Demonstration gegen Faschismus in Rom – Zivilgesellschaft gegen radikale Impfgegner   5 comments

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Ich sage dazu nur: Wehret den Anfängen. Die Erstürmung von Gewerkschaftszentralen durch Faschisten gab es schon mal in der italienischen Geschichte.

Aus fr.de

Teilnehmende der Demonstration „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ in Rom.

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In der italienischen Landeshauptstadt Rom gingen rund 50.000 Menschen auf die Straße, um gegen rechte Gewalt radikaler Impfgegner und Neofaschisten zu demonstrieren.

Rom – Zehntausende Menschen haben unter dem Motto „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ in der italienischen Hauptstadt demonstriert. Angemeldet beziehungsweise organisiert wurde die Demonstration von den Gewerkschaftsbünden CGIL, CISL und UIL. Rund 50.000 Menschen folgten dem Aufruf laut Angaben italienischer Medien und gingen eine Woche nach den rechtsextremistisch motivierten Ausschreitungen der Vorwoche auf die Straße.

Genau eine Woche zuvor nämlich demonstrierten ebenfalls in Rom Gegner:innen der Corona-Maßnahmen in Italien. Unter ihnen viele Rechte und Rechtsextreme, darunter Mitglieder der rechtsradikalen Partei Forza Nuova. Diese hatten am Rande der Corona-Proteste unter anderen den Hauptsitz der Gewerkschaft Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) angegriffen.

Der Protest gegen die Corona-Regeln wird auch in Italien von Rechtsextremen angeführt

In Italien wird der Protest gegen die staatlichen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, ähnlich wie in anderen europäischen Staaten, verstärkt von Rechtsextremen Gruppierungen unterwandert oder bereits angeführt. Besonders Forza Nuova engagiert sich lautstark unter anderem gegen den sogenannten „Grünen Pass“, also dem Nachweis über einen aktuellen Corona-Test, eine Impfung oder eine überstandene Corona-Erkrankung. Ohne dieses Dokument ist es Angestellten in Italien untersagt, ihrer Arbeit nachzugehen, imn Falle einer Zuwiderhandlung drohen hohe Geldstrafen und Suspendierungen.

Die Tagesschau schrieb nach den Ausschreitungen: „Radikale Impfgegner und Faschisten vereint“, generell fiel das Medienecho in Italien und international entrüstet über die Gewaltbereitschaft der Rechten in Rom aus. Im Zentrum der gewaltbereiten Protestierenden soll die Römerin Pamela Testa gestanden haben. Obwohl sich Testa als „freie Bürgerin“ inszeniert, die „ohne irgendwelche politische Ideologie, ohne eine Parteifahne“ gegen die Corona-Maßnahmen aufwiegelt, wird ihr eine Nähe zu rechtsextremen Gruppierungen nachgesagt. Dafür spricht, dass sie immer wieder auf Veranstaltungen der Forza Nuova auftritt.

Nach Gewalt bei Corona-Protesten: Auflösung der neofaschistischen Partei Forza Nuova gefordert

Die Partei gilt als größte neofaschistische Organisation in Italien. Über Landesgrenzen hinweg sucht die Forza Nuova etwa die Nähe zur deutschen NPD. Die demokratische Gesellschaft in Italien diskutiert inzwischen über eine Auflösung der Partei der Rechtsextremisten.

CISL-Generalsekretär Luigi Sbarra etwa forderte die Politik auf, beim Auflösen neofaschistischer und neonazistischer Organisationen „schnell voranzuschreiten“. Seine Forderung fiel auf den Jahrestag einer Razzia durch die Nazis vor 78 Jahren in Rom, in deren Folge mehr als 1.000 Menschen jüdischen Glaubens in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. (Mirko Schmid)

Demonstration gegen Faschismus in Rom – Zivilgesellschaft gegen radikale Impfgegner

Aus tagesschau.de – Auszug.

Zehntausende bei Demo gegen Faschismus

Vor einer Woche hatten Rechtsradikale bei Ausschreitungen während einer Demo in Rom den Sitz der Gewerkschaft CGIL attackiert. Zehntausende Menschen gingen heute deshalb auf die Straße, um gegen Faschismus zu demonstrieren.

Eine Woche nach dem Angriff auf den Sitz der Gewerkschaft CGIL in Rom haben Zehntausende Menschen in der italienischen Hauptstadt gegen Faschismus demonstriert. „Nie mehr Faschismus: für Arbeit, Mitbestimmung und Demokratie“ lautete das Motto der Veranstaltung organisiert von den Gewerkschaftsbünden CGIL, CISL und UIL. Zur Kundgebung kamen Medienberichten zufolge mehr als 50.000 Menschen.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-proteste-113.html

5 Antworten zu “Demonstration gegen Faschismus in Rom – Zivilgesellschaft gegen radikale Impfgegner

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  1. Wodurch kennzeichnet sich der Faschismus? Vor allem durch ein autoritäres System. An der Spitze steht ein Führer der befiehlt und dem ist zu gehorchen. Pluralismus wird ausgeschlossen. Und natürlich ist der Faschismus auch anti-demokratisch.

