Archiv für 4. Oktober 2021

Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“   Leave a comment

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Selbst unter Tierärzten ist das Euthanasie-Mittel T61 umstritten. Bevor es injiziert wird, ist eigentlich die Verabreichung eines starken Narkosemittels üblich. Wie wir von unseren Lesern erfahren haben, geschieht dies in der Praxis allerdings nicht immer zuverlässig. Auch mit Narkose kann es unter der Gabe von T61 zu schweren Komplikationen bei Einschläferungen kommen. Ein minutenlanger Todeskampf ist die Folge.

Als es 1961 eingeführt wurde, galt es als das Mittel der Wahl, um unheilbar kranken Haustieren den Gnadentod zu ermöglichen: Die Rede ist von dem Euthanasie-Mittel Embutramid, besser bekannt unter dem Handelsnamen T61®.

Heute versuchen verantwortungsvolle Tierärzte das Mittel so wenig wie möglich einzusetzen. Mittlerweile gibt es auch sichere Alternativen zu T61, die deutlich sanfter wirken.

Mit diesem Artikel möchten wir eine dringende Empfehlung an unsere Leser*Innen aussprechen: Erkundigen Sie sich möglichst schon bei einer Routineuntersuchung bei Ihrem Tierarzt, welches Mittel üblicherweise in der Praxis für Einschläferungen verwendet wird!

Wenn Sie nicht sicher wissen, welches Euthanasie-Mittel in der Praxis Ihres Vertrauens zur Anwendung kommt, kann das fatale Folgen für Sie und Ihr Tier nach sich ziehen. Beim Eintreten des Ernstfalls geraten Sie unter Druck und haben dann kaum mehr eine Wahlmöglichkeit.
„Es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann“

Sabine K. ist Leserin von Cat-News.net. Als ihre Katze Luna die Diagnose Krebs erhielt, entschied sie sich aufgrund des Alters des Tieres und wegen der ungünstigen Prognose gegen eine Chemotherapie.

Um dem Tier seine Schmerzen zu nehmen, wurde Luna unter anderem palliativ mit CBD-Öl behandelt. Dadurch ließ sich ihr Zustand eine ganze Weile aufrecht erhalten. Ein Tierarzt befand, dass es noch nicht an der Zeit wäre über eine Einschläferung nachzudenken, da Luna noch fresse und Lebensfreude habe.

Eines Nachts verschlechterte sich der Zustand der Katze dann dramatisch. Sabine K. rief die Nummer des Nottierarztes an.

Warnung: Die folgenden Darstellungen enthalten Schilderungen über den Todeskampf einer Katze. Klicken Sie bitte hier, um diesen Teil zu überspringen und beim nächsten Abschnitt dieses Artikels „Wie wirkt das tödliche Euthanasie-Mittel T61?“ weiterzulesen.

„Es stellte sich heraus, dass unser Tierarzt im Urlaub war und ein Tierarzt im Ruhestand seine Vertretung übernommen hatte. Er hatte zwei Fläschchen dabei. Wir sollten die Katze vom Bett auf den Holzfußboden legen. Auf unsere Frage warum, entgegnete er: Es wird blutig. Wir haben dann darauf bestanden, dass wir sie zumindest auf die Couch legen.

Dann sagte er, er wolle direkt ins Herz spritzen, das ginge am schnellsten. Wir waren völlig entsetzt und verlangten, dass er ihr zuvor eine Narkosespritze gibt, so wie wir es im Internet gelesen hatten. Wir hatten noch keine Erfahrung damit, wären jedoch nicht im Traum darauf gekommen, dass ein Arzt so etwas macht.

Er stand dann da und druckste herum. Ich fragte ihn, ob er denn überhaupt Tierarzt wäre und ob er das schon mal gemacht hätte. Er entgegnete, sonst würde er wohl kaum die Vertretung machen dürfen. Er sagte weiterhin, wir könnten mit dem Tier ja in die Tierklinik fahren, da ist immer Notdienst. Nun wollten wir unserem Tier ja gerade diese Tortur, die Angst und die ungewohnte Umgebung ersparen.

