Archiv für 12. August 2021

Rennpferde in Südkorea vergewaltigt, geschlagen und getötet   Leave a comment

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Höchst verwerflich wieder mal was mit Rennpferden gemacht wird.

Von Peta.de

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Pferderennen sind ein Riesengeschäft – gerade auch in den USA und in Südkorea. Deshalb ermittelte PETA USA in dieser Tierqualindustrie und fand heraus: Unzählige ehemalige „Rennpferde“ werden in Südkorea auf grausamste Weise getötet, wenn sie aus Sicht der Halter nicht mehr von Nutzen sind.

Woher stammen die Pferde?

Über 8 Milliarden US-Dollar verwetten Koreaner jedes Jahr auf Pferderennen. Damit die Industrie stets mit neuen Pferden versorgt wird (auch zur Zucht), werden viele Tiere aus Amerika importiert. Doch einige sind keine schnellen Läufer oder ihre Leistung lässt mit der Zeit nach. Ein offizieller Vertreter der koreanischen Rennindustrie gab an, 1.600 Pferde würden jedes Jahr aus der Rennindustrie aussortiert, weil sie nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen. Doch nur etwa 3 Prozent von ihnen eignen sich zu diesem Zeitpunkt noch für andere Einsatzbereiche.

Was passiert mit dem Rest?

Pferdefleisch findet sich in zahlreichen südkoreanischen Supermärkten, und auch das Fett der Pferde wird verwendet, um Beauty-Produkte herzustellen. Ermittler von PETA USA sind der Frage nachgegangen, was zwischen der Rennbahn und dem Fleisch im Supermarkt geschieht.

Augenzeugen dokumentierten schreckliche Szenen im größten südkoreanischen Pferdeschlachthof. Arbeiter schlugen mit Stöcken auf die Pferde ein, damit sie aus den Transportern kamen. Die Tiere drängten sich panisch zusammen und wurden sogar ins Gesicht geschlagen.

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Männer schlugen diese panischen Stuten abwechselnd mehrere Minuten lang. – Bild: Peta.de

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Im Inneren des Schlachthofs wurden die Pferde in eine Tötungsvorrichtung getrieben, die eigentlich für Kühe gedacht ist. Doch zwischen diesen Tierarten bestehen große anatomische Unterschiede. Außerdem sind Pferde tendenziell nervöser und bewegen sich stärker hin und her, wenn das Bolzenschussgerät an ihren Kopf angelegt wird. So ist ein akkurater Schuss kaum möglich. Dazu kommt, dass viele Pferde zu zweit hereingebracht wurden und das erste Tier vor den Augen seines Artgenossen erschossen und aufgehängt wurde. Dies verstößt gegen das koreanische Tierschutzgesetz. PETA USA und eine koreanische Tierschutzorganisation haben deshalb – auch im Fall der Schläge – Strafanzeige gestellt.

Von der Rennbahn zum Schlachthof

Einige der Tiere, die zum Schlachthof gebracht wurden, schienen geradewegs von der Rennbahn zu kommen. So etwa ein Pferd namens Cape Magic: Montagmorgen kam er mit einer großen Bandage am Bein im Schlachthof an; Unterlagen zeigten, dass er noch am Freitag ein Rennen in Busan gelaufen war. Die Ermittler konnten auch andere ehemalige Rennpferde sowie den Nachwuchs von Rennpferden identifizieren, so z. B. den Sohn der amerikanischen Rennlegende Medaglia d’Oro. Vier Mal „durfte“ er rennen. Seine beiden Halbschwestern gewannen 3,5 Millionen bzw. 4,69 Millionen Dollar – er selbst brachte der Industrie am Ende nur den Preis seines Fleisches ein.

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Cape Magic: Freitag auf der Rennbahn, Montag schon im Schlachthof. – Bild von Peta.de

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Grauenvolle Lebensbedingungen

Einige der Pferde im Schlachthaus waren in einem so ungepflegten Zustand, dass sich PETA USA auch eine Farm ansah. Die Betreiber besitzen ein Pferdefleisch-Restaurant. Duzende dreckige, verwahrloste, teils kranke Pferde standen dort in verschmutzen, kleinen Gehegen und Ställen.

