Archiv für die Kategorie ‘Tierschutz

Sie finden das schlimm? Essen Sie es nicht!   Leave a comment

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Das Elend in der Fleischindustrie.

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Hat die Qualen hinter sich: Kopf eines Bullen in einem deutschen Schlachthof.

(Foto: REUTERS)

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Stimmt, essen Sie es nicht. Das ist das einzige was hilft. Dann muss kein Tier getötet werden.

Von n-tv.de

Was in den Schlachtfabriken vor sich geht, will der Verbraucher nicht sehen. Das ist wenig verwunderlich, schließlich liegt das Elend dort fast allein in seiner Verantwortung.

Der Corona-Ausbruch in einer Tönnies-Schlachtfabrik in Nordrhein-Westfalen hat die Bilder wieder heraufbefördert, die eigentlich niemand sehen will. Tiere, die eben noch ängstlich über die Lkw-Rampe stolperten, hängen nun an Haken und bluten aus ihren aufgeschnittenen Kehlen. Am Fließband werden die Körper zerteilt, sortiert, abgepackt. Ebenso verstörend sind die Bilder der Menschen, die für ihren Lohn massenhaft Tiere töten, zerschneiden, Innereien sortieren und letztlich aus Lebewesen ein billiges Lebensmittel machen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Knochenjob – psychisch und physisch – der in Hallen stattfindet, in denen es kaum Tageslicht gibt, in denen Tierschreie zu hören sind und es nach Blut und Eingeweiden riecht. Und es ist ein offenes Geheimnis der Branche, dass viele Arbeiterinnen und Arbeiter ihren Schmerz darüber am Feierabend mit viel Alkohol betäuben.

Nein, niemand will diese Bilder sehen. Und wenn sie doch auftauchen, sind die Schuldigen schnell gefunden: Es sind entweder die Schlachtunternehmen – im aktuellen Fall Tönnies, denn immerhin stammen die Bilder ja von dort – oder die Politik, schließlich lässt der Gesetzgeber so etwas ja zu. Beides ist nicht komplett falsch. Der mit Abstand einflussreichste Faktor sind aber Sie, der Verbraucher.

Die Fleisch-Obsession der Deutschen hat Tradition, obwohl wir inzwischen weniger davon essen. Vor 50 Jahren waren es im Schnitt 79 Kilo pro Kopf und Jahr. 2019 lag der Konsum fast 20 Kilo darunter. Es ist der Preis, den wir bereit sind dafür zu zahlen, der eine wirklich drastische Entwicklung durchgemacht hat. Vor 50 Jahren musste ein Facharbeiter rechnerisch fast 100 Minuten arbeiten, um ein Kilo Schweinefleisch zu verdienen. Aktuell sind es etwas mehr als 20 Minuten. Wie Greenpeace Anfang des Jahres berichtete, verkauften die führenden Supermarktketten in Deutschland im vergangenen Jahr zu 88 Prozent Billigfleisch aus prekären Haltungsbedingungen.

Klöckner oder Tönnies werden es nicht besser machen

Die Politik hat viel versäumt, vor allem seit Julia Klöckner im Landwirtschaftsministerium sitzt. Sie hat dafür gesorgt, dass Landwirte ihre Ferkel zwei Jahre länger als vorgesehen ohne Betäubung kastrieren dürfen. Sie will die rechtswidrige, weil qualvoll-enge Kastenstandhaltung nachträglich legalisieren. Und in einer Kochshow bei der „Bild“-Zeitung kommt bei ihr Billig-Hackfleisch der niedrigsten Tierwohl-Kategorie in die Pfanne. Inzwischen wirft ihr sogar der Deutsche Ethikrat vor, „nicht hinnehmbare Zustände“ zu dulden. Klöckner kämpft mit Leidenschaft dafür, dass Billigfleisch bleibt. Aber liegt in der Politik die Ursache des Problems?

Das Elend für Tier und Mensch spielt sich in den Schlachtfabriken ab. Im Jahr 2016 wurden in den Tönnies-Betrieben mehr als 20 Millionen Schweine geschlachtet. Das sind mehr als 2000 pro Stunde oder fast 40 pro Minute. Erledigt wird der Job oft von billigen Arbeitskräften aus Osteuropa, die nötig sind, um die Jubel-Preise im Discounter halten zu können. Für ihre Sicherheit und Gesundheit hätte der Konzern mit Blick auf den Corona-Ausbruch besser sorgen können. Tönnies könnte auch die Produktion umstellen und weniger, dafür hochwertiger produzieren und die Leute besser bezahlen und unterbringen. Aber was ist von einem Konzern zu erwarten, der nach kapitalistischen Maßstäben arbeitet, um die Nachfrage zu bedienen? Es ist einfach, nun mit dem Finger auf den „bösen“ Schlachtunternehmer zu zeigen. Die Ursache des Problems ist aber auch das nicht.

Und damit wären wir bei Ihnen, dem Verbraucher. Sie verändern den Markt für Fleisch mit jeder Entscheidung am Kühlregal. Muss es wirklich jeden Tag Fleisch sein oder reicht einmal pro Woche ein hochwertiger Braten aus fairer Haltung? Es schmeckt deutlich besser – auch weil seltener Fleischkonsum das Lebensmittel wieder zu etwas besonderem macht. Und das Argument, Fleisch gehöre untrennbar zu einer gesunden Ernährung dazu, ist ebenso widerlegt wie die Behauptung, man könne ohne Fleisch ja nichts Leckeres kochen. Es gibt inzwischen etliche gute Alternativen zu Fleisch, hinter denen keine brutalen Produktionsketten stehen. Gegen die Macht der Verbraucher ist eine ignorante Landwirtschaftsministerin ebenso hilflos wie Schlacht-Konzerne, denen Profite nun einmal wichtiger sind als Respekt vor Tier oder Mensch. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Aber vielleicht sind die grässlichen Bilder auch wieder schnell vergessen, wenn die Kantine mit Schnitzel-Pommes oder das Kühlregal mit einem ganzen Kilo Hackfleisch für 2,99 Euro lockt.

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Sie finden das schlimm? Essen Sie es nicht!

