Archiv für die Kategorie ‘Medien

AKK – es kommt nichts besseres nach…   Leave a comment

.

Es bestätigt sich wieder mal der Spruch: es kommt nichts Besseres nach.

Kramp-Karrenbauer möchte Regeln für die digitale Welt. Anlass war das Rezo-Video. Die greift ja häufig ins Fettnäpfchen. Na ja ist ja nicht so schlecht, wenn die CDU noch mehr Stimmen verliert.

von PC-Welt

Nach Rezo-Video: CDU-Chefin will Meinungen im Netz regulieren

Die CDU-Chefin denkt nach dem Rezo-Video über eine Regulierung der Meinungsäußerungen vor Wahlen im Web nach. Update!

 

.
.

Update, 28.5., 12:15 Uhr: Change.org teilt am Dienstagmittag mit, dass heute auf der Plattform eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Zensur unserer Meinungsfreiheit, Frau Kramp-Karrenbauer!“ gestartet ist. Hinter der Petition stecken die 87-jährige Youtuberin Marmeladenoma und der Youtuber Herr Newstime. Binnen kurzer Zeit wurde die Online-Petition bereits über 12.500 Mal unterzeichnet. Anlass sind die jüngsten Äußerungen der CDU-Chefin über eine Regelung der Meinungsäußerung im Internet kurz vor Wahlen – mehr dazu weiter unten.

Mit dem „Eil-Appell“ rufen die Initiatoren und die Unterstützer der Online-Petition die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dazu auf „den Angriff auf die Meinungsfreiheit“ zu stoppen. Im Petitionstext heißt es: “ Es stehen wichtige Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen an. Wir fordern Frau Kramp-Karrenbauer daher auf, ihre Ideen für Wahlkampf-Regeln zügig wieder zu begraben.”

Die Reaktion der CDU auf das Videos „Die Zerstörung der CDU“ des Youtubers Rezo kurz vor der Europawahl 2019 am vergangenen Sonntag ließ lange auf sich warten und warf kein gutes Bild auf den Umgang aller Parteien auf die Kritik der Internet-Generation. Der nun von der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geäußerte Gedanke dürfte das Netz aber weiter in Wallung bringen. Die CDU-Chefin hat nämlich laut ihre Gedanken zu dem Thema geäußert und schlägt vor, dass Meinungsäußerungen im Internet vor anstehenden Wahlen reguliert werden sollten. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine.

Die CDU-Chefin begründet ihre Aussage damit, dass sie sich über die Auswirkungen der Meinungsäußerungen auf die Demokratie sorge. Sie habe die Kritik aus dem Netz als Schlag ins Gesicht für sich und die ehrenamtlichen Helfer empfunden. Sie stelle sich auch die Frage, wie die Öffentlichkeit reagiert hätte, wenn 70 Zeitungsredaktionen vor einer Wahl dazu aufgerufen hätten, nicht die CDU oder SPD zu wählen. Dies wäre als klare Meinungsäußerungen eingestuft worden.

Daher müsse darüber nachgedacht werden, so Kramp-Karrenbauer: „Was sind Regeln aus dem analogen Bereich und welche Regeln gelten auch für den digitalen Bereich.“

.

Hier weiterlesen:

AKK – es kommt nichts besseres nach…

.

Gruß Hubert

 

 

Deutsche Journalisten unterstützen ORF-Moderator Armin Wolf   Leave a comment

.

Da jammern und plärren Rechte herum, dass sie nicht genügend Meinungsfreiheit garantiert hätten. Wenn sie aber an der Macht sind, dann ist die freie Presse das Erste was sie angreifen. Sie können es nicht ertragen, wenn nicht in ihrem Sinne berichtet wird oder wenn sie kritisiert werden. Beispiele kennt man ja genug: Türkei, Ungarn, Polen, Russland…
In Österreich gab es jetzt ein Aufjaulen gegen den Anchorman Armin Wolf in ZIB2. Die rechtspopulistische FPÖ möchte gar, dass der ORF ihn entlässt.

Hier ein Artikel von nrz.de

.

Wolf-Armin-ORF

 

Armin Wolf, österreichischer Journalist und Fernsehmoderator, bei einer Preisverleihung vor wenigen Tagen. Die FPÖ möchte ihn gern ruhigstellen.

Foto: Hans Punz / dpa

.

Dem ORF-Moderator Wolf wird vom Stiftungsrat des Senders eine Auszeit nahegelegt. Deutsche Journalisten ergreifen Partei für ihn.

Es geschieht nicht jeden Tag, dass deutsche Journalisten an die Öffentlichkeit gehen, weil sie die Pressefreiheit in einem befreundeten Nachbarstaat bedroht sehen, der bisher in dieser Hinsicht als gänzlich unproblematisch galt.

Im Falle Österreichs ist genau das nun passiert: Der ehemalige „Spiegel“- Reporter Cordt Schnibben twitterte: „Bitte aufwachen, was da im Nachbarland passiert, braucht unser Interesse und unsere Solidarität.“ Der Deutsche Journalisten-Verband mahnte: „Feinde der Pressefreiheit dürfen nicht gewinnen.“ Und ZDF-Moderator Claus Kleber schrieb: „Es geht offensichtlich darum, das Undenkbare nun endlich denkbar zu machen.“

Alle drei Wortmeldungen bezogen sich auf ein Interview, dass der Moderator der mit den „Tagesthemen“ vergleichbaren Nachrichtensendung „Zeit im Bild 2 (ZiB 2)“ des österreichischen ORF, Armin Wolf, am 23. April mit dem Generalsekretär der rechtspopulistischen Regierungspartei FPÖ Harald Vilimsky führte.