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Vernachlässigte Pferde auf einer Pferdefleischfarm. – Bild von Peta.de

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Damit der Industrie ständig „Nachschub“ zur Verfügung steht, werden auf speziellen Farmen massiv Pferde gezüchtet. Die „Zuchthengste“ müssen in der Zuchtsaison mehrmals pro Tag Stuten „decken“. Diese Stuten werden dafür gewaschen, ihr Schweif wird eingewickelt und ein Gleitmittel aufgetragen. Dann wird eine Nasenbremse angelegt – eine Seilschlaufe, mit der die Oberlippe zusammengequetscht wird, damit sich die Stute nicht bewegt. Auch Pferde mit verletzten Füßen, Augenverletzungen und anderen Beschwerden mussten diese Prozeduren über sich ergehen lassen.

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ie Stute wird während des „Deckvorgangs“ mit einer Nasenbremse festgehalten. – Bild von Peta.de

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Polizei ermittelt

Nach der Veröffentlichung von PETA USA im Mai 2019 ermittelt die Polizei in Jeju Seobu über mutmaßliche Verstöße gegen das dortige Tierschutzgesetz. Das koreanische Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und ländliche Angelegenheiten (MAFRA) und die Korea Racing Authority (KRA) haben außerdem angekündigt, der Aufforderung von PETA USA zu folgen und einen ´Ruhestandsplan´ für Pferde, die in der Rennindustrie eingesetzt wurden, zu erarbeiten.

Was Sie tun können

Auch in Deutschland und anderen Ländern finden Pferderennen statt, in denen Tiere wie Maschinen funktionieren müssen. Erfüllen sie ihren Nutzen nicht mehr, landen sie im Schlachthof. Viele verletzen sich auch während der Rennen so stark, dass sie vor Ort eingeschläfert werden müssen.

Unterschreiben Sie unsere Petition an die Bundesregierung mit der Bitte, die tierquälerischen Pferderennen in Deutschland endlich zu verbieten!

Petition jetzt unterschreiben!

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Veröffentlicht 12. August 2021 von hubert wenzl in Uncategorized

Warum Sie niemals Pferde essen sollten   Leave a comment

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Es ist so verwerflich und dreckig, dass man Rennpferde zum Schlachten freigibt und zum Beispiel nach Südkorea bringen lässt. Es sind oft Rennpferde, die vorher Millionen in die Kassen der Pferdebesitzer einbrachten. Man kann sich nur immer und immer wieder für solche „Menschen“ zutiefst schämen. Ich hoffe dass es auf die eine oder andere Weise auf sie zurück fällt.

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Von Peta.de

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Jeder Pferdehalter in Deutschland kann sein Tier zur „Schlachtung“ freigeben. Im sogenannten Equidenpass oder Pferdepass wird vermerkt, ob ein Pferd im Schlachthaus getötet oder eingeschläfert werden soll. Voraussetzungen für die „Schlachtung“ ist, dass die Tiere bestimmte Medikamente nicht erhalten haben wie beispielsweise Anabolika oder solche, die länger als zwei Wochen im Körper wirken.

Profit durch Tierleid: Wieviel kostet Pferdefleisch?

Pferdefleisch kostet pro Kilogramm im Einkauf zwischen 0,50 € und 0,99 €. Für den Konsumenten liegen die Preise dann pro Kilogramm bei ca. 6,00 € – bei Pferdewurst sogar bei bis zu 35,00 €/kg. Diese Gewinnspanne und der daraus resultierende Profit machen Pferdefleisch für Fleischhändler so interessant. Zudem wird Pferdefleisch besonders häufig in Tiernahrung für Hunde verarbeitet und beim sogenannten Barfen eingesetzt. Dass Menschen für ihre tierischen Mitbewohner auch gerne mehr Geld ausgeben, spielt vielen Pferdemetzgern in die Karten.

Qualvolle Tiertransporte ins Ausland

Eine große Anzahl der deutschen Pferde wird in Tiertransporten ins europäische Ausland exportiert und dort getötet. Zumeist geschieht dies in Italien, hauptsächlich in der Region Puglia in Süditalien. Dort gilt Pferdefleisch ebenso wie in Frankreich, Belgien, Spanien und der Schweiz noch immer als Delikatesse und verschafft damit der Fleischindustrie einen großen Absatzmarkt. Da das im Land produzierte Pferdefleisch höhere Preise erzielt als EU-Importe, werden jährlich zehntausende Pferde nach Italien transportiert.