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Gruß Hubert

 

Warum Angelhaken gegen das Tierschutzgesetz verstoßen   Leave a comment

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Ohne Zweifel ist bei der Mehrheit der Menschen die Empathie für Fische am kleinsten. Warum sollten Fische keine Schmerzen haben können? Weil sie keine Laute von sich geben können?

Von Peta.de

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Jedes Jahr werden Millionen Fische von Anglern mit Futter angelockt. Sobald der Fisch das Futter essen möchte, bohrt sich ein Haken durch seinen Mund oder Rachen. Dabei ist der Fisch noch nicht betäubt. Wir vertreten daher die Ansicht, dass Angelhaken gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Hier drei Gründe:

1. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Wirbeltieren „erhebliches Leiden“ zuzufügen

Laut § 17 Abs. 2b des Tierschutzgesetzes ist es verboten, einem Wirbeltier „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zuzufügen. Doch genau das passiert, wenn sich ein Angelhaken in das Gewebe eines Fisches bohrt. Bis der Angler bemerkt, dass ein Fisch „angebissen“ hat, hängen die Fische unterschiedlich lang am Haken – manche mehrere Minuten, andere sehr viel länger. In dieser gesamten Zeit empfinden die Tiere Angst, Panik und Schmerz.

2. Kein anderes Wirbeltier wird unbetäubt aufgespießt

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Die Tierschutzschlachtverordnung schreibt in §12 (10) vor, dass Fische vor dem Töten betäubt werden müssen. Allerdings wird der Angelhaken VOR der Betäubung durch den Mund oder Rachen der Fische gebohrt, was zusätzliche Schmerzen auslöst.

Die Empörung wäre groß, wenn Kühe, Schweine, Vögel oder andere Wirbeltiere – so wie Fische – unbetäubt an einem Haken aufgespießt und mit ihrem ganzen Gewicht an diesem Haken hängend in die Luft gezogen würden. Warum also werden Fische so gequält?

3. Fische fühlen Schmerz

Bereits seit 2003 bestätigen Untersuchungen ein Schmerzempfinden bei Fischen, das inzwischen auch durch zahlreiche weltweite Studien anerkannt wurde. Ende 2013 beauftragte die Bundesregierung das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, mit der Prüfung einer 2012 publizierten Studie von Rose, Arlinghaus et al., die ein Schmerzempfinden bei Fischen anzweifelte. Die Wissenschaftler des Friedrich-Löffler-Instituts kamen in ihrer Auswertung verschiedenster Studien zu dem Ergebnis, dass entgegen den Schlussfolgerungen von Rose et al. (2002, 2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) davon auszugehen ist, dass Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.

PETAs Forderung

Wir fordern alle Angelverbände auf, die Verwendung von Angelhaken zu untersagen. Auch wenn das Landesfischereigesetz den Einsatz von Angelhaken ausdrücklich erlaubt, müssen sich die Landesfischereigesetze dem Tierschutzgesetz unterordnen.

Als Tierrechtsorganisation, deren Aufgabe es ist, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen, fordern wir ein grundsätzliches Verbot jeglicher Fischerei und Aquakultur. Es war noch nie so leicht wie heute, die vegane Ernährung zu probieren und zu genießen.

Was Sie tun können

Sie besitzen eine Angelrute? Bitte entsorgen Sie sie oder nutzen Sie sie für friedliches Upcycling.
Informieren Sie auch angelnde Freunde oder Familienmitglieder, dass die Nutzung von Angelhaken immenses Tierleid verursacht und gegen das Tierschutzgesetz verstößt.

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Warum Angelhaken gegen das Tierschutzgesetz verstoßen

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Gruß Hubert

 

 

Start der Kampagne „Rettet unsere Haut!“   Leave a comment

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Von Peta.de

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Nerze, Rinder, Füchse, aber auch Hunde, Katzen und Exoten wie Krokodile leiden in genau dieser Sekunde für triviale Interessen des Menschen. Sie werden in engen Käfigen gehalten, die Haut wird ihnen (teilweise bei lebendem Leib!) abgezogen, die Federn oder das Fell werden ihnen ausgerissen. Sie werden noch größer, fetter oder haariger gezüchtet, damit mehr Fell „verwendet“ werden kann, und sie werden bei der Schur grausam verletzt – und das alles auf der ganzen Welt.

Auch der aktuelle Ausbruch der Pandemie hängt mit diesem Thema zusammen – denn die Entstehung von Zoonosen wie COVID-19, SARS oder Schweinegrippe steht in enger Verbindung mit der Art und Weise, wie wir Tiere für die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern sowie Wildtiere auf Pelzfarmen auf engstem Raum und unter unhygienischen Bedingungen einsperren.

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Mit der internationalen Spendenaktion „Rettet unsere Haut!“ möchten wir besonders auf die Millionen Tiere aufmerksam machen, die jedes Jahr in der Bekleidungsindustrie ausgebeutet und getötet werden. Jeder eingehende Betrag wird zu 100 % dafür eingesetzt, Füchsen, Hunden, Kaninchen, Katzen und vielen anderen Tieren zu helfen. Machen Sie jetzt mit, werden Sie Teil dieser Kampagne: Spenden Sie bis zum 31. Juli 2020 und helfen Sie dabei, PETAs Spendenziel von 200.000 Euro zu erreichen!

ich bin dabei

PETA arbeitet mit aller Kraft daran, das Tierleid hinter jeder pelzbesetzten Jacke, jedem Ledergürtel und jedem Wollpullover aufzudecken und zu stoppen. Und unsere Arbeit trägt Früchte: In Deutschland gibt es glücklicherweise keine Pelzfarmen mehr. Immer mehr Unternehmen und Designer streichen Pelz aus ihren Kollektionen, darunter Prada, Karl Lagerfeld und Chanel. Nach PETAs Recherche in der Kaschmirindustrie haben zahlreiche Unternehmen, darunter Tom Tailor, das Qualprodukt Kaschmir ausgelistet. Erfolge wie diese zeigen, wie wirkungsvoll unsere Arbeit ist!

