Archiv für 25. August 2021

Zwei Schweine aus den Fängen der Tierindustrie befreit   Leave a comment

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Gut wenn einem hartherzigen Landwirt ein Schnippchen geschlagen wurde und auch die Landwirtschaftskammer eine Schlappe einstecken musste.

Von VgT.at – Auszug.

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Bild von VgT.at

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Das ist wohl in der Geschichte des Tierschutzes in Österreich bisher einmalig: zwei Schweine, die zweimal aus den Fängen der Tierindustrie befreit werden konnten. Dem Landwirt ohne Mitgefühl, der alle sensiblen Menschen vor den Kopf gestoßen hatte und die Schweine völlig sinnlos töten lassen wollte, wurde erneut ein Schnippchen geschlagen. Und die Burgenländische Landwirtschaftskammer hat den Betreiber der Schweinefabrik offenbar schlecht beraten. Jetzt steht er mit leeren Händen da. Der VGT hat mit beiden Befreiungen nichts zu tun, die Fotos wurden ihm nur zugespielt. Der VGT ist ein Medienunternehmen und muss daher nicht die Quellen nennen, von wo er seine Informationen bezieht. Andererseits ist der VGT der rechtmäßige Besitzer der beiden Schweine, da sie ihm ja geschenkt worden sind. Die Schweine befinden sich jetzt an einem unbekannten Ort.

VGT-Obmann Martin Balluch ist außer sich vor Freude: „Es war so berührend zu sehen, wie Mickey und Jackie im Freigehege das Stroh, das ihnen auf Vollspaltenboden vorenthalten worden war, begeistert aufnahmen, wie sie darin wühlten und sich dann später auch darin zum Schlafen zusammenkuschelten. Wir alle vor Ort hatten sie ins Herz geschlossen. Das wusste der hartherzige Schweinefabriksbetreiber und genau damit spekulierte die Schweineindustrie, die ihn beraten hat. Er wollte diese armen Tiere einfach töten, um allen tierschutzaffinen Menschen rücksichtslos weh zu tun. Deshalb freut es mich umso mehr, dass die Tiere nun doch in Sicherheit sind, der Räumung durch die Polizei zum Trotz. Vielen Dank an die Menschen, die diese Rettung zustande gebracht haben. Sie sind die wahren Held:innen dieser Geschichte!“

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Zwei Schweine aus den Fängen der Tierindustrie befreit

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Shitstorm für Vollspalten-Schweine gegen ÖVP-Spitzenkandidat Stelzer bei OÖ-Wahlevent

Und dann trat ein, was bei der ÖVP scheinbar der Normalzustand ist, wenn es um Tierschutz geht: die Kommentare wurden gelöscht, die User:innen gesperrt, keine einzige Antwort gegeben. Dass die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden nicht zu rechtfertigen ist, war zwar schon vorher klar, doch von einer Volkspartei erwartet man sich schon mehr Interaktion mit dem Volk, wenn es berechtigte Fragen gibt. Die ÖVP-Landwirtschaftsministerin, deren jahrelange Flucht vor Tierschützer:innen bereits legendär ist – heute hält sie wohlweislich ihre öffentlichen Auftritte lieber geheim und gibt sie nur an genehme Journalist:innen weiter – dient hier wohl als Beispiel. Soll das reife und verantwortungsvolle Politik sein, der neue Stil von Kanzler Kurz?

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Vor Ort bei der ÖVP-Wahlveranstaltung hat mir ein Schweinefabriksbetreiber erklärt, dass Stroh piekst, wenn man sich drauf legt. Deshalb seien Betonspalten mit Kotgeruch besser. Und die ÖVP-Jungbauernschaft aus OÖ weiß sogar, dass 95 % der Schweine Beton einer Strohunterlage vorziehen. Eine lächerliche Aussage, untermauert nur mit dem Faktum, dass Schweine bei großer Hitze eine kühle und feuchte Unterlage suchen, und sei sie hart. Mein Hund legt sich bei großer Hitze auch eher auf Steinboden, als auf eine Matratze. Soll das beweisen, dass Hunde keine weiche Unterlage zum Schlafen brauchen? Jeder Mensch mit ein bisschen Verstand weiß genau, dass dem nicht so ist. Hunde und Schweine brauchen eine weiche Unterlage, und wenn es heiß ist, eine Abkühlung, und wenn alle Stricke reißen, dann die Auswahl, auf welchen Untergrund sie sich legen wollen. Ich schlage der Jungbauernschaft vor, einmal selbst den Vollspaltenboden auszuprobieren. Und wenn sie meinen, die Schweine seien ja bloß ‚Viecha‘, und die wären nunmal anders, dann einfach die Türen der Tierfabriken öffnen. Schauen wir, ob die Schweine hinaus gehen, oder in den steinharten, stinkenden, zugekackten Löchern bleiben. Ich kann ihnen die Antwort geben: kein Schwein bleibt auf dem Vollspaltenboden, wenn es die Auswahl hat! Kein einziges!

