COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen   1 comment

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Von Peta.de

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Die Anzahl neu auftretender Infektionskrankheiten ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen – und 75 Prozent dieser Krankheiten sind tierischen Ursprungs.

Der größte Teil (72 Prozent) dieser sogenannten Zoonosen resultiert aus dem Kontakt zu wild lebenden Tieren, weil Menschen diese Tiere immer stärker ausbeuten, ihrem Lebensraum entreißen, sie essen, Handel mit ihnen treiben und ihren Lebensraum zerstören. Nicht nur die neue Coronavirus-Erkrankung COVID-19 stammt von Wildtieren, sondern auch viele weitere wie das Ebolafieber, die SARS-Pandemie, der 2002/2003 weltweit über 770 Menschen zum Opfer fielen, MERS und sogar Aids.

Um diesen tödlichen Kreislauf endlich zu durchbrechen, haben nun 236 Tier- und Artenschutzorganisationen, darunter PETA Asien, in einem offenem Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gefordert, weltweit auf Regierungen einzuwirken, um Wildtiermärkte endlich zu schließen.

„Globale Maßnahmen, dem Handel dauerhaft Einhalt zu gebieten, werden signifikant dazu beitragen, das Risiko künftiger Epidemien von Infektionskrankheiten bei Wildtieren und Menschen erheblich zu verringern und die Bedrohung durch direkte Ausbeutung für einzelne Tiere und für die Artenvielfalt zu senken“, so die Organisationen.

Mit dem Finger auf China zeigen ist viel zu kurz gedacht: Wildtierbörsen auch in Deutschland

Nicht nur in Asien, sondern weltweit werden Wildtiere aus ihrem angestammten Lebensraum verschleppt und auf Märkten angeboten. Beispiel aus Deutschland: Auf Europas größter „Exotenbörse“, der Terraristika in Hamm werden vier Mal im Jahr tausende exotische Reptilien, Amphibien und Säugetiere unter schlimmsten Bedingungen wie auf einem Flohmarkt angeboten und an die Laufkundschaft verramscht. Viele der dort angebotenen Tiere sind Wildfänge, die Tage oder Wochen zuvor im Regenwald oder einem anderen Habitat eingefangen wurden. Viele von ihnen sterben auf den langen Transporten. Die überlebenden Tiere sind oft stark geschwächt. Viren und Bakterien, die sie in sich tragen, können für sie selbst völlig ungefährlich sein, aber für den Menschen gravierende Auswirkungen haben.

Weitere Beispiele:

  • Rund 90 Prozent der in Gefangenschaft gehaltenen Reptilien scheiden regelmäßig gefährliche Salmonellen aus. Laut Robert Koch-Institut ist etwa jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern unter zwei Jahren auf den Kontakt mit exotischen Reptilien zurückzuführen.

  • Zwischen 2011 und 2013 starben in Sachsen-Anhalt drei Halter von Bunthörnchen, einer mittelamerikanischen Hörnchen-Art, an einer Hirnhautentzündung. Sie hatten sich laut Friedrich-Loeffler-Institut bei ihren exotischen Tieren infiziert.

Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch aufgrund der immensen Tierquälerei und des Artenschwunds müssen Wildtiermärkte verboten werden – sofort und überall!

Was Sie tun können

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COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. März 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Eine Antwort zu “COVID-19, SARS, Ebola – 236 Organisationen fordern: Wildtiermärkte schließen

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  1. Für ein dauerhaftes Verbot der Wildtiermärkte in China

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    Aus einem Newsletter.

    Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Welt fest im Griff und stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von Wildtieren.

    Bitte hilf uns mit, die Tiermärkte in China geschlossen zu halten!

    Menschen erkranken, tausende sterben, Ausgangssperren und viele Verbote sind nun Teil in unserem Alltagsleben.

    Mit Hochdruck arbeitet man an einem Impfstoff in Tierversuchslabors und man mag sich nicht ausmalen, wie viele Tiere hierfür wieder leiden und sterben müssen – für etwas, das einmal mehr wir Menschen verursacht haben.

    Warum?

    Jedes Jahr treten neue Infektionskrankheiten auf und die meisten sind tierischen Ursprungs. Der größte Teil dieser Zoonosen resultiert aus dem Kontakt zu wild lebenden Tieren, weil Menschen diese Tiere immer stärker für ihre Zwecke ausbeuten, sie aus ihrem natürlichen Lebensraum entreißen, ihren Lebensraum zerstören – wissenschaftliche Studien belegen, dass Abholzung ein schwerwiegender Grund dafür ist.

    Auf Märkten eng aneinander gehalten, verschiedene Spezies auf kleinstem Raum, unter widrigsten Umständen, werden diese Tiere verkauft. All diese Tiere können Zwischenwirte Träger für Viren sein. Wissenschaftler sind der Meinung, durch diese Haltung auf engstem Raum und durch die Durchmischung der verschiedenen Tierarten können Viren leichter mutieren, um letztendlich Menschen gefährlich zu werden. Nicht nur die neue Coronavirus-Erkrankung COVID-19 stammt mit größter Wahrscheinlichkeit von Wildtieren, sondern auch viele weitere wie das Ebolafieber, die SARS-Pandemie, MERS und Aids.

    Ein erster Schritt wäre, diese Tiermärkte dauerhaft zu verbieten. China hat bereits ein temporäres Verbot von Wildtiermärkten, doch dies muss auf ein dauerhaftes Verbot ausgeweitet werden. China wäre damit beispielgebend für andere Länder, die ebenfalls diese grausamen Tiermärkte abhalten.

    Lassen Sie uns gemeinsam an die Chinesischen Botschaften in Österreich, Deutschland und der Schweiz einen Appell für ein Verbot von Wildtiermärkten richten!

    Gemeinsam für die Tiere.
    Marion Löcker,
    Tierschutzverein Robin Hood

    Liken

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