FPÖ-Mann droht mit Konsequenzen

Kurz zuvor hatte ein anderer FPÖ-Politiker Migranten mit Ratten verglichen. Auch deshalb stellte Wolf im Verlauf des Gesprächs ein gezeichnetes Wahlplakat der Rechtspopulisten, auf dem Flüchtlinge mit großen Nasen, eng zusammenstehenden Augen und zusammengewachsenen Augenbrauen zu sehen waren einem ganz ähnlichen Zerrbild eines Juden gegenüber, das einst im NS-Hetzblatt „Stürmer“ erschienen war.

Daraufhin drohte Vilimsky noch vor laufender Kamera Wolf mit Konsequenzen. „Das“ könne „nicht ohne Folgen bleiben“, sagte er. Wolfs Vorgehen habe „eine Qualität, die nach unten offen ist“. Und: „Ich halte das für einen Skandal der Sonderklasse.“ Vilimskys Parteifreundin Ursula Stenzel, eine ehemalige ORF-Moderatorin, sagte nach der Sendung gar, Wolf hätte in einem „Volksgerichtshof“ auftreten können.

.

Wolf-Armin-ORF_1

Auszug aus dem Link bei Twitter oben:

Ich bin am Morgen nach meinem Interview mit Harald Vilimsky zu einem lange geplanten Kurzurlaub aufgebrochen – aber sehr erholsam waren die paar Tage in Tel Aviv letztlich nicht. Jeden Tag kamen mehrere hundert Mails, SMSe und Twitter-Mentions. 99 Prozent davon lobend, freundlich und unterstützend (vielen Dank!) – aber ein freundlicher Herr hat mir auch unter vollem Namen gemailt: „Grüß sie warum sind sie noch nicht gekündigt beim orf sie. Ratte scheiss geburt einer Hure“ (Rechtschreibung im Original).

Doch wie ist es zu diesem Interview gekommen, das FPÖ-Chef Strache seither jeden Tag zumindest einmal „widerlich“ nennt, das der ORF-Stiftungsratsvorsitzende und ehemalige FPÖ-Chef Steger für „pervers“  hält und für das mich die frühere ZiB-Moderatorin und nunmehrige FPÖ-Stadträtin Ursula Stenzel am NS-„Volksgerichtshof“ verortet?

[…]

Am Wochenende zuvor, zu Ostern, hatte die FPÖ Krach mit ihrem Koalitionspartner. Das ekelhafte „Ratten“-Pamphlet des Braunauer Vize-Bürgermeisters im lokalen FPÖ-Parteiblatt hatte (nach der Debatte um das Verhältnis zu den rechtsextremen „Identitären“) eine kleine Koalitionskrise verursacht. Der Kanzler selbst hatte das „Gedicht“ als „abscheulich, menschenverachtend sowie zutiefst rassistisch“ kritisiert und eine Distanzierung verlangt. Dienstag früh trat der Braunauer FPÖ-Funktionär schließlich zurück.

https://www.arminwolf.at/2019/04/28/etwas-das-nicht-ohne-folgen-bleiben-kann/

.

Zur Medienaffäre wurde die Sache aber erst, als sich der Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats, Norbert Steger, ein ehemaliger FPÖ-Politiker, in der Sache äußerte. Er riet Wolf, dem er attestierte, er habe, das „Gefühl verloren, dass er vielleicht auch einmal unrecht haben könnte“, indirekt zu einer Auszeit: An dessen Stelle würde er „ein Sabbatical nehmen“, sagte Stegner.

Stegners Wort hat Gewicht. Der Stiftungsrat, dem er vorsteht , ist das oberste Aufsichtsgremium des ORF. Es entsteht der Eindruck, die Regierungspartei FPÖ wolle sich eines unbequemen Journalisten entledigen, an dem sie sich schon lange abarbeitet.

ORF soll aus dem Staatshaushalt bezahlt werden

Zuletzt holte sie sich dabei aber eine blutige Nase: Vergangenes Jahr musste sich kein Geringerer als der FPÖ-Chef und österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache bei Wolf entschuldigen. Er hatte auf Facebook ein Bild des Journalisten im „ZiB2“-Studio verbreitet und dazu geschrieben: „Es gibt einen Ort, wo Lügen und Fake News zu Nachrichten werden.“

Doch das gestörte Verhältnis von Teilen der österreichischen Bundesregierung zur Pressefreiheit geht über die Causa Wolf hinaus. So will die FPÖ die unbeliebte Rundfunkgebühr abschaffen und den ORF künftig direkt aus dem Staatshaushalt finanzieren. So könnte man aus Sicht der Rechtspopulisten den Sender enger an die Kandare nehmen.

.

 

Tierschutz im Hamburger Abendblatt – ein Armutszeugnis für seriösen Journalismus   Leave a comment

.

Tierschutz im Hamburger Abendblatt – ein Armutszeugnis für seriösen Journalismus

Geharnischter Protestbrief an das Hamburger Abendblatt von Bettina Marie Schneider. Sebastian Becht vom Hamburger Abendblatt warf Tierschützern, die Hunde aus Osteuropa holten und fast immer vor dem sicheren Tod retteten, vor, sie würde damit Geschäfte machen. Ich kann nur sagen eine sehr schlechte Idee als Tierschützer Geschäft machen zu wollen. Dieser Schreiberling hat null Ahnung vom Tierschutz und wie es mit den Straßenhunden in Osteuropa aussieht. Eine Frechheit, dann so einen Artikel zu schreiben. So ein Artikel kann ein Todesurteil für viele Hunde dort sein.

