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Antibiotikaresistente Keime – Tödliche Gefahr für Menschen   1 comment

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Die landwirtschaftliche Tierhaltung kostet nicht nur Millionen Tieren tagtäglich das Leben und schadet unserer Umwelt – sie kann uns auch in vielerlei Hinsicht krank machen. Schätzungsweise bis zu 30.000 Menschen sterben jährlich an Infektionen, die wegen antibiotikaresistenten Keimen nicht behandelt werden konnten.

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Antibiotika – Gefahr im Essen / PETA

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Ohne hohe Antibiotika-Gaben würden diese Tiere nicht einmal die sogenannte Mast überleben.

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Worin besteht die Gefahr?

Bakterien sind nicht per se krankheitserregend – an der falschen Stelle oder im Ungleichgewicht können sie jedoch schwere Entzündungen, Vergiftungen oder andere Infektionen auslösen. Glücklicherweise können bakterielle Infektionen seit der Entdeckung des Penicillins, und damit des Antibiotikums, relativ einfach und schnell behandelt werden. Leider aber werden Antibiotika seitdem nicht nur falsch, sondern auch unnötig eingesetzt. Durch diese fehlerhafte Anwendung können die Bakterien Resistenzen gegenüber einem oder mehreren Antibiotika entwickeln und diese so wirkungslos machen – bakterielle Infektionen können also wieder vermehrt tödlich enden. Dort wo die meisten Antibiotika verabreicht werden, entwickeln sich auch die meisten Resistenzen. Es verwundert also nicht, dass neben den Krankenhäusern auch die Tierställe eine Brutstätte für weitere Resistenzentwicklungen sind. Denn in deutschen Ställen wurden alleine im Jahr 2017 insgesamt 733 Tonnen Antibiotika an Schweine, Puten, Hühner Rinder und andere Tiere verabreicht.
Darunter befinden sich auch Präparate, die in der Humanmedizin angewendet werden und sogar solche, die für den Menschen sogenannte Reserveantibiotika darstellen – also jene Antibiotika, die die letzte Rettung sein sollen, wenn andere Präparate zuvor schon unwirksam waren. Erfahren Sie hier, warum die meisten Landwirte sogar gesunde Tiere mit Antibiotika behandeln.
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Bei nahezu jeder Recherche finden unsere Ermittler verschiedene Medikamente in den Ställen vor – darunter große Mengen an Antibiotika und Reserveantibiotika, die oft auch an gesunde Tiere verfüttert werden.

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Was ist MRSA?

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus, kurz MRSA, sind Bakterien, die im Laufe der Zeit resistent gegen das Antibiotikum Methicillin oder auch gegen andere Antibiotika geworden sind. Einige diese resistenten Staphylococcus aureus entwickeln sich aufgrund falscher oder zu häufiger Antibiotika-Gaben im Darm der Abermillionen Schweine, Hühner, Puten und Rinder, die in Deutschland zur Produktion von Fleisch, Milch und Eiern gehalten werden. Aufgrund der Herkunft werden diese Bakterien „livestock-associated“ MRSA (LA-MRSA) genannt. Vergleichende Analysen haben gezeigt, dass im Zuge der Intensivtierhaltung eine Anpassung von ursprünglich beim Menschen vorkommenden Erregern an die Tiere in den Ställen erfolgte. Laut des Robert-Koch-Instituts haben umfangreiche Studien in konventionell geführten Mastanlagen gezeigt, dass insbesondere Schweine und Geflügel mit LA-MRSA besiedelt sind. Fleisch, das im Handel angeboten wird, ist also ein häufiger Übertragungsweg auf den Menschen. Ein weiterer Weg ist der direkte Tierkontakt. Bis zu 86 % der Landwirte, die in MRSA-positiven Ställen arbeiten, sind mit LA-MRSA besiedelt – und können diese Resistenzen natürlich an andere Menschen weitergeben. Schon heute erhalten Landwirte in einigen Krankenhäusern eine weitaus kostenintensivere Sonderbehandlung und werden von anderen Patienten isoliert untergebracht. Auch in der Gülle, die zum Düngen der Felder genutzt wird, in der Stallluft sowie in der Luft außerhalb der Ställe können sich resistente Keime wiederfinden. Vom Thema „antibiotikaresistente Keime“ ist daher jeder Einzelne von uns betroffen!

