Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Tierrechtsextremisten?   Leave a comment

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Daniela Böhm sagt:

„Doch wer oder was ist eigentlich extrem? Sind es diejenigen, die sich bedingungslos für die Rechte der Tiere einsetzen oder jene, die sie im extremen Maße verletzen?“

Subventionierter Tod und Tierrechtsextremisten

 

Veröffentlicht 15. Juni 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

Redebeitrag zur Abschaffung von Tierversuchen   1 comment

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Forschung am Menschen ein Verbrechen – Forschung am Tier Normalität?

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Copyright (c) Angelika Wohlfarth
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Das Elend der Tiere beginnt dort, wo der Mensch einen Unterschied zwischen ihrer Leidensfähigkeit und der seinen macht. Der Speziesismus bestimmt sein Handeln und genauso bedingt sein den Tieren auferlegter Rassismus oft genug ihr Schicksal. Denn innerhalb der Tierwelt klassifiziert der Mensch und unterteilt in höher und niedriger, mehr wert oder weniger, nutzbringend oder nicht. Straßenhund oder Rassehund, Haustier oder Nutztier.

Den Rauhaardackel kann man neben dem bayerischen Löwen als das tierische Maskottchen der Landeshauptstadt bezeichnen. Schon oft habe ich mich gefragt, was wäre, wenn in der Tierversuchshochburg München statt unzähliger anonymer Mäuse, Ratten, Kaninchen oder Schweinen, auf einmal nur noch Rauhaardackel in sterilen Laboren und engen Käfigen sitzen würden? Wie würden die Menschen reagieren, wenn sie erfahren würden, dass mitten in München hinter so manch dicker Mauer Zigtausend Rauhaardackel in entsetzlichen Versuchen gequält oder zu Tode gefoltert werden? Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen auf die Straße gehen würden, nicht nur hundert oder zweihundert – nein – halb München wäre auf den Beinen, um gegen diese Grausamkeiten zu demonstrieren. Aber es geht ja nur um Mäuse, Ratten oder Kaninchen – keine Tiere, die mit dem bayerischen Rauhaardackelstatus mithalten könnten.

Gesunde Tiere werden krank gemacht, um Pharmazeutika zu erforschen, die den Menschen gesund machen sollen. Grundlagenforschung wird mit furchtbaren Experimenten an hilflosen Wesen betrieben, die der Mensch in seinen todbringenden Dienst zwingt. Es ist komplett absurd. Tierversuchsforschung ist absurd, grausam und ethisch nicht vertretbar.
Was kann uns wirklich gesund werden lassen, wirklich heil machen? Kein menschlicher Organismus gleicht dem anderen. Schon allein deshalb, weil Lebensumstände, Gewohnheiten, genetische Veranlagungen, Umwelteinflüsse, Erfahrungen, die Psyche etc. jeden Organismus prägen. Jede Entstehung von Krankheiten beim Menschen hat vielschichtige Ursachen, kein Mensch ist wie der andere, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Wie kann das Verhalten von Tieren also auf den Menschen übertragbar sein und ihre Reaktionen aussagekräftig genug, um einen wirklichen Heilungsprozess beim Menschen durch ein bestimmtes Mittel vorherzusagen?

Die Gräueltaten des Dr. Mengele und anderer Ärzte während des Nationalsozialismus sind hinlänglich bekannt und so furchtbar, dass man am liebsten nichts davon lesen oder wissen wollte. Ein Horrorfilm, der in der Wirklichkeit stattgefunden hat, ein Kapitel des düstersten Kapitel deutscher Geschichtsschreibung. Nein, ich möchte dieses Grauen, das Ausmaß dieses Grauens, dieser Tragödie, nicht vergleichen und habe die größte Anteilnahme und Trauer für die Opfer.
Aber ich stelle die Frage nach der Leidensfähigkeit. Was ist mit der Leidensfähigkeit anderer Wesen, denen man grauenvolle Experimente im Namen einer vermeintlichen Wissenschaft antut? Ist sie beim Tier anders als beim Menschen? Ist die Todesangst eine andere? Das Empfinden von Schmerz, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Hunger oder Durst?
Die tierexperimentelle Forschung liest sich wie ein Sammelsurium aus einem Gruselroman. Mäuse müssen beispielsweise für die Erforschung von Depressionen bis zur Erschöpfung schwimmen oder werden mit Elektroschocks so lange malträtiert, bis jeglicher Wille gebrochen ist. Ein Ulmer Wissenschaftler hat zwanzig Jahre lang Skorpione in den Weltraum geschickt, festgetuckert auf einer Platte, um den Einfluss der Schwerkraft auf die Tiere zu untersuchen. Jungen Ratten wurde Alkohol in die Bauchhöhle injiziert, um zu beweisen, dass Alkohol für Jugendliche schädlich ist. Sind derartige Foltermethoden in irgendeiner Weise zu rechtfertigen?