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

Wir bestanden darauf, dass er ihr eine Narkosespritze gibt. Er sagte dann, ich sollte Sie festhalten, er müsse das Mittel in den „Hintern“ injizieren. Als er das Mittel gespritzt hatte, begann sie zu krampfen, sie rang furchtbar nach Luft, sie bekam Schaum vorm Maul, ihre Augen wurden trübe. Es war ein entsetzlicher Anblick, es war ein Todeskampf.

Ich schrie den Mann an, er solle etwas unternehmen, das Tier quälte sich furchtbar. Da verlangte er, ich sollte sie auf die andere Seite drehen. Sie war noch bei vollem Bewusstsein, da stach er ihr mit einer dicken Kanüle ins Herz, nein er stocherte, weil er es nicht sofort schaffte. Es war entsetzlich, was er unserem lieben kleinen Tier antat, es war der schlimmste Horror, den man sich vorstellen kann, aber was konnten wir in dem Moment tun. Nachdem er die erste Spritze gegeben hatte, gab es kein zurück mehr und wir mussten unser armes kleines geschwächtes Tier auch noch festhalten. Wir wollten nur noch, dass es möglichst schnell vorbei ist.

Nachdem er ihr ins Herz gespritzt hatte, wurde der Todeskampf noch schlimmer, für uns eine unendliche, unerträglich lange Zeit. Auf unsere Frage sagte er, das hat noch keiner überlebt und wollte gehen.

Am darauffolgenden Montag waren wir bei unserem Tierarzt, der aus dem Urlaub zurück war und konfrontieren ihn mit dem Geschehen. Wir wollten wissen, was seine Vertretung unserer kleinen Katze gespritzt hatte. Uns wurde bestätigt, dass der Arzt das Mittel T 61 ins Herz gespritzt hatte. Allerdings wurde behauptet, dass er zuvor ein Narkosemittel gespritzt hätte.

Wie wir erfuhren, handelte sich außerdem bei der Vertretung um einen Ruheständler der eigentlich keine Kleintiere behandeln darf.“

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Wie wirkt das Euthanasie-Mittel T61?

T61® ist ein so genanntes Kombinationspräparat auf Basis des Betäubungsmittels Embutramid. Dieser Wirkstoff wird mit einem Schmerzmittel, in der Regel Tetracain, und einem Wirkstoff zur Entspannung der Muskeln, in der Regel Mebenzonium, kombiniert.

Embutramid ist in der Lage die so genannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Wenn es injiziert wird, soll es einen sofortigen Bewusstseinsverlust, Atem- und Herzstillstand hervorrufen.

Insbesondere die alleinige Anwendung von T61 als Mittel zur Euthanasie ist unter Tiermedizinern umstritten. Um das Ziel einer schmerzlosen Tötung zu erreichen, sollten Tierärzte vor der Anwendung von T61 ein Narkosemittel in starker Dosierung verabreichen.

Wird das Mittel ohne vorherige Gabe eines starken Narkosemittels verabreicht, führt es zu einem bitterlichen Todeskampf, an dessen Folgen das Tier letztlich jämmerlich erstickt.

Für die Halter können solche Szenen extrem belastend sein. Auf viele wirken sie wohl auch noch Jahre nach dem dramatischen Ereignis traumatisierend.

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In den letzten Atemzügen kann T61 Leid verursachen, das vermeidbar wäre

Selbst wenn vor der Gabe von T61 ein starkes Narkosemittel verabreicht wird, ist die Anwendung äußerst kritisch zu betrachten:

Aufgrund von Zeitknappheit in vielen Praxen steht zu befürchten, dass der Eintritt der Narkosewirkung nicht in allen Fällen abgewartet wird. T61 könnte darum zu frühzeitig verabreicht werden.