Was sind ESBL?

ESBL steht für „Extended-Spektrum-β-Laktamase“. β-Laktamasen sind bakterielle Enzyme, die bestimmte Antibiotika unwirksam machen können. Das Fatale ist, dass diese Enzyme unter Bakterien leicht ausgetauscht werden können und somit praktisch jedes Bakterium Antibiotikaresistenzen erlangen kann. Laut einer Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts ist auch in Deutschland ein deutlicher Anstieg bestimmter Bakterien mit ESBL zu verzeichnen. Da sich Bakterien mit Resistenzeigenschaften vor allem dort ausbreiten, wo der Selektionsdruck zugunsten der Resistenz infolge des Antibiotikaeinsatzes hoch ist, ist es nicht verwunderlich, dass ESBL-bildende Bakterien gerade in industriellen Tierställen häufig vorkommen. Wie Untersuchungsergebnisse aus dem Jahr 2012 zeigen, wurde ESBL-E. coli im Großteil der Schweine- und Geflügelbestände nachgewiesen, und die Übertragung der Resistenzen vom Tier auf den Menschen sind seit Längerem bekannt.

Wie können wir uns schützen?

Laut einer Berichterstattung des Robert-Koch-Instituts sind „neue Antibiotika für die Behandlung von Infektionen mit derart resistenten Erregern gegenwärtig nicht in Sicht“. Um eine weitere Resistenzentwicklung und -ausbreitung schnellstmöglich zu unterbinden, muss der Einsatz von antibiotisch wirksamen Medikamenten daher drastisch gesenkt werden. In der Art und Weise, wie wir Tiere heute zum allergrößten Teil halten, ist der Einsatz von großen Antibiotikamengen unumgänglich. Bei Zehntausenden Hühnern in einer Halle würden die Tiere wegen des hohen Infektionsdrucks, der nicht artgerechten Haltung und der Überzüchtung nicht einmal bis zu dem Tag ihrer Tötung überleben.
Wir brauchen deshalb einen Strukturwechsel in der Landwirtschaft weg von der industriellen Tierhaltung und hin zu einer bio-veganen Landwirtschaft.  Eine Lösung für dieses schwerwiegende Problem bietet also die vegane Ernährung, denn sie ist aktiver Tierschutz, Umweltschutz und zudem sehr gesund. Teilweise kann sie uns auch vor der Übertragung resistenter Keime schützen – wenn auch nicht zuverlässig. Resistente Keime können aus den Tierställen hinausgelangen und sind von Mensch zu Mensch übertragbar. So kann beispielsweise unser Gemüse mit infizierter Gülle gedüngt worden sein. PETA spricht sich deshalb für eine rein pflanzliche Ernährung und die bio-vegane Landwirtschaft aus. Hierdurch würde alleine in Deutschland pro Jahr fast einer Milliarde Tiere der Tod im Schlachthaus erspart bleiben – und lebensrettende Antibiotika für tausende Menschen könnten ihre Wirkung behalten.

Was Sie tun können

Wir müssen den Umgang mit Tieren in der Ernährungsindustrie grundsätzlich überdenken. Niemand ist auf den Konsum von Fleisch, Milch oder Eiern angewiesen – und immer mehr Menschen erkennen die zahlreichen Vorteile einer veganen Ernährung. Geben Sie daher kein Geld für tierische Produkte aus und unterstützen Sie die bio-vegane Landwirtschaft in Ihrer Umgebung.

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Antibiotikaresistente Keime – Tödliche Gefahr für Menschen

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Gruß Hubert

Ich will leben – Xavier Naidoo   Leave a comment

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Es ist erschreckend welches Leid, welche Qual der Mensch über die Tiere bringt. Es ist die Hölle.

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Ich will leben – Xavier Naidoo

 

Seit vier Tagen unterwegs eingepfercht und ohne Wasser
3.000 Kilometer bei 43 Grad

Schwer zu glauben doch es heißt es sei nicht so, dass sie uns hassten
Ich schätz‘ die traurige Wahrheit ist, wir sind ihnen schlicht und einfach scheißegal

Ich will leben, Ich will leben
Mit allen Mitteln leben
Gott weiß ich will leben

Angekommen in der Hölle folgen Schläge, Tritte, Stiche
Da ist nicht einer unter uns dem nicht klar ist, wohin das Ganze führt

Nackte Panik überall, kein Hauch von Halt, einzig allein der Tod ist sicher

Bitte Herr erbarme dich und mach, dass das Betäubungsmittel wirkt
(Man fühlt, wenn man stirbt.)