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Hier weiterlesen:

Start der Kampagne „Rettet unsere Haut!“

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Gruß Hubert

Ex-Farmarbeiter eines Schweinebetriebes packt aus und wird vegan!   Leave a comment

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Aus Peta.de

Ex-Farmarbeiter packt aus und wird vegan!

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„Was mache ich hier eigentlich?“ Diese Frage stellte sich Justin Reineke immer wieder, als er in einem Schweinebetrieb im kanadischen Steinbach (Manitoba) arbeitete – und irgendwann konnte er all das Leiden und Töten einfach nicht mehr ertragen. In einer Kurzdokumentation von PETA USA bringt Justin jetzt die grausamen Praktiken der Schweineindustrie ans Licht. Er hofft, dass seine Geschichte auch andere Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Tierhaltung dazu ermutigt, ihre Stimme zu erheben.

Schweinebabys ohne Schmerzmittel verstümmelt

In den USA werden Ferkel ihren Müttern bereits ein oder zwei Tage nach der Geburt entrissen. Ähnlich wie in Deutschland kürzen Arbeiter ihnen nun Zähne und Schwanz. Wie das Video von PETA USA zeigt, schneiden Arbeiter ohne entsprechende Qualifikation in den Hodensack der Ferkel und ziehen ihre Hoden heraus. Während dieser Verstümmelung schreien die kleinen Ferkel vor Schmerz und zappeln wie wild. Man kann sich die Qualen, die jedes einzelne dieser Tierkinder durchmacht, kaum vorstellen.

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In den Stallbereichen, in denen die Ferkel geboren werden, sah Justin, dass Schweine geschlagen und zu Boden geschmettert wurden. Es handelte sich um Tiere, von denen die Mitarbeiter annahmen, sie würden eh nicht überleben. Das Video zeigt, wie Arbeiter Schweinebabys auf den Betonboden schleudern. Die Körper der Tiere zittern und zucken stark, während sie inmitten von Ausscheidungen und anderen zerschmetterten Leichen qualvoll sterben. In der Schweineindustrie sind dies Standardpraktiken.

Abgestumpft gegenüber Gewalt und Leid

Justin war erst 17 Jahre alt, als er bei der Arbeit zum ersten Mal Schweinebabys verstümmelte und tötete. Er fühlte, wie er emotional immer mehr abstumpfte. Auch seine Frau Carolina erinnert sich noch gut daran, dass Justin aufgrund der Arbeitsbelastung mit Gewalt und Drogenmissbrauch zu kämpfen hatte.

„Wer Tieren gegenüber Gewalt anwendet, tut das auch in seinem Alltag“, so Justin.

Studien zeigen, dass Personen, die Gewalttaten an Tieren begehen, häufig bei Menschen weitermachen.

Um ältere Zuchtschweine zu töten, wurde Justin zufolge ein 220-Volt-Elektrokabel an Ohr und Schwanz eines Tieres angebracht; dann wurde bis zu fünf Minuten lang Strom durch das Schwein gejagt. „Das Tier stand nur so da, starrte uns an und sabberte“, erinnert sich Justin. „Als würde es mich fragen: ‚Warum tust du mir das an?‘“Es waren diese Momente der starken Verbindung zwischen Tier und Mensch, die Justin dazu bewegten, das ganze System zu hinterfragen. Ihm wurde klar, dass er gegenüber der Gewalt völlig abgestumpft geworden war. „Die Menschen verstehen nicht, dass sie dafür zahlen“, erklärt Carolina gegenüber PETA. „Sie verstehen nicht, was mit den Tieren passiert.“

„Wenn es sich falsch anfühlt, ist es falsch.“

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Die meisten Menschen könnten sich nie im Leben vorstellen, ihren Hund in einem feuchten, dunklen Stall auf kotverschmiertem Betonboden zu halten. Sie bedenken jedoch nicht, dass Schweine – genau wie Hunde – Schmerz, Freude, Angst und Leid empfinden.
Nach mehreren Jahren in der Fleischindustrie kündigte Justin seinen Job und lebt seither vegan. Er rettete sogar ein Schwein namens Bubba, das jetzt bei ihm ein Zuhause gefunden hat.

Die traurige Realität in Deutschland

Jahr für Jahr werden allein in Deutschland fast 60 Millionen Schweine im Schlachthaus getötet – und vor ihrem gewaltsamen Tod erleiden diese Tiere sämtliche Qualen der artwidrigen Haltung in der Fleischindustrie. So dürfen beispielsweise die Hoden männlicher Ferkel nach wie vor ohne Betäubung entfernt werden – und das nach Ablauf einer mehrjährigen Frist, die es den Landwirten ermöglichen sollte, „schonendere“ Methoden zu entwickeln und umzusetzen.

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In Deutschland ist der Tierschutz seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert, wird durch die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung – und von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner – jedoch missachtet. Auch bei den Sauen arbeitet Ministerin Klöckner an Gesetzesänderungen zu Ungunsten der Tiere: Laut aktueller Tierschutznutztierhaltungsverordnung (Abschnitt 5, Paragraf 24 (4)) muss es Sauen möglich sein, ihre Gliedmaßen und Köpfe im Liegen voll auszustrecken. Anstatt diesen Minimalkonsens in der Praxis umzusetzen oder die tierquälerische Kastenstandhaltung zu verbieten, bemüht sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), diesen Passus aus der Verordnung zu streichen.

Auch Biosiegel bedeuten Tierleid

Für zahlreiche Verbraucher gilt Demeter als Vorreiter und Vorbild der Bio-Bewegung. Doch was viele nicht wissen: Bei Demeter ist die Tierhaltung vorgeschrieben, und selbst kleine Betriebe müssen tierische Produkte zukaufen, um die Demeter-Kriterien zu erfüllen. Zudem ist die Anbindehaltung von Kühen bei Demeter nach wie vor erlaubt. Bei dieser grausamen Haltungsform sind die Tiere an kurzen Ketten fixiert und können im Prinzip nur einen Schritt nach vorne und einen nach hinten machen. Im Winter, wenn sie nicht auf der Weide sind, ist dies für viele Monate ein Dauerzustand – und die Winter hierzulande sind lang.

