Archiv für 27. Juli 2020

Razzia im Deutschen Primatenzentrum: Wurden Tiere illegal getötet?   Leave a comment

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Da gibt es eine richtige Vetternwirtschaft zwischen Versuchslaboren.

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Von Peta.de

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Bild: Peta.de

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Tierversuche sind unethisch, grausam und eine wissenschaftliche Sackgasse. Obwohl es für diese Feststellung inzwischen genügend Beweise gibt, bestreiten besonders Tierexperimentatoren immer wieder ihren Wahrheitsgehalt. Das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) ist seit vielen Jahrzehnten ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, das Leiden der Tiere in Laboren massiv herunterzuspielen und Tierversuchen ein harmloses Image verleihen zu wollen.

Verdacht auf illegale Tiertötungen

Nun zeigt sich durch eine Razzia vergangene Woche: Auch hinter den Türen des oftmals als Vorzeigeeinrichtung geltenden Deutschen Primatenzentrums in Göttingen geschehen Dinge, die nicht an die Öffentlichkeit kommen sollten. Medienberichten zufolge wurden Dokumente und Datenträger sichergestellt, die darauf hinweisen, dass zehn Weißbüschelaffen nach Tierversuchen getötet wurden – trotz gutem Allgemeinzustand. Dass dies gegen das Tierschutzgesetz verstößt, da die Tiere nun eigentlich einen Anspruch darauf hätten, am Leben zu bleiben, darauf weist der zuständige Oberstaatsanwalt hin.

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Zehn Weißbüscheläffchen wurden Medienberichten zufolge aus wirtschaftlichen Gründen getötet. – Bild: Peta.de

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PETA erwägt Strafanzeige

Das Deutsche Primatenzentrum verpflichtet sich nach eigenen Angaben zu „hohen ethischen Standards und transparenter Kommunikation“ und will zum Schutz bedrohter Primatenarten beitragen.  Wie dies im Einklang mit der Tötung von Tieren sein kann, die allem Anschein nach im Anschluss an die Versuche keinen wirtschaftlichen „Nutzen“ mehr erfüllten und offenbar deshalb getötet wurden, ist mehr als fraglich. PETA prüft, sich dem bereits laufenden Strafermittlungsverfahren mit einer eigenen Strafanzeige anzuschließen.

Vetternwirtschaft zwischen Versuchslaboren

Sollte sich der Verdacht gegen das DPZ bewahrheiten, hat das auch Auswirkungen auf weitere Fälle, die in der Vergangenheit für öffentliche Proteste sorgten: Stefan Treue, der Leiter des DPZ, war im Jahr 2007 Fachgutachter im Fall der Primatenversuche von Andreas Kreiter in Bremen, über die es einen jahrelangen juristischen Streit gab, der schließlich vor dem Bundesverwaltungsgericht endete.  2014 wurde Treue als externer Begutachter beauftragt, um die Situation am Max-Planck-Institut (MPI) in Tübingen, aus dem erschreckende Undercover-Videoaufnahmen der Primatenversuche veröffentlich wurden, zu bewerten. Dabei gab es davor bereits eine jahrelange Kooperation zwischen dem MPI und dem DPZ; zudem ist das DPZ Hauptlieferant von Affen, die in Deutschland in Versuchen missbraucht werden, und profitiert somit von jeglicher Forschung an Primaten. Dazu kommt, dass Treue selbst in der Primatenforschung tätig ist – wie mit diesem Hintergrund von einem „externen Gutachter“ gesprochen werden kann, der die Situation objektiv und unabhängig bewerten soll, ist mehr als fraglich. Dass nun auch potenzielle juristische Verstöße des DPZ ans Licht kommen, stellt die Gutachten Treues zusätzlich in Frage und verdeutlicht das System der Vetternwirtschaft, das zwischen den Versuchseinrichtungen besteht.

