Archiv für 8. Mai 2020

Erste Veterinärämter stoppen Tiertransporte   Leave a comment

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Es ist eine Schande wie man mit Tieren um des Profits willen umgeht. Dabei wird oft gegen Gesetze verstoßen. Aber wenn Gesetze nicht schützen… Niemand kontrolliert die Transporte, wenn sie einmal die EU verlassen haben.

Aus Peta.de

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Update Mai 2020

Nachdem Schleswig-Holstein und Niedersachsen im September 2019 bestimmte Routen durch Russland nach Usbekistan und Kasachstan untersagt haben, beschlossen im April und Mai 2020 auch Brandenburg und Bayern einen kompletten Tiertransportstopp nach und durch Russland.

Grund dafür sind Berichte, die ein weiteres Mal belegen, was Tierschutzorganisationen wie PETA seit Jahren anprangern: Auf den Routen, beispielsweise nach Usbekistan und Kasachstan, können die Tiere nicht versorgt werden. Auf der gesamten Strecke fehlen Entlade- und Versorgungsstationen, was seit Jahren dazu führt, dass die Tiere auf den Transportern tage- oder wochenlang in Exkrementen und Enge ausharren müssen.

Nun sollten auch die anderen Bundesländer nachziehen, denn in manchen gelten bisher nur Einschränkungen bezüglich Tiertransporten in verschiedene Drittstaaten. Zudem muss es eine einheitliche Regelung für alle Bundesländer geben, da sonst die Gefahr besteht, dass die Tiere von einem anderen Bundesland aus in solche Nicht-EU-Länder transportiert werden.

Leider gibt es an der neuen Tiertransportregelung einen Haken: Die Abfertigung der eigentlich untersagten Langstreckentransporte darf laut Vorgaben dennoch erfolgen, wenn der Antragsteller im Vorfeld plausibel darlegen kann, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Dies ist nicht akzeptabel, denn selbst bei Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben sind Langstreckentransporte eine Tortur für die Tiere, die oftmals schwer verletzt, völlig ausgezehrt oder tot am Zielort ankommen.
Wir fordern daher alle Bundesländer auf, zumindest die besonders grausamen Langstreckentransporte zu untersagen – bitte unterzeichnen Sie hierzu unsere Petition.

Update Februar 2019:

Am 18. Februar 2019 übergaben wir dem bayrischen Staatsminister Thorsten Glauber sage und schreibe 28.915 Unterschriften, die in nur 13 Tagen gesammelt wurden. Die Unterschriften sollten dazu beitragen, die Verweigerung von Tiertransporten durch mehrere bayrische Veterinärämter zu untermauern. Nur einen Tag später, am 19. Februar 2019, traf sich Glauber im Umweltministerium zu einem Runden Tisch bestehend aus Politikern, Züchtern, Tierschützern und Tierärzten, bei dem über die zukünftige Genehmigung von Tiertransporten in Drittländer beraten werden sollte. PETA appellierte im Vorfeld dieser Tagung an Glauber, eine Vorbildfunktion einzunehmen, damit weitere Bundesländer dem Beispiel Bayerns zeitnah folgen und die tierquälerischen – oftmals illegalen – Tiertransporte endgültig unterbinden.

Leider wurde jedoch beschlossen, dass Bayern Tiertransporte lediglich einschränken wird, sie jedoch weiter genehmigt, wenn alle Tierschutzstandards eingehalten werden. Diese Einhaltung zu kontrollieren, ist jedoch fast unmöglich. Wir appellieren deshalb weiter an die Bundesländer, nicht auf Entscheidungen des Bundes zu warten, sondern geltendes Recht eigenständig umzusetzen und Langstreckentransporte nicht mehr zu genehmigen.

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Die Fernsehbilder der schrecklichen Tiertransporte von Deutschland in ferne Länder haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Schwer verletzte Tiere, die an einem Bein aus den Lkws gezogen werden. Erschöpfte Tiere, die mehr tot als lebendig in brütender Hitze oder bei Eiseskälte tagelang an den Grenzübergängen auf den Transportern ausharren müssen. Das geschieht jeden Tag mit Tieren aus Deutschland – aus Profitgründen.

Endlich lehnen sich die ersten Amtsveterinäre aus Bayern gegen diese Tierquälerei auf. Sie verweigern aktuell die Ausstellung von Genehmigungen. Jetzt will das Bayerische Umweltministerium eine Regelung für ganz Bayern prüfen. Wenn Bayern die Langstrecken-Tiertransporte verbietet, dürften andere Bundesländer folgen.