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Genau wie in konventionellen Betrieben findet auch in Bio-Betrieben die Trennung der Kälber von ihren Müttern statt – eine extrem belastende Situation für Mutter und Kind. Oftmals rufen Mutter und Kalb tagelang voller Verzweiflung nacheinander, auch wenn sie räumlich voneinander getrennt sind. Die systematische Mutter-Kind-Trennung wird in der Milchindustrie aus wirtschaftlichen Gründen vorgenommen, denn sie soll verhindern, dass das Kalb die Milch seiner Mutter trinkt, die der Landwirt an den Einzelhandel und somit an uns Verbraucher verkaufen will.

Bio-vegane Landwirtschaft: Ein Umdenken findet statt

Um dem Tierleid und der Umweltzerstörung entgegenzuwirken, stellen in den letzten Jahren immer mehr Landwirte auf bio-vegan um – nicht zuletzt wegen der gestiegenen Nachfrage. Was viele Menschen nicht wissen: Auch Obst wird konventionell mit großen Mengen an tierischen Düngemitteln wie Knochen- und Blutmehl, Hühnerschnäbel, Haarpellets und Molkenpulver gedüngt – und das selbst in Bio-Betrieben. Beim biozyklisch-veganen Anbau hingegen werden ausschließlich pflanzliche Düngemittel wie Seetang, getrocknete Malzkeime, Grünschnitt oder eigens angebaute Leguminosen genutzt.

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Dies ist zwar mit mehr Aufwand verbunden und vergleichsweise teuer, aber Landwirte, die den Umstieg gewagt haben, sind sich sicher: Wenn Verbraucher die Hintergründe der konventionellen und Bio-Haltung von Tieren erfahren, dann werden sie die Bemühungen der Landwirte für eine faire bio-vegane Landwirtschaft unterstützen und mit ihrem Kaufverhalten honorieren. Und mit einem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher entsteht zudem mehr Druck auf die Politik, staatliche Subventionen zu einer Landwirtschaft umzuleiten, die Menschen, Tieren und der Umwelt gut tut.

Ersparen Sie Schweinen dieses Leid

Justin wurde irgendwann klar: Empfindungsfähige Lebewesen wie Geldmaschinen zu behandeln, ist schlichtweg falsch.
Es ist speziesistisch, zu glauben, dass Menschen allen anderen Tieren überlegen sind und wir deshalb das Recht hätten, sie zu vergewaltigen, einzusperren und zu verstümmeln. Steigen Sie noch heute auf die vegane Ernährung um und ersparen Sie damit fast 200 Tieren im Jahr ein leidvolles Leben und einen gewaltsamen Tod – einfach, indem Sie sie von Ihrem Speiseplan streichen.

Zum Glück ist es heute einfacher denn je, vegan zu leben. Und das gilt selbst für die Feinschmecker unter uns – denn für jede erdenkliche Gaumenspeise gibt es auch ein veganes Rezept. In unserem kostenlosen Veganstart-Programm erhalten Sie jede Menge Tipps und Informationen.

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Ex-Farmarbeiter eines Schweinebetriebes packt aus und wird vegan!

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Gruß Hubert

 

Männliche Kälber – Aus den Augen, aus dem Sinn   Leave a comment

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Von VgT.at

Ihr Schicksal sollte im Verborgenen bleiben.

Gerade einmal wenige Wochen alt sind die Kälber aus der Milchwirtschaft, wenn sie ins Ausland transportiert werden.

Damit eine Kuh wirtschaftlich gesehen genug Milch gibt, muss sie jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Kälber werden meist noch am Tag der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die meisten weiblichen Kälber werden später als Milchkühe weitergenutzt – die männlichen sind für die Milchwirtschaft nutzlos. Zehntausende von ihnen werden jedes Jahr ins Ausland transportiert. Ihre Ziele sind riesige Mastanlagen in Italien, Spanien oder Polen. Diese Kälber sind ein ungewolltes Nebenprodukt der Milch-, und Käseproduktion – dementsprechend ist auch der Umgang mit ihnen.

In vielen Fällen geht es nach wenigen Monaten der Mast per Schiff weiter zur Schlachtung in den Libanon, nach Israel oder in die Türkei. Länder in denen keine Tierschutzgesetze existieren, die sie noch schützen könnten.

Der lange Weg der Milchkälber

Jede Woche werden Kälber aus ganz Österreich zusammengesammelt und in Bergheim bei Salzburg, auf große Tiertransporter verladen.

Über 21 Stunden sind Transporter von Bergheim bis Vic in Spanien unterwegs. Die 2 bis 8 Wochen alten Tiere müssen während der kompletten Transportzeit Hunger und Durst leiden – denn eine Versorgung auf den LKWs ist technisch nicht möglich.

Die tatsächliche Reise der Kälber geht jedoch noch weit länger.

Vor ihrem kurzen Aufenthalt in Bergheim haben sie bereits eine Fahrt vom Hof zu einer Sammelstelle im eigenen Bundesland hinter sich, von der aus sie bereits ein paar Stunden nach Bergheim transportiert wurden. Diese Transporte werden von Behördenseite vernachlässigt, da es sich um Inlandstransporte mit dem Zielort Bergheim bei Salzburg handelt – dabei ist von vornherein klar, dass die Reise für sie gleich im Anschluss weiter geht.

Nach ihrer Ankunft in Vic das selbe Spiel: Hier bleiben die Kälber zwar meist immerhin über Nacht und können sich das erste Mal hinlegen, doch schon am nächsten Morgen geht es mit kleineren Transportern weiter ins Landesinnere zu verschiedensten Mastanlagen. Hier werden sie die nächsten sechs bis acht Monate ihres Lebens gemästet.

Einige von ihnen treten danach eine noch weit längere und strapazenreichere Fahrt in den Nahen Osten an.

Mit dem Export in ein anderes EU-Land gibt Österreich die Verantwortung für den Schutz der Tiere ab. Sie tauchen erst im Bildmaterial von Tierschutzorganisationen wie Animals International wieder auf, wenn es gelingt, wie hier, sie bei ihrer Schlachtung wiederzufinden.
Die drei dokumentierten Rinder wurden nach einem zweiwöchigen Transport per Schiff in den Nahen Osten gebracht und kurz darauf bei vollem Bewusstsein geschlachtet. Aktuelle Aufnahmen der Organisation Animals International zeigen den minutenlangen Todeskampf der österreichischen Tiere.