Besonders fatal daran: In einigen Fällen tritt nach der Injektion eine Lähmung ein. So können die Halter den Eindruck gewinnen, das Tier sei bereits friedlich eingeschlafen, während es in Wahrheit innerlich mit dem Tode ringt.

Außerdem wichtig zu wissen: Sowohl Nacoreen als auch Eutha77 kommen ohne vorherige Betäubung aus. So muss in der Regel nur einmal eine Spritze gesetzt werden, was für das Tier deutlich stressfreier sein dürfte.

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Offizielle Informationen dazu liegen uns nicht vor, so dass wir auf Vermutungen angewiesen sind. Für T61 gilt, dass es ausschließlich zur Anwendung an Tieren zugelassen ist. Die Alternativen Eutha77 und Nacoreen hingegen enthalten den Wirkstoff Pentobarbital. Dieser wird beispielsweise in den USA auch bei Hinrichtungen von Menschen verwendet.

Tierarztpraxen brauchen eine Sondergenehmigung für den Umgang mit Pentobarbital. Die Anwendung und Aufbewahrung ist kompliziert, da sie den strengen Auflagen und Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes folgen muss.

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Warnung vor T61 Euthanasie: Oft alles andere als ein „schöner Tod“

 

Veröffentlicht 4. Oktober 2021 von hubert wenzl in Medizin, Tierrechte, Tierschutz

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (Teil 1)   Leave a comment

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Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang auf wolodja51.wordpress.com

Von theologe.de

Am 15.10.2011 fand im Vatikan eine Konferenz zur so genannten „Neuevangelisierung“ der Welt durch die römisch-katholische Kirche und ihre Mission statt. 8000 Besucher kamen dazu in den Vatikanstaat, dem Kirchenstaat mit ca. 1000 Einwohnern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Internetseite aleteia.org vorgestellt, die vom Vatikan für die Neuevangelisierung eingerichtet wurde. Das Wort „aleteia“ ist griechisch und heißt übersetzt „Wahrheit“. Es steht im Neuen Testament, im Johannesevangelium, z. B. an der Stelle, an der Jesus von Nazareth spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit (aleteia) und das Leben.“ Einmal mehr erhob auf diese Weise die Papstkirche den Anspruch, Vertreterin der „Wahrheit“ zu sein, und sie versucht, die Wahrheit, die angeblich durch Christus in die Welt gekommen ist, für sich zu vereinnahmen, obwohl sie damit fast nichts zu tun hat bzw. es massivst verfälscht hat bis hin zur Verkehrung ins Gegenteil.

Doch was lehrt die Kirche praktisch als ihre angebliche „Wahrheit“, sozusagen als ihre „Betriebsanleitung“?

Papst Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) verglich in Berlin in seiner Rede im Olympiastadion am 22.9.2011 die Katholiken mit Reben am „Weinstock“ der katholischen Kirche. Die Kirchenmitglieder wurden bei dieser Gelegenheit ermahnt, nicht aus der Kirche auszutreten, auch wenn sie dort noch so viel Böses finden. Fallen sie nämlich von der Kirche ab, würde das Feuer der Hölle ihr ewiges Schicksal sein, so ein wesentlicher Inhalt der Papst-Rede vor vielen versammelten deutschen Politikern, darunter einem Großteil der damaligen Bundestagsabgeordneten.

Joseph Ratzinger zitierte dazu den katholischen „Heiligen“ Augustinus, einen Verfechter von Folter und Todesstrafe für Andersgläubige und Erfinder der an Grausamkeit nicht mehr zu überbietenden katholischen „Lehre von den stets brennenden und nie sterbenden Menschenleibern„. Hier das wörtliche Augustinus-Zitat, das der Papst in Berlin vortrug: „Eines von beiden kommt der Rebe zu, entweder der Weinstock oder das Feuer; wenn sie nicht im Weinstock ist, wird sie im Feuer sein.“ Dieses Zitat machte sich der Papst als Teil seiner Rede zustimmend zu eigen, indem er es nicht weiter kommentierte, was eine kaum verhüllte Drohung mit dem ewigen Höllenfeuer darstellt und den dort angeblich „stets brennenden und nie sterbenden Menschenleibern“.