Copyright (c) Angelika Wohlfarth
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Wenn man sich mit der unendlich langen Liste der Tierversuche beschäftig, bleibt nur das blanke Entsetzen über Ärzte und Wissenschaftler zurück, die Qual, Folter und Tod billigen und im Namen derer gutheißen, die krank sind. Oder eben um des eigenen Ruhmes willen. Es ist eine bittere und traurige Wahrheit, dass Tierversuche in wissenschaftlichen Kreisen immer noch anerkannt sind und Veröffentlichungen in Fachzeitschriften unter Bezugnahme dieser, einen wichtigen Meilenstein auf der Karriereleiter eines Wissenschaftlers bedeuten.
Die tierversuchsfreie Forschung ist – wenn auch langsam – auf dem Vormarsch. Sie wird jedoch von Pharmakonzernen und der Politik noch viel zu wenig unterstützt und vorangetrieben.

Wenn Tiere mit uns kommunizieren könnten, wenn wir sie wirklich verstehen könnten, was würden wir ihnen antworten auf die Frage, warum sie so viel unsägliches Leid durch den Menschen erdulden müssen?

Hat der Mensch das Recht, sich über andere Wesen auf diesem Planeten zu stellen? Rechtfertigen die Unterschiede zwischen Mensch und Tier, das Anderssein, sowie die Tatsache, dass Tiere nicht reden können oder das gleiche Bewusstsein haben, die Leiden, die er ihnen zufügt? Rechtfertigt es Ausbeutung, Tod, Missbrauch, Qualen und Folter? Soll das die Rechtfertigung für Tierversuche sein?
Es ist eine kalte, vom anthropozentrischen Denken geprägte Rechtfertigung. Sie ist ohne Herz und Gefühl, sie stellt den Menschen als Alleinherrscher und das Maß aller Dinge in den Mittelpunkt und vergisst jene, die schon lange vor ihm da waren und ohne die er nicht leben könnte, weil sie das Gleichgewicht der Erde halten. Aber der Mensch tut alles, um dieses Gleichgewicht zu zerstören, er vergiftet die Luft und die Böden, er rottet die Tiere aus, er produziert Nahrungsmittel, die seiner Gesundheit schaden, er verschmutzt die Flüsse und Meere und fischt sie leer, er produziert und tötet Tiere wie eine Massenware am Fließband und lebt nicht seiner Natur gemäß und im Einklang mit der Erde und den Tieren. Und dann wird er krank, bekommt alle möglichen sogenannten Zivilisationskrankheiten und ohne sich zu fragen warum, möchte er eine Wunderpille, für welche die Tiere in Versuchen leiden und sterben müssen.

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Copyright (c) Angelika Wohlfarth
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Respekt ist ein Wort, das heutzutage an vielen Ecken und Enden fehlt. Respekt zwischen den Menschen, Respekt gegenüber der Erde und Respekt für die Tiere. Respekt hat mit Achtung zu tun. Die Achtung gegenüber diesem vielfältigen, wundersamen und wunderbaren Leben, das uns umgibt, haben viele Menschen verlernt. Und sie fehlt vor allem bei dem Wissenschaftler, der Ratten quält und ebenso bei dem Vorstandsmitglied eines Pharmakonzerns.