Rebloggt von Bettina Marie Schneider, guteskarmatogoblog.wordpress.com

Wenn Zeitungsartikel töten!
Das Hamburger Abendblatt und der Tierschutz…ein Armutszeugnis für den seriösen Journalismus“! Hundehandel unter dem Deckmantel des Tierschutzes

Liebe Redakteure,
oder sollte ich in diesem Fall besser das Wort „Schreiberlinge“ verwenden?
Es wäre leider angebracht, denn in Ihrem Artikel über Auslandstierschutz, mit dem reißerischen Titel, „Hamburger Tierärzte warnen vor dem Handel mit Sraßenhunden„, werden nicht nur grob fahrlässig Fakten verdreht, bzw unterschlagen sondern auch die seriöse Arbeit von unzähligen ehrenamtlichen Helfern mutwillig zunichte gemacht.
Seriöser Auslandstierschutz leistet durch Kastration vor Ort und Aufklärung einen sinnvollen Beitrag zur Verminderung des unendlichen Leids.
Seriöser Auslandstierschutz ermöglicht Adoptionen für Tiere, die dem sicheren Tod geweiht sind.
Seriöser Auslandstierschutz ist kein Geschäft sondern jede Adoption muss durch Spenden bezuschusst werden, da die Schutzgebühr nicht alle Kosten abdecken kann.

Sie können sich auf die Schultern klopfen. Ihr unsäglich schlecht recherchierter und einseitiger Artikel wird viele Spender verunsichern, Adoptanten abschrecken und vielen Hunden die Hilfe verwehren, auf die sie so verzweifelt in ihren kargen Zwingern warten. Die meisten davon, ein Leben lang vergeblich. Einen Besuch in einem dieser Shelter würde ich sehr empfehlen, ehe man darüber urteilt, wo es den Tieren besser geht…

Dieser Artikel war das Todesurteil für viele Insassen dort und eine Ohrfeige in das Gesicht aller seriösen Tierschützer und Organisationen, die ehrenamtlich versuchen, das Leid zu verhindern und einigen Tieren eine Chance auf Leben zu schenken. Ein ziemlich hoher Preis für einen Artikel und ein paar Klicks mehr, auf Facebook,  finden Sie nicht auch?

Eine Richtigstellung und Entschuldigung für diesen miserabel recherchierten und einseitigen Artikel, wäre mehr als angebracht, denn in diesem Fall geht es nicht nur um den Ruf der seriösen Tierschützer und Organisationen … ein guter Ruf und Vertrauen in unsere Arbeit, ist alles, was wir in die Waagschale werfen können, um Tieren zu helfen… sondern es geht um Leben, um das Leiden und Sterben der Straßentiere, überall in Europa!

.

hundewelpen

.

Last not least, bitte teilen Sie mir umgehend mit, wo es Kastrationen für 11 Euro gibt, wie im Artikel behauptet. Das ist ein lächerlicher Betrag, überall in jeder Tierarztpraxis in Europa  und absolut unrealistisch. Nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Tierschützer vor Ort, hat das Glück, über eigene Tierärzte in der Organisation zu verfügen, die solche Preise ermöglichen können. Solche Aussagen verunsichern die Spender, denn in diesem Fall geht es nicht nur um den Ruf der Tierschützer und Organisationen sondern es geht um Leben…um das Leiden und Sterben der Straßentiere, die durch solche Artikel weniger Hilfe erhalten werden.

——————-

Nachfolgend die ausführliche Stellungnahme und Richtigstellung zu diesem „Artikel“ unserer Kollegen von Ein Herz für Streuner e.V.

„+++ Stellungnahme zum Zeitungsartikel „Hamburger Tierärzte warnen vor Handel mit Straßenhunden“ vom 25.03.2019 +++

Liebe Streunerfans,

einige von euch haben uns auf den Artikel des Hamburger Abendblatts aufmerksam gemacht. Da hier Sachverhalte falsch geschildert und Ängste geschürt werden, wichtige Hintergrund-Informationen oberflächlich und schlecht recherchiert wurden und die Hauptaussage des Artikels (nämlich keine Hunde aus Osteuropa zu adoptieren) ziemlich deutlich rüber kommt, wollen wir hierzu stellvertretend für alle seriösen Vereine, die die Hunde legal ausreisen lassen, Stellung nehmen.

Was wir dazu zu sagen haben:

1. Hunde, die über eine seriöse Organisation vermittelt werden und somit legal ausreisen, bringen weder Staupe noch Parvovirose nach Deutschland. Diese lassen ihre Tiere nämlich dagegen impfen. So wie auch wir. Alle Hunde erhalten die Standard 5-fach Impfung gegen Parvovirose, Staupe, HCC, Parainfluenzia und Leptospirose. Diese vollumfängliche Impfung ist auch Pflicht seitens der meisten Veterinärämter.

2. Tollwut ist eine international zwingend notwendige Impfung, die Hunde und Katzen erhalten müssen, um legal einreisen zu dürfen. Ein Hund/eine Katze darf ab der 12. Woche gegen Tollwut geimpft werden und nach einer Karenzzeit von 21 Tagen ausreisen. Alle Tiere, die unter dieser zeitlichen Vorgabe eingereist sind, sind also in jedem Fall illegal ausgereist. Für nichtgelistete Drittländer gilt sogar noch eine längere Frist, hier müssen die Tiere mind. 7 Monate alt sein. Das sind Länder wie z.B. die Türkei.