Ich will leben, Ich will leben
Mit allen Mitteln leben
Gott weiß ich will leben

Eines Tages wird jeder behaupten nicht geahnt zu haben was hier vorging
Drum sag es Freunden, sag es Feinden, sag es allen, sag es jedem den du kennst

Solang mein Fleisch und Blut für euch ein Gut ist, sie uns essen, tragen, morden

Und du denkst, dass ich nicht fühle werd‘ ich fühlen wie es ist, dass du nicht denkst
(Aber das weißt du doch längst.)

Ich will leben, Ich will leben
Mit allen Mitteln leben
Gott weiß ich will leben

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https://www.4shared.com/web/embed/file/X_xdB0hhfi

https://www.4shared.com/video/X_xdB0hhfi/Ich_will_leben__-_XAVIER_NAIDO.html

Schächten: Was steckt wirklich dahinter?   Leave a comment

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Hier wird von einem Mediziner erklärt wie grausam das Schächten ist und welche Höllenqualen Tiere dabei erleiden. Sie erleiden einen grausamen, langsamen Tod und bekommen alles bei vollem Bewusstsein mit.

Von Fellbeisser.net

Beim ersten angegebenen PETA-Linkhinweis ( www.peta.de/im-schlachthof ) kommt man nicht zum Thema “Schächten”, sondern zu der bekannten Problematik der “qualvollen Betäubungsmethoden in deutschen Schlachthöfen”. Erst der zweite (!) Link www.peta.de/schaechten führt zum Thema Schächten.

Zum Thema betäubungsloses Schächten – bei dem die Tiere BEWUSST und VORSÄTZLICH BETÄUBUNGSLOS abgemetzelt werden – nachstehend eine gutachterliche Stellungnahme des Chirurgen Dr. med. Werner Hartinger, betr. der anatomisch-physiologischen Vorgänge beim Schächten:

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben…

Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt.

Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt. Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so dass regelmäßig nachgeschnitten werden muss.

Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt.

Hängt man dann entsprechend den “Vorschriften” das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.

Fazit: Schlachten ist furchtbar, Schächt-Schlachten ohne jegliche Betäubung, aber grauenvoll.

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Schächten: Was steckt wirklich dahinter?

 

Mehr dazu: https://wolodja51.wordpress.com/das-betaeubungslose-schaechten-von-tieren-im-focus-des-21-jahrhundert/

Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe   1 comment

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Wieder einmal sieht man dass die Kontrollen total versagen bzw. auch zum Teil nicht gewollt sind.

Von swr.de

Bayerisches Verbraucherschutzministerium schaltet Staatsanwaltschaft ein.

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Tierquälerei auf einem Bauernhof in BayernTierquälerei auf einem Bauernhof in Bayern

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Einer der größten Milchbauern Bayerns verstößt eklatant gegen den Tierschutz. Der Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach im Allgäu quält nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung sowie den ARD-Politikmagazinen REPORT MAINZ und Fakt seine Tiere.

Das geht aus einer mehrere Wochen umfassenden Videodokumentation aus den Ställen hervor. Die Aufnahmen wurden der ARD und der Süddeutschen Zeitung vom Tierrechtsverein Soko Tierschutz übergeben und zeigen, dass das Personal den Kühen immer wieder schwere Schmerzen zufügt. Die Kühe werden getreten und geschlagen. Tiere, die nicht mehr laufen können, werden mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren durch den Stall geschleift.

Erkrankte Kühe werden in ein Krankenabteil des Stalls gebracht und dort nicht ausreichend versorgt. Über einen Zeitraum von zehn Tagen dokumentieren die Aufnahmen, dass ein spezielles Tier nur sehr wenig Wasser und Futter erhalten hat und außerdem nicht sachgerecht getötet wurde. Es sind mehrere sogenannte Nottötungen zu sehen, bei denen die Tiere mit einem Bolzenschuss betäubt, danach jedoch nicht sachgerecht ausgeblutet wurden. Minuten nach dem Bolzenschuss zeigen einige Kühe noch immer Reaktionen und leiden damit länger als erlaubt ist. Der Bauer Franz Endres will sich zu den Vorfällen bislang nicht äußern, trotz mehrfacher Nachfrage.

