Das antidemokratische Denken in der Weimarer Republik   4 comments

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Politik soll von einer sozial herausgehobenen Schicht von Herren, von Tatmenschen, gemacht werden, nicht von der vermeintlichen Masse. Das war die Ansicht konservativer, antidemokratischer Kräfte in der Weimarer Republik.

Ich möchte nicht von einer „herausgehobenen Schicht von Herren“ regiert werden.

Und ganz bestimmt nicht von einem autoritärem Führer (heute zum Beispiel, Orban, Erdogan, Putin).

Aus der ZEIT (Auszug)

Das antidemokratische Denken in der Weimarer Republik

Die innerhalb der Demokratie durchaus berechtigte Kritik an deren Institutionen wird mißbraucht, weil es nicht um Reform der Institutionen, sondern um deren Abschaffung geht, um ihre Ersetzung durch eine Form des autoritären Staats, der in der Lage ist, Machtpolitik zu treiben, der die Außenpolitik entsprechend althergebrachten deutschen Vorstellungen der Innenpolitik rangmäßig voranstellt, der die angeblich ziellose Freiheit des Bürgers im demokratischen Staat verwandelt in die freiheitliche Bindung an die Gemeinschaft, der die Anonymität der demokratischen Herrschaft auflöst zugunsten der persönlichen Verantwortung eines Führers, der die seelenlose Mechanik eines staatlichen Formalismus umgießt in das lebendige Gebilde eines organischen Staatswesens, in dem Männlichkeit, Entschlossenheit, Wachstum, Herrschaft, Autorität und Heroismus zu neuer Entfaltung kommen.

https://www.zeit.de/1957/03/frondeure-gegen-die-freiheit

„Staatsfeind“ Liberalismus

Ein anderes entscheidendes Gegensatzpaar dieser Weltanschauungsliteratur ist das von Liberalismus und Sozialismus. Der Liberalismus als wirtschaftliches Prinzip richtet sich an das egoistische Interesse des einzelnen, im Politischen geht er gleichfalls aus von den Interessen des Individuums. Auf Nationen übertragen, wird er verstanden als politische Geschäftemacherei. Moeller van den Bruck läßt in diesem Zusammenhang nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig: Der Liberalismus ist für ihn eine moralische Erkrankung der Völker, der den Volkscharakter verderbe. Der Liberalismus sei die Freiheit, keine Gesinnung zu haben und gleichwohl zu behaupten, daß eben dies Gesinnung ist. Der Liberalismus wird bei Moeller zum Hauptschuldigen der Moderne: Er hat Kulturen untergraben, er hat Religionen vernichtet, er hat Vaterländer zerstört. Er war die Selbstauflösung der Menschheit. Der Liberalismus gilt ihm als Ausdruck einer Gesellschaft, die sich aus den minderwertigen Teilen des Volkes zusammensetzt.

In einem Atemzug wird dann mit diesen Liberalismus der Sozialismus von Marx genannt. Man weist immer wieder nach, daß dieser Sozialismus nichts als ein Liberalismus mit umgekehrtem Vorzeichen sei, daß er auf denselben Prinzipien des Denkens beruhe und darum nicht minder gefährlich sei als der Liberalismus. Auf diese Weise gelang es, geistig eine Verbindung zwischen liberalen Kapitalisten und marxistischen Antikapitalisten zu ziehen und beide zu bekämpfen, eine Stellung, die z. B. von der weithin gelesenen Zeitschrift Die Tat sehr betont bezogen wurde. Dagegen stellte man nun einen volkhaften deutschen, nationalen Sozialismus. Spengler hat ihn mit dem Preußentum verbunden und daraus etwas wie eine Volksgemeinschaft der Diener des Staates gemacht.

