Archiv für 11. Oktober 2021

Die Jagd – unnötig, kontraproduktiv und grausam   Leave a comment

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Von Peta.de – Auszug.

Jäger töten in Deutschland jedes Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie schätzungsweise 200.000 Katzen und tausende Hunde. Alle acht Sekunden stirbt irgendwo in Deutschland ein Tier durch ein Projektil. Mal schneller, mal langsamer. Genaue Zahlen zu den Abschüssen gibt es nicht, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht.

In nur wenigen Wochen können Privatpersonen den Jagdschein (das „Grüne Abitur“) absolvieren und als Freizeitbeschäftigung völlig legal auf wehrlose Mitgeschöpfe schießen. Den über 380.000 Hobbyjägern in Deutschland stehen gerade einmal 1.000 Berufsjäger, überwiegend Forstbeamte, gegenüber.

Die Natur reguliert sich von selbst

Anerkannte Wissenschaftler und Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf betont, dass sich waldbewohnende Tierpopulationen schon immer selbst reguliert haben – nicht etwa durch Beutegreifer wie Wolf oder Luchs, sondern in erster Linie durch natürliche Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Nahrungsverfügbarkeit. [4] Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Als Loske in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies mit Natur- und Artenschutz nicht viel gemein hat. Heute ist Dr. Karl-Heinz Loske anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Jagd aus ökologischer und moralischer Sicht nicht zu verantworten ist.

Auch Prof. Dr. Manfred Niekisch, international anerkannter Experte für Naturschutz und ehemaliger Direktor des Frankfurter Zoos, unterstreicht, dass eine etwaige Überpopulation einer Tierart aufgrund von Nahrungsmangel irgendwann von ganz alleine zusammenbricht. [6] Dies ist auf die sogenannte ökologische Tragfähigkeit zurückzuführen: Je größer eine Population wird bzw. je mehr Tiere sich die limitierten natürlichen Ressourcen teilen müssen, desto schwieriger werden die Lebensbedingungen für die einzelnen Individuen. Die ökologische Tragfähigkeit und die daraus resultierende natürliche Selektion halten die Geburten- und Sterberate im Gleichwicht: Schwache Tiere überleben den Winter nicht. Nur die Stärksten setzen sich bei der Partnerwahl oder Revierkämpfen durch und überstehen Hungerzeiten.

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Die sogenannten Wildschäden sind hausgemacht

Wildtiere sind ein Teil unserer Natur und haben das Recht, zu existieren und ihren Lebensraum zu nutzen. Durch den Menschen und die intensivierte Land- und Forstwirtschaft wird ihr Lebensraum jedoch immer weiter zerstört. Die natürlichen Regulationsmechanismen werden außer Kraft gesetzt und die Wildtiere dann kurzerhand zum Störfaktor degradiert und am liebsten ausgelöscht. Auch Landschaftsökologen sehen das Problem der sogenannten Wildschäden in erster Linie in der einseitigen Ausrichtung auf Monokulturen und Ertragsmaximierung. Bruno Bassano, Tierarzt im jagdfreien Nationalpark Gran Paradiso, spricht aus Erfahrung: „Wenn der Wald aus rein wirtschaftlichen Gründen gepflanzt wird, dann ist es klar, dass ein Huftier wie der Hirsch Probleme verursachen kann. Wenn man aber den Wald aus ökologischer Sicht betrachtet, dann muss dieses Problem nicht existieren; dann werden Tier und Pflanze ein Gleichgewicht finden.“

Wildtiere aus Profitgier massenhaft zu töten, ist ebenso herzlos wie kontraproduktiv. Vor allem bei großen Treib- und Drückjagden in der kalten Jahreszeit werden besonders viele Wildtiere aufgeschreckt und flüchten. Dies sorgt gerade im Winter bei den Überlebenden für einen erhöhten Energiebedarf, was wiederum zur Zunahme der sogenannten „Wildschäden“ führt. Auch der Förster und Buchautor Peter Wohlleben ist davon überzeugt, dass Jäger dem Wald schaden. Erst aufgrund massiver Fütterungen durch die Jäger und der damit künstlich hochgehaltenen Waldpopulationen sowie durch kräftezehrende Jagden entstehen sogenannte Wildschäden. [15] Der Begriff „Wildschäden“ ist allerdings eine Bezeichnung der Forstwirtschaft und bezieht sich im Wesentlichen auf einen geringeren Ertrag aus der Waldbewirtschaftung. Für einen natürlichen Wald stellen Tiere keine Gefahr dar. So tragen die Jäger im Wesentlichen dazu bei, dass es kaum noch natürliche Laubwälder gibt und unsere Wälder immer mehr zu Nadelholzplantagen werden.