Stell dir vor, du bist ein unerwünschtes Nebenprodukt.

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Bei der Mast von Milchkälbern

Großbetriebe im Ausland mit bis zu 10.000 Tieren haben sich auf die Mast von Milchkälbern spezialisiert. Der Umstand, dass die Haltung weniger strengen Auflagen unterliegt wie in Österreich macht das Geschäft noch lukrativer. Doch die Bedingungen vor Ort sind als skandalös zu bezeichnen:

In großen, oft fensterlosen Hallen werden die Kälber die ersten Wochen in Einzelboxen untergebracht. Mit ihren kleinen Klauen rutschen sie immer wieder in die Spalten ab mit denen der Boden durchzogen ist. Eine weiche Unterlage, Stroh oder Heu gibt es nicht.

Bei der grausamen Schlachtung

Tiere, denen nach tagelangen Transporten die Augen ausgestochen und Sehnen durchtrennt werden – und im Anschluss ohne Betäubung geschlachtet werden. Brutaler Alltag in den Zielländern der österreichischen Rinder.

Drei Rinder konnten aufgrund ihrer Ohrmarken eindeutig identifiziert und Milchwirtschaftsbetrieben in Österreich zugeordnet werden – ihr Schicksal hätte verhindert werden können.

 

  • Nummer: AT xx 4887 xxx
  • Geboren: 26.11.2018
  • Ort: Lustenau
  • Alter Export: 3 Wochen
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 8,5 Monate
  • Nummer: AT xx 2041 xxx
  • Geboren: 02.12.2018
  • Ort: Eggelsberg
  • Alter Export: 15 Tage
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 9 Monate
  • Nummer: AT xx 2234 xxx
  • Geboren: 07.11.2018
  • Ort: Fieberbrunn
  • Alter Export: 4 Wochen
  • Gemästet: Spanien
  • Getötet: Libanon, 13.8.2019
  • Alter: 10 Monate

„Hilf mit, diese Transporte zu stoppen – für immer.“

„Du kannst ihnen helfen!“

Unterstütze unsere Petition, denn nur gemeinsam können wir diese qualvollen Transporte beenden, bevor sie entstehen.

Die Politik muss den Wunsch der Bevölkerung endlich ernst nehmen und diese Transporte sofort unterbinden.

 

„Beiß rein, hol sie!“ – Jäger hetzt Jagdhund auf Wildschwein   Leave a comment

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Der Vorfall zeigt wieder mal wie rabiat und roh viele… sehr viele Jäger sind. Unglaublich diese Verachtung für Tiere.

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Nachdem bereits im März 2020 ein grausamer Fall aufgedeckt wurde, bei dem mehrere Jagdhunde ein verletztes Wildschwein attackierten, erreichen uns kurze Zeit später neue schockierende Aufnahmen von einer Jagd, mutmaßlich im Landkreis Bad Dürkheim. Darauf ist zu sehen, wie ein Jagdhund auf ein offenbar verletztes, geschwächtes Wildschwein gehetzt wird. Der Jäger ruft dabei immer wieder laut „beiß rein“, „hol sie“ und „pack sie“.

Schüler für Tiere Mitglied deckt auf – Verdacht auf massive Tierquälerei

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Der Jaghund bellt die ganze Zeit aufgeregt und versucht immer wieder, den aggressiven Befehlen des Jägers zu folgen und das Wildschwein zu packen oder zu beißen. Das vermutlich angeschossene Wildschwein versucht währenddessen, panisch zu entkommen und Schutz in Bodenkuhlen oder unter einem umgefallenen Baumstamm zu suchen. Dabei bricht es immer wieder erschöpft zusammen. Keiner der Beteiligten versucht, den Hund zurückzurufen oder die Attacken auf anderem Wege zu unterbinden.

Wir haben Strafanzeige erstattet

Wir von PETA Deutschland haben bei der Staatsanwaltschaft Frankenthal Strafanzeige gegen den verantwortlichen Jäger, der den Hund auf das Wildschwein gehetzt hat, erstattet. Laut § 17 des Tierschutzgesetzes dürfen keinem Wirbeltier „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zugefügt werden.

„Wir fordern, die Täter hart zu bestrafen, ihnen den Jagdschein zu entziehen und die Hobbyjagd gänzlich zu verbieten, da solche Vorfälle keine Ausnahme sind.“
Nadja Michler, Fachreferentin bei PETA Deutschland

Auch im Fall vom März 2020 hatten wir gegen die Verantwortlichen Strafanzeige erstattet. Leider kommen nur sehr wenige Fälle an die Öffentlichkeit, und eine große Dunkelziffer vergleichbarer Taten bleibt ungestraft.

Die Hobbyjagd muss verboten werden

Während Tierfreunde von Aufnahmen wie die des gejagten Wildschweins entsetzt sind, ist Tierquälerei bei der Hobbyjagd leider kein Einzelfall. Bei Treib- oder Drückjagden werden Wildtiere aus ihren Verstecken aufgescheucht und mittels Treiber und Hunden vor die Gewehre der Jäger gehetzt. Oft werden die Tiere lediglich angeschossen und flüchten panisch mit blutenden Wunden. [2] Viele leiden stunden- oder sogar tagelang. Für die Hunde ist der Einsatz als „Helfer“ bei der Jagd kein Vergnügen. In der meist brutalen und strengen Jagdhundeausbildung werden sie mittels Gewalt zum Gehorsam gezwungen. Auch heute noch gehören Elektroreizgeräte, Stachelhalsbänder, Tritte auf die Pfoten, Kniffe in die Ohren und teils auch Schläge zu den Erziehungsmethoden der Jäger. Zahllose Hunde werden zudem jährlich bei Jagdeinsätzen von den sich wehrenden Wildtieren oder sogar durch den Jäger selbst schwer verletzt.

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Was Sie tun können

Wenn Sie Zeuge von Tierquälerei werden, melden Sie diese! Versuchen Sie, Bild- und Videoaufnahmen von der Tat zu machen und wenden Sie sich damit an die Polizei oder an uns.