3. Lungen- und Herzwürmer (Dirofilariose) sowie Leishmaniose oder andere Mittelmeerkrankheiten können mittlerweile überall vorkommen. Auch in Deutschland leben aktuell ca. 20.000 Leishmaniose-Hunde – und das sehr gut. Es gibt nämlich gute Möglichkeiten dem Hund ein langes und glückliches Leben zu bieten, trotz Leishmaniose. Die anderen sogenannten Reisekrankheiten wie z.B. Ehrlichiose, Anaplasmose, Borreliose, Babesiose werden von den meisten Organisationen vorab mit einem Snap-Test (Schnelltest) getestet. Dieser ist natürlich nie so aussagekräftig wie ein Bluttest. Daher raten wir und andere seriöse NGOs ihren Familien immer dazu, nach Ankunft des Tieres so einen Bluttest in Deutschland zu machen. Alle Krankheiten können gut behandelt werden wenn sie rechtzeitig bekannt werden. Und sie stellen keine große Gefahr für Hund und Menschen dar. Die Übertragung von Leishmaniose auf den Menschen ist sehr selten und auch nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich. Die Leishmanien befinden sich nämlich nicht im Blut sondern z.B. in der Milz oder anderen Organen. Wer hierzu weitere Informationen nachlesen möchte, kann dies im Detail bei uns auf der HP tun: https://www.einherzfuerstreuner.de/wichtige-informationen/…/

4. Deutsche Tierheime sind voll, warum einen Hund aus dem Ausland? Auch wir hören diesen Satz immer wieder. Wir haben viele gute Kontakte zu deutschen Tierheimen und sind froh, dass diese auch Tierschutz betreiben und die Augen nicht verschließen. Tierschutz hört nicht an der Grenze auf. Die deutschen Tierheimen haben große Nachfragen nach Hunden, die oft nicht bedient werden können. Denn in der Regel sitzen alte, kranke oder schwer vermittelbare Hunde in den Tierheimen. Das ist unserer Meinung nach ein Problem, dass unverantwortliche deutsche Hundehalter verursachen – nicht seriöse Organisationen und nicht die Tierheime! Und wenn diese dann Kapazitäten haben und helfen wollen, finden wir das absolut bemerkenswert und unterstützenswert. Unser Respekt gilt hier den Tierheimen, die auch Auslandstierschutz betreiben.

5. Zitat aus dem Bericht: „Letztlich wird mit der Vermittlung der Hunde gegen Schutzgebühren in Höhe von 200 bis 400 Euro über die Mitleidskomponente ein Geschäft abgewickelt“. Legale Organisationen wickeln nicht über die Mitleidskomponente Geschäfte ab, sondern sie vermitteln gut und nachhaltig ihre Tiere. Eine Schutzgebühr, die einen Teil der anfallenden Kosten trägt und auch ein Schutzvertrag gehören selbstverständlich dazu. Und die Organisation, die auch was verändern wollen, investieren das Geld dann ohnehin in Kastrationskampagnen vor Ort, die Unterbringung und die medizinische Betreuung der Hunde und Katzen vor Ort in Rumänien oder anderen Ländern.

6. Eine Kastration kostet nur 11 Euro. Wo genau? Wir zahlen in Bistrita, Baia Mare und Cluj, Rumänien 20 – 50 Euro pro Kastration. Das ist immer noch ein günstiger Betrag. Und daher machen wir auch regelmäßige Kastrationskampagnen, die monatlich von unseren Tierärzten umgesetzt werden, sowie groß angelegte Kampagnen über 2-3 Tage mit bis zu 50 Tieren am Tag.

7. Zitat aus dem Bericht: „Da steckt eine ganze Industrie dahinter – am Hundehandel verdienen viele Menschen“
Auch hier fehlt einfach der Zusatz, dass es sich um unseriöse Händler handelt. Ja, diese Menschen gibt es sicher. Wir wissen von diesem Leid und wir spüren immer wieder, dass diese Menschen auch seriösen Tierschutz kaputt machen können, weil man den Menschen das Vertrauen nimmt. Eine gemeinnützige Organisation verdient an Vermittlungen keinen Cent. Oft muss noch Geld drauf gelegt werden. Die durchschnittlichen Kosten pro Hund liegen bei uns bei etwa 800 Euro. Bei einer Schutzgebühr von 225 – 375 Euro kann sich jeder das Defizit, das zu 100% über Spenden gedeckt werden muss, ausrechnen.

Diese Art von Zeitungsberichten sind dafür verantwortlich, dass Menschen Berührungsängste mit Tierschutzvereinen bekommen. Unser Tipp: Wenn ihr, vor allem bzgl. der Impfungen, keine kompetente Antwort erhaltet und es keinen EU-Heimtierausweis mit allen eingetragenen Impfungen gibt, lasst die Finger von einer Adoption. Ja, es gibt viele schwarze Schafe, die man nicht unterstützen darf. Es werden immer noch schwer kranke, nicht geimpfte Welpen verkauft. Auch wenn die Hunde noch so süß sind – unterstützen Sie bitte keine unseriösen Händler, denen es tatsächlich nur ums Geld geht.

Wir würden uns wünschen, dass in solchen Berichten die wertvolle Arbeit der Tierschutzvereine mehr geschätzt und überhaupt erwähnt wird. Es gibt nicht nur schwarz und weiß und nur eine Seite des Ganzen zu betrachten ist einfach Hohn. Denn am Ende schadet man damit den Tieren…“

Quelle:

Tierschutz im Hamburger Abendblatt – ein Armutszeugnis für seriösen Journalismus

Artikel 13: Das Ende von Youtube & Co droht… nicht   Leave a comment

.

Man sollte nach dem Grundsatz leben, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Schon wieder wird von vielen die große Panikmache betrieben.

Aus pcwelt.de

Eine Welle zieht gerade durchs Web, die ein besonders dunkles Bild zeichnet: Das Ende von Youtube oder gar des Internets drohe. #Saveyourinternet lautet der dazugehörige Hashtag. Youtube-Stars heulen vor laufender Kamera. Eine Petition zur Rettung des Internets hat schon fast 2 Millionen Unterschriften.

Was ist da los?

