Archiv für 8. September 2021

Zoos: Gefängnisse für Tiere   Leave a comment

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Alle Argumente für die Haltung von Tieren in Zoos treffen nicht zu.

Von Peta.de

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Bild von Peta.de

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In Zoos, Tierparks, Wildparks und anderen zoologischen Einrichtungen werden Tiere wie in einem Gefängnis ihr Leben lang eingesperrt. Den Bedürfnissen der Tiere für ein artgerechtes Leben werden Zoos nicht gerecht. Viele Tiere erkranken entwickeln aufgrund der artwidrigen Haltung psychische Erkrankungen und sterben verfrüht.

Zoos geben vor, diese drastische Maßnahme sei für den Artenschutz und die Vermittlung von Wissen über die Tiere notwendig. In Wahrheit verfolgen die Betreiber jedoch wirtschaftliche Ziele und bereichern sich durch das Zurschaustellen von Lebewesen.

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Um das Thema Zoo ranken sich einige Mythen. Angeblich sind sie wichtig für den Artenschutz, leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildung und bieten ein artgerechtes Zuhause für Tiere. In diesem Video räumen wir mit diesen Mythen auf und zeigen, was Zoos wirklich sind: Gefängnisse für Lebewesen, die nichts verbrochen haben.

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Artenschutz nur vorgeschoben

In Gefangenschaft geborene Tiger, Bären, Menschenaffen, Löwen, Giraffen, Eisbären und viele weitere Tierarten können grundsätzlich nicht ausgewildert werden. Im Zoo verkümmern ihre Instinkte, und die Tiere können wichtige Verhaltensweisen für ein Überleben in der Natur nicht erlernen. Das beständige „Lagern“ von Tieren hinter Gittern hat mit Artenschutz nichts zu tun, denn die Tiere verlieren von Generation zu Generation immer mehr natürliche Eigenschaften. Sie sind schließlich nur noch ein trauriges Abbild ihrer Artgenossen in Freiheit.

Artenschutz bedeutet vor allem, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen. Es nützt keinem Tier, in Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt zu werden. Der Erhalt einer Tierart in zoologischen Einrichtungen nutzt nur dem Menschen, beispielsweise durch die Möglichkeit, auf genetisches Material zurückgreifen zu können. Echter Tier- und Artenschutz sollte Tierindividuen und Tierarten um ihrer selbst willen schützen, nicht für die egoistischen Zwecke des Menschen.

Der weitaus größte Anteil aller Tierarten in deutschen Zoos umfasst keine gefährdete Arten. Nur 20 bis 25 Prozent aller weltweit bedrohten Säugetiere werden in Zoos gehalten – bei Reptilien sind es sogar nur 3 Prozent [1]. Dabei setzen Zoos vor allem auf „charismatische“ und bei Besuchern beliebte Tierarten [2]. Langfristig erfolgreiche Auswilderungsprojekte können Zoos ohnehin kaum vorweisen, und das lebenslängliche Einsperren von unzähligen Tieren und ihren Nachkommen ist durch diese Einzelfälle nicht zu rechtfertigen.

Zoos geben zwar einen geringen Bruchteil ihres jährlichen Budgets für Naturschutzprojekte aus; gleichzeitig erhalten jedoch fast alle Zoos in Deutschland insgesamt mehrere Dutzend Millionen Euro an Subventionen aus städtischen Kassen. Würden diese Steuergelder unmittelbar in den Erhalt der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten fließen, wären viele Tiere heute nicht vom Aussterben bedroht. Stattdessen geben die Zoos das Geld für kostspielige Zuchtprogramme aus – für Tierarten, die niemals ausgewildert werden können oder bereits stark unter Inzucht leiden. So erklärte Will Travers von der Born Free Foundation in Großbritannien, seine Organisation könnte die Schutzbemühungen für Gorillas im Kongo für die nächsten fünf Jahre vervierfachen, wenn er nur 10 Prozent der Gelder zur Verfügung hätte, die das Gorillagehege im Londoner Zoo gekostet hat.

