Archiv für 10. Mai 2021

Ein Plädoyer für den Fuchs   Leave a comment

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Wenn man sieht wie Jäger Füchse und ihre Jungen im Bau grausamst verfolgen, dann weiß man welch Geistes Kinder sie sind. Man muss schon psychisch nicht einwandfrei sein, um solche Schandtaten vollbringen zu können. Pervers sich auch noch damit zu brüsten.

Von martinballuch.com

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Offensichtlich sehr tierfreundliche Menschen haben mir geschrieben, dass ein Jäger auf ihrem Grund gegen ihren Willen einen Hochstand errichtet hat, und sie wüssten gerne, wie sie dagegen vorgehen könnten. Jedenfalls waren sie daran interessiert, ihren Grund jagdfrei stellen zu lassen. Das geht ja momentan noch nicht in Österreich, aber unser Antrag zur Jagdfreistellung liegt gerade beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf. Doch dann sprachen sie mit dem Jäger und der erklärte ihnen, er würde dort bloß Füchse schießen wollen und das sei ja gelebter Tierschutz, weil Füchse auf sehr grausame Weise Rehe töten würden.

Deshalb habe ich dieses Plädoyer für den Fuchs verfasst und diesen mitfühlenden Menschen geschickt:

Ich setze mich seit Jahrzehnten auch für den Schutz von Füchsen ein. In England gibt es Fuchsjagden mit Hundemeute, die von der hochadeligen Jägerschaft hoch zu Ross begleitet werden. Ich war 8 Jahre lang 2 Mal pro Woche unterwegs, um Füchse vor diesen Jäger:innen und ihren Hunden zu retten. Man jagt dort den Fuchs nicht, weil er Schaden oder Leid anrichtet, sondern weil sein Geruch so stark ist, dass die Hundemeuten die Fuchsspur bei der Jagd nicht verlieren. Da der Fuchs keine direkten natürlichen Feinde hat und auch nie hatte, bestand evolutionär keine Notwendigkeit, seinen Geruch zu kaschieren. Diese Fuchsjagden sind eine viele hundert Jahre alte Tradition des Adels.

Ich habe in diesen Jahren sehr viel Fuchsleid gesehen, Füchse, die von Hunden zerrissen wurden, Füchse, die aus einem Sack vor Hunden ausgelassen wurden, Füchse, die aus ihrem Bau gegraben wurden und die mit letzter Kraft ihre Kinder verteidigt haben. Ich habe damals zahlreiche Füchse gerettet und ins Wildtierspital gebracht und ihnen dort ein Gehege gebaut.

Auch das vom VGT unterstützte Tierparadies Schabenreith rettet regelmäßig Füchse, oftmals auch Fuchskinder, nachdem ihre Eltern von Jägern und Jägerinnen getötet worden sind. Jetzt momentan sind 3 Fuchsbabies und 2 erwachsene Füchse dort. Die Babies dürfen sogar im Bett der Betreiberin schlafen und werden täglich mit der Flasche ernährt. Ich war letztes Wochenende dort und habe die entzückenden kleinen Tiere streicheln und liebkosen dürfen. Das Foto oben ist dabei entstanden.

Der Betreiber des Tierparadieses Schabenreith war als Kind mit seinem Vater, der Jäger war, bei Baujagden auf Füchse dabei. Er hat mir erzählt, dass sie damals Terrier in die Fuchsbauten haben hinein laufen lassen. Diese sollten die Füchse unter der Erde stellen und aus dem Bau jagen, wo man sie dann töten kann. Doch insbesondere wenn ganze Fuchsfamilien mit Kindern unter der Erde wohnen, dann verteidigt die Mutter ihre Kleinen bis zum Ende. Es kommt zu einem Kampf mit dem Terrier. Der Mann hat erzählt, dass sie damals oft viele Meter tief unter die Erde graben mussten, um die Terrier wieder heraus zu bekommen. Die Fuchskinder, die dabei zutage befördert wurden, hat man eiskalt mit der Schaufel erschlagen. Ein entsetzliches Verhalten!

