Archiv für 17. März 2020

COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen   1 comment

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Von Peta.de

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Die Anzahl neu auftretender Infektionskrankheiten ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen – und 75 Prozent dieser Krankheiten sind tierischen Ursprungs.

Der größte Teil (72 Prozent) dieser sogenannten Zoonosen resultiert aus dem Kontakt zu wild lebenden Tieren, weil Menschen diese Tiere immer stärker ausbeuten, ihrem Lebensraum entreißen, sie essen, Handel mit ihnen treiben und ihren Lebensraum zerstören. Nicht nur die neue Coronavirus-Erkrankung COVID-19 stammt von Wildtieren, sondern auch viele weitere wie das Ebolafieber, die SARS-Pandemie, der 2002/2003 weltweit über 770 Menschen zum Opfer fielen, MERS und sogar Aids.

Um diesen tödlichen Kreislauf endlich zu durchbrechen, haben nun 236 Tier- und Artenschutzorganisationen, darunter PETA Asien, in einem offenem Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gefordert, weltweit auf Regierungen einzuwirken, um Wildtiermärkte endlich zu schließen.

„Globale Maßnahmen, dem Handel dauerhaft Einhalt zu gebieten, werden signifikant dazu beitragen, das Risiko künftiger Epidemien von Infektionskrankheiten bei Wildtieren und Menschen erheblich zu verringern und die Bedrohung durch direkte Ausbeutung für einzelne Tiere und für die Artenvielfalt zu senken“, so die Organisationen.

Mit dem Finger auf China zeigen ist viel zu kurz gedacht: Wildtierbörsen auch in Deutschland

Nicht nur in Asien, sondern weltweit werden Wildtiere aus ihrem angestammten Lebensraum verschleppt und auf Märkten angeboten. Beispiel aus Deutschland: Auf Europas größter „Exotenbörse“, der Terraristika in Hamm werden vier Mal im Jahr tausende exotische Reptilien, Amphibien und Säugetiere unter schlimmsten Bedingungen wie auf einem Flohmarkt angeboten und an die Laufkundschaft verramscht. Viele der dort angebotenen Tiere sind Wildfänge, die Tage oder Wochen zuvor im Regenwald oder einem anderen Habitat eingefangen wurden. Viele von ihnen sterben auf den langen Transporten. Die überlebenden Tiere sind oft stark geschwächt. Viren und Bakterien, die sie in sich tragen, können für sie selbst völlig ungefährlich sein, aber für den Menschen gravierende Auswirkungen haben.

Weitere Beispiele:

  • Rund 90 Prozent der in Gefangenschaft gehaltenen Reptilien scheiden regelmäßig gefährliche Salmonellen aus. Laut Robert Koch-Institut ist etwa jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern unter zwei Jahren auf den Kontakt mit exotischen Reptilien zurückzuführen.

  • Zwischen 2011 und 2013 starben in Sachsen-Anhalt drei Halter von Bunthörnchen, einer mittelamerikanischen Hörnchen-Art, an einer Hirnhautentzündung. Sie hatten sich laut Friedrich-Loeffler-Institut bei ihren exotischen Tieren infiziert.

Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch aufgrund der immensen Tierquälerei und des Artenschwunds müssen Wildtiermärkte verboten werden – sofort und überall!

Was Sie tun können

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COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. März 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Das Schlachten feiern und als Tradition bezeichnen   1 comment

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Von Peta.de

Schlachtfest: Grausame Bilder zeigen, wie Menschen das Töten feiern.

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Foto: Robert Fritz

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Die Tötung von empfindungsfähigen Lebewesen ist kein Fest. Dennoch werden in Deutschland jedes Jahr unzählige „Schlachtfeste“ veranstaltet, bei denen Tiere getötet, zerlegt und anschließend gegessen werden.

Besonders im ländlichen Raum von Bayern, Franken und der Pfalz werden auch heute noch Hausschlachtungen durchgeführt – oftmals organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr oder von Musikvereinen, Gesangsvereinen oder Fußballvereinen. Hier gilt das Töten eines selbst aufgezogenen oder extra zu diesem Zweck gekauften Schweins, Rinds oder Schafes mit anschließendem „Festmahl“ noch als Tradition. Doch Tradition kann niemals das Quälen und Töten eines empfindungsfähigen Lebewesens rechtfertigen, das nicht sterben will.

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Der lange Leidensweg der „Schlachttiere“

Tiere, die bei Schlachtfesten getötet werden, haben in der Regel bereits einen langen und schweren Leidensweg hinter sich. So leben in Deutschland über 95 Prozent der Tiere in der konventionellen Tierhaltung – auch „Bio“ bedeutet alles andere, als ein artgerechtes und selbstbestimmtes Tierleben. Die Tiere leiden in riesigen Hallen oder dunklen Ställen auf Spaltenböden, in Käfigen oder auf ihrem eigenen Kot. Mutterschweine sind in schmutzigen, engen Buchten oder in Kastenständen untergebracht, die so klein sind, dass die Tiere sich nicht einmal umdrehen können. Meist sind sie durch Gitter von ihren Kindern getrennt. Damit die Tiere den Stress überleben, werden ihnen oftmals Antibiotika und andere Medikamente verabreicht.

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Um möglichst viel Profit zu erwirtschaften, verstümmeln die Tierhalter Schweine, Rinder und Hühner bereits kurz nach deren Geburt mit regelrechten Folterwerkzeugen. Ferkeln werden ohne Narkose die Ringelschwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen. Männliche Ferkel werden in den ersten Lebenstagen betäubungslos kastriert, indem ihnen die Hoden aus dem Hodensack gedrückt werden.

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Tiere achten statt schlachten

Wir von PETA Deutschland wenden uns regelmäßig mit der Bitte an Veranstalter von Schlachtfesten, auf eine tierfreundliche Alternative zu setzen und stattdessen ein „Veggie-Fest“ zu feiern. Wir bieten den Veranstaltern unsere Unterstützung in Form von 500 kostenlosen veganen Würstchen und zahlreichen veganen Rezeptvorschlägen an. Die Tradition des gemeinsamen Festmahls kann auch ohne Tierleid mit rein pflanzlichen Speisen fortgeführt werden.

Was Sie tun können

  • Wenden Sie sich an Veranstalter von Schlachtfesten und bitten Sie sie, kein empfindungsfähiges Lebewesen zu töten, sondern auf tierfreundliche Alternativen zu setzen.

  • Klären Sie Freunde, Bekannte und Familienmitglieder über das Leid der Tiere in der Landwirtschaft auf.

  • Entscheiden Sie sich für eine tierfreundliche Lebensweise und ernähren Sie sich vegan. Unser kostenloses

    Veganstart-Programm unterstützt Sie mit Rezepten, Informationen und Tipps beim Einstieg in die rein pflanzliche Ernährung.

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Das Schlachten feiern und als Tradition bezeichnen

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Gruß Hubert