Was Sie tun können

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 3.000 Primaten in Tierversuchen missbraucht und teils getötet. Es ist an der Zeit, diesen grausamen Versuchen ein Ende zu setzen – Tiere dürfen nicht länger gefangen gehalten, mit Krankheiten infiziert oder in Operationen verstümmelt werden. Wie der Ausstieg aus Tierversuchen gelingt, zeigt PETAs Research Modernisation Deal. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

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Razzia im Deutschen Primatenzentrum: Wurden Tiere illegal getötet?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. Juli 2020 von hubert wenzl in Tierschutz, Tierversuche

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Demenz: Wie schädlich ist Wildbret?   Leave a comment

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Bild: wildbeimwild.com

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er viel Wildbret isst, sollte folgende Studie kennen: Wissenschafter wollen herausgefunden haben, dass übermässiger Verzehr von verarbeitetem Fleisch mit psychischen Problemen und Demenz im Zusammenhang stehen könnte.

Ein Team von Wissenschafter um Dr. Robert Yolken von der Johns Hopkins University in Baltimore beschreiben in ihrem Forschungsbericht, der im Fachblatt „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde, ihre Erkenntnisse.

Demnach kann der Verzehr von verarbeitetem Fleisch wie Wildbret schwere psychische Probleme wie wochenlange manische Phasen oder auch Hyperaktivität und Schlafstörungen begünstigen.

Analysiert wurden dazu über 1.000 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren. Manche davon mit, andere ohne psychische Störungen.

Manie und Fleischkonsum hängen zusammen

Nachdem die Probanden über ihren Fleischkonsum befragt worden waren, konnte gezeigt werden: Menschen, die viel verarbeitetes Fleisch wie Wildbret essen, haben ein dreieinhalbmal höheres Risiko von manischen Episoden.

Die Studie deutet ausserdem darauf hin, dass diejenigen Befragten, die bereits wegen bipolaren Störungen in Behandlung waren, deutlich mehr verarbeitetes Fleisch als andere Studienteilnehmer konsumierten.

Das bedeutet, dass Lebensmittel wie Trockenfleisch und andere verarbeitete Fleischprodukte wie Wildbret ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von derartigen psychischen Problemen sein könnten.

Das soll der Studie zufolge vor allem an den Nitraten liegen, die dazu verwendet werden, das verarbeitete Fleisch zu konservieren. Das Konservierungsmittel soll demnach das Gehirn und die Darmbakterien von Menschen beeinflussen.

Wie die Forscher erklärten, wurden bei den untersuchten Menschen mit bipolarer Störung höhere Konzentrationen von Stickoxid im Blut festgestellt werden.

Krankmacher Wildbret

Bereits länger ist bekannt, dass ein hoher Fleischkonsum das Risiko für Herzkrankheiten und Krebs erhöhen kann. Eine aktuelle chinesische Studie zeigt zudem, dass gesättigte Fettsäuren, wie sie in Wildbret enthalten sind, das Demenzrisiko erhöhen.

In der Übersichtsarbeit verglichen die Forscher Zhejiang University in Hangzhouinternationale Studien mit insgesamt 8630 Teilnehmern sowie 633 Fallstudien. Das Ergebnis: Eine höhere Zufuhr an tierischen Fetten erhöhte das Risiko für Alzheimer um 39 Prozent, das Risiko für Demenz stieg um 105 Prozent an.

Weltweit steigt die Zahl der Demenzkranken seit Jahren. Die Krankheit ist nicht heilbar, derzeit verfügbare Therapien können den Krankheitsprozess lediglich verlangsamen. Weitere Risikofaktoren für Demenz, die frühere Studien belegen im Zusammenhang mit Fleischkonsum, sind etwa Bluthochdruck, Rauchen, Depression. Bewegungsmangel, soziale Isolation, Adipositas und Typ-2-Diabetes.

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Demenz: Wie schädlich ist Wildbret?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. Juli 2020 von hubert wenzl in Jäger, Tierrechte, Tierschutz

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