Vermitteln Zoos Wissen über Tiere und Artenschutz?

In Zoos können Tiere viele ihrer natürlichen Verhaltensweisen und Bedürfnisse nicht ausleben. Die Besucher können nicht sehen, wie Vögel fliegen, Geparden rennen oder Affen in Bäumen klettern. Soziale Interaktionen, die Nahrungssuche oder das Paarungsverhalten sind nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Der Anblick verhaltensgestörter oder apathischer Tiere zeigt Zoobesuchern ein völlig falsches Bild von Tieren auf.

Zoos behaupten gerne, das Zurschaustellen von Tieren in Gefangenschaft würde Menschen für den Erhalt von Tierarten sensibilisieren. Doch dafür gibt es keinerlei Anzeichen. Als der Zoo Berlin im Jahr 1844 als einer der ersten Zoos in Deutschland eröffnete, lebten beispielsweise in Asiens Wäldern noch weit über 100.000 Tiger. 2009 gab es weltweit nur noch 3.200 Individuen. Erst durch ein länderübergreifendes Tigerschutzprogramm und den Schutz der Lebensräume vor Ort erholt sich die Population langsam. Auch wird der Berggorilla, dessen Population als einzige Gorilla-Art wieder zunimmt, gar nicht in Zoos gehalten.

Kein Zoo der Welt hat durch das Einsperren von Tieren zu einer messbaren Bewusstseinsveränderung in der Bevölkerung beigetragen. Einer wissenschaftlichen Studie von 2007 zufolge gibt es keinen Beleg dafür, dass Zoos den Besuchern Wissen über die einzelnen Tierarten oder Interesse am Thema Artenschutz vermitteln.

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Bild von Peta.de

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Eine neuere Studie zum Bildungseffekt von Zoos (2017) hat gezeigt, dass Zoobesucher zwar etwas über Aussehen oder Name der Tierarten lernten, aber sich kein tiefergehendes Wissen über beispielsweise Verhalten, Bedrohungsstatus und Schutzmaßnahmen aneigneten [7]. Vor allem aber setzen Zoobesucher vorhandenes oder neu erworbenes Wissen über Naturschutz nicht in die Tat um.
Im Gegenteil: Die absurde Behauptung, dass Tierarten in Zoos langfristig überleben können, wiegt die Öffentlichkeit in trügerische Sicherheit. Für viele Menschen verliert der Erhalt der natürlichen Lebensräume von Tieren an Wichtigkeit, denn Zoos geben vor, die Gefangenschaft im Zoo sei mit Artenschutz gleichzusetzen.

Wie geht es Tieren in Zoos wirklich?

Wildtiere haben enorm hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. In der Natur kann sich das Revier eines Tigers über mehrere hundert Quadratkilometer erstrecken. Elefanten wandern am Tag im Schnitt eine Strecke von 25 Kilometern [9]. Unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, leben in Waldgebieten von bis zu 70 Quadratkilometern. Kein Zoo der Welt kann diesen Tieren auch nur annähernd artgerechte Lebensverhältnisse bieten. Deshalb sind viele Tiere sichtlich verhaltensgestört.

Hier weiterlesen:

Zoos: Gefängnisse für Tiere

Veröffentlicht 8. September 2021 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz

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Brief an den Papst von Petra Duschner: Kirchengeld in Rüstung?   Leave a comment

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Es klafft eine gewaltige Kluft wie sich die Kirche nach außen hin gibt und wie sie wirklich ist. Natürlich tut sie so als ob sie arm wie eine Kirchenmaus wäre. Einem Reichen spendet man ja nichts.