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„Beiß rein, hol sie!“ – Jäger hetzt Jagdhund auf Wildschwein

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Gruß Hubert

Lederschuhe: Unsägliches Tierleid   Leave a comment

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Bei der Ledergewinnung wird grausamst mit Kühen umgegangen. Vor allem in Bangladesh wird viel Leder gewonnen.

Von Peta.de

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Lederschuhe: Umweltzerstörung, Tierleid und Sklaverei

„Nirgendwo ist die mangelnde Nachhaltigkeit in der Schuhindustrie offensichtlicher als bei der Lederproduktion.“
Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Foot Work. What your shoes are doing to the world“ von Tansy E. Hoskins. [1] In ihrem aktuellen Werk beschreibt die Autorin und Journalistin, wie die Schuhproduktion – insbesondere die damit einhergehende Produktion von Leder – Natur, Mensch und Tier systematisch zerstört.

Immenses Leid hinter Schuhen aus Leder

Laut Hoskins werden jedes Jahr etwa 24,2 Milliarden Schuhe – insbesondere Sneaker – produziert – ein Großteil davon aus Leder. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie vielen Tieren dafür mit einem Brandeisen das Gesicht markiert und die Kehle im Schlachthof mit einem Messer durchtrennt wird. Die Tiere sind unserer Gier nach Leder komplett ausgeliefert.

[…]

In ihrem Buch beschreibt Hoskins, dass viele Rinder einfach an das meistbietende Schlachthaus verkauft werden – egal, wie weit entfernt dies ist. Diese Erkenntnis deckt sich mit einer aktuellen Veröffentlichung des Autors und Journalisten Manfred Karremann. Seine Videoaufnahmen zeigen, wie Rinder für die Produktion von Leder von Brasilien bis in die Türkei, den Iran oder den Libanon transportiert und dort getötet werden – auch Tiere aus Deutschland und Österreich. Während des Transports stehen sie wochenlang ohne ausreichend Nahrung und Wasser in ihrem eigenen Kot und Urin. Geschwächte Tiere, die nicht mehr stehen oder gehen können, werden mit Gewalt von Transportern gezerrt und beim Entladen von Schiffen sogar an einem Bein hängend mit Kränen von Bord gehievt.

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Tiertransporte für Leder: Grenzenlose Grausamkeit

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Biologisch tote Gewässer und abgeholzte Regenwälder für Schuhe aus Leder

Nicht nur bei der Gewalt an Tieren ist die Lederindustrie ganz vorne mit dabei. Hoskins kritisiert, dass die Schuhproduktion auch in Sachen Umweltschutz und soziale Arbeitsbedingungen stark hinterherhinkt. In der Lederindustrie wird dies besonders sichtbar.

Die Gerbung und der damit verbundene Einsatz von Chemikalien wie Formaldehyd, Chrom, Schwefeldioxid, Ameisensäure und Ammoniumchlorid wurde im Hinblick auf billiges Leder weitestgehend in Länder mit geringen Umweltauflagen verlegt. Hoskins zufolge hat die bangladeschische Stadt Hazaribagh der Lederindustrie ihren Titel als „fünftschmutzigste Stadt der Welt“ zu verdanken. Giftige Chemikalien und Abfälle wurden jahrelang achtlos in der Natur entsorgt und der einst lebendige Fluss Buriganga River gilt heute als tot. In Brasilien wird für die Produktion von Fleisch und Tierhäuten wiederum massenhaft Regenwald abgeholzt. Dies schädigt nicht nur unser Klima, sondern zerstört die Artenvielfalt auf eine Art und Weise, die wir nie wieder rückgängig machen können.

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Moderne Sklaverei in der Lederindustrie

In Brasilien nimmt nicht nur die Natur großen Schaden – auch zahlreiche Menschen leiden unter der Lederproduktion. In ihrem Buch erwähnt Hoskins den „Global Slavery Index 2018“ der Walk Free Foundation. Dem Index zufolge leben in Brasilien etwa 369.000 Männer, Frauen und Kinder unter Verhältnissen, die sich als moderne Sklaverei beschreiben lassen. Vor allem auf Rinderfarmen werden Menschen gezwungen, ohne Badezimmer und Küche mitten auf den Farmen zu leben.

Auch in Ländern wie Italien ist die Lederindustrie durchzogen von Immigranten ohne feste Arbeitsverträge, langen Arbeitszeiten, unbezahlten Überstunden und unzureichendem Schutz vor der Vielzahl an verwendeten Chemikalien. Zahlreiche Arbeiter erkranken in der Folge an Muskel- und Skeletterkrankungen, Krebs sowie Hautkrankheiten.

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Vegane Schuhe als ökologische Alternative

Durch die Wahl veganer Schuhe retten wir nicht nur Millionen Tieren das Leben. Ökologische Vergleichsstudien wie der Higg Index zeigen eindeutig, dass die Produktion pflanzlicher und synthetischer Materialien deutlich umweltfreundlicher ist als die Haut qualvoll getöteter Tiere. Zudem gibt es heutzutage eine wachsende Zahl an plastikfreien oder plastikreduzierten veganen Optionen auf der Basis von Kork, Äpfeln, Weintrauben oder Ananas. Darin sieht auch Hoskins die Zukunft der Schuhindustrie:

„Inzwischen gibt es sehr viele neue und nachhaltige Materialien, die nicht mit dem gleichen Maß an Gewalt hergestellt wurden wie Leder. Diese neuen Produkte sind langlebig, ungiftig, nachhaltiger als PVC- oder Polyurethan-Lederersatz, und einige [Materialien] können [als Recyclingmaterial] wieder in den Boden zurückgeführt werden.“

Was Sie tun können

Setzen Sie sich für Menschen, Tiere und die Umwelt ein – entscheiden Sie sich künftig für vegane Schuhe. Zwar kann auch deren Produktion soziale und ökologische Probleme verursachen, doch viele vegane Hersteller setzen nicht nur auf tierfreien Materialien, sondern auch auf faire und ökologische Arbeitsbedingungen.

