„Tiere sollen im Gatter erschossen werden“ – Lechtal in Tirol   Leave a comment

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So ein Gatter ist schon etwas ganz Niederträchtiges. Da werden Tiere niedergeknallt, die nicht flüchten können, weil sie in einem eingezäunten Bereich sind.

Aus Krone.at – Auszug

Der Aufschrei nach dem blutigen Massaker im Vorjahr im Tiroler Kaisers (Bezirk Reutte) war groß – die „Krone“ berichtete. Das Land wollte die Gatterjagd verbieten – doch Fehlanzeige! Nun zeichnen sich ähnliche Szenen in der Nachbargemeinde Steeg ab. Das Land Tirol verweist auf die gültige Verordnung und betont, das Gatter sei inaktiv. Eine Tötung wird dementiert, man spricht hingegen von „jagdlicher Unterstützung“.

Am Dienstag vor einem Jahr schockierte das Massaker von Kaisers im Lechtal ganz Tirol – die „Krone“ berichtete. Insgesamt 34 Stück Rotwild wurden in einem Gatter erschossen, um die TBC-Gefahr einzudämmen.

Versprechen von LH-Stv. Josef Geisler (ÖVP)In Tirol werde es „keine derartigen Gatterabschüsse mehr geben“, versprach LH-Stv. Josef Geisler (ÖVP). Im Juni zweifelte die FPÖ am Versprechen von Geisler – wegen folgendem Satz in der Abänderung ihres Antrages vonseiten der Regierung: „Konzentrierte Abschüsse in Wildgattern sollen jedenfalls vermieden werden.“ FP-Landesparteichef Markus Abwerzger betonte: „Dieser Satz heißt nichts anderes, als dass sich die Landesregierung die Möglichkeit des Tötungsgatters auch weiterhin offen lassen will.“

28 Hektar großes Gatter in Steeg

Und mit dieser Kritik hatten die Freiheitlichen womöglich recht. Denn Bewohner im Lechtal berichten, dass es nach wie vor ein Gatter gibt – es steht in Steeg, ist 28 Hektar groß und wird seit 2018 vom Land Tirol betrieben sowie mit Steuergeld bezahlt. „Das Gatter wurde 2011 vom Bundesheer aufgestellt. Innerhalb der Absperrung sind zwei kleine Tötungsgatter. Im Zuge der TBC-Vorbeugung wurden dort von Beginn an Tötungsaktionen abgehalten – bis heute“, sagen die Bewohner.

Vor allem der letzte Satz lässt aufhorchen, da ja im Vorjahr das Land – das zu diesem Zeitpunkt bereits die Jagd in Steeg betrieben hat – versprochen hatte, derartige Aktionen zu unterbinden. Warum also hat man das Gatter in Kaisers abgebaut, jenes in Steeg jedoch nicht?

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Dokument zeigt, wie viel Geld Tötungsteam erhält

Im Zuge der Kaisers-Ermittlungen sind interessante Details zum Gatter in Steeg ans Licht gekommen. So hat es 2011 und 2012 insgesamt 246.277 Euro gekostet – Steuergeld wohlgemerkt. Zudem beweisen die Auflistungen, dass jährlich ein Tötungskommando angeheuert wurde – dieses habe in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 56.617 Euro gekostet.

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Prinzipiell wundern sich die Bewohner über die brisante Angelegenheit: „Hat das Land Tirol in Zeiten wie diesen, in denen die Corona-Pandemie ohnehin Unmengen von Geld verschlingt, tatsächlich noch das Geld für derartige Sachen?“

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„Tiere sollen im Gatter erschossen werden“ – Lechtal in Tirol

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. Februar 2021 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

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