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Shitstorm für Vollspalten-Schweine gegen ÖVP-Spitzenkandidat Stelzer bei OÖ-Wahlevent

 

Frauenrechtlerin Ghafari aus Afghanistan in NRW eingetroffen   Leave a comment

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Es braucht schon sehr viel Mut – Todesmut, um in Afghanistan als Frau Bürgermeisterin zu werden – auch bevor bedauerlicherweise die Taliban wieder das Ruder dort übernommen haben. Sie war in andauernder Lebensgefahr. Zum Glück wurde sie jetzt gerettet und in Sicherheit gebracht.

Ich glaube den Talibans kein einziges Wort was sie in Bezug auf Frauen in Schalmeientönen verlauten lassen.

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Aus wdr.de – Auszug.

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Die Landesregierung hat angekündigt, 1.000 Plätze für afghanische Frauen zur Verfügung zu stellen. Nun kam die Frauenrechtlerin Ghafari nach NRW.

Keiner weiß, wie lange die Evakuierungsflüge vom Kabuler Flughafen in Afghanistan noch möglich sind. Die Taliban haben bereits klar gemacht, dass am 31. August damit Schluss sein soll. Derzeit laufen Gespräche über eine Verlängerung der Mission. Die Bundeswehr hat bislang etwa 3.800 schutzbedürftige Personen evakuieren können, darunter 351 deutsche Staatsbürger.

Frauenrechtlerin in Köln/Bonn angekommen

Eine davon ist die afghanische Frauenrechtlerin Sarifa Ghafari, die vor den radikalislamischen Taliban geflohen ist. Zusammen mit Familienmitgliedern landete Ghafari am Montagabend am Flughafen Köln/Bonn. Anschließend traf sie NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Ghafari sagte, dass sie der deutschen Regierung „sehr, sehr dankbar“ sei, dass sie ihr und ihrer Familie das Leben gerettet habe. Sie betonte, dass sie nicht als Migrantin in Deutschland sei. „Ich bin hier, um mich stark zu machen für 99 Prozent der afghanischen Bürger, denen es nicht möglich ist, aus ihren Häusern zu kommen oder die Frauen, die nicht arbeiten dürfen, die Frauen, die ihre Meinung nicht sagen dürfen.“ In den kommenden Tagen wollen sie viele Gespräche führen.

Jüngste Bürgermeisterin Afghanistans

Mit 26 Jahren wurde Ghafari 2018 Bürgermeisterin der afghanischen Stadt Maidan und galt damit als die jüngste Bürgermeisterin und eine der wenigen weiblichen Stadtoberhäupter des Landes überhaupt. Zudem gründete sie die Organisation Unterstützung und Förderung afghanischer Frauen („Assistance and Promotion of Afghan Women„). Vergangenes Jahr zeichnete das US-Außenministerium sie für ihren Mut aus. Im Juli wurde ihr der Menschenrechtspreis der Frankfurter Ingrid-zu-Solms-Stiftung für ihren Einsatz für Frauenrechte in Afghanistan verliehen.

Die 1992 geborene Frau hatte laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ erst vergangene Woche unter dramatischen Umständen den Flughafen Kabul erreicht. Von dort war sie über Islamabad nach Istanbul ausgeflogen worden. Am Montagabend landete sie dann in NRW. Laschet nannte Ghafari nach einem Gespräch „eine der engagiertesten Frauen Afghanistans„.

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Frauenrechtlerin Ghafari aus Afghanistan in NRW eingetroffen