All die Qualen der Tiere werden erst ein Ende finden, wenn der Mensch seinen anthropozentrischen Herrschaftsanspruch aufgibt und Tiere als Mitlebewesen auf diesem Planeten respektiert. Wenn er sein Herz öffnet, für ihre Bedürfnisse, wenn er erkennt, dass jedes Wesen auf dieser Erde, das gleiche Recht auf ein Leben hat, welches seiner Natur entspricht.

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Redebeitrag zur Abschaffung von Tierversuchen

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Gruß Hubert

Die Rolle zwischen Mensch und Tier mal vertauscht – Teil 1   Leave a comment

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Vielen wird wohl erst bewusst welche Grausamkeiten, welche Folter Tieren angetan wird, wenn sie diese Bilder in vertauschten Rollen sehen.

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Gruß Hubert

Die Rolle zwischen Mensch und Tier mal vertauscht – Teil 2   1 comment

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Was würden Menschen sagen wenn man mit ihnen so umgehen würde? Und würden Kirchen dazu immer noch schweigen, es dulden und teils sogar gut heißen? Der Umgang mit Tieren ist eine Schande für die Menschheit, sie ist ein riesengroßes Verbrechen, das an Milliarden von Tieren begangen wird.

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Gruß Hubert

Warum Tierversuche?   1 comment

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Das bedarf keinen Kommentierung. Wer es verstehen will, der versteht es, wer es nicht verstehen kann, dem ist sowieso nicht zu helfen.

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Aus aerzte-gegen-tierversuche.de

Warum wir gegen Tierversuche sind

Katharina Feuerlein

Ärztin aus Wedel

Ich habe 22 Jahre als niedergelassene Ärztin auf dem Land und 13 Jahre als Dozentin gearbeitet. Jetzt befinde ich mich im Ruhestand.

Meine einzige Begegnung mit Tierversuchen fand im Studium während des Physiologie-Praktikums statt. Dabei mussten wir an Froschbeinen die Muskelkontraktionen bei verschiedenen Stromstärken messen.

Ich habe damals weder die Sinnhaftigkeit dieses Versuches noch Tierversuche allgemein in Frage gestellt, ich hielt sie für ein ethisch hoch fragwürdiges, aber notwendiges Übel in Medizin und Forschung ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, welches Ausmaß diese Versuche haben und wie sinnlos sie sind.

Irgendwann kamen Zweifel auf. In meiner Praxistätigkeit habe ich den Aufstieg neuer Medikamente wie Lipobay oder Vioxx erlebt, die Pharmareferenten überschlugen sich mit Lobpreisungen. Mein Erstaunen war ebenso groß wie die Erklärungsnöte den Patienten gegenüber, als diese Medikamente wieder vom Markt genommen wurden. Die Nebenwirkungen dieser im Tierversuch als sicher eingestuften Medikamente waren schwer bis tödlich!
Was läuft da schief? Antworten auf diese Frage fand ich bei „Ärzte gegen Tierversuche“. Hier ein paar Beispiele:

  •   mehr als 3 Millionen Tiere sterben jedes Jahr bei Tierversuchen!

  •   95 % der im Tierversuch als wirksam und ungefährlich geltenden Medikamente fallen durch die klinischen Studien!

  •   20 – 50 % der zugelassenen Medikamente werden später wieder vom Markt genommen!

  •   58 000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Nebenwirkungen tierversuchserprobter Arzneimittel!

  •   Tierversuche sind niemals validiert!

  •   Tierversuche sind ein lukratives Geschäft (1,9 Milliarden € in Deutschland nur für Mäuse)!

  •   Tierversuche sind Geldverschwendung (2,7 Milliarden € aus Steuergeldern)!

  •   Tierversuche sind wegen mangelnder Übertragbarkeit gefährlich!

  •   Tierversuche sind schlechte Wissenschaft!

Gute Wissenschaft sollte auf 3 Prinzipien basieren: sie muss artspezifisch sein, sie darf niemandem Leid zufügen, sie muss auf Beweisen beruhen. Tierversuche scheitern in allen 3 Punkten. Es wird Zeit für einen Paradigmenwechsel!