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Ein Plädoyer für den Fuchs

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Ein Plädoyer für den Fuchs

CO2-Betäubung bei Schweinen – Todesangst bei der Gasbetäubung   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug
CO2-Betäubung bei Schweinen – Todesangst bei der Gasbetäubung

Jedes Jahr werden in der deutschen Fleischindustrie rund 55 Millionen Schweine getötet. Der Tod im Schlachthof erfolgt durch einen Stich in die Halsschlagader und den damit verbundenen Blutverlust. Im vorhergehenden Schritt werden die Tiere betäubt – entweder mit Strom oder der günstigeren, aber qualvollen CO2-Betäubung. In Deutschland werden jedes Jahr rund 40 Millionen Schweine unter Gasbetäubung getötet – und verbringen die letzten Sekunden ihres Lebens in Todesangst.

CO2-Betäubung bei Schweinen

Die Mehrzahl der Schweine in der Fleischproduktion wird vor der Tötung im Schlachthof mithilfe von Kohlenstoffdioxid betäubt – darunter auch Schweine aus der Bio-Haltung. Bei dieser Methode werden Gruppen von mehreren Tieren in sogenannten Backloader-Anlagen in eine Art Gondel getrieben und in eine Grube hinabgelassen, die mit einer hohen CO2-Konzentration angefüllt ist. Das Gas soll die Tiere bewusstlos machen, sodass sie wahrnehmungs- und empfindungslos sind, wenn im nächsten Schritt der sogenannte Entblutestich des Schlachters vollzogen wird. Doch die Betäubung ist alles andere als kurz und schmerzlos, denn die Tiere verlieren das Wahrnehmungs- und Empfindungsvermögen erst nach einer Einleitungsphase von 10 bis 30 Sekunden. In dieser Zeit bildet das Kohlendioxid auf den feuchten Schleimhäuten der Atemwege Kohlensäure, die den Schweinen einen stechenden Schmerz zufügt. Bis die Tiere schließlich tatsächlich betäubt sind, leiden sie in Todesangst an Erstickungserscheinungen und versuchen panisch, zu fliehen.

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Bild von VGT.at – Verein Gegen Tierfabriken

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Im Fleisch der Tiere, die in Panik und unter Qualen gestorben sind, ist deshalb meist eine erhöhte Konzentration der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin zu finden. In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte die panikverursachende Wirkung des Gases nachgewiesen werden, sodass die Betäubungsmethode als tierschutzwidrig eingestuft wurde. Die Fehlerquote bei der CO2-Betäubung liegt bei schätzungsweise fünf Prozent  – was bedeutet, dass allein in Deutschland jedes Jahr rund 2 Millionen Tiere bei Bewusstsein getötet werden.

Selbst das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kritisiert die Gasbetäubung bei Schweinen und unterstützt Projekte zum Finden alternativen Methoden. Viele Verbraucher hingegen scheinen sich nicht bewusst zu sein, wie sehr die Tiere unter dieser Betäubungsmethode leiden.
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Doch abgesehen davon, wie sehr Tiere bei ihrer Betäubung und Schlachtung leiden – die Qual der Tiere beginnt schon deutlich früher. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung leiden Millionen von ihnen ihr Leben lang unter katastrophalen Haltungsbedingungen und letztlich einem beschwerlichen und oftmals äußerst schmerzhaften Transport zum Schlachthof.

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In den größten deutschen Schlachtbetrieben werden pro Stunde bis zu 750 Tiere getötet. Bei diesen Massenschlachtungen kann eine Nachkontrolle in den meisten Fällen nicht stattfinden. Die Schlachter töten Schweine im Akkord und haben für die Durchführung des Entblutungsstichs pro Tier nur etwa fünf Sekunden Zeit. [10] Unter anderem aufgrund von Zeitmangel kommt es immer wieder zu Fehlern bei der Ausführung des tödlichen Schnitts durch die Kehle. Bis zu ein Prozent der Tiere bleiben während des Ausblutens wahrnehmungs- und empfindungsfähig. Was sich wenig anhört, bedeutet in absoluten Zahlen jedoch, dass jährlich etwa 550.000 Schweine unzureichend betäubt sind, wenn sie in das Brühbad gelangen. Sie werden bei vollem Bewusstsein durch das 60 Grad heiße Wasser gezogen und ertrinken qualvoll im Brühwasser, das der Entfernung der Borsten der toten Tiere dient.

Auch in kleinen Betrieben kommt es immer wieder zu Tierquälerei – denn auch beim „Metzger des Vertrauens“ sind Tiere nichts weiter als Ware.

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CO2-Betäubung bei Schweinen – Todesangst bei der Gasbetäubung