Prof. Holger Martens, ein Experte für Rinderhaltung, hat die Aufnahmen für die ARD und die Süddeutsche Zeitung begutachtet. Seine Einschätzung: „Ich habe solche Bilder noch nie gesehen. Sie sind nicht akzeptabel. Das sind unerträgliche Zustände. Das verstößt eindeutig gegen die bestehenden Gesetze. Es ist bedrückend.“

Bei Kontrollen Anfang Juni nach einer anonymen Anzeige haben auch die amtlichen Veterinäre aus Mindelheim tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt. Der Landwirt sei angehalten worden, die festgestellten Mängel sofort zu beheben, heißt es.

Fleisch von kranken Tieren aus dem Betrieb Endres ist zudem in die Lebensmittelkette gelangt. Das bestätigte der Schlachthof Vion in Buchloe. Die Milch der Tiere wurde an die Käserei Champignon geliefert. Das Unternehmen fordert eine lückenlose Aufklärung. „Sollten sich die Vorwürfe als zutreffend erweisen und nicht endgültig abgestellt werden, werden wir weitere Schritte bis hin zur Beendigung der Lieferbeziehungen einleiten“, heißt es.

 

Inzwischen hat auch das zuständige bayerische Verbraucherschutzministerium reagiert. In einer schriftlichen Stellungnahme vom Montag heißt es: „Tierquälerei ist nicht hinnehmbar. Zum ersten Mal in meiner Amtszeit werde ich mit derartig schweren Vorwürfen gegen einen konkreten Betrieb konfrontiert. Der Sachverhalt muss sofort umfassend aufgeklärt werden. Dazu wurden die notwendigen Schritte durch das Ministerium und die zuständigen Behörden vor Ort bereits eingeleitet. Mir war besonders wichtig, unverzüglich auch die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Hier steht kriminelles Verhalten im Raum. Der Betrieb trägt die Verantwortung für die Tiere. Es besteht der dringende Verdacht, dass diese Verantwortung hier grob missachtet wurde“, sagt Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber, Freie Wähler.

Zudem seien mehrere Sonderkontrollen des Betriebes angeordnet worden und man habe bei der zuständigen Regierung von Schwaben einen Sonderbericht angefordert.

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Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe

Tiere im Todeskampf   Leave a comment

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Das sind schreckliche, inakzeptable Zustände. Unzweifelhaft ist hier die Justiz gefordert!

Von http://www.swr.de – Report

Massive Tierschutzverstöße in der Milchproduktion

Gemeinsame Recherchen von SZ, FAKT und REPORT MAINZ decken Tierquälereien in einem der größten deutschen Milchviehbetriebe auf.

Ein Video ist bei swr.de im Link „Tiere im Todeskampf“ zu sehen.

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Auf dem Milchviehbetrieb Endres in Bad Grönenbach im Allgäu fügt das Personal den Kühen immer wieder schwere Schmerzen zu. Tiere werden getreten und geschlagen. Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Hilfe von Hüftklammern und Traktoren durch den Stall geschleift. Einige Tiere werden in ein Krankenabteil des Stalls gebracht und dort nicht ausreichend versorgt.

Das geht aus einer mehrere Wochen umfassenden Videodokumentation aus den Ställen hervor, die der Redaktion von der Tierrechtsorganisation Soko Tierschutz übergeben wurde. Nach Auffassung von Prof. Holger Martens, einem Experten für Rinderhaltung, verstoßen die dokumentierten Zustände eindeutig gegen die bestehenden Gesetze.

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Diese Kuh lag unbehandelt eine Woche im Sterben.

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Hier wird eine kranke, nicht mehr gehfähige Kuh per Stiche in den Transporter „gemurkst“.