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (Teil 1)

Mit erhobenem Kruzifix: Sind christliche „Querdenker“ eine neue Gefahr für unsere Demokratie?   Leave a comment

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Ich kommentiere das gar nicht, denn was soll ich zu solchen Religioten und Quatschköpfen noch sagen?

Von web.de

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.Foto von: © 1&1 Mail & Media/spot on news

 

  • Sind unter den Corona-Leugnern und den Demonstranten gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie besonders viele Christen?
  • Und wenn ja, wie passt das zusammen?

  • Wir analysieren das Phänomen und ordnen ein.

„Unter Christen mehren sich extremistische Corona-Leugner„, berichtete „aspekte“ im ZDF. „Evangelikale Prediger verbreiten Verschwörungsmythen über das Virus“, schreibt der „Spiegel“. Der „Querdenker“ Samuel Eckert nennt sich selbst einen „Corona-Krieger in Gottes Auftrag“ und propagiert, als Christ müsse man „gegen die Lüge aufstehen“. Es ist offenkundig: Einige Wortführer der Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen berufen sich auf ihren christlichen Glauben.

Auch das Foto einer Teilnehmerin an der Anti-Corona-Demonstration in Berlin sorgte zuletzt für Furore. Es zeigt eine Frau, die im Angesicht von Polizisten ein Kruzifix in die Höhe hält.

Wie passt es zu christlichen Werten wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit, ein tödliches Virus zu leugnen und Maßnahmen, die die Mitmenschen schützen, abzulehnen?

Der Hang zu einfachen Lösungen

Wissenschaftliche Erkenntnis und religiöse Überzeugung standen schon oft in einem Spannungsverhältnis. Ein Grundmerkmal evangelikal geprägter Religiosität sei, erklärt der Theologe Martin Fritz, deren Bibeltreue, die „in unterschiedlicher Striktheit“ gelebt werde.

Wer die Heilige Schrift der Christen fundamentalistisch beim Wort nimmt, anstatt sie in ihrer historischen Bedingtheit zu interpretieren, gerät schnell in Konflikt mit wissenschaftlichen Erkenntnissen wie der Evolutionstheorie. Hinzu komme, so Fritz, dass es „in jeder Religion einen Hang zu einfachen Antworten“ gebe.

.Foto von: © 1&1 Mail & Media/spot on news

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Diese Tendenz habe sich möglicherweise verschärft durch die Liberalisierungsbewegung seit den 60er-Jahren. Wer Probleme mit der „Ehe für alle“ oder liberaleren Abtreibungsregelungen habe, dem komme Corona als „Ventil“ recht. Das Gefühl, ein „wahres Christentum“ habe in der Gegenwart „keinen Ort mehr“, könne dann zu einer Ablehnung der Gesellschaft als Ganzes anwachsen, argumentiert der Theologe.

Die Beschreibung dieses Vorganges eignet sich in großen Teilen auch zur Beschreibung dessen, was AfD-Wähler in den Augen politischer und soziologischer Beobachter antreibt. Fritz betont denn auch, es gebe „gewisse Wahlverwandtschaften“ zwischen „Bibeltreuen“ und den „traditionellen, rechtskonservativen Ordnungsvorstellungen der AfD“.