https://www.zeit.de/1957/03/frondeure-gegen-die-freiheit/seite-2

Die völkische Lebensform, die als wie auch immer geartete Vorstellung die Kritik an der formalen Weimarer Demokratie beflügelt, wird soziologisch charakterisiert durch das Prinzip der Gemeinschaft. Die bekannte Gegenüberstellung: Gemeinschaft und Gesellschaft wird hier politisch gesehen als die Aufgabe, die liberale, auf Vertrag beruhende Gesellschaft, deren Regierungsform die parlamentarische Demokratie ist, durch eine innerlich verbundene staatliche Gemeinschaft, durch Volksgemeinschaft, durch Volkhaftigkeit, durch Blut- oder Rassegemeinschaft abzulösen. Dieser Begriff der Gemeinschaft zielt auf die Erfassung des gesamten Menschen. In der Gesellschaft, so argumentiert man, ist er nur funktional engagiert, atomisiert und dem Volksgeist entfremdet, in der Gemeinschaft dagegen steht er unter dem Gesetz des Ganzen, unter der Autorität des Führers …

Diese Volksgemeinschaft ist etwas Irrationales, ein Mystikum. Aber man traut ihr unter der Macht eines echten Führertums große Kräfte zu; man glaubt, mit einem solchen Volk endlich Taten vollbringen zu können. Sie alle verkünden die Religion der Tat, ob Spengler in seiner brutalen Beschreibung der Bestie Mensch oder Jünger in seiner Vision des Arbeiters als der künftigen Gestalt des nachliberalen Menschen. Für Böhm gelten selbst die Grundbegriffe der Politik nicht als Theorie, sondern als Bausteine der Tat. Das antidemokratische Schrifttum dieser Zeit hat eine offen kämpferische Note. Es will die liberale Demokratie à tout prix durch eine andere Staatsform ersetzen. Diese Literatur läßt nicht mit sich reden. Sie hat den Charakter des Unbedingten, und sie ist beflügelt von einem sicheren Wissen um die kommende Zeit. Sie hat einen starken utopischen Einschlag. Ernst Jünger sieht die Gestalt des Arbeiters als den Herrschaftstypus der Zukunft, der immer mehr Besitz ergreift von der bürgerlichen Welt und diese schließlich ganz hinwegfegen wird. Moeller van den Bruck hat das Bild des Dritten Reiches als den Weg alles deutschen Werdens gesehen, als das Reich, das uns bleiben müsse, als das Endreich, das uns immer verheißen sei. Es gebe nur ein Reich, wie es nur eine Kirche gebe; im Reich liege die besondere Verheißung des deutschen Volkes. Oswald Spengler erwartet das Heraufkommen eines neuen Cäsarismus, der sich auf kleine, starke Minderheiten stützen wird…

Je phantastischer diese Vorstellung einer neuen Größe Deutschlands ist, je mehr sich diese Schriftsteller darauf kaprizieren, im deutschen Wesen und seiner organischen Entfaltung, im deutschen Geist, im deutschen Volkstum eine Kraft besonderer Art zu sehen, um so unerbittlicher wird ihr Kampf gegen die bestehenden demokratischen Institutionen, um so heftiger und einseitiger ihre Kritik an diesen Institutionen. Die Angriffe gegen die Weimarer Demokratie, von denen wir nur einige Beispiele geben konnten, werden genährt von einer mächtigen anspornenden Vision der Zukunft. Wie das künftige Reich aussehen, was für eine politische Gestalt es haben sollte, darüber gab es natürlich verschiedene Auffassungen, aber es sollte jedenfalls nicht mehr auf dem liberalen, demokratischen Gedanken beruhen…

https://www.zeit.de/1957/03/frondeure-gegen-die-freiheit/seite-2

„Konservative Revolution“

Damals wurde der Begriff der „konservativen Revolution“ eingeführt, der als Sammelbezeichnung für diese politischen Strömungen des Antiliberalismus und Antidemokratismus üblich geworden ist, vor allem seit Möhlers einführender Studie (Armin Mohler: „Die konservative Revolution in Deutschland 1918–1932“, Vorwerk Verlag Stuttgart 1950) über den geistigen Standort der diversen antidemokratischen Gruppen. Mit dieser seltsam erscheinenden Verbindung der Begriffe konservativ und revolutionär scheint mir sehr präzis eine Haltung bezeichnet, deren Programm die Restauration alter Werte und Traditionen ist, die aber nur durch einen revolutionären Umsturz der Staatsverfassung wieder zu allgemeiner staatlicher Geltung kommen können…

