„Toennies darf wieder schlachten“…   2 comments

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Bei den Nachrichten kein Wort für das große Leiden der Tiere…

Von beasbevegan.ch

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Am 15. Juli 2020 verkündete Judith Rakers in den 20 Uhr Nachrichten, mit ungerührter Miene und emotionsloser Stimme: „Toennies darf wieder schlachten“…

Da steht sie nun, die Frau Rakers, drapiert als „goldender Engel“ mit ihren kitschig gefärbten blonden Haaren und spricht mit sachlichen Worten das Todesurteil über 20’000 Schweine aus, die nun wieder täglich von ihrem Henker hingerichtet werden dürfen.
Das Wort «dürfen» im Zusammenhang mit «Schlachten», ist mehr als nur anstössig.

Da wird eine Meldung publiziert, ohne jegliche kritische Berichterstattung über die wahren Opfer, die zitternd und schreiend in Transportern eingepfercht auf der Fahrt in die Hölle sind!
Nicht einmal ein einziges Wort sind diese Tiere wert; kein kritisches Hinterfragen, keine Recherche, keine Gnade.
Das nette Emblem auf dem Dach der Todesindustrie, setzt man jedoch gerne ins Bild. Es dient der Vertuschung eines Verbrechens, das von Staat und Regierung gedeckt- und vom Fleischesser unterstützt wird.

So sind nun also die Messer wieder gewetzt, das Bolzenschussgerät geladen und die Grillkohle glüht, während der Konsument sich des „Billigfleisches“ erfreut und die Partygäste sich dem feuchtfröhlichen Leichenschmaus hingeben.
Das Wort „billig“ in Bezug auf Körperteile von fühlenden Lebewesen, darf an dieser Stelle als widerwärtig und zynisch betrachtet werden, da das Leben eines Tieres das Wertvollste war, das es besass. Als „billig“ indes kann man getrost die Spezies Mensch bezeichnen, dem kein anderes Argument dazu einfällt, als der längst abgedroschene Satz: „Der Mensch habe schon immer Fleisch gegessen.“

Es sei ein Skandal, hiess es, wie die Mitarbeiter von Toennies in ihren Unterkünften untergebracht seien. Das ist gewiss so und längst schon bekannt, dazu brauchte es keinen sogenannten „Corona-Ausbruch“.
Ob man das Problem in nur vier Wochen hat lösen können, bleibt im Zweifel. Was jedoch nicht im Zweifel bleibt ist, dass der Betrieb ohne ernsthafte Konsequenzen sein bestialisches Geschäft weiter betreiben wird, und dass weiterhin Schweine auf die übelste Art und Weise gefoltert und gemeuchelt werden. DAS ist ein Skandal!

Fleisch-, Milch- und Eierskandale hatten wir in der Vergangenheit einen nach dem anderen, dennoch scheint dem Konsumenten nicht zu dämmern, dass das auch so bleiben wird, wenn er nicht endlich zur Besinnung kommt und begreift, dass die Ausbeutung von Tieren ein diabolischer Akt ist, der nur dem Egoismus und den Kassen der Industrie dient.

Der Konsum von „Billigfleisch“, wird den Menschen noch teuer zu stehen kommen, auch wenn er behauptet, er kaufe beim „Bauern nebenan“ oder „dem Metzger des Vertrauens“, denn letztlich macht das keinen Unterschied.

Text by: Bea Kälin

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„Toennies darf wieder schlachten“…

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Gruß Hubert

 

 

2 Antworten zu “„Toennies darf wieder schlachten“…

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  1. Genauso ist es. Was kann man tun? Der Mensch (von wenigen Ausnahmen abgesehen) ist ein brutales, egoistisches und erbarmungsloses Wesen ohne jegliche Empathie oder jegliches Mitgefühl.
    Meine Konklusion schon seit langer Zeit heißt MISANTHROPIE und weitgehender Rückzug von der Welt und ihrem unguten Treiben.

    Ich würde es übrigens befürworten, wenn man im Gegensatz zur gängigen Praxis diejenigen Menschen subventionieren würde, die darauf verzichten, Kinder in die Welt zu setzen. Die tun nämlich am meisten dafür, dass sich die Gräueltaten
    und die Verbrechen an Tieren, Menschen und Umwelt (Natur) nicht weiter exponentiell perpetuieren.

    Diese meine Haltung ist – neben meiner systematischen Benachteiligung und Diskriminierung als Frau – ein wesentlicher Grund dafür, weshalb mir eine Karriere, die meinen Begabungen und Fähigkeiten entsprochen hätte, versagt geblieben ist. Denn so etwas wird in unserer Gesellschaft nicht geschätzt, sondern bestraft.
    Oft frage ich mich, wie andere, die das ähnlich sehen wie ich, überhaupt mit dem Leben zurechtkommen. Ich bin bald am Ende mit meinen Kräften und …?

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    Dorothea Wilkesmann
  2. Ich kann ihre Misanthropie gut verstehen. Auch ich neige sehr stark dazu, eben auch wegen der vielen negativen Eigenschaften von den meisten Menschen. Weniger Menschen wäre auf jedem Fall eine große Entlastung für Tiere und Umwelt. Auch gäbe es dann sicher weniger Konkurrenzkampf. Wie Sie sagen wird es vor allem von einer Frau nicht gewünscht, dass sie sich gegen das Kinderkriegen ausspricht. Mit dem Leben komme ich auch nicht immer gut zurecht. Ich hoffe, dass ich nicht zuuu alt werde.

    Ich wundere mich, wie bei vielen großen Leuten der Antinatalismus ein Thema war.

    Antinatalistische Positionen vertreten unter anderem der arabische Dichter Al-Ma’arri, Arthur Schopenhauer, Brother Theodore, E. M. Cioran, Matti Häyry, Peter Wessel Zapffe, Martin Neuffer, Karim Akerma, Gunter Bleibohm, David Benatar Théophile de Giraud, Jean-Christophe Lurenbaum[13], Julio Cabrera[14], Thomas Ligotti[15], Michel Onfray[16] sowie das Voluntary Human Extinction Movement.
    https://www.detopia.de/B/Benatar-David-Nichtleben/index.htm

    Ich glaube Schopenhauer sagte dem Sinn nach einmal: Ich ziehe das Nichtsein dem Sein vor.

    Auch der Philosoph John Milton sprach diese Problematik gut an.
    Ich ward, ward ohne meinen Willen; drum wär’s billig, ich würde wieder Staub auf meinen Wunsch, nimm alles hin, was ich empfing; zu schwer sind die Bedingungen, die mir ein Glück, nach dem ich nicht gestrebt, verbürgen sollten! … Du zeugtest mich? Weshalb? Ich heischt es nicht!
    John Milton, Das verlorene Paradies, 10. Buch, Vers 746 ff

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