vor einer drastischen Verschlimmerung der Lage unter Präsident Jair Bolsonaro warnt.

Bolsonaro attackiert Umweltorganisationen als „Instrumente ausländischer Mächte“

Bolsonaro hat klar gemacht, dass er Umwelt- und Indigenenschutz für überflüssig hält. Sie stünden der wirtschaftlichen Entwicklung im Weg. Häufig attackiert Bolsonaro Umweltorganisationen als „Instrumente ausländischer Mächte“, die es auf Brasiliens Bodenschätze abgesehen hätten. Zudem diskreditiert er staatliche Behörden wie die Funai oder die Umweltinstitute ICMBio und Ibama. Letztere beschimpfte er als „Strafzettelindustrie“, ihre Spitzen ließ er mit Militärs besetzen, ihre Strafaktionen gegen Umweltsünder aussetzen.

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Bolsonaro, Präsident von Brasilien – Foto: Adriano Machado/Reuters

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Das Signal, das die Regierung sendet, ist unmissverständlich: Umweltsünder dürfen unter Bolsonaro mit Nachsicht und sogar Unterstützung rechnen. Menschen, die sich ihnen entgegenstellen, leben hingegen noch gefährlicher als schon zuvor.

Der Bericht von Human Rights Watch trägt den Titel „Regenwald Mafias: Wie Gewalt und Straffreiheit die Entwaldung in Brasiliens Amazonasregion verstärken“. Es werden darin Dutzende Fälle von Morden, Mordversuchen und Morddrohungen gegen Umweltaktivisten aus den vergangenen fünf Jahren berichtet. Die Zahlen stammen von der Landpastorale (CPT), einer Organisation der katholischen Kirche. Demnach wurden bereits seit 2009 mehr als 300 Menschen bei Landkonflikten im Amazonasgebiet getötet. Nur in 14 Fällen kam es am Ende zu einem Prozess.

Bei den Fällen, die Human Rights Watch genauer unter die Lupe nimmt, gibt es ein klares Muster: Die Umweltschützer stellten sich mächtigen Interessen in den Weg. In so gut wie allen Fällen gab es schwere Versäumnisse der Behörden. Häufig erschienen nicht einmal Polizisten an den Tatorten, obwohl sie in einigen Fällen unweit von einer Polizeiwache lagen. Die Polizei stellte immer nur dann Untersuchungen an, wenn ein Mord für überregionale Aufmerksamkeit sorgte. Anzeigen wegen Morddrohungen aber nahm sie nie auf.

Hier weiterlesen:

https://www.tagesspiegel.de/politik/mit-drohungen-anschlaegen-und-mord-wie-brasiliens-praesident-die-regenwald-mafia-wueten-laesst/25087138.html

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. Januar 2020 von hubert wenzl in Umwelt, Uncategorized

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