Um jedoch die Errichtung des Volksstaates erreichen zu können, um Herr über Demokratie und Individualismus zu werden, bedurfte es eines revolutionären Impulses. Denn es gab für diese Menschen an dieser Staatsform nichts zu bewahren. Das, was ihnen teuer war, wurde durch die Weimarer Staatsschöpfung entstellt und verzerrt. Es konnte in seiner Reinheit nur hervortreten, wenn dieses Staatsgebilde, das ihrer Meinung nach auf so falschen und irrigen Prämissen beruhte, in eine andere Verfassungsform übergeführt wurde. Die Revolution kam, und zwar in Gestalt des Nationalsozialismus. Nicht alle, die auf die Umwälzung gehofft und zugleich pathetische Federn in dem Kampf gegen Weimar gerührt hatten, waren mit der nationalsozialistischen Form der revolutionären Ablösung des Weimarer Staates einverstanden. Nicht wenige werden zur Opposition stoßen. Aber der Nationalsozialismus war geistig auf den Wellen der antidemokratischen Stimmung geschwommen und hatte trotz seiner ideologischen Verschwommenheit eine wesentliche Stütze an ihn.

https://www.zeit.de/1957/03/frondeure-gegen-die-freiheit/seite-3

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Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik

Von Kurt Sontheimer

In der Verfassung von Weimar hatte Deutschland zum ersten-mal in seiner Geschichte ein demokratisches Grundgesetz bekommen. Am formal demokratischen Charakter dieser Verfassung ist nie gezweifelt worden. Wie war es möglich, dass sie nur 14 Jahre in Kraft blieb, ja daß sie den Weg freimachte für einen deutschen Totalstaat, der in nicht weniger als zwölf Jahren durch einen selbstmörderischen Krieg ganz Europa in Trümmer stürzte und eine völlige Neu-ordnung des weltpolitischen Kräfteverhältnisses bewirkte? Es ist daher politisch wie historisch bedeutsam zu fragen:

Woran ist die Weimarer Republik zugrunde gegangen? An der Weltwirtschaftskrise, am Verhältniswahlrecht, an der außenpolitischen Belastung, an den Reparationen, an einer superdemokratischen Verfassung, die nicht mit verfassungsfeindlichen Gruppen gerechnet hatte, an dem Mangel an staatlicher Integration? Alle diese Antworten lassen sich mit Recht anführen und sind auch verschiedentlich gegeben worden. Diesem Bündel von eng miteinander verknüpften Faktoren ist aber ein weiterer hinzuzufügen: die vorwiegend kritische Stellung der geistig führenden Schichten zum republikanisch-demokratischen Staat. Diese Demokratie sah sich von Anfang an zur notdürftigen Existenz in einem geistig vorwiegend antidemokratischen Klima verdammt.

Sie wurde ins Leben gerufen in einem Augenblick, in dem das deutsche Geistesleben noch entschiedener als bisher von der mit der Entwicklung der liberalen Demokratie verknüpften westeuropäischen Tradition der Aufklärung, des Liberalismus und des säkularen Naturrechtsdenkens abrückte und in einer vehementen Erneuerung romantischen Denkens und Fühlens einen eigenen Weg auch im Politischen suchte.

[…]
In all diesen Anklagen gegen die parlamentarische Demokratie und das Parteiensystem, die in sehr entscheidendem Maße auch die konservativen Kreise um Moeller van den Bruck in Berlin bestimmten, spielt offensichtlich auch ein ästhetisches Moment eine Rolle. Man spricht von den schmutzigen Interessen, weil man Politik für eine Sphäre hoher staatsmännischer Entscheidungen hält; man verachtet die Demokratie, weil ihr Prinzip der politischen Gleichheit die gesellschaftlichen Rangunterschiede nicht genügend berücksichtigt; man empfindet es in vielen, vor allem großbürgerlichen Kreisen als einen Affront, daß mit der Sozialdemokratie im wesentlichen eine Partei an die Macht kam, die ihre Führerschicht aus den niedrigen, einst nicht an der Politik beteiligten Volksschichten rekrutiert. Hinter diesen Angriffen gegen die Demokratie verbirgt sich neben jenem aristokratischen Ästhetizismus, der die Massen verachtet, eine gute Portion Ressentiment gegen politische Gleichheit und Demokratisierung des Staates. Politik soll von einer sozial herausgehobenen Schicht von Herren, von Tatmenschen, gemacht werden, nicht von der vermeintlichen Masse.