Für die Tiere sind die Transporte eine große Strapaze: extreme Enge, Hitze oder Kälte in Verbindung mit zu wenig Trinkwasser und fehlenden Pausen. So werden sie tausende von Kilometern transportiert.

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Was für ein schrecklicher Tod die Pferde nach dem Export erwartet, ist nicht immer klar. So wurde in Schlachthöfe in Japan und Südkorea dokumentiert, wie Arbeiter die teils auch importierten Pferde mit Stöcken schlugen oder die dort eingesperrten Tiere völlig verwahrlost und teils krank waren.

Gesundheitsrisiken durch Falschdeklarationen

Pferdefleisch birgt einige gesundheitliche Risiken, besonders, wenn es wie beim Lasagne-Skandal 2013 falsch deklariert wird und dadurch Fleischkontrollen nicht nachvollziehbar sind. So ist in solchen Fällen unklar, ob das Fleisch nach der Schlachtung auf Medikamentenrückstände oder Krankheiten untersucht wurde. So sind Pferde beispielsweise ebenso wie Schweine anfällig für Trichinellose, also Muskelwürmer im Fleisch, die durch den Verzehr auf den Menschen übertragen werden können. Dies ist besonders in Ländern, in denen Pferdefleisch roh oder nur leicht erhitzt gegessen wird, der Fall.

Zudem werden Pferde im Rennsport häufig mit Medikamenten wie dem Schmerzmittel Phenylbutazon behandelt und gedopt. Steht ein solches Medikament im Pferdepass, darf dieses Tier eigentlich nicht zu Fleisch verarbeitet werden, da es bei Menschen zu Magenentzündungen und -blutungen führen kann. Da jedoch jährlich tausende Tonnen Pferdefleisch aus dem Ausland in die EU importiert werden, kann nicht jedes Kilo Fleisch auf Medikamente untersucht werden. Im Falle einer Falschdeklaration wird das belastete und gesundheitsgefährdende Fleisch einfach übersehen.

Pferde sind Familienmitglieder, Kühe sind Lebensmittel?

Gerade der Skandal um die falsch deklarierte Lasagne hat gezeigt, wie viele Menschen in Deutschland den Verzehr von Pferdefleisch ablehnen. Viele Verbraucher waren entsetzt und empört. Und so sollte es auch sein, denn schließlich sind Pferde kluge, empfindsame Tiere, die ein friedliches Leben verdienen und nicht den Bolzenschuss im Schlachthaus. Doch auch die Kühe, die gezüchtet und getötet werden, sind kluge und empfindsame Tiere. Auch sie dürfen nicht skrupellos ausgebeutet und auf grausame Weise getötet werden.

Viele Menschen sind offenbar Pferden, Hunden oder Katzen emotional näher als Kühen, Schweinen oder Hühnern. Sie teilen Tiere ohne Grund in bestimmte Kategorien ein und behandeln sie dadurch unterschiedlich. Diese Art der Diskriminierung nennt sich Speziesismus und basiert auf keiner logischen Grundlage. So würden einige Menschen zwar aus ethischen Gründen niemals Pferde essen, ernähren ihre tierischen Mitbewohner jedoch bereitwillig mit Pferdefleisch. Andere lehnen Pferdefleisch zwar ab, missbrauchen die Tiere aber als Sportgeräte im Reitsport.

Jedes Jahr werden allein in Deutschland etwa 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner und weit über 3 Millionen Rinder getötet, obwohl sie ebenso ein Leben in Frieden verdient haben wie Pferde. Kühe, Schweine, Hühner und Pferde fühlen die gleichen Schmerzen. Wer kein Pferdefleisch essen würde, sollte deshalb alle tierischen Produkte von seinem Speiseplan streichen.

So können Sie Pferden helfen

Das Angebot bestimmt die Nachfrage – essen Sie daher bitte kein Fleisch von Pferden und anderen Tieren. Unterschreiben Sie außerdem unsere Petition gegen den Transport von Pferden in japanische Schlachthöfe und appellieren Sie damit an Atlas Air, diese Tierquälerei zu beenden!

Petition gegen Pferdetransporte unterschreiben

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Warum Sie niemals Pferde essen sollten