Anlass ist der Artikel 13, der Teil einer neuen Urheberrechtsrichtlinie der Europäischen Union ist. Sollte er – irgendwann – in Kraft treten, so die Befürchtung, dann bestehe Gefahr für die Zukunft des Internets. Fast 2 Million Nutzer haben mittlerweile eine Petition gegen den Artikel 13 hier auf Change.org unterzeichnet.

Fakt ist allerdings: In der aktuellen (mehrmals in der Vergangenheit veränderten) Formulierung richtet sich besagter Artikel gar nicht gegen die Internetnutzer, kleinere Gruppen oder etwa Wikipedia, sondern gegen große Internet-Unternehmen, wie etwa Youtube, Facebook und Twitter, die mit den Inhalten von Nutzern gutes Geld verdienen.

Diese Unternehmen, so heißt es in Artikel 13, sollen künftig direkt für die Urheberrechtsverstöße ihrer Mitglieder haftbar gemacht werden können.

Youtube schürt Angst und mobilisiert seine Nutzer

Dagegen wehren sich diese Unternehmen schon lange, schließlich stört dies ihr Geldverdienen. Entsprechend rührt auch Youtube derzeit verstärkt die Angst und fordert über diese Seite die Youtuber dazu auf, sich an dem Protest zu beteiligen.

„In der aktuellen Formulierung könnte Artikel 13 Millionen von Menschen in der EU daran hindern, Inhalte auf Plattformen wie YouTube hochzuladen. Hunderttausende Jobs wären gefährdet, darunter die von europäischen YouTubern, Unternehmern und Künstlern sowie ihrer Mitarbeiter“, sorgt sich Youtube. Und fügt hinzu: „Europäische Zuschauer könnten außerdem den Zugang zu Milliarden von Videos von YouTubern und Künstlern aus der ganzen Welt verlieren.“

In der Tat wird da ein Horrorszenario gezeichnet. Verschwiegen wird seitens Youtube allerdings auf besagter Seite, dass das Unternehmen bereits jetzt schon mit ContentID die von den Nutzern hochgeladenen Inhalte auf Urheberrechtsverstöße hin überprüft. Schlägt ContentID zu, dann erlaubt Youtube nicht die Veröffentlichung.

Ist es nun grundsätzlich Zensur, wie einige Youtuber aktuell in ihren Clips behaupten, wenn die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte verstärkt kontrolliert wird? Die Antwort darauf lautet nein, denn Urheberrechtsschutz hat nichts mit Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun.

Keine große Änderung durch Artikel 13 zu erwarten?

Warum sollte also Artikel 13 dafür sorgen, dass Youtube-Kanäle geschlossen werden müssen? Solange die Youtuber wie bisher ihr Ding machen, ändert sich auch nichts an der Lage. Hinzu kommt: Bisher ist der Artikel 13 noch gar nicht endgültig formuliert, weil zwischen den Verantwortlichen noch kräftig diskutiert wird und unterschiedliche Ansichten bestehen, die in diesem Blogeintrag sehr gut erläutert und verglichen werden.

Kurz zusammengefasst: Die eine Seite möchte beispielsweise Dienste ausnehmen, die bereits Upload-Filter einsetzt. Womit Youtube ohnehin aus dem Schneider wäre und alles beim Alten bliebe. Die andere Seite möchte diese Ausnahme nicht machen. Derzeit ist noch völlig unklar, welche Seite sich durchsetzen wird

In beiden Szenarien würde aber ziemlich sicher kein Ende von Youtube-Kanälen drohen. Außer für Youtube-Kanäle, die massiv Urheberrechtsverletzungen betreiben. Aber denen droht ja mit Content ID ohnehin schon jetzt die Schließung. Immer wieder betonen aber verantwortliche Politiker, dass sich Artikel 13 nicht gegen einzelne Youtuber richte, sondern auf den Dienstanbieter ziele.

Angst vor Upload-Filtern ist berechtigt

Content ID beweist allerdings, wie schlecht solche Upload-Filter teils funktionieren. Es gibt viele Berichte von Youtubern, die ihre Inhalte nicht hochladen konnten, weil Content ID falschen Alarm schlug. Es gibt aber auch trotz Content ID unzählige Videos auf Youtube, bei denen ganz klar Urheberrechte verletzt werden – und dies seit Jahren, ohne dass Youtube sich darum kümmern würde.
Verschärfte oder erweiterte Upload-Filter bergen die Gefahr in viel mehr Fällen zu versagen. Für die Ersteller der Inhalte sorgt dies wiederum für mehr Ärger, wenn sie ihre Inhalte freischalten lassen wollen.

Auch weiterhin keine Angst müssen aber Internet-Nutzer und damit auch Youtuber haben, die wie bisher Urheberrechte achten und unter Umständen selbst als kreative Nutzer von dem verbesserten und aktualisierten Urheberschutz profitieren.

Cool bleiben – es besteht jetzt kein Grund zur Panik

Bei aller – doch auch berechtigter – Kritik an Artikel 13 heißt es letztendlich doch cool bleiben und sich informieren. Wie heißt es so schön: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Vor allem gilt es jetzt abzuwarten, wie die endgültigen Formulierungen des Artikel 13 lauten werden. In diesem Jahr wurde im Internet bereits einmal die große Angst geschürt: Vor der Einführung der DSVGO im Mai 2018. Man kann heute zur DSVGO stehen wie man will, der große, oft beschworene Gau für die Websites ist nicht eingetreten.

Verlage haben übrigens auch noch Artikel 11 im Blick. Hier geht es um das sogenannte Leistungsrecht und ob Internet-Dienste, wie Google oder Facebook, den Verlagen Geld bezahlen müssen, wenn sie Auszüge aus ihren Websites – sogenannte Snippets – verwenden. Auch hier ist noch nicht das letzte Wort gesprochen und der Internet-Riese Google hat bereits in Spanien gezeigt, dass er sich die Einführung einer Linksteuer nicht gefallen lässt und Google News in Spanien bereits im Jahr 2014 eingestellt.