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Die Jagd erhöht zudem das Risiko für Wildunfälle. Insbesondere bei Treib- und Drückjagden werden die Tiere aufgescheucht, flüchten und rennen in Todesangst um ihr Leben – dabei auch über Straßen. [16] Der Fluchtinstinkt der Tiere wird durch den anhaltenden Jagddruck größer. Selbst ein harmloser Spaziergänger reicht aus, um ein Reh in panische Angst zu versetzen.
Sogenanntes „Bio-Wildfleisch“ – eine Verbrauchertäuschung

Der Verzehr von Wildfleisch birgt Gefahren für die Gesundheit. Immer wieder weisen unabhängige und staatliche Institute auf gesundheitsgefährdende Substanzen oder Keime in sogenanntem Wildbret hin:

Ein hoher Gehalt an Dauergiften (z. B. Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB)
hohe Bleirückstände durch die Jagdmunition
ein erhöhter Keimgehalt aufgrund von Stress während der Jagd
mangelhafte Hygiene bei der Verarbeitung des Wildbrets
sowie weiterhin eine regional hohe radioaktive Belastung durch die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl werden in diesem Zusammenhang am häufigsten genannt.

Amtliche Qualitätskontrollen sind keine Pflicht – jeder Jäger entscheidet selbst, ob er ein Tier für eine „amtliche Fleischuntersuchung“ anmeldet (mit Ausnahme der vorgeschriebenen Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen).

Jäger dulden keine Konkurrenten in „ihrem“ Wald

Während die für Jäger lukrativen Arten (Rehe, Hirsche und Wildschweine) unter dem Deckmantel der „Hege“ und „Kirrung“ gefüttert und ihre Populationen somit künstlich hochgehalten werden, werden Beutekonkurrenten gnadenlos verfolgt und ausgerottet. Die Rückkehr des Wolfes und Luchses wird seitens der Jägerschaft bis heute vehement bekämpft. Füchse werden massenhaft getötet und dienen den Jägern als lebende Zielscheiben. Um die Tötung von jährlich rund einer halben Million Füchse zu rechtfertigen, wird ihnen kurzerhand das Image eines Krankheitsüberträgers verpasst, obwohl die Fakten eine völlig andere Sprache sprechen. Deutschland ist gemäß der WHO seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut, und der Fuchsbandwurm zählt laut Prof. Brehm vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg zu den seltensten Parasitosen Europas.

Auch das Argument des Artenschutzes ist Augenwischerei. Populationsrückgänge betroffener Arten, wie beispielsweise des Feldhasen oder des Auerhuhns, sind überwiegend auf den Lebensraumverlust durch die intensive Landwirtschaft sowie das schwindende Nahrungsangebot zurückzuführen. Zudem töten Jäger in Deutschland selbst jedes Jahr Zehntausende Feldhasen und Hunderte Rebhühner. Im Nationalpark Bayerischer Wald, in dem Füchse nicht bejagt werden, konnten Wissenschaftler nachweisen, dass der Rotfuchs die erfolgreich wieder angesiedelte Auerhuhn-Population nicht gefährdet. In Luxemburg ist die Jagd auf Füchse bereits seit April 2015 verboten – negative Effekte sind nicht zu verzeichnen.

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Den wahren Grund für die Fuchsjagd geben Jäger sogar offen zu: „Um unser Niederwild zu hegen und wieder gute Strecken an Hasen und Fasanen zu erzielen, dürfen wir nicht nachlassen, seine Beutegreifer zu bejagen.“
Tierquälerische Jagdpraktiken sind an der Tagesordnung

Ungeachtet des Tierschutzgesetzes begehen Jäger unter Ausschluss der Öffentlichkeit abscheuliche Tierquälereien.

Bei Treib- und Drückjagden werden die Wildtiere von Treibern und ihren Hunden in Todesangst versetzt und vor die Flinten der Schützen getrieben. Nur wenige treffen beim ersten Schuss auf die um ihr Leben rennenden Tiere. Nicht ohne Grund gibt es im Jägerlatein den Begriff der „Nachsuche“ für angeschossene Tiere. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sterben insbesondere bei Drückjagden – je nach Tierart – bis zu zwei Drittel der Wildtiere nicht sofort. [26] Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten die Tiere, quälen sich oft tagelang und sterben einen qualvollen Tod.

Die Fallenjagd mit Totschlag– und Lebendfallen ist eine gängige Jagdmethode auf Fuchs, Marder, Waschbären und Co. Immer wieder geraten auch andere Wildtiere sowie Hunde und Katzen in die Fanggeräte, denn keine Falle fängt ausschließlich selektiv. Totschlagfallen sollen in der Theorie zwar sofort töten – doch in der Praxis werden die Tiere stattdessen oftmals schwer verletzt. Viele von ihnen sterben aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen einen langsamen und schmerzhaften Tod. In Lebendfallen werden die Tiere gefangen und anschließend mit einem Kopfschuss hingerichtet.