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Lederschuhe – Unsägliches Tierleid

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Gruß Hubert

Corona-Impfstoff – Zurück in die Zukunft?   Leave a comment

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Von aerzte-gegen-tierversuche.de

„Dies zeigt eindeutig, dass Tierversuche in der Forschung nicht sinnvoll sind – denn einen Impfstoff für Menschen gegen das erste SARS-Virus gibt es auch bis heute, 17 Jahre später, nicht.

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19.05.2020

Es fühlt sich an wie eine Zeitmaschine: Erbgut erfolgreich in kürzester Zeit entschlüsselt, erste Versuche an Affen waren vielversprechend, schon bald soll der Impfstoff an Menschen getestet werden. Klingt bekannt – tatsächlich handelt es sich um einen Bericht über SARS aus 2003.

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt berichtete über die Fortschritte der Impfstoff-Entwicklung gegen SARS-CoV, das „erste“ Coronavirus. Die Viren-Familie der Coronaviridae umfasst nämlich neben dem aktuell grassierenden SARS-CoV-2 auch das SARS-CoV-1, welches 2002 in China entstand. Damals löste dieses Virus eine Pandemie aus, bei der weltweit knapp 800 Menschen an den Folgen starben.

Auch hier wurde mit Hochdruck an einer Therapie und vor allem einer Impfung geforscht. Sieht man sich die früheren Daten genauer an, wirkt dieses mehr als entlarvend: 2010 (also 7 Jahre nach Ausbruch der Pandemie) wurde u.a. an Mäusen ein Impfstoff getestet. Die Tiere zeigten aber nur begrenzte Immunität, die nach 18 Wochen sogar völlig verschwand. 2012, also fast 10 Jahre nach Ausbruch, zeigten geimpfte Mäuse zwar eine Antikörper-Bildung, aber nach Infektion mit dem Virus auch eine Autoimmunreaktion der Lungen, d.h. das Abwehrsystem richtete sich gegen das eigene Gewebe.

Kurz danach wurde die Forschung bezüglich eines Impfstoffes eingestellt. Begründung: das Virus tritt ja nicht mehr auf. Das macht misstrauisch, denn zu diesem Zeitpunkt war die Pandemie seit fast 10 Jahren vorbei und alle noch kurz vorher erfolgten Tierversuche waren erfolglos. Lag es vielleicht eher daran, dass die (tierversuchsbasierte) Forschung einfach nicht weitergekommen ist und dann eine Entschuldigung gesucht wurde, um dies klammheimlich unter den Tisch fallen zu lassen?

Christian Drosten, der aktuell bekannteste Virologe Deutschlands, verfasste 2003 einen Bericht, in dem zu lesen ist, dass, auch wenn das SARS-Virus wieder verschwindet, sich dieses in Tierreservoirs zurückziehen kann, von dem „[…] zu gegebener Zeit wieder eine Epidemie ausgehen […]“ kann. Auch das widerspricht der Glaubhaftigkeit der obigen Aussage – insbesondere, da 2012 MERS auftrat, ebenfalls eine Art Corona-Virus, bei dem bis heute keine Impfung für Menschen existiert. Spätestens ab da hätte – logisch betrachtet – die Forschung weitergeführt werden müssen.

Darüber hinaus wird in dem Bericht davon gesprochen, dass in frühestens 1 bis 2 Jahren mit einem Impfstoff zu rechnen ist, es „ermutigend“ sei, dass das Virus gut kultivierbar sei und es bereits Impfstoffe gegen tierische Corona-Viren, die z.B. Vögel oder Hunde infizieren, gibt.

Dies zeigt eindeutig, dass Tierversuche in der Forschung nicht sinnvoll sind – denn einen Impfstoff für Menschen gegen das erste SARS-Virus gibt es auch bis heute, 17 Jahre später, nicht. Jetzt wird wieder so getan, als seien Tierversuche unumgänglich, um einen Impfstoff zu finden und wie damals wird der Welt wieder vollmundig die nahe Rettung versprochen.

Mit all dem offenbart sich, neben der massiven und inakzeptablen Ineffektivität, ein weiteres Problem: Tierversuche sind Zeit- und somit auch (Steuer-)Geldfresser.

Gleichzeitig gibt es vielversprechende Erkenntnisse aus menschenfokussierter Forschung: mittels menschlicher Zellen können Mini-Organe (Organoide) im Labor gezüchtet werden, an denen sowohl der Infektionsweg als auch die Wirkung von möglichen Medikamenten nachvollzogen wird – was nur einen Bruchteil von Zeit und Geld kostet, das in das System Tierversuch versenkt wird. Wie wichtig diese menschenbasierte Forschung ist, wird z. B. dadurch deutlich, dass das angesehene Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin seine Lungenorganoide als „ideales Testsystem“ bezeichnet.

Vielversprechende, schnelle, günstige und menschenrelevante Ergebnisse gegenüber nicht übertragbaren, teuren, langwierigen und qualvollen Tierversuchen: aus der Vergangenheit sollte man lernen und den Fokus auf die Forschungsmethoden der Zukunft legen.

Dipl. Biol. Julia Radzwill

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Corona-Impfstoff – Zurück in die Zukunft?

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Mai 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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Die Zustände in der deutschen Fleischindustrie: Leid für Tier und Mensch!   Leave a comment

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Ich schäme mich für Leute, die bei den Zuständen in der deutschen Fleischindustrie allein die Arbeitsbedingungen der beschäftigten Arbeiter sehen und keinen Gedanken daran verschwenden welchem Leid die Tiere ausgesetzt sind. Ich kann nur sagen das ist äußerst schäbig und bar von jedem Mitgefühl. Erbärmlich und schändlich! Unsere Nachfahren werden sich einmal dafür für uns schämen wie wir mit Tieren umgingen.

Rebloggt von Tierfreund Wolfgang.

wolodja51.wordpress.com

Friedrich Mülln im Gespräch mit Dieter Kassel

In deutschen Schlachthöfen häufen sich zunehmende Coronafälle, weshalb die Zustände in der Fleischindustrie nun erneut diskutiert werden. Höchste Zeit, sagt Friedrich Mülln von der SOKO Tierschutz – denn dort liege seit langem so gut wie alles im Argen.