.

Artikel 13: Das Ende von Youtube & Co droht… nicht

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 6. November 2018 von hubert wenzl in Internet, Medien, Uncategorized

Getaggt mit , , ,

Medienkonzentration in der Türkei   Leave a comment

.

Am Beispiel der Türkei sieht man wie wichtig und wertvoll Güter wie Demokratie, Pressefreiheit und Rechtsstaat sind. Es gibt Leute in Deutschland, die klagen, dass dort so schrecklich zensuriert würde. Sie würden sich wundern wie schnell sie in der Türkei hinter Gittern wären, wenn sie dieselbe Kritik dort schreiben würden. In der Türkei gibt es schnell mal lebenslänglich, wenn man ein Gegner von Erdogan ist. Selbstverständlich mit dem stets und schon langweilig klingenden Vorwurf des Terrorismus oder des Geheimnisverrats. Einige Journalisten haben sich ja früh genug nach Deutschland abgesetzt um nicht in Gefängnis zu landen. Jetzt kauft Erdogan auch noch eine ihm nahe stehende Gruppe auf – nachdem er ja sowieso jedes Fünkchen Kritik im Keim erstickt. Die Türkei ist für Kritiker heute ein Land wo man nicht mehr atmen kann. Es wäre ein Grausen für jemand der Demokratie und Pressefreiheit gewohnt ist in der Türkei zu leben. Aber die Türkei ist nicht das einzige Land wo es solche grausigen Zustände gibt. Die Gleichschaltung und die Ausschaltung der kritischen, unabhängigen Presse ist ein Merkmal von Diktaturen.

 

Aus tagesschau.de

In der Türkei sollen Medien der Dogan-Gruppe, zu der unter anderem der Sender CNN Türk gehört, an einen Erdogan-nahen Konzern übergehen. Kritiker befürchten eine weitere Einschränkung der Pressefreiheit.

Dem türkischen Medienmarkt steht wohl eine bisher nie dagewesene Konzentration bevor: Die Mediensparte der größten Mediengruppe des Landes, Dogan, soll an die regierungsnahe Demirören-Gruppe verkauft werden. Der Dogan-Konzern bestätigte nach diversen Medienberichten die Verhandlungen.

Jubiläum Hürriyet

.
.

Die Tageszeitung „Hürriyet“ gilt als halbwegs unabhängig. Doch nun soll auch sie an die regierungsnahe Demirören-Gruppe verkauft werden.

Es gehe um die Übernahme der Zeitung „Hürriyet“ und des Nachrichtensenders CNN Türk, heißt es in einer Dogan-Erklärung an die Istanbuler Börse. Das Paket hat den Angaben nach einen Börsenwert von rund 725 Millionen Euro. Beide Medien galten in der Türkei bislang als halbwegs unabhängig.

Die Demirören-Gruppe ist vor allem in den Bereichen Bau, Energie, Automobil, Tourismus und Bildung tätig. Ihr wird eine Nähe zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nachgesagt. Demirören hatte bereits 2011 die Zeitungen „Milliyet“ und „Vatan“ übernommen. Beide Blätter schwenkten daraufhin auf einen regierungsfreundlichen Kurs um. Kritiker befürchten durch die erneute Konzentration auf dem türkischen Medienmarkt weitere Einschränkungen bei Meinungsvielfalt und Pressefreiheit.

Nach dem Putschversuch 2016 waren per Notstandsdekret rund 150 Medienbetriebe geschlossen worden. Die regierungskritische „Cumhuriyet“ schreibt: „Der einzige große Medienmogul des Landes ist nun die Regierung.“

Springer will sich von Dogan TV zurückziehen

Nach Bekanntwerden der Übernahmepläne kündigte der deutsche Springer-Konzern an, sich aus dem türkischen Medienunternehmen komplett zurückzuziehen. Springer sei seit Januar 2007 als Investor an der Dogan TV Holding A.S. beteiligt und habe diese Beteiligung in den vergangenen Jahren sukzessive zurückgefahren. „Das Unternehmen hält derzeit noch sieben Prozent an der Dogan TV Holding, es gibt aber die klare Absicht und auch entsprechende Vereinbarungen, sich komplett zurückzuziehen.“ Näher äußerte sich Springer nicht.

Mit Informationen von Christian Buttkereit, ARD-Studio Istanbul

.

Medienkonzentration in der Türkei

.

Gruß Hubert

Veröffentlicht 22. März 2018 von hubert wenzl in Medien, Politik, Uncategorized

Getaggt mit , , , ,

Eine (schein)heilige Familie   Leave a comment

.

Bei den Ebner’s habe ich gerade heute ein Abo der Freitag-Dolomiten gekündigt. Es ging um einen sogenannten „Problembären“.

Kündigung.

Ich kündige hiermit die Freitag-Dolomiten (Firma Athesia), Abo-Nummer 416351-D zum 31.12.2017. Ich bezahle noch die 29,72 Euro bis zum 31.12.2017, (Zeitraum: 15.09.2017 – 31.12.2017) dann ist Schluss.
Heute wurde nämlich im „Boazner“ (für Nicht-Ansässige: Bozner Rundfunksender – Rai Südtirol) gemeldet, dass der Chefredakteur der Dolmiten, Herr Toni Ebner Folgendes sagte (dem Sinn nach): bei uns wird das mit den „Problem-Tieren“ schnell erledigt. Sprich Abschuss!
Das ist mit mir nicht zu machen! Bei mir wird so ein Abo der Dolomiten schnell erledigt.