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Tiere im Todeskampf

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Profit und Quälerei

Tierschutz in Deutschland

Ob Daunendecken, Milch, Schweine-, Rinder- oder Entenfleisch: Immer wieder hat REPORT MAINZ elende Haltungsbedingungen in Mastanlagen und Tierschutzverletzungen in zahlreichen Schlacht- oder Zuchtbetrieben oder beim Transport aufgedeckt. Das Erschlagen von jungen Ferkeln, Lebendrupfung bei Gänsen, qualvolle Aufzucht und die Haltung von Milchkühen – all das waren Themen in REPORT MAINZ.

Die Tiere leiden häufig unter Verletzungen, Krankheiten und Misshandlung durch die im Betrieb angestellten Mitarbeiter. Oft werden sie auch mit zu wenig Flüssigkeit versorgt oder mit ungeeignetem Futter, das sie schneller wachsen lässt.

Trotz gesetzlicher Auflagen werden die Haltungsbedingungen in einigen Betrieben und die Lücken in Tierschutzgesetzten heftig kritisiert. REPORT MAINZ berichtete mehrfach über Fälle von Tierquälerei in deutschen Betrieben. Die bisherigen Beiträge haben wir für Sie in diesem Dossier zusammengefasst:

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SWR-Tierschu-Verstösse-Liste

Es geht weiter…

Tierschutz in Deutschland

 

Das große Sterben geht um… Tierheime, Wildtierstationen und Lebenshöfe vor dem AUS   1 comment

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Es ist traurig und ein Armutszeugnis für die Politik, dass sie für Tiere keinen Finger rühren und keine Unterstützungen für Tierheime oder Gnadenhöfe geben. Sie schauen nur darauf was ihnen Stimmen bringen könnte und scheuen sich nicht sich dafür zu prostituieren.

Von Bettina, Marie Schneider – 1. August 2019

Das große Sterben geht um…
es stirbt stückchenweise die wichtige Hilfe für notleidende, kranke, ungewollte, hilfsbedürftige Tiere. Hunde, Katzen, Vögel, Eichhörnchen, Wildtiere, Nutztiere…Tierheime, Auffangstationen, Lebenshöfe…sie alle sind am Limit. Diese Tragödie…und es ist eine Tragödie!!!…hat mehrere Ursachen.

Zum einen wird den Bürgern beständig mehr Geld in Form von Steuern, Abgaben und künstlichen Verteuerungen aus der Tasche gezogen und dafür soziale Leistungen eingeschränkt…die Menschen haben immer weniger Geld zur Verfügung, auch für Spenden.

Zum anderen steigt der Bedarf immer weiter. Nie gab es so viele misshandelte, verletzte und kranke Tiere, die Versorgung benötigen und nach wie vor fühlt sich unser Staat nicht dafür zuständig. Die Flut des Elends muss alleine bewältigt werden.

Was das für den Einzelnen bedeutet, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Tierschützer investieren nicht nur ihre gesamte Freizeit, ihr Wissen und ihr Herzblut, sie schenken auch ihre Wohnungen/Grundstücke/Häuser den Tieren und dazu jeden Cent, den sie haben…bis irgendwann gar nichts mehr geht.

Jeden Tag erhalte ich mittlerweile erschütternde Briefe, traurige Posts und spreche mit weinenden Menschen am Telefon, die mit hungrigen und kranken Tieren allein gelassen sind, die gerne helfen möchten aber nicht mehr können. In Deutschland…wohlgemerkt! Dass die Lage im Ausland dramatisch ist, wissen wir ja seit langem.

Nein, es passiert mitten unter uns, wo täglich Millionen für sinnlose Dinge verprasst werden, wo Gemeinden, Länder und der Bund, Unsummen für so ziemlich alles und jeden ausgeben…nur nicht für Tiere und Tierschutz. Es passiert hier, wo genügend überflüssiges Geld in Umlauf ist, um auch im letzten Jahr wieder 137 Millionen an Silvester einfach in die Luft zu ballern,
Es passiert hier, wo Menschen jeden Tag Unsummen für Labels und 4 Sterne Küche, für künstliche Nägel, für Hightech bis in den kleinsten Winkel ihres Hauses und für die zigste Kreuzfahrt ausgeben…aber keine drei Euro für zwei Dosen Igelfutter haben.
Oh, sie mögen Tiere, sie lieben auch Igel, ja sie liiieben sie alle. Aber nicht ihr Problem! Darum sollen sich doch andere kümmern!