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben stehen die Arbeitsbedingungen und die Unterbringung von Arbeitern in Sammelunterkünften in der Kritik. Die Bundesregierung will nun verschärfte Regeln beschließen, um diese Zustände in der deutschen Fleischindustrie zu verbessern. Und wieder einmal sehr typisch für unsere Politiker: Der Fokus ist hierbei weniger auf das Leid und Elend der Schlachttiere, sondern einzig und allein auf die Arbeitsbedingungen der in diesen Schlachtbetrieben beschäftigten Arbeiter ausgerichtet.

Dass sich die Coronafälle in der Fleischindustrie jetzt häufen, ist für Friedrich Mülln, Vorstandsmitglied des Vereins SOKO Tierschutz, keine Überraschung. Die Einhaltung von Abstandsregeln sei dort genauso wenig möglich wie bei „fünf Leuten in einer Telefonzelle“, sagt Mülln. Die Arbeiter stünden an den Schlachtbändern eng an eng, müssten Tiere teils mit Gewalt gemeinsam voranzwingen. „Das geht nicht mit Abstand.“

Hinzu komme, dass die Arbeitskräfte „in Minibussen zusammengestopft“ zu ihren billigen Unterkünften gebracht würden. Dort herrschten ebenfalls Bedingungen „unter aller Würde“. Von daher brauche man sich nicht wundern, wenn sich Viren verbreiteten.

Das Leid der Menschen bekämen auch die Tiere zu spüren, so Mülln weiter. In den Schlachthöfen herrsche ein Klima von Stress und Gewalt:

Das ist völlig klar, die Leute stehen unter Stress, sie werden schlecht bezahlt – sie werden schlecht ‚gehalten‘, kann man schon fast sagen – und ausgebeutet. Es herrscht ein extremer Konkurrenzdrang, der wird von den Vorarbeitern geschürt, die Tiere müssen noch schneller in den Tod gebracht werden – und das führt natürlich dazu, dass die Leute ihre Wut und ihren Frust an den Tieren auslassen.“

Hier bitte das mit ihm geführte Interview auf Deutschlandfunk Kultur anhören …

 

Tierversuche: Sponsor steigt aus – Red Bull soll nachziehen   Leave a comment

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Ich wünsche Red Bull nur Misserfolge in der Formel 1 so lange sie Tierversuche fördern. Dasselbe gilt für Wings for Life.

(„Der Wings for Life World Run ist ein seit 2014 jährlich im Mai auf 34 oder 35 Strecken in 33 Ländern weltweit zeitgleich stattfindender Wohltätigkeitslauf. Motto ist: „Laufen für die, die nicht laufen können“. Quelle: Wikipedia)

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Die Ball Corporation (Hersteller der Mason-Jars Einmachgläser) ist nicht länger als Platin-Partner von Wings for Life aufgeführt – einer von Red Bull unterstützten Wohltätigkeitsorganisation, die grausame Tierversuche finanziert, in denen Rückenmarksverletzungen künstlich hervorgerufen werden. Ball ist der erste Wings for Life-Förderpartner, der sich ausdrücklich von den schockierenden Tierversuchen distanziert; auch das österreichische Innenministerium überdenkt die Zusammenarbeit inzwischen.

Experimente an Affen, Mäusen, Ratten und Schweinen

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Unter anderem führten Experimentatoren Elektroden in die Muskeln eines Affen ein, zwangen ihn zu stressauslösenden Aufgaben, schnitten seine Wirbelsäule auf und leiteten Stromschläge in sein Nervensystem. In anderen Tests zerquetschten Experimentatoren Mäusen das Rückenmark, sodass sie teils gelähmt wurden, oder ließen Gewichte auf das Rückenmark von Schweinen und Ratten fallen, um Verletzungen zu verursachen. In diesen und weiteren Tierversuchen, die seit 2018 dokumentiert sind, wurden über 4.700 Tiere missbraucht und getötet – finanziert von Wings for Life und Unterstützern der Organisation.

Keine Hilfe für Patienten

Diese Tierversuche haben keinerlei Nutzen für menschliche Patienten: Insgesamt scheitern etwa 95 Prozent der Medikamente, die an Tieren getestet und als sicher und wirksam gelten, in klinischen Studien am Menschen und verschwenden wertvolle Zeit und Geld. Zusammen mit drei führenden Experten für Medizin und Rückenmark hat PETA USA der Ball Corporation eine Reihe wissenschaftlicher Erkenntnisse zukommen lassen, die die Unsinnigkeit der Rückenmarksversuche belegen – das Unternehmen entschied sich schließlich, seine Unterstützung für Wings for Life zurückzuziehen und eine Richtlinie zu verabschieden, die besagt, dass das Unternehmen „keine Tierversuche finanziert, durchführt oder in Auftrag gibt, es sei denn, dies ist ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben.“

PETA appelliert an Wings for Life, Red Bull und weitere Geldgeber

PETA USA fordert Wings for Life schon seit längerem auf, die Finanzierung dieser unmenschlichen Tierversuche zu beenden. Wir haben der Organisation eine detaillierte Liste vielversprechender tierfreier Forschungsmethoden gesendet, die den Patienten echte Hoffnung auf Behandlungen bieten. PETA Deutschland und PETA USA haben sich an alle weiteren Sponsoren von Wings for Life gewandt – darunter Red Bull – und diese aufgefordert, Balls Beispiel zu folgen und statt Tierversuchen ausschließlich tierfreie Forschung zu unterstützen. Das österreichische Innenministerium unternahm inzwischen erste Schritte und beantwortete unsere Anfrage: Das Ministerium unterstütze zwar das Gesamtziel der Wohltätigkeitsorganisation (Heilmethoden für Rückenmarksverletzungen zu finden), betonte aber, dass es „nicht zwingend […] jede [in WfL-finanzierten Projekten] ausgeführte Forschungsmethode wie Tierversuche unterstützt“ und daher bereits die finanzielle Förderung für den Wohltätigkeitslauf „Wings for Life Run“ 2021 neu prüft.

Was Sie tun können

jetzt petition unterschreiben

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https://www.peta.de/tierversuchssponsor-wings-for-life

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Gruß Hubert