Überraschen tut mich das überhaupt nicht, weil ich die „christliche Tierliebe“ (mit ihrem Alibi-Heiligen Franziskus) schon lange kenne. Aus dem Vatikan tönte es vor einigen Jahren: In der Kirche haben Tiere keinen Platz. Ich weiß nicht ob der Satz von Joseph Ratzinger selbst stammt.

Außerdem gefällt mir nicht dass in den Dolomiten mindestens zu 25 Prozent Beiträge mit christlichem Inhalt zu sehen sind. Dazu ist ja das „Katholische Sonntagsblatt“ da. (Auch aus dem Medienhaus Athesia). Eine weltliche Tageszeitung sollte sich bemühen weltanschaulich neutraler daher zu kommen. Sonst müssen sie eben nur christliche Leser zu ihren Abonnenten zählen.

Nochmal zu den „Problem-Tieren“ (nebenbei kenne ich mehr Problem-Menschen als solche Tiere, ich sage immer es gibt nur menschliche Bestien, keine tierischen). Ich finde es vollkommen richtig, dass die EU verbietet Entschädigungen an die Bauern zu bezahlen, wenn sie KEINE Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben, die da wären: Weidezaun und Hirtenhunde. Aber die Südtiroler scheinen ja einen eigenen Südtiroler Dickschädel zu haben. Mir tun die Tiere leid, aber NICHT die Bauern.
Das hat mir heute wieder gereicht und mir kam gleich der Gedanke das Freitag-Abo zu kündigen.

Mit freundlichen Grüßen… usw.

.

Siehe auch:

http://hubert-vonwenzlblogspotcom.blogspot.it/2017/08/ein-problembar-weniger.html

Der Beitrag der Frankfurter Rundschau ist aber viel zu tier-kritisch, anstatt die Zeitung sich auch mit dem Fehlverhalten des Menschen befassen würde.

.

Hier aber zu einem Beitrag von salto.bz/de

bei dem die Scheinheiligkeit der Ebner-Familie aufgezeigt wird.

 

Eine (schein)heilige Familie

 

0oj6dj81xpd

Foto: salto.bz/de – links der Chefredakteur Toni Ebner – Chef der meistgelesenen Südtiroler Tageszeitung Dolomiten

.

Eine (schein)heilige Familie

Seit Wochen schürt die Athesia in Sachen Politikerrenten den Volkszorn. Was man aber versteckt: Die Familie Ebner kassiert seit Jahren gleich drei lukrative Politpensionen.

Toni Ebner hat einen Scoop gelandet. Seit der Chefredakteur der Dolomiten und seine Mann- und Frauschaft vor gut zwei Wochen den Skandal um die Pensions-Vorschusszahlungen der Landtagsabgeordneten aufgedeckt haben, rollt eine berechtigte Lawine der Empörung durchs Land. Der Volkszorn kocht hoch in Südtirol.  An vorderster Front der moralischen Entrüstung marschieren dabei die Tageszeitung Dolomiten und die Athesia.

Was der Herold der Volksmoral Toni Ebner und sein Blatt aber bewusst ausblenden, ist die Tatsache, dass er und die Athesia damit weit mehr als nur aus dem Glashaus mit Steinen werfen. Denn es gibt keine Familie in Südtirol, die von den goldenen Politpensionen mehr profitiert als seine eigene. Die Familie Ebner kassiert seit Jahren gleich drei lukrative Politpensionen. 

Michl Ebner saß von 1979 bis 1994 im italienischen Parlament. Dafür kassierte er bis 2012 eine monatliche Rente von 5.305 Euro. Nach einer vom Parlament beschlossenen Kürzung sind es seit 2013 nur mehr 4842,71 Euro. Doch Michl Ebner saß von 1994 bis 2009 auch im Europaparlament. Dort klingelt für den amtierenden Handelskammerpräsidenten ebenfalls ordentlich die Kasse. Wie viel Ebner aus Brüssel bekommt, ist ein Geheimnis des Glaubens. Das EU-Parlament legt die Renten nicht offen, er selbst will sich in den Medien dazu nicht äußern.

In Brüssel heißen die Politpensionen recht nobel „Ruhegehalt“. Die oberste Grenze dieses Ruhegehaltes sind derzeit 5.569,80 Euro. Nach dieser Berechnung würde Michl Ebner monatlich 3.098,18 Euro bekommen. Doch die Regelung wurde im Juli 2009 eingeführt. Michl Ebner verließ das EU-Parlament aber wenige Wochen zuvor. Für ihn gilt deshalb noch die alte viel lukrativere Regelung, die „1989 eingeführte Ruhegehaltsergänzungsregelung für Mitglieder des Europäischen Parlaments“. Demnach dürfte seine Brüsseler Pension zwischen 4.000 und 5.000 Euro im Monat liegen.

Wie viel ergibt eine Hinterbliebenen-Rente von 2500 Euro in 30 Jahren?

Was Südtirols Medien aber (bewusst) vergessen: Die Politik ist der Familie Ebner in die Wiege gelegt und damit auch die Politpension. Auch Toni Ebner, Vater von Michl und Toni, saß von 1948 bis 1963 als SVP-Abgeordneter im italienischen Parlament. Bereits in der ersten Legislatur führte das Parlament im Nachkriegs-Italien eine Regelung ein, die einem nicht mehr Gewählten eine Rente sichert. Der Hintergedanke: Nicht nur Reiche sollen in die Politik gehen.

Toni Ebner Senior verstarb 63-jährig im Dezember 1981. Damit fällt die Rente an seine Frau Martha Ebner. Die Regelung sieht vor, dass die Ehefrau 60 Prozent der Politikerente bekommt. Derzeit gibt es in Italien 1.064 solcher Leibrenten, die an die Ehefrauen oder Kinder verstorbener Parlamentarier übertragen werden. Die Empfänger werden vom Parlament nicht offen gelegt. Martha Ebner bekommt so seit gut 30 Jahren eine parlamentarische Hinterbliebenen-Rente, die bei 2.500 Euro im Monat liegen dürfte. In über 30 Jahren sind das rund 1 Million Euro.