Von spart-euch-die-kirche.de

Sehr geehrter Papst Franziskus,

„die Welt, nach der sich alle sehnen, ist eine Welt voll Harmonie und Frieden.“ Das sagten Sie Anfang September 2013 in Rom bei einem Friedensgebet für Syrien. Und Ende Mai 2014 sagten Sie im Libanon zu Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien: „Wir alle wollen den Frieden.“ Dies ist sicher der innigste Wunsch fast aller Menschen.

Ich fand es auch bemerkenswert, wie Sie den Waffenhändlern die Meinung gesagt haben. Doch manchmal denke ich mir: Der Papst sagt oft richtige Dinge. Doch wie sieht es in seiner Kirche aus?

Ich habe in den vergangenen Jahren einiges gelesen, auch über die Finanzen der Kirche, etwa folgendes:

► Der größte italienische Rüstungskonzern Finmeccanica z.B. wurde maßgeblich mit vatikanischen Investitionsgeldern zu seiner derzeitigen Größe ausgebaut. Das fand Nino Lo Bello schon in den 60er Jahren heraus. Im Internet findet man auch aus neurer Zeit immer wieder Meldungen über gemeinsame Kongresse von Vatikan und diesem Konzern. Die Zusammenarbeit ist also wohl noch längst nicht beendet zu sein …
► Ihr eigener Orden, die Jesuiten, unterhalten nach einer Meldung der österreichischen Wirtschaftszeitung Format (25.3.13) ein „Milliardenimperium“. Es heißt dort wörtlich: „Auch der amerikanische Flugzeughersteller Boeing befindet sich zu einem kleinen Teil in der Hand der Mönche. Dass damit auch im internationalen Rüstungsgeschäft mitgemischt wird, scheint nicht besonders zu stören.“
► Der deutsche Politologe Carsten Frerk fand in seinem Buch „Finanzen und Vermögen der Kirchen“ heraus, dass die großen Kirchen in Deutschland nicht nur über eigene Banken verfügen, sondern auch über kirchliche Investment-Fonds, und auch die halten zumindest teilweise Aktien von Konzernen, die eng mit der Rüstung verflochten sind.
► Der vor wenigen Monaten verstorbene deutsche Schriftsteller Karlheinz Deschner, den ich wegen seiner Unbestechlichkeit sehr schätze, listete schon vor Jahrzehnten zahlreiche Aktienpakete und Firmenbeteiligungen auf, die der Vatikan bei US-amerikanischen und deutschen Stahl- und Rüstungsfirmen unterhält.

Diese Aufzählung ließe sich fast endlos verlängern. Werter Papst Franziskus: Wäre es nicht an der Zeit, dass die Kirche sich von diesen weltlichen Gütern trennt, die das Unheil und Verderben unter den Menschen dieser Erde immer noch weiter vergrößern? Macht sie sich nicht am Unglück der Menschheit mitschuldig mit jedem Tag, an dem dies nicht geschieht?

Könnte die Kirche nicht statt dessen mit diesen Milliarden und Abermilliarden ungeahnt viel Gutes unter den Menschen bewirken, vor allem für die Armen und Entrechteten, deren Situation Sie immer wieder zum Thema machen? Würde das nicht die Glaubwürdigkeit Ihrer Worte erheblich untermauern?

Bitte geben Sie mir Antwort! Denn der Hunger nach Gerechtigkeit und Frieden ist wahrlich groß in dieser Welt. Und wer kann ihn in der Praxis stillen, wenn nicht die Reichen, die ihre Möglichkeiten verantwortungsvoll nutzen? Und zu diesen Reichen gehören nun mal – jedenfalls bisher – auch reiche Institutionen wie z.B. die katholische Kirche. Wofür sie ihr Geld einsetzen, das ist wegweisend für die Zukunft.

Ich warte auf Ihre Antwort. Und ich werde sie – wie diesen Brief – im Internet veröffentlichen, damit viele Menschen erfahren, wie es auf unserer Erde weitergeht.

Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Petra Duschner

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Brief an den Papst von Petra Duschner: Kirchengeld in Rüstung?