Tierversuche in der Medizin   Leave a comment

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Tierversuche sind einfach niederträchtig und verwerflich!

Von Peta.de

Medizinische Forschung

Medizinische Forschung kann sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch der angewandten Forschung stattfinden. Während bei der Grundlagenforschung erlangte Erkenntnisse fast nie zu einer Anwendung beim Menschen führen und der direkte Nutzen solcher Tierversuche für den Menschen nicht nachweisbar ist, ist die angewandte medizinische Forschung dem Einsatz beim Menschen nahezu direkt vorgelagert. Hier soll beispielsweise die Wirksamkeit von Medikamenten getestet werden.

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Auch der weitere Verlauf der Medikamentenentwicklung findet in Tierversuchen statt – gesetzlich vorgeschrieben, obwohl die Zahlen erschreckend sind: 92 bis 95 Prozent aller medizinischen Wirkstoffe, die im Tierversuch funktionieren und als sicher eingestuft werden, kommen niemals auf den Markt – weil das Medikament beim Menschen nicht wirkt oder teils gefährliche Nebenwirkungen auftreten. Offensichtlich wird dieses Problem der mangelnden Übertragbarkeit, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu Pharmaskandalen wie beispielsweise um Contergan, TGN1412 oder Viagra kommt.

Trotzdem werden bei Tieren künstlich Schlaganfälle herbeigeführt, ihre Gene werden manipuliert und sie werden dadurch künstlich krankgemacht, sie werden geklont oder ihnen werden Krebszellen implantiert. Dabei sind die Misserfolgsquoten enorm: Für Alzheimer und Krebs liegt die Misserfolgsrate für die Zulassung neuer Medikamente bei 96,6 %. Im Fall der Schlaganfall-Forschung sogar bei einer unglaublichen Misserfolgsquote von 100 % bei 1.000 neuen, an Tieren getesteten Wirkstoffen und 100 klinischen Studien.

Beispielsweise wird seit den 1980er-Jahren an Hunden geforscht, um eine Heilmethode für Muskeldystrophie (MD) zu finden. Die Hunde, denen gezielt lähmende Muskelerkrankungen angezüchtet wurden, können nur unter großer Anstrengung gehen, schlucken und atmen. Sie sterben schließlich an den Folgen. Doch selbst Jahrzehnte dieser Forschung mit missbrauchten Hunden haben noch keine Heilungs- oder Therapiemöglichkeit für Menschen mit dieser schrecklichen Krankheit hervorgebracht – die künstlich erzeugte Muskelerkrankung der Hunde ist schlichtweg nicht mit MD beim Menschen vergleichbar: Eine Analyse von Studien zu MD an Hunden hat gezeigt, dass eine Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen problematisch ist. Einige Studien kommen beim Menschen sogar zu völlig entgegengesetzten Ergebnissen. Es gibt zudem bessere Möglichkeiten, Patienten mit MD zu helfen: Verschiedene innovative, humanrelevante Techniken haben bereits zur Entwicklung vielversprechender Therapien geführt.

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Oft werden medizinische Errungenschaften als Argument für die Notwendigkeit von Tierversuchen angeführt. Es gibt jedoch auch Gegenbeispiele: Bei der Erforschung von Polio (Kinderlähmung) beispielsweise wurde lange der falsche Infektionsweg untersucht – hätte man sich bei der Forschung nicht auf Rhesusaffen, sondern auf menschliche Patienten konzentriert, hätte deutlich schneller ein Impfstoff gefunden werden können. Auch wenn Tierversuche an vielen Forschungsergebnissen beteiligt waren, bedeutet das nicht, dass diese Errungenschaften nicht auch mit tierfreien Methoden hätten erreicht werden können. Auch einzelne medizinische Erfolge ändern nichts daran: Tierversuche sind unzuverlässig. Das Hauptproblem: Sie finden schlichtweg im falschen Organismus statt – ein Ergebnis aus Tierversuchen sagt nichts darüber aus, wie der menschliche Organismus reagieren wird. Es gibt bereits zahlreiche tierfreie Methoden, die tatsächlich für den Menschen relevante Ergebnisse liefern. Die Entwicklung in diesem Bereich ist rasant, dennoch müssen Entwicklung und Validierung dieser zuverlässigen Methoden deutlich stärker gefördert werden.

Tierversuchsfreie Methoden

Pluripotente Stammzellen eröffnen viele Möglichkeiten: In Zellkulturen können so menschliche Gewebe kultiviert werden. Beispielweise ist es Biotechnologen gelungen, aus menschlichen Stammzellen voll funktionierende Blutgefäße zu kultivieren. Die einen Millimeter großen Kapillargebilde ermöglichen erstmals die Erforschung von Erkrankungen der Blutgefäße direkt an menschlichem Gewebe. Somit gibt es für u. a. für Diabetiker die Hoffnung auf neue, wirksame Medikamente!

Auch durch sogenannte Organoide konnten schon Erfolge erzielt werden. Organoide sind aus menschlichen Zellen gezüchtete Organe im Mini-Format. Beispielsweise konnten Wissenschaftler durch die Nutzung sogenannter Hirn-Organoide eine potenzielle Ursache für tödliche Hirnmissbildungen finden, die durch eine seltene genetische Störung ausgelöst werden. Die als Miller-Dieker-Syndrom bekannte Störung war zuvor bereits erfolglos an Mäusen erforscht worden.

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Der „Human-on-a-chip“ ist ein Testsystem, das den Spagat zwischen Zellkultur und einem ganzen Organismus schaffen will. Bei dieser Methode sind alle relevanten Organe in Miniaturformat zu einem Organismus zusammengefügt: Testsubstanzen können so also den kompletten simulierten menschlichen Körper durchlaufen. Das Modell ist die nächste Generation der Modelle „2-Organ-Chip“ und „4-Organ-Chip“ des Berliner Biotechnologie-Unternehmens TissUse.

In-silico-Verfahren können beispielsweise die menschliche Biologie und das Fortschreiten sich entwickelnder Krankheiten simulieren. Diese ausgeklügelten computergestützten Techniken können etwa vorhersagen, wie neue Medikamente im menschlichen Körper reagieren.

Zudem wird personalisierte Medizin immer mehr in den Fokus rücken: Die Wirkung von Medikamenten unterscheidet sich oft selbst von Person zu Person. Deswegen lässt sich nur schwer voraussagen, ob ein Medikament einem bestimmten Patienten tatsächlich hilft oder vielleicht sogar zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. In Zukunft könnte durch die Analyse der kompletten DNA ein „digitaler Zwilling“ angelegt werden, um geplante Behandlungen durchzuspielen. Auch die oben genannten Beispiele wie Zellkulturen, Organoide oder Multiorganchips lassen sich personalisieren.

Erfahren Sie mehr über tierversuchsfreie Methoden.

https://www.peta.de/tierversuchsalternativmethoden

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Tierversuche in der Medizin

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Gruß Hubert

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