Eine Tatsache, die der durchaus sozial verdienten Grande Dame aus dem Hause Ebner, kaum vorzuhalten ist. Ihren beiden Söhnen aber schon. Denn anscheinend gilt die zur Schau gestellte Moral im eigenen „Athesia“-Haus nicht. Michl Ebner, der laut Steuererklärung im Jahr 2011 ein Gesamteinkommen von 1.070.822 Euro angegeben hat, könnte die Massen mit einen einfachen Schritt beruhigen: Der Millionär soll auf seine Politrenten oder auf seine monatliche Entschädigung von 6.800 Euro als Handelskammerpräsident verzichten. Dann wäre die Dolomitenkampagne weniger „scheinheilig“.

.

Eine (schein)heilige Familie

.

Zum Ebner-Clan siehe auch:

https://www.salto.bz/de/article/06032014/michl-ebner-ich-habe-mich-nie-als-machtig-empfunden

.

Gruß Hubert

Zur Glyphosat-Debatte in Südtirol   1 comment

.

Es ist schon bedenklich und befremdend wie sehr der Vize-Chefredakteuer des „Tagblattes der Südtiroler“, die „Dolomiten“, Günther Heidegger, auf die Stimmungsmache-Tube drückt. Da spielt er den starken Verdacht der krebsfördernden Wirkung von Glyphosat unverantwortlich herunter und gibt sie der Lächerlichkeit preis. Das halte ich nicht für einen verantwortungsvollen Journalismus, der auf Berufsethos hält. Aber in Südtirol mag das ja durchgehen. Ich stelle mir da vor, dass es in Deutschland einden ordenlichen shitstorm darauf geben würde. Die tägliche Glosse „Vorausgeschickt“ befindet sich auf der Titelseite der „Dolomiten“. Die gegenständliche Glosse erschien am Freitag, 18.08.2017.

.

heidegger-dol-vize-ch-red

.

.

Meine E-mail an den Vize-Chefredakteur der Lokalzeitung „Dolomiten“

Sehr geehrter Herr Günther Heidegger!

Sie schrieben am 18.08.2017 in Vorausgeschickt: „Glyphosat. Das kann gefährlich werden. Wenn ich 1000 Liter (Bier) trinke. Am Tag.

Das ist ja höchst niveaulose und billigste Gegenpropaganda. Genau so sollte Journalismus nicht sein: Reine Stimmungmache!!! Es ist immer das mieseste Mittel unsachlich zu werden, propagandamäßig zu schreiben und den politischen Gegner der Lächerlichkeit preisgeben zu wollen. Wer Ihnen da zustimmt hat selbst kein hohes geistiges Niveau.
Ganz allegemein sind Ihre Minisätze auch nicht jedermanns Sache. Holzhackerstil nenne ich das. Man kann das sporadisch machen aber nicht wie Sie zum Stilmittel erheben.
Sie sind ein treuer DIENER, im Dienste des Herrn. So kann man auch Karriere machen.

mfG
Hubert von Wenzl

.

.

Die Antwort von Herrn Günther Heidegger, Dolomiten

Sehr geehrter Herr Wenzl,
besten Dank für Ihre Rückmeldung. Aber warum gleich so säuerlich und kleinkariert? So einfach gestrickt sind Sie doch nicht wirklich, oder vielleicht doch? Zum einen ist das Provozieren nicht das Privileg von einigen wenigen, zum anderen war ich in Sachen Bier nicht unsachlich. Es gibt eine Studie in der auf die 1000 Liter Bezug genommen wird.
Aber was erzähle ich Ihnen das überhaupt, ich niveauloser, geistig beschränkter, stilloser, und arschkriechender Prolet?! Menschen wie Sie wissen ohnehin alles besser und dürfen deshalb natürlich beleidigen, auf Teufel komm raus.
Herr Wenzl, lassen Sie mir meinen schlechten Stil, dann lasse ich Ihnen Ihre schlechte Kinderstube.
Beste Grüße
GH

.

.

Meine Replik.

Sehr geehrter Herr Heidegger,

erlauben Sie mir noch mal kurz zu replizieren,

okay, dann machen Sie weiter so. Jedenfalls ist die krebsfördernde Wirkung von Glyphosat nicht so einfach von der Hand zu weisen. Es ist klar, dass die Bayer-Lobby es durchgesetzt hat, dass Glyphosat weiterhin für 10 Jahre verwendet werden darf. Es ist schon sehr bedenklich, dass heute in der Politik die Lobbys und die Wirtschaft regieren und die Politiker sich zu ihren Marionetten machen lassen. Was bedeutet da schon die Gesundheit? Profit first! Es ist heute schon sehr schwierig irgendeinem Politiker und/oder einer Partei seine Stimme zu geben. Ich bin kein Grüner, wenn Sie das meinen…
Ein Prolet sind Sie ganz sicher nicht, sonst hätten Sie es nicht bis zum Vize-Chefredakteur geschafft, das vor allem nicht in Südtirol.

Ich lasse Ihnen gerne Ihre gute Kinderstube. Ich wollte keinesfalls besserwisserisch sein, mir ging es um Kritik eines Journalismus in diesem Stil.

HvW

.

Neues in der Korrespondenz zwischen Herrn Günther Heidegger und mir. Wir haben uns dann doch angenähert. Korrekterweise möchte ich das auch hier wiedergeben.

 

.

Hubert

mit Grüßen aus der Heimat

.

slider-suedtirol_l

.

c3_9cbersichtskarte_s_c3_bcdtirol_l