Archiv für 2. September 2021

Zirkus mit Tieren: Missbrauch in der Manege   Leave a comment

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Zirkustiere leiden viel mehr als man allgemein annehmen würde. Deshalb kein Zirkusbesuch bei dem Tiere gehalten werden.

Von Peta.de

 

 

 

Für viele Menschen stellt der Besuch im Zirkus eine willkommene Ablenkung vom Alltag dar. Bei den Tieren im Zirkus hingegen sieht das gänzlich anders aus. Sie leiden unter ständigen Transporten, mangelhaften und nicht tiergerechten Haltungsbedingungen und unter einer Dressur, die auf Gewalt und Zwang basiert. Oft werden sie zu Unterhaltungszwecken bis zum letzten Atemzug ausgebeutet.

Welche Tiere sind im Zirkus erlaubt?

In Deutschland wurden im Jahr 2012 in 141 von rund 330 Wanderzirkussen insgesamt mehr als 900 Wildtiere gehalten – Kamelartige sind hier nicht einmal eingerechnet. [1] Auch einer neueren EU-weiten Erhebung zufolge ist Deutschland mit schätzungsweise 75 Zirkusunternehmen das Land mit den meisten Wildtierzirkussen. [2] Dennoch gibt es hierzulande bislang kein Gesetz, das die Tierhaltung im Zirkus grundsätzlich verbietet oder auch nur einschränkt. Zwar hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Herbst 2020 einen Entwurf für ein Verbot vorgestellt, der jedoch viel zu kurz greift, da nur die Neuanschaffung bestimmter Wildtierarten in reisenden Zirkussen verboten werden soll.
Schlechte Haltungs­bedingungen und unzureichende Kontrollen

Ein Zirkus kann insbesondere den Ansprüchen von Wildtieren an ihren natürlichen Lebensraum nicht gerecht werden. Gewaltvolle Dressuren, winzige Käfigwagen und ständige Transporte zeichnen das Leben von Tieren im Zirkus aus.
Ständige Ortswechsel und stressbehaftete Transporte

Bis zu 50 Ortswechsel im Jahr und damit verbundene Transporte sind für die Tiere mit großem Stress und körperlichen Belastungen verbunden – vor allem für Großsäugetiere wie Elefanten, Nashörner oder Giraffen. Eine tiergerechte Haltung von Wildtieren ist in reisenden Zirkussen unmöglich, denn die grundlegenden Bedürfnisse dieser Tiere können nicht erfüllt werden. Vor allem große Tiere verbringen den Transport in speziellen, jedoch viel zu kleinen Transportwagen – oft in ungesunder Körperhaltung. Selbst nach Ankunft am neuen Standort werden die Tiere häufig über längere Zeiträume in den Transportern gehalten. Bei den häufigen Transporten sind die Tiere Lärm und ungewohnten klimatischen Bedingungen oftmals schutzlos ausgesetzt.

Lebenslanges Leid – zu kleine Gefängnisse, zu wenig Bewegung

Die meisten Tiere sind von Natur aus sehr aktiv. Im Zirkus verbringen sie jedoch den überwiegenden Teil ihres Lebens in winzigen Transportkäfigen, Boxen oder viel zu kleinen Gehegen. Elefanten im Zirkus werden gewöhnlich jede Nacht und teilweise auch tagsüber an zwei Beinen fixiert – statt wie ihre Artgenossen in der freien Natur kilometerlange Wanderungen im Kreise ihrer Familie unternehmen zu können. Auch Pferde, die eigentlich Lauftiere sind und viel Bewegung brauchen, dürfen ihre Boxen und die Transporter in vielen Zirkusbetrieben nur selten verlassen.

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Zirkus mit Tieren: Missbrauch in der Manege

Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen   Leave a comment

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Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen

Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen
Daraus entnehme ich: ihr seid Millionäre.
Eure Zukunft ist gesichert – sie liegt
Vor euch im Licht. Eure Eltern
Haben dafür gesorgt, daß eure Füße
An keinen Stein stoßen. Da mußt du
Nichts lernen. So wie du bist
Kannst du bleiben.

Sollte es dann noch Schwierigkeiten geben,
Da doch die Zeiten
Wie ich gehört habe, unsicher sind
Hast du deine Führer, die dir genau sagen
Was du zu machen hast, damit es euch gut geht
Sie haben nachgelesen bei denen
Welche die Wahrheiten wissen
Die für alle Zeiten Gültigkeit haben
Und die Rezepte, die immer helfen.
Wo so viele für dich sind
Brauchst du keinen Finger zu rühren.
Freilich, wenn es anders wäre
Müßtest du lernen.

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Bertolt Brecht

Veröffentlicht 2. September 2021 von hubert wenzl in Literatur, Lyrik

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