Vorurteile der veganen Ernährung   Leave a comment

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Tiere wollen ihr Leben mit Sicherheit nicht damit verbringen, lebenslänglich gequält und dann auf grausame Weise getötet zu werden. Wie auch wir Menschen versuchen sie, bedrohliche Situationen zu vermeiden. Auch sie haben einen Selbsterhaltungstrieb. Menschen und andere Tieren haben bestimmte Grundbedürfnisse und darüber hinausgehende Bedürfnisse und Wünsche – diese zu erfüllen, danach strebt jedes Individuum. Tiere besitzen wie wir ein zentrales Nervensystem und Intelligenz und genau das macht uns, Mensch und Tier, leidensfähig. Genau so wie wir wollen sie in Frieden leben. Aus diesem Wissen heraus gibt es keinen Grund, Tiere nicht zu vermenschlichen bzw. den Menschen als vom Tier abstammend zu leugnen. Schon Albert Schweitzer sagte: \“Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.\“

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Ein Drittel der weltweiten Ackerflächen werden mittlerweile für die Produktion von Viehfutter verwendet. Für 1kg Rindfleisch werden 16kg Getreide und über 15.000l Wasser benötigt. Auf der dafür genutzten Ackerfläche könnte man stattdessen beispielsweise 200kg Tomaten oder 160kg Kartoffeln anbauen. Die Hälfte der weltweiten Erträge von Getreide und 80 Prozent der weltweiten Sojaernte werden für die Fütterung von Nutztieren aufgebracht. Die Fleischindustrie verschlingt riesige Mengen an Ressourcen, um einen verhältnismäßig kleinen Teil der Weltbevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. In Anbetracht der Unwirtschaftlichkeit der Fleischproduktion würde der Umstieg auf eine pflanzliche Ernährungsweise einen unfassbar großen Nahrungsmittelgewinn mit sich bringen.

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Viele Menschen argumentieren, dass die menschliche Intelligenz den Menschen zu einem überlegenen Wesen macht. Einhergehend damit wird auch meist die Ansicht formuliert, dass das menschliche Leben mehr wert sei, als das eines Tieres. Angenommen, man ließe diese Aussage als Tatsache stehen, wäre dann nicht gerade die überlegene menschliche Intelligenz ein Argument für eine pflanzliche Ernährung? Seine überlegene Intelligenz müsste dem Menschen aufzeigen, dass auch Tiere Respekt verdienen und als Lebewesen geachtet werden müssen. Davon abgesehen, dass niemand es gutheißen würde, wenn der Wert eines Menschen nach seiner Intelligenz bemessen werden würde, haben Tiere bereits unzählige Male das Potential ihrer Intelligenz bewiesen, die dem Menschen in mancher Hinsicht durchaus ebenbürtig ist. Menschen sind nicht die besseren Tiere, Tiere sind schlicht völlig anders, weswegen wir sie – was unsere animalische Natur entlarvt – als fremd und minderwertig betrachten. Der Mensch als Krone der Schöpfung an oberster Stelle des Evolutionsstammbaumes – das ist reaktionäres Gedankengut aus vergangenen Jahrhunderten. Das Leid der Tiere in der industriellen Massentierhaltung ist Mensch gemachtes. Aus diesem Grunde ist es auch unsere Pflicht, uns dafür einzusetzen, dass Tiere nicht mehr länger wegen uns leiden müssen. Darüber hinaus steht menschliches Leid oft in direktem Zusammenhang mit tierischem Leid. Fleischkonsum führt zu exzessiver Tierhaltung, welche wiederum enorme Mengen an Ressourcen verschwendet, die stattdessen dafür eingesetzt werden könnten, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Futtermittel wie Soja, Mais und Weizen könnten die Menschen zum Beispiel direkt verspeisen, ohne \“Veredelungsverluste\“ von bis zu 90 Prozent. Die Folgen der Klimaerwärmung sorgen ebenfalls für großes Leid von Menschen – würden global gesehen weniger tierische Produkte verzehrt und andere Maßnahmen verfolgt werden, könnten diese Folgen ausbleiben. Veganismus ist keine realitätsferne Ethikspielwiese, sondern ein Beitrag zum Lösen unserer globalen Schwierigkeiten – und zwar der Probleme der Menschen.

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Es ist nicht zwangsläufig notwendig, die grausame Tötung von Tieren hautnah mitzuerleben. Gleichermaßen verhält es sich beispielsweise mit Sklaverei, Vergewaltigung und Krieg. Allein das Wissen um deren Existenz und unsere Vorstellungskraft genügen, um uns die Schreckenstaten bewusst zu machen und ethisch abzulehnen. Menschen, die immer noch an eine schmerzfreie, harmlose sogenannte \“artgerechte\“ Tötung der Tiere glauben, könnte solch ein Erlebnis jedoch die Augen öffnen.

Quelle:

Vorurteile der veganen Ernährung

 

 

 

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