So bleibt dieses „Problem“ an ein paar wenigen hängen, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Menschlichkeit und Empathie, Mitleid und Mitgefühl nicht ganz vor die Hunde gehen zu lassen. Sie kümmern sich um verletzte Wildvögel, kastrieren Katzen, nehmen misshandelte Pferde auf und 1000 Dinge mehr, die eigentlich nicht „Privatsache“ sind, sondern von der Allgemeinheit unterstützt werden sollten. Schließlich ist der Schutz der Tiere in unserem Grundgesetz verankert und kein albernes Hobby!!!

Jeder Einzelne von diesen bewundernswerten Menschen, die ihr Leben den vergessenen Tieren widmen, verdient für mich das Bundesverdienstkreuz, stattdessen werden sie belächelt, allein gelassen, müssen jeden Tag um Spenden betteln und werden mit wahnwitzigen behördlichen Auflagen drangsaliert.

Ihr seid meine wahren Helden  und ich versuche über unseren Verein Frieden für Pfoten e.V., zumindest ein kleines bisschen zu helfen, Mut zu machen und hier auf meinem Blog eure Geschichten zu erzählen!
Eine Gesellschaft, die Tierschutz und Tierschützern eine so geringe Wertschätzung, einen so geringen Stellenwert entgegen bringt, hat für mich den Namen „zivilisiert“ nicht verdient!

Ich fordere öffentliche Hilfen für diese wertvolle Arbeit, Tierschutz als Schulfach und ein Budget für Tierhilfe in jeder Kommune!
Weg von den Almosen und hin zur Vernunft!

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Gruß Hubert

Fällt die Birke   Leave a comment

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JESSENIN

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Nicht genug gelernt, um zu bestehen,
Sieht er sich im Spiegel, ringsum schweigt
Vormittäglich Stille; nur ganz oben
Über ihm der Geiger geigt und geigt.
Seine Freunde meiden ihn, denn seine Trauer
Hat auch sie vertrieben: Geh und wart’,
Daß die Klingel läutet, ja, die Jahre,
Die voll Liebe waren, haben ihn genarrt.
Das, worauf er baute, kann zerfallen.
Geh, und prüfe deine Schuld!
Doch er kennt den Spruch: die Schuld an allem
Trägt nur deine große Ungeduld!
Güte gibt, wem Güte wird gegeben,
Liebe nur, wem Liebe widerfuhr, da wird
Keine Schuld beglichen: dieses Leben
Ist voll Irrtum – und er hat geirrt.
Ja er weiß es: Glück hat keine Dauer.
Wer ihn lesen wird dereinst? Wer wei߅
Fällt die Birke, stirbt der letzte Bauer?
Wird zu Eisen werden oder gar zu Eis,
Was einst Glut war? Aus dem letzten Sommer
Hebt der Herbst sich, steigt des Winters Blau,
Wölbt der Himmel sich über den Feldern
Und der Wermutsteppe gelbem Grau.
Feldweg, Kindheit, Liebe – ja erwachsen
ist er jetzt geworden: unberührt
Sind die Dinge nicht, im Schlag der Uhren
Geht die Zeit, die ihm nicht mehr gehört.

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Heinz Czechowski

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http://www.planetlyrik.de/sergej-jessenin-gedichte/2011/11/

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P.S.

Ich bin ziemlich sicher, dass das Gedicht von Jessenin ist und nur von Heinz Czechowski übersetzt wurde.

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Czechowski erlebte als Zehnjähriger die Zerstörung der Stadt Dresden. Nach einer Ausbildung als grafischer Zeichner und Tätigkeit als Vermessungsgehilfe und technischer Zeichner schloss er sich zunächst der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren an, um anschließend von 1958 bis 1961 am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig zu studieren, wo er stark von Georg Maurer (Sächsische Dichterschule) beeinflusst wurde. 1957 wurden erste Gedichte in der Zeitschrift Neue deutsche Literatur veröffentlicht. 1961 bis 1965 war er Lektor beim Mitteldeutschen Verlag in Halle (Saale). Von 1971 bis 1973 war er Dramaturg an den Bühnen der Stadt Magdeburg. Seitdem arbeitete er als freier Schriftsteller und lebte zeitweise in Wuischke in der Oberlausitz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Czechowski

Veröffentlicht 24. September 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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