    Vom Bayerischen Verfassungsschutz – verfassungsschutz.bayern.de
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    Autoritarismus

    Autoritarismus bezeichnet sowohl ein politisches System als auch politische Einstellungen, die die Einführung autoritärer politischer Strukturen befürworten.

    Als politisches System ist der Autoritarismus anti-demokratisch, antiliberal, antipluralistisch und anti-individualistisch. Die ganze Gesellschaft soll nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam umgestaltet werden. Im Gegensatz zum Totalitarismus steht beim Autoritarismus nicht die Ideologie im Vordergrund, sondern die autoritäre Führungspersönlichkeit.

    Der Typus, der solche politischen Systeme befürwortet, ist durch folgende Einstellungsmuster definiert: Im Vordergrund stehen Gehorsam und der Respekt gegenüber Autoritäten. Der Wunsch nach Macht und Stärke ist deutlich ausgeprägt. Schwache werden in aggressiver Weise verachtet, Sündenböcke und Feinbilder gesucht. Meist werden Migranten, Asylbewerber und Mitbürger jüdischen oder islamischen Glaubens zu solchen Feindbildern gemacht.

    Für Personen, die Autoritarismus befürworten, sind politische Ordnungen attraktiv, die durch Führerkult und Militarismus geprägt sind. Häufig handelt es sich dabei um nationalistische Systeme.

    Für zahlreiche Neonazis bietet der Autoritarismus das Einstiegselement in die rechtsextremistische Ideologie.

    https://www.verfassungsschutz.bayern.de/rechtsextremismus/definition/ideologie/autoritarismus/index.html

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  2. Aha Zivilgesellschaft nennt man das jetzt und die anderren sind natürlich die RADIKALEN oder EXTREMEN eben Nazis.

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  3. Ob sich das nun Zivilgesellschaft nennt oder anders heißt ist nicht so wichtig. Jedenfalls verhalten sie sich ziviler als diese rechten Rabauken von „Ordine Nuovo“, die Gewerkschaftssitze gestürmt haben. Das ist nicht akzeptabel. Es braucht nicht Mussolini Nr. 2. Die hatten in den 1920-er Jahren auch zuerst Gewerkschaftssitze gestürmt. Jemand der etwas erstürmt ist eben ein Extremer, ein Faschist oder ein Nazi. So wie auch der Sturm auf das Capitol am 6. Jänner d.J.
    Steve Bannon, ein extremer Rechter, der damals auch seine Hände im Spiel hatte, gleich wie Trump durch seine Reden, wird nun vor Gericht vorgeladen, weil er beim Untersuchungsausschuss nicht erschien.
    „Trump-Berater Steve Bannon soll vor Gericht“
    https://www.tagesanzeiger.ch/ausschuss-will-trump-berater-bannon-vor-gericht-bringen-354942622162

    Noch etwas zur Impfung. Bin gestern darauf gestoßen, war auf italienisch, habe es übersetzt.
    Sterben tun die Nicht-Geimpften, nicht die Geimpften. Von 10 Patienten auf Intensivstationen sind 9 Nicht-Geimpfte.

    Biontech mRNA (NICHT DNA!!)
    Hauptbestandteil ist der Impfstoff, also ein sehr kleines mRNA-Fragment (Messenger-RNA). Der Zweck dieses winzigen „Stücks“ der Boten-RNA besteht darin, die Zellen dazu zu stimulieren, ein Protein (Protein „S“, Spike) zu bilden, das mit dem des Sars-Cov-2-Virus identisch ist (es ermöglicht dem Virus, in unsere Zellen einzudringen). Einmal produziert, wird dieses Protein von unserem Körper als „fremd“ erkannt (wie das des Virus) und regt daher das Immunsystem an, zu reagieren, um es zu eliminieren. Wie Sie sehen können, dringt dieses Protein NICHT in den Zellkern ein: Alle, die sagen, dass es „die DNA modifiziert“, reden Unsinn. Darüber hinaus sind „RNA“-Impfstoffe seit vielen Jahren bekannt und untersucht: Es ist NICHTS gefährlich, weil es eine Methode zur Herstellung von Impfstoffen ist, die seit langem verwendet wird, also nichts „Experimentelles“.

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  4. „Der Protest gegen die Corona-Regeln wird auch in Italien von Rechtsextremen angeführt“

    Warum bei dir immer EXTREME? Reicht es nicht wenn das RECHTE sind. „Rechts, Links“ das sind die politische Richtungen in einer Demokrastie. .

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  5. Es gibt gemäßigt und es gibt extrem. Oder willst du das Wort Extrem aus der deutschen Sprache streichen? Ich verstehe nicht, warum du dich am Wort extrem so stößt. Allenfalls könnte man noch den Begriff rechts-Radikal dafür benützen. Extrem ist extrem, Punkt. Welcher Richtung man angehört, rechts oder links, hängt von den eigenen Wertevorstellungen ab.

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