Das Parlament hatte im 19. Jahrhundert im wesentlichen die politisch homogene Klasse des Besitzbürgertums repräsentiert, während der kleinere Mittelstand und vor allem die Arbeiterklasse praktisch außerhalb des politischen Raumes standen.
S. 52, 53

 

Klicke, um auf 1957_1_3_sontheimer.pdf zuzugreifen

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Gruß Hubert

 

4 Antworten zu “Das antidemokratische Denken in der Weimarer Republik

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  1. Ich möchte nicht von einer „herausgehobenen Schicht von Herren“ regiert werden.
    Die Alternative wäre regiert von Massen von Idioten.

    Wo ist für den betroffenen der Unterschied – in einer Demokratie von Idioten überstimmt zu werden – oder sich dem Diktat eines Herrschers beugen zu müssen?

    Gegen letzteres kann man opponieren (Widerstand leisten).
    Was im ersten Fall ausgeschlossen ist, da man die Demokratie dann in Frage stellen müsste.
    Demokratie = das Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das Volk.
    [Oscar Wilde]

    Demokratie heißt u. a. Mehrheitsentscheidung. Was aber voraussetzt dass jede Meinung gleichberechtigt, auf der Suche nach dem richtigen Weg, einbezogen wird. Werden Meinungen von vorn herein ausgeschlossen, ist das Gesinnungs. . . und damit schlimmer als eine Diktatur.

    Gefällt 1 Person

  2. Denke was du willst.
    Gerade bei einem Diktator kann man KEINEN Widerstand leisten, außer man ist unter Umständen bereit sein Leben zu riskieren, zum Beispiel wie die Geschwister Scholl, Mitglieder der „Weißen Rose“. Bei Erdogan landet man eben im Gefängnis, wenn man auch nur leise Kritik an ihn anführt. Dann ist man ein Terrorist und mit Sicherheit am nächsten Tag im Gefängnis.
    In einer Demokratie kann ich Kritik an der Regierung oder irgendeinen Politiker anbringen, ohne mit Gefängnis bestraft zu werden. Außerdem kann ich die Politiker wählen und das unter mehreren Parteien. In einer Diktatur gibt es in der Regel nur eine Einheitspartei. Wenn soll ich da denn wählen? Da käme ich mir wirklich wie ein Idiot vor.
    Und dass es in einer Demokratie nur Idioten gibt ist eine Behauptung von dir.

    Und Sprüche für etwas und das Gegenteil von dem findet man immer, egal wie berühmt diese Menschen sind.
    Für mich und die große Mehrheit ist Demokratie immer noch die beste Regierungsform.
    Was ich aber bestimmt NICHT WILL ist eine DIKTATUR oder in einem totalitären System leben.

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    Opfer einer Diktatur.
    Geschwisterpaar Hans und Sophie Scholl

    Das Geschwisterpaar Hans und Sophie Scholl wurde

      am 18. Februar 1943 beim Auslegen von Flugblättern an der Münchner Universität von deren Hausmeister Jakob Schmid überrascht und bei der Gestapo denunziert. Bereits am 22. Februar 1943 wurden sie vom Volksgerichtshof unter der Leitung von Roland Freisler zum Tod verurteilt und noch am selben Tage im Gefängnis München-Stadelheim von Johann Reichhart mit der Guillotine enthauptet.

    Ihr Grab befindet sich auf dem dortigen Friedhof am Perlacher Forst (Grab Nr. 73-1-18/19).

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschwister_Scholl

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    Pinochet – chilenischer Diktator (um nicht deinen Liebling zu bringen 😉 )
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    Gefällt 1 Person

  3. Ich habe ja begriffen das LINKE unfähig oder nicht willens sind zu denken. Sie haben eine Meinung und das war es dann.
    Das dem so ist, sieht man daran, dass du Diktatur IMMER mit bestimmten Personen in Zusammenhang bringst.

    LINKE sind unfähig abstrakt zu denken.
    Wo steht geschrieben, dass eine zentralistische Staatslenkung (was durchaus diktatorisch sein kann) gegen das Volk gerichtet sein muss?