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Warum Tierversuche?

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 31. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Sieht so der Respekt vor dem Mitgeschöpf aus?   6 comments

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Was den Tierschutz betrifft, insbesondere auch die Tierversuche, brauchen Tierschützer mit Sicherheit nicht auf Julia Klöckner bauen. Die stellt sich lieber in den Dienst von Lobbys.

Rebloggt von Tierfreund Wolodja

Seit Julia Klöckner im Februar 2018 ihr Amt angetreten hat, ist sie kein einziges Mal durch besondere Maßnahmen zum Eindämmen von Tierversuchen aufgefallen.

Von Hilal Sezgin

Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie verdienen unser Mitgefühl.“ Diese einfühlsamen Sätze äußerte wenige Tage vor Weihnachten die Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung, Julia Klöckner. Der Anlass war allerdings wenig zart besaitet und hatte mit Weihnachten auch wenig zu tun, denn Klöckners Ministerium hatte gerade die Tierversuchsstatistik des Vorjahrs (also die von 2017) veröffentlicht. Weil rundherum alle mit Torschlusspanik-Shoppen und Gänsebratenrezepten befasst waren, konnte da leicht untergehen, dass erneut rund zwei 2,8 Millionen Wirbeltiere in deutschen Laboren litten und starben.

Mehr als fünf Prozent der Tiere waren Versuchen mit dem Schweregrad „schwer“ ausgesetzt, mussten also besonders starke Schmerzen durchleiden; solche Versuche sollen laut EU-Tierversuchs-Richtlinie eigentlich nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. (Es ist umstritten, ob Deutschland diese EU-Richtlinie erfüllt.) Die bei weitem meisten Versuchstiere 2017 waren Mäuse und Ratten; auf Platz drei landete die Rubrik „Fische“. Außerdem wurden u.a. 3472 Affen und Halbaffen verwendet, also deutlich mehr als im Vorjahr (2400).

Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Klöckner: „Ich will, dass die Zahl der Tierversuche kontinuierlich gesenkt wird.“ Die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen fördere ihr Ministerium finanziell. Ebenso verlautbart sie auf der Homepage des BMEL: „Es ist unsere ethische Pflicht, die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen zu beschleunigen.“

Mit Verlaub, aber das klingt mir nach Heuchelei. Seit Klöckner im Februar 2018 ihr Amt angetreten hat, ist sie kein einziges Mal durch besondere Maßnahmen zum Eindämmen von Tierversuchen aufgefallen. Nach wie vor geht der Löwenanteil staatlicher Fördergelder an Forschung MIT Tierversuchen, darunter an Zentren mit sehr umstrittenen Affenversuchen oder eben an „Grundlagenforschung“ – ein Etikett, das praktisch allen Erkundungsfahrten durch den Tierkörper die Aura der Wissenschaftlichkeit verleiht, solange sie von jemandem im weißen Kittel ausgeführt werden.

Dahingegen fließen laut Berechnungen der „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ nicht einmal ein Prozent des Budgets, das für Tierversuche ausgegeben wird, in tierversuchsfreie Forschung. Man muss keine großen mathematischen Fähigkeiten aufweisen um zu sehen, dass, wer 99 Prozent eines Budgets FÜR Tierversuche und ein Prozent für Alternativen ausgibt, insgesamt eben doch ganz deutlich Tierversuche fördert und nicht umgekehrt.

Nun war es nicht das erste Mal, dass Klöckner den Begriff „Mitgeschöpf“ verwendet hat. Im letzten Mai wurde sie in einem Interview der FunkeMediaGroup gefragt, inwiefern sie sich als Angehörige einer „Partei, die das C im Namen führt, (…) für die Bewahrung der Schöpfung“ einsetze. Und Klöckner antwortete: „Als Christin spüre ich die Verantwortung, mich für das Tierwohl einzusetzen. Tiere sind Mitgeschöpfe und keine Wegwerfware.“ Und dies von einer Politikerin, die sich für die Fortführung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln stark gemacht hat! Einer Ministerin, die eine Tierindustrie sanktioniert, in der von Anfang an einkalkuliert wird, dass etwa zehn Prozent der geborenen Ferkel in den ersten drei Lebenswochen sterben!

