Archiv für 6. Mai 2020

Foltertechnik namens „Verkrampfte Gefangenschaft   3 comments

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Kastenstände für Schweine.

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In Guantanamo gibt es eine Foltertechnik namens „Verkrampfte Gefangenschaft“, bei der Gefangene für etwa 2 Stunden in einen kleinen Kasten gesperrt werden, der es ihnen unmöglich macht ihre Gliedmaßen auszustrecken. Opfer berichten, dass dadurch Muskel- und Nervenkontraktionen zu so extremen Schmerzen führten, dass sie nach langem Schreien irgendwann in Ohnmacht fielen. Nun stelle man sich vor, man müsse diese Tortur über Tage, Wochen oder gar Monate aushalten. Ein unermessliches Leid. Für jeden.

Das haben auch deutsche Gerichte so gesehen und enge „Kastenstände“ verboten, bei denen Schweinen in etwa das angetan wird. Dieser rechtliche Minimalschutz wurde seitens der Tierindustrie viele Jahre ignoriert – wogegen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner nun dadurch vorgehen möchte, indem sie diese Kastenstände auf lange Zeit legalisiert. Am 15. Mai wird im Bundesrat darüber abgestimmt. Warum genau man Menschen in wichtige Ämter steckt, deren Kernkompetenz lediglich darin besteht ein Weinfest zu eröffnen, ist ein anderes Thema …

#LassDieSauRaus#kastenstände#juliaklöckner#lobbyministerin#tierindustrie#einherzfürtiere#weinfest

RAS

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Quelle: Facebook

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Ich würde die Klöckner mal einen Monat in einen Kastenstand geben und auf jedem Fall so, dass sie die Beine angezogen halten müsste und nicht ausstrecken könnte. Genau so wie sie es für die Schweine als gut empfindet.

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Aus Peta.de – Auszug.

Dass diese Gefängnisse aus Metall überhaupt noch erlaubt sind, scheint in einem Land wie Deutschland, das den Tierschutz – zumindest in der Theorie – als Staatsziel im Grundgesetz verankert hat, unmöglich.

In der bisherigen Version der Tierschutznutztierhaltungsverordnung (1) steht in Abschnitt 5 §24 (4)
Kastenstände müssen so beschaffen sein, dass

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  1. die Schweine sich nicht verletzen können und

  2. jedes Schwein ungehindert aufstehen, sich hinlegen sowie den Kopf und in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken kann

Doch nun will die Bundesregierung, zusammen mit Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), den Teil in der Verordnung schlicht streichen, der vorschreibt, dass die Sauen in den Kastenständen wenigstens die Möglichkeit haben sollen, ihre Gliedmaßen sowie ihren Kopf in der Liegeposition auszustrecken.

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https://www.peta.de/kloeckner-kastenstaende

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Aus tierrechte.de

Offener Brief zur Agrarministerkonferenz: Verbot der Kastenstandhaltung überfällig

[…]

Illegaler Zustand darf nicht legalisiert werden

Begründung: Die vom BMEL vorgelegte Änderung zur Kastenstandhaltung von Sauen missachtet umfänglich das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Sachsen-Anhalt vom 24.11.2015 und den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes vom 08.11.2016. Danach müssen Kastenstände so ausgestaltet sein, dass jede Sau ungehindert in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken können muss. Dies ist aktuell in den meisten Betreiben nicht der Fall, trotz rechtlicher Vorschrift aus dem Jahr 1992.

17 Jahre Übergangsfrist

In dem von Bundesministerin Klöckner vorgelegten Verordnungsentwurf soll nun genau diese rechtliche Vorschrift gestrichen werden. Damit missachtet der Entwurf ein höchstrichterliches Urteil und legalisiert einen illegalen Zustand nachträglich mithilfe eines juristischen Tricks. Zudem sieht der Entwurf eine Übergangsfrist von bis zu 17 Jahren vor, bevor die Standzeiten der Sauen zumindest verkürzt und die Breiten der Kastenstände minimal vergrößert werden. Für die geplanten Übergangsfristen oder gar eine Streichung der Mindestanforderung gibt es keine Rechtfertigung. Im Gegenteil, dies würde einen systematischen Rechtsbruch legalisieren und höchstrichterliche Rechtsprechung ad absurdum führen.

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https://www.tierrechte.de/2020/05/06/offener-brief-zur-agrarministerkonferenz-verbot-der-kastenstandhaltung-ueberfaellig/

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Gruß Hubert