Archiv für 2. Juli 2020

Klöckners heuchlerische „Tierwohl-Abgabe“ bringt keine Besserungen   Leave a comment

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Es ist eine Frechheit bei dieser Tierhaltung, bei diesen Bedingungen von TIERWOHL zu reden. Es ist Hohn und purer Zynismus. Als Beispiel kann man den Platz für Sauen anführen, der schon seit 2001 mehr Platz für Sauen gesetzlich vorschreibt. Was tut Klöckner? „Statt die Haltung endlich dem Recht anzupassen, will Ministerin Julia Klöckner die Verordnung anpassen. Ihre Idee: Man könne den Passus mit dem Ausstrecken doch einfach aus der Verordnung ersatzlos streichen.“ https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muttersauen-bundesrat-will-gesetzesaenderung-verabschieden-zum-nachteil-der-tiere-a-62e49f90-7586-44ea-8223-50e241460b56

Von Peta.de

Anfang Juli bringt die Bundesregierung den Antrag „Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung konsequent umsetzen“ in den Bundestag ein. Damit will Julia Klöckner der immer lauter werdenden Kritik an der systematischen Tierquälerei in der Agrarindustrie begegnen. Der Plan: Die landwirtschaftliche Tierhaltung soll bis 2040 unter anderem durch eine geringfügige „Tierwohl-Abgabe“ im Cent-Bereich auf Fleisch, Käse und Milch verbessert werden. [1] Das Niveau soll dann für alle Haltungen mindestens auf „Stufe 2“ des bisher freiwilligen BMEL-Tierwohlkennzeichens liegen. Doch diese nach 20 Jahren angestrebte „Stufe 2“ wäre weiterhin eine Katastrophe für die Tiere, denn sie hat nichts mit Tierschutz oder Tierwohl zu tun. Zudem würde die 20-jährige Übergangsfrist die bislang erlaubten Tierquälereien in der Agrarindustrie – etwa Amputationen von Körperteilen, Qualzuchten oder die dauerhafte Anbindehaltung von Kühen – vermutlich über Jahrzehnte legalisieren.

In einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie an die Fraktionsvorsitzenden und tierschutz- und agrarpolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag üben wir scharfe Kritik an den Empfehlungen der Expertenkommission unter der Leitung des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert:

„Die Lösungsvorschläge sind aus Tierschutzsicht eine große Enttäuschung, denn sie signalisieren der Branche ein „Weiter so“ auf Jahrzehnte hinaus. Das milliardenfache skrupellose und verabscheuungswürdige Tierleid muss sofort und ohne jede weitere Übergangsfrist von Ihnen beendet werden“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender bei PETA Deutschland e.V. an die Spitzenpolitiker.

Tierquälereien gehören zum System und wurden von der Politik legalisiert

Ein Großteil der tierhaltenden deutschen Landwirte verstößt mit Rückendeckung durch Teile der Politik seit Jahrzehnten nahezu flächendeckend gegen Gesetze und Verordnungen sowie höchstrichterliche Rechtsprechungen. Beispiele dafür sind das millionenfache Vergasen von Küken, die Haltung von Sauen in zu engen Kastenständen, die dauerhafte Anbindehaltung von Kühen oder die Amputation von Körperteilen, um Tiere an die Haltungssysteme anzupassen. Wasservögel werden ohne Wasserfläche gehalten, qualgezüchtete Puten brechen teilweise unter ihrem eigenen Körpergewicht zusammen und Untersuchungen an Schweinen in Tierkörperbeseitigungsanlagen belegten, dass ein Großteil der Tiere zu Lebzeiten länger anhaltende, erhebliche Leiden ertragen musste.

Fazit

Die Umsetzung der Empfehlungen des „Kompetenznetzwerks“ wäre ein weiterer Schlag ins Gesicht für den Tierschutz und die Rechtsstaatlichkeit. Selbst nach Ablauf der 20-jährigen Übergangsfrist würde die milliardenfache skrupellose Tierquälerei in deutschen Ställen nicht aufhören.

Weiterhin Tierquälerei: Ein Schweineleben auf 1,1 qm bei Stufe 2

Was Sie tun können

Die einzige Möglichkeit, Tieren in der Agrarindustrie zu helfen, ist eine vegane Ernährung: www.veganstart.de

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Klöckners heuchlerische „Tierwohl-Abgabe“ bringt keine Besserungen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 2. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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