Auch bei Hühnern sind „Verlustraten“ von mehr als fünf Prozent im ökonomischen Rahmen. Etwa 800 Millionen Hühner pro Jahr werden in Elektrobrutkästen ausgebrütet, dann fließbandmäßig gemästet und wenig später wiederum fließbandmäßig getötet. Sie sind genetisch so verzüchtet, dass sie kaum lebensfähig sind; sie können kaum gehen, ja sich oftmals nicht einmal aufrecht halten. Sieht so der Respekt vor dem Mitgeschöpf aus, dienen solche Kalkulationen einer „Bewahrung der Schöpfung“?

Und, um vom Elend der Tierproduktion nochmals auf das der Tierversuche zurückzukommen: Insgesamt waren 40 Prozent der in Deutschland eingesetzten Tiere genetisch verändert. Dies waren zumeist Manipulationen hin zu einer Krankheit, hin zum Tode. Ob mit dem Skalpell oder in der Petrischale, wir Menschen greifen auf jeder Ebene in Tierkörper ein, um deren Bauplan zu enthüllen. In ihrem Sterben wollen wir eine Ahnung davon erhaschen, wie Leben funktioniert. Nun bin ich Muslimin und keine Christin, aber das Schöpfungsverständnis ist ja dasselbe.

Und ich bin überzeugt: Unseren Mitgeschöpfen das Leben zur Hölle zu machen, ist sicher nicht im Sinne unseres Schöpfers.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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Veröffentlicht 15. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Aktuelle Tierversuche aus Deutschland   2 comments

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Ich möchte einige Beispiele aus dem Horrorkabinett der Tierversuche zeigen. Diese nützen bestimmt niemandem, ganz abgesehen von der moralischen Frage. Mit einem weißen Kittel bestückt ist scheinbar alles erlaubt und die Tierversuche werden von der Politik genehmigt und auch noch beträchtliche Fördergelder ausgegeben.

Die Unsinnigkeit und die Grausamkeit müssten sich jedem Mensch mit Empathiefähigkeit erschließen.

Aus aerzte-gegen-tierversuche.de

Alkoholsucht, Raucherlunge, zersägte Knochen und ein Bullauge in der Maus.

Eine andere Methode, das Herz gesunder Tiere zu schädigen, wird ebenfalls am UKE in Hamburg praktiziert. Meerschweinchen wird unter Narkose der Brustkorb aufgeschnitten. Eine durch flüssigen Stickstoff gekühlte Aluminiumsonde wird viermal je 30 Sekunden an das Herz gehalten, um so Verletzungen am Herzgewebe zu erzeugen. Allein bei dieser Prozedur sterben 101 von 253 Meerschweinchen. Eine Woche nach der Verletzung wird den überlebenden 152 Meerschweinchen ein „Gewebepflaster“ aus menschlichen Herzzellen auf die Herzen genäht. Diesmal sterben 80 Tiere. Nur 72 Meerschweinchen überleben die Prozedur. Diese werden 28 Tage später getötet.
Dokumenten-ID 4865

In Bonn wird bei Ratten eine Rückenmarksverletzung künstlich hervorgerufen. Dafür erfolgt vom Rücken her das Aufschneiden eines Brustwirbels, um an das Rückenmark zu gelangen. Mit einem speziellen Gerät wird das Rückenmark mit einer standardisierten Kraft gequetscht (was die Bandbreite der bei Unfällen auftretenden Rückenmarksverletzungen widerspiegeln soll). Ein Teil der Tiere bekommt ein Medikament. 2, 4, 6, und 8 Wochen nach der Verletzung müssen die Ratten auf einer horizontalen Leiter gehen, um zu bewerten, ob sie auf dieser gehen können.
Dokumenten-ID 4869

In Essen wird bei Mäusen eine Blutvergiftung künstlich ausgelöst. Hierfür wird unter Narkose der Bauch aufgeschnitten. Der Blinddarm wird herausgehoben, abgebunden und