    Die Effizienz ist entscheiden. Und die ist bei einer zentralistischen Lenkung nun mal um ein vielfaches größer – als in einem demokratischen System, wo man sich bei einer Vielzahl von Meinungen, stets nur auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann.
    Bis hin zur Stagnation wo kein Fortschritt mehr möglich ist.

    Und wie bezeichnest du das System in dem wir leben?
    Das ist die perfekteste „Gesinnungsdiktatur“ – mit Gedanken- und Meinungsverboten, mit Political correctness in all seinen widerwärtigen Fassetten – was es jemals auf dem Planeten gegeben hat.
    Ich erspare mir Beispiele aufzuzählen, da es sinnlos ist sich mit jemanden zu unterhalten der . . . sich weigert Realitäten zur Kenntnis zu nehmen.

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  4. „Ich habe ja begriffen das LINKE unfähig oder nicht willens sind zu denken.“

    Da kann ich nur lachen, wenn du der Meinung bist, dass nur RECHTE fähig und willens sind zu denken.

    Das dem so ist, sieht man daran, dass du Diktatur IMMER mit bestimmten Personen in Zusammenhang bringst.
    LINKE sind unfähig abstrakt zu denken.

    Wir werden ja auch immer von Personen regiert und nicht von einem ABSTRAKTUM. Die Personen, die ich anführte, sind Diktatoren, unter deren Herrschaft ich nicht leben möchte. Mir würde davor grausen. Ich weiß nicht wie lange deine Liste noch ist, was Linke alles deiner Meinung nach nicht können. Ist das deine Gleichung: rechts = intelligent und links = dumm? Ich gehe davon aus, dass du so denkst, du sagst das ja auch klar und deutlich. Dass ich nicht dieser Meinung bin ist auch sonnenklar.

    RECHTE tun immer so als wenn DAS Volk EINE homogene Masse wäre. Das trifft nicht zu. Im Volk gibt es ganz verschiedene Interessen und Meinungen, deshalb gibt es auch verschiedene Parteien und deswegen sind Demokraten auch für Pluralismus – was ja bei Rechten nicht zutrifft. Dass es mehrere Parteien gibt ist auch das Wesen einer Demokratie. Rechte wollen ja einen „starken Mann“, einen Führer, nehmen auch eine Diktatur in Kauf, sofern sie rechts ist. Demokraten müssen wachsam sein, wenn sie nicht in einer Diktatur aufwachen wollen. Das wusste schon Goethe.
    Ich pfeife auf Effizienz, wenn ich in einer Diktatur nicht mehr den Mund aufmachen darf. Ich nehme da gerne in Kauf wenn in einer Demokratie etwas langsamer geht. Ich will nicht kuschen müssen.
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    Credere – obbedire – combattere was auf deutsch heißt: glauben (ich sicher nicht an einen Führer), gehorchen – kämpfen. Das war der Leitspruch an die Italiener von Mussolini. Das möchte ich gewiss nicht.
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    Rechte reden auch gerne von Gesinnungsdikatur wenn sie Dinge nicht sagen dürfen, die laut Rechtsgebung unter Volksverhetzung fallen. Gerade die AfD hat das Sagbare immer weiter nach RECHTS verschoben. Das ist auch ihre Strategie. Das wäre vor einem Jahrzehnt noch nicht salonfähig gewesen. Keine Regierungsform ist perfekt – kann sie auch nicht sein, weil Menschen nicht perfekt sind. Aber ich möchte unter keinen Umständen Demokratie gegen eine andere Regierungsform eintauschen.
    Bleibe du bei deinen Autokraten. Ich bleibe bei meinen Demokraten.

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    Jetzt war ich noch neugierig was das „G.I.L.“ im Wappen von Mussolini bedeutet.
    Die Balilla (Opera Nazionale Balilla, ONB) wurden 1926 als Jugendorganisation der Nationalen Faschistischen Partei gegründet. … Die ONB ging 1937 zusammen mit den Fasci giovanili di combattimento in der GIL (Gioventù Italiana del Littorio, dt.: Faschistische Jugend Italiens) auf. (Quelle: Wikipedia)

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