Hintergrund

Tiere leiden auf dramatische Weise während Tiertransporten: Das hat zum wiederholten Mal auch der TV-Beitrag „Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“ 2017 auf traurige Weise gezeigt. Die sogenannte Todesrate ist bei Tiertransporten eine einkalkulierte Größe. Tiere werden oft tagelang durch Europa oder über die Grenzen hinaus transportiert. Sobald die Tiere die EU verlassen, wird die Einhaltung der kümmerlichen Tierschutz-Vorgaben hinsichtlich Versorgung und Pausen nicht mehr effektiv überprüft.

Neben den teils sehr schlechten Witterungsbedingungen (Hitze, Kälte) stellen Kontrollen häufig überladene Transporter mit dehydrierten Tieren fest, oder solche mit einer zu geringen Deckenhöhe, sodass sich die Tiere den Rücken stoßen und aufscheuern. Nicht selten sind zudem eingeklemmte Körperteile sowie fehlende oder falsch angebrachte Trennwände, was zu Beinbrüchen, Quetschungen und anderen schlimmen Verletzungen bis hin zum Tod führen kann.

Was Sie tun können

Bitte geben Sie Ihre Stimme und unterschreiben Sie die Petition, um grausame Langstrecken-Tiertransporte jetzt zu verhindern.

Petition jetzt unterschreiben!

Kaufen Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Honig. Hinter all diesen Erzeugnissen steckt großes Tierleid. Melden Sie sich noch heute für unser unverbindliches und kostenloses Veganstart-Programm an und erhalten Sie 30 Tage lang leckere vegane Rezepte und viele Tipps und Tricks, die den Einstieg in ein gesundes und tierfreundliches Leben erleichtern.

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Erste Veterinärämter stoppen Tiertransporte

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Gruß Hubert

 

Extra Geld für Tierversuche?   Leave a comment

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Es ist traurig, dass wieder einmal auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird was der Mensch verschuldet hat und Tiere gefoltert werden.

Es braucht mehr Geld für tierversuchsfreie Forschung!

Von aerzte-gegen-tierversuche.de

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Coronavirus bezogene Forschungsförderung finanziert zu großem Teil Tierversuche

27. April 2020

Deutschland stellt 305 Millionen Euro außerplanmäßig für Forschungsförderung um das neue Coronavirus frei. Während ein Teil der Fördermittel für Tierversuche ausgegeben wird, ist nicht klar, ob und zu welchem Anteil die Entwicklung und Anwendung moderner tierversuchsfreier In-vitro-Verfahren wie menschliche Organoide gefördert werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche erkundigte sich nach der Aufteilung der Gelder und erhielt nur unbefriedigende Antworten. Der Verein kritisiert die fehlende Transparenz und den Geldstrom öffentlicher Gelder in teure und langwierige Tierversuche als ethisch und wirtschaftlich unverantwortlich für Mensch und Tier.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat angekündigt, dass es angesichts der aktuellen COVID-19-Notsituation zusätzliche Fördermittel sowohl für die Erforschung des SARS-CoV-2 Virus, als auch für die Entwicklung und Testung von Medikamenten und Impfstoffen zur Verfügung stellt. Das Coronavirus kann weder die üblichen „Labortiere“ infizieren, noch bei anderen Tierarten einen schweren Krankheitsverlauf wie bei Menschen hervorrufen. Trotzdem gibt es starke Hinweise darauf, dass ein großer Teil dieser Sonderfördergelder in Tierversuche fließen.

Ein Großteil dieser Sonderförderung, nämlich 145 Millionen Euro, werden der internationalen Impfstoff-Initiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) gegeben (2). CEPI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die sowohl mit staatlichen Förderern als auch mit privaten Stiftungen und Unternehmen zusammenarbeitet. Sie koordiniert und fördert ein breites Spektrum von Projekten zur Entwicklung diverser Impfstoffe und Impfstofftechnologien. Auf Anfrage von Ärzte gegen Tierversuche konnte CEPI keine Angaben darüber machen, zu welchem Anteil die COVID-19-Fördermittel für Tierversuche oder für tierversuchsfreie Verfahren benutzt werden. Da Tierversuche in der Regel viel teurer als die humanrelevanten In-vitro Methoden sind, ist zu vermuten, dass sehr viel Geld in Tierversuche investiert wird.

Beunruhigend ist auch der strategische COVID-19-Plan, der vom internationalen Fördernetzwerk GLOPID-R (Global Research Collaboration for Infectious Disease Preparedness), bei der auch das BMBF Fördermitglied ist, zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation ausgearbeitet wurde (3). In diesem Plan werden diverse Tierversuche, vor allem solche mit Mäusen und Affen, vorgesehen und als Meilensteine beschrieben, die gefördert und unterstützt werden sollen.

