Archiv für 6. Juli 2020

Das große Bienensterben   2 comments

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Gründe für das Bienensterben sind unter anderem: Pestizide, Monokulturen, der Verlust von Lebensraum und auch die Honigbiene.

Von Peta.de

 

Bild: Peta.de

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In den letzten 30 Jahren ist der Bestand fliegender Insekten allein in Deutschland um mehr als 75 Prozent geschrumpft. Darunter befinden sich auch die Wildbienen – von 561 Arten gilt bereits die Hälfte als gefährdet, 16 Arten sind schon ausgestorben. Die Gründe für das Bienensterben sind vielfältig und werden nach wie vor untersucht. Fest steht jedoch, dass der Mensch in die Ursachen stark involviert ist.

Der Mensch braucht die Biene

Bienen sind für unsere ökologische Vielfalt, die Bestäubung und die Vermehrung von Pflanzen nicht wegzudenken. Zwei Drittel aller Nutzpflanzen sind auf die nützlichen Insekten angewiesen. Sie sorgen für die Verbreitung hunderttausender Pflanzen, auf die wiederum unzählige Tierarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind. Bienen sind für unser Ökosystem schlichtweg unverzichtbar.

Gründe für das Bienensterben: 

Honigbiene als Problem

Das Nahrungsangebot der Wildbienen schrumpft wegen der Honigbiene. Honigbienen werden in Massen gezüchtet und sammeln überproportional viel Nektar, der ihnen anschließend für den menschlichen Konsum von Honig weggenommen wird. Das bedroht die Nahrungsgrundlage von Wildbienen und anderen Insekten.

Pestizide und Monokulturen

Hinzu kommt die Zunahme an Monokulturen und damit verbunden der Verlust von Flächen, auf denen heimische Pflanzen wachsen können. So fehlt es Bienen zunehmend an abwechslungsreicher Nahrung, die für die Insekten – ähnlich wie für Menschen – jedoch einen unverzichtbareren Schutz vor Krankheiten darstellt. Außerdem haben viele Pflanzen nur eine kurze Blütezeit. Blüten, die zu anderen Zeiten vorhanden wären, fallen weg, weshalb die Bienen Hunger leiden. Auch Pestizide machen den Bienen zu schaffen, denn sie wirken sich nachweislich auf das Nervensystem der Bienen aus. Dadurch wird unter anderem eine Orientierungslosigkeit verursacht, die zu Beeinträchtigungen in Lebensdauer und Fortpflanzung führt.

Verlust von Lebensraum

Eine weitere zentrale Ursache des Bienensterbens ist die Urbanisierung. Immer mehr Straßen und Bauflächen verdrängen den natürlichen Lebensraum, die Nahrung und die Nistplätze der Bienen. Es handelt sich um einen Verlust von 70 Hektar, der jeden einzelnen Tag zerstört wird und den Bienen ihre Lebensgrundlage nimmt.

Klimawandel

Der Klimawandel stellt im Leben der Bienen einiges auf den Kopf. So gibt es heute frühere Blütephasen, längere Wärmeperioden im Winter und plötzliche Temperaturschwankungen. All das sind Faktoren, die ihren Kreislauf durcheinanderbringen, an ihren Energievorräten zehren und sie allgemein anfälliger machen. Auch der Klimawandel trägt somit zum Aussterben von Bienen bei.

Folgen des Bienensterbens

Der Rückgang der Bienenpopulationen stellt laut der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) ein ernstes Problem für die Welternährung dar und könnte zur Auslöschung von Pflanzen wie Kaffee, Äpfeln, Mandeln, Tomaten oder Kakao führen. Viel Gemüse und Obst müsste dann durch Reis, Mais oder Kartoffeln ersetzt werden. Das wiederum würde eine unausgewogene Ernährung mit sich bringen, die in der Folge zu vermehrter Immunschwäche und Mangelerscheinungen beim Menschen führt.

Was Sie tun können

  • Bienen brauchen ihren Honig selbst. Greifen Sie daher beim nächsten Einkauf zu einer pflanzlichen Honigalternative.

  • Pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen im Garten oder auf dem Balkon.

  • Stellen Sie Bienen ein artgerechtes Insektenhotel oder einen „Schiffer Tree“ zur Verfügung.

  • Versuchen Sie, Obst, Gemüse und Co. möglichst aus biologischer, regionaler und saisonaler Herkunft zu kaufen.