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Die Jagd – unnötig, kontraproduktiv und grausam

 

Veröffentlicht 11. Oktober 2021 von hubert wenzl in Jagd abschaffen!, Jäger

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Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (2)   Leave a comment

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Ich kann nicht verstehen warum so viele Menschen auf so einen Krampf reinfallen und durch Kirchensteuer helfen den Reichtum der Kirchen zu mehren. (Siehe zum Beispiel: https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/kirche268.html ) Ich bin froh schon lange nicht mehr bei diesem Verein zu sein.

Rebloggt von Tierfreund und Religionskritiker Wolfgang wolodja51.wordpress.com

Fortsetzung vom vergangenen Sonntag

Hier nun eine Auswahl von aktuell gültigen und so genannten „Glaubenswahrheiten“ der Kirche zur ewigen Verdammnis, geordnet nach der Lehrsatz-Nummer in dem römisch-katholischen Standardwerk „Der Glaube der Kirche“. Und wenn es in einem Lehrsatz heißt: „der sei ausgeschlossen“ so bedeutet dies letztlich, das der Betreffende verflucht und ewiglich zum Schmoren in der Hölle verdammt sein würde. Diese „Lehrsätze“ der katholischen Kirche werden übrigens auch als „Dogmen“ bezeichnet und sind angeblich „unfehlbar“ sowie auch „unwiderruflich“.

Lehrsatz-Nummer 49: Wer sagt, die Menschenvernunft sei so unabhängig, dass ihr der Glaube nicht von Gott befohlen werden könne, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 52:  Wer sagt, Wunder könnten nicht geschehen, deshalb seien alle Wunderberichte, auch die in der Heiligen Schrift enthaltenen, unter die Legenden und Mythen zu verweisen; oder die Wunder könnten niemals sicher erkannt werden, und niemals könne durch sie der göttliche Ursprung der christlichen Religion rechtmäßig bewiesen werden, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 56: Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müssten mit solcher Freiheit behandelt werden, dass ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht verworfen werden könnten, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 57: Wer sagt, es sei möglich, dass man den von der Kirche vorgelegten Glaubenssätzen entsprechend dem Fortschritt der Wissenschaft gelegentlich einen anderen Sinn beilegen müsse als den, den die Kirche verstanden hat und versteht, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 85: Wer nicht die ganze kirchliche Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 93: Niemand soll es wagen, die Heilige Schrift im Vertrauen auf eigene Klugheit nach seinem eigenen Sinn zu drehen, gegen den Sinn, den die heilige Mutter, die Kirche, hielt und hält – ihr steht das Urteil über den wahren Sinn und die Erklärung der heiligen Schriften zu.

Lehrsatz-Nummer 98: Wer nicht alle Bücher der Heiligen Schrift mit allen ihren Teilen, wie sie die Kirchenversammlung von Trient [1545] anführte, als heilige kanonische Schriften anerkennt oder wer leugnet, dass sie von Gott eingegeben sind, der sei ausgeschlossen.

Lehrsatz-Nummer 195: Wer nicht mit den heiligen Vätern im eigentlichen und wahren Sinne die heilige und immer jungfräuliche und unbefleckte Maria als Gottesgebärerin bekennt, da sie eigentlich und wahrhaft das göttliche Wort selbst, das vom Vater vor aller Zeit gezeugte, in den letzten Zeiten, ohne Samen, vom Heiligen Geiste empfangen und unversehrt geboren hat, indem unverletzt blieb ihre Jungfrauschaft auch nach der Geburt: der sei verworfen.

Lehrsatz-Nummer 209: In einer neuen Geburt ist er [Jesus] geboren worden, weil unberührte Jungfrauschaft, die das Beilager eines Mannes nicht kannte, ihm in ihrem durch die Überschattung des Heiligen Geistes fruchtbar gewordenen Schoß einen Leib bereitet hat. Diese Jungfrauengeburt kann mit natürlichem Verstand nicht begriffen werden und steht ohne Beispiel da. Könnte man sie natürlich begreifen, wäre sie nicht wunderbar … Zwar hat Maria durch die Überschattung des Heiligen Geistes empfangen, doch darf man deswegen nicht glauben, dass der Heilige Geist der Vater des Sohnes sei.

Das lehrt und glaubt die katholische Kirche (2)

Veröffentlicht 11. Oktober 2021 von hubert wenzl in Religionskritik

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