Mit insgesamt bis zu 10 Mio. Euro fördert das BMBF Projekte aus der Grundlagenforschung – zusätzlich zu den 145 Mio. für CEPI. Im Förderaufruf werden u. a. die Punkte „Forschung zum Ursprung des Virus und zur Übertragung zwischen Tier und Mensch“, „Ansätze zur Prüfung der Übertragbarkeit existierender Tiermodelle auf Sars-CoV-2“ und „Entwicklung neuer klinisch relevanter Tiermodelle und menschlicher Zellmodelle (z. B. Lungeninfektionsmodell)“ aufgelistet, alle drei Punkte basieren auf Tierversuchen (4). Im Gegensatz dazu werden die menschenbasierten tierversuchsfreien Methoden mit Ausnahme der kurz erwähnten „menschlichen Zellmodelle“ nicht als Förderungspunkt aufgeführt. Wir haben das BMBF gefragt, wie genau die Aufteilung dieser Sonderfördermittel zwischen Projekten mit und ohne Tierversuche aussieht, aber unsere Anfrage wurde bis dato nicht beantwortet. Das ist ein Hinweis darauf, dass mehr Fördergelder für die Durchführung von grausamen und fruchtlosen Tierversuchen mit vielfältigsten Tierarten als für die Entwicklung von In-vitro-Hightech-Technologien mit menschlichem Gewebe investiert werden können.

150 Millionen investiert das BMBF in den Aufbau eines wissenschaftlichen Netzwerks aus deutschen Universitätskliniken. Obwohl der Schwerpunkt auf der klinischen Arbeit mit Patienten liegen soll, gibt es in der Meldung Hinweise darauf, dass dieses Geld teilweise auch der präklinischen Forschung einschließlich Tierversuchen zugerechnet wird (5).

Seit mehreren Jahren kritisiert Ärzte gegen Tierversuche die Tatsache, dass mehr als 99% der öffentlichen Fördermittel für biomedizinische Forschung den Tierversuchen und weniger als 1% der modernen menschenbasierten Forschung gewidmet werden (6). Trotz der finanziellen Unausgewogenheit lassen sich die Ergebnisse aus Tierversuchen wegen der großen Unterschiede zwischen den Spezies nicht auf den Menschen übertragen, während die Anzahl der Erfolge der menschenbasierten Forschung rasant steigt. Um schnelle und effektive Lösungen und Prozesse für diese und die nächsten Pandemien zu haben, ist eine Umwidmung der Fördergelder für die humanrelevanten, tierversuchsfreien Methoden dringend notwendig.

Dr. rer. nat. Dilyana Filipova

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Extra Geld für Tierversuche?

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Corona-News und -Infos

In der aktuellen Corona-Krise zeigt sich sehr deutlich, welch großer Fehler es in der Vergangenheit war, die tierversuchsfreien, humanbasierten Forschungsmethoden wie menschliche 3D-Lungenmodelle und Multi-Organ-Chips nicht ausreichend zu fördern.

Obwohl eine schnelle und zuverlässige Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen mit Tierversuchen nachweislich nicht möglich ist, wird genau das jetzt in der Corona-Krise wieder versucht. U.a. werden krampfhaft „passende“ Tiere für Versuche gesucht. So hat das Friedrich-Löffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald Frettchen als angeblich geeignete „Tiermodelle“ – wie es im lebensverachtenden Experimentatoren-Jargon heißt – identifiziert. Frettchen können zwar infiziert werden, zeigen aber keine Symptome. Die reguläre Entwicklung von Impfstoffen mit Tierversuchen dauert in der Regel viele Jahre. Aber vor allem: Etliche Impfstoffe wirken bestens in Tierversuchen, beim Menschen dann aber nicht.

Gerade in so einer Situation, in der schnelle und gültige Ergebnisse dringend erforderlich sind, benötigt es tierversuchsfreie Forschung mit menschlichen Zellen, die schnell, zuverlässig und humanrelevant ist und uns jetzt helfen könnte, innerhalb kürzester Zeit Wirkstoffe zu finden.

Wir fordern von der Bundesregierung, endlich eine Umschichtung der Fördergelder weg von einer antiquierten Tierforschung hin zu modernen Forschungsmethoden vorzunehmen. Damit wir in künftigen Krisensituationen besser aufgestellt sind!

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/kampagnen/3144

Petition:

Mehr Geld für tierversuchsfreie Forschung!

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Frettchen-TV-Corona

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Gruß Hubert