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Das große Bienensterben

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Gruß Hubert

Wie schädlich ist Palmfett für den Regenwald?   Leave a comment

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Palmöl hat sehr viele umweltschädliche Auswirkungen und ist leider in vielen Produkten vorhanden.

Von Peta.de

Palmöl – kaum ein anderes pflanzliches Produkt ist Gegenstand so vieler Diskussionen. Trotz seiner bekanntermaßen umweltschädlichen Auswirkungen ist Palmöl überall zu finden. Auch unter Veganern ist es ein kontroverses Thema, denn viele rein pflanzliche, aber verarbeitete Lebensmittel enthalten Palmfett, dessen Produktion den Lebensraum zahlreicher Tiere gefährdet, unter anderem durch die Regenwaldabholzung. Palmöl ist eine ausgesprochen komplexe Problematik, die sich in wenigen Worten nicht beleuchten lässt.

Hier ein kurzer Überblick über die Palmöl-Thematik:

Warum findet sich Palmöl in unzähligen Produkten des täglichen Lebens?

Palmöl, auch als Palmfett bekannt, ist mit einem Marktanteil von 30 Prozent das meist verwendete Pflanzenöl der Welt. Rund 70 Millionen Tonnen wurden 2018 produziert [1], hauptsächlich in Indonesien, Malaysia und Thailand, aber auch in Kolumbien und Nigeria. Palmöl wird auf 20 bis 27 Millionen Hektar angepflanzt – einer Fläche, die etwa der Hälfte Deutschlands entspricht. Es wird erwartet, dass bis 2025 allein in Indonesien 17 Millionen Hektar angepflanzt werden.

Palmöl ist billig. Der Anbau ist effizient, denn die Ölpalme hat einen sehr hohen Ertrag, der deutlich über beispielsweise Kokospalmen liegt. Das aus Fruchtfleisch (Palmöl) und Kernen (Palmkernöl) gewonnene Fett hat zudem einen hohen Schmelzpunkt, ist also bei Zimmertemperatur fest und hitzebeständig. Zudem ist Palmöl geschmacksneutral und durch einen hohen Anteil an Vitamin E und Antioxidantien lange haltbar. Die einzigartige Zusammensetzung des Fettes macht es außerdem möglich, dass auch andere Flüssigöle in eine stabile und cremige Form eingebunden werden.

Den wirklichen Preis für Palmöl und seinen universellen Einsatz zahlen jedoch andere.

Palmölproduktion – schädlich für Menschen, Tiere  und Regenwald

Nicht die Pflanze an sich ist das Problem, sondern die ungewöhnlich hohe Nachfrage. In Indonesien werden für Palmöl Regenwälder abgeholzt, die für Orang-Utans zu den letzten verbliebenen Lebensräumen zählen. Aber auch in anderen Ländern bieten die Wälder, die für Palmplantagen weichen müssen, Lebensraum für viele einzigartige Tiere.

Auf Flächen, für die Konzessionen an Palmölfirmen vergeben wurden, werden jedes Jahr 1.000-5.000 Orang-Utans getötet. Dabei werden Familien auseinandergerissen, viele Orang-Utan-Kinder werden zu Waisen. Ihr Bestand ist seit 1900 um 91 % geschrumpft. Alle Orang-Utan-Arten sind als stark gefährdet eingestuft, der Lebensraumverlust stellt hierbei die größte Bedrohung dar.

Nicht immer wird legal gerodet. Vertreibungen und illegale Räumungen sind keine Seltenheit, denn Ölpalmen wachsen in Urwaldgebieten. Hier ist Landbesitz oft gar nicht oder nur ungenau, geschweige denn rechtlich bindend dokumentiert.

Nach einigen Jahren des Anbaus von Ölpalmen ermöglichen die sensiblen Torfböden nicht mehr die notwendigen Erträge. So werden neue Flächen erschlossen, die alten jedoch ohne Wiederherstellung von „naturnahen Lebensräumen“ aufgegeben. Der konventionelle Palmölanbau zerstört die Biodiversität, denn er achtet nicht auf den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Der Einsatz von Pestiziden (Glyphosat) und Mineraldünger ist an der Tagesordnung.

Hier weiterlesen:

Wie schädlich ist Palmfett für den Regenwald?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Umwelt

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