Folgerichtig gibt es in der Rechtspartei schon seit längerem den Kreis „Christen in der AfD„. Und der evangelikale AfD-Bundestagsabgeordnete Volker Münz hat mit zwei Mitstreitern das Buch „Rechtes Christentum?“ herausgegeben, in dem er versucht, sein Verständnis von Christentum „im Spannungsfeld von nationaler Identität, Populismus und Humanitätsgedanken“ zu definieren. Münz plädiere, diagnostiziert Martin Fritz, für eine „christliche-nationale Identität“ – geprägt von einer „stark anti-islamischen Note und in deutlicher Nähe zur Identitären Bewegung und zu Pegida“.

Die große Mehrheit steht zum demokratischen Staat

Drei protestantische Theologen haben das Foto der glühenden Christus-Kämpferin im Medienmagazin „pro“ analysiert: Mit dem offensiv vorangetragenen Kruzifix, schreiben sie, würden Assoziationen an einen „Exorzismus zur Befreiung vom Bösen“ geweckt, aber auch an die Bereitschaft der mittelalterlichen Kreuzritter zu Mord und Krieg im Namen Christi.

Martin Fritz wie auch Joachim Ochel, Theologischer Referent beim Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und einer der Autoren, betonen im Gespräch mit unserer Redaktion jedoch auch, dass die „überwältigende Mehrheit“ der evangelischen Christen entschieden hinter den Corona-Maßnahmen und dem Rechtsstaat stehe. Dies gelte auch „für einen großen ein großer Teil der evangelischen Freikirchen „.

Auch Martin Fritz warnt eindringlich vor Verallgemeinerungen und vor dramatisierender Berichterstattung: „Da gibt es komische Leute, das stimmt schon“, gibt er zu, plädiert aber für Differenzierung: In Interviews und Unterhaltungen habe er erlebt, dass selbst erzkonservative Christen „meistens vernünftige und in den aller seltensten Fällen aggressive Mitbürger“ seien.

Die fundamental-christlichen Teilnehmer an den Corona-Demonstrationen sind in den Augen von Ochel und Fritz „ein echtes Randphänomen“, eine „verschwindende Größe“, die der Evangelischen Kirche jedoch trotzdem Sorge bereite.

Keine derartigen Sorgen scheint man sich bei der Katholischen Kirche zu machen. Sicherlich seien „auch Katholiken“ unter den Anti-Maßnahmen-Demonstranten, meint Dr. Karl Jüsten vom Kommissariat der Deutschen Bischöfe. Dass seine Glaubensbrüder aber offensiv und gar mit Kreuzen zu solchen Veranstaltungen gingen, davon habe er „noch nie gehört“.

Jüsten ärgert sich über demonstrierende Kruzifix-Träger. Die „politische Zweckentfremdung“ des christlichen Symbols empfindet er als „Missbrauch des Kreuzes„, der „nicht religiös zu begründen“ sei. Doch auch er betont, sogar der größte Teil der Evangelikalen habe sich doch längst von dieser Bewegung distanziert.

Der Protestant Martin Fritz ist sich sicher, dass einige Rechtskatholiken unter den Demonstranten zu finden sind. Der Unterschied zwischen protestantischem und katholischem Bekenntnis scheine in diesem Zusammenhang von geringer Bedeutung zu sein. Sorgen macht sich der Theologe wegen der insgesamt zunehmenden gesellschaftlichen Breite der Demonstrationsteilnehmer: „Das hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten.“ Als Aufgabe der Kirchen sieht er, klar zu sagen, dass Vernunft und Verantwortungsbewusstsein unver­zicht­bare christliche Tugenden seien.

Verwendete Quellen:

  • Konstantin von Abendroth, Uwe Heimowski und Joachim Ochel: Querdenker-Demos: Wenn das Kreuz missbraucht wird. In: „pro – Christliches Medienmagazin“, 24.11.2020

  • Webseite von „Christen im Widerstand“

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Mit erhobenem Kruzifix: Sind christliche „Querdenker“ eine neue Gefahr für unsere Demokratie?

 

Veröffentlicht 4. Oktober 2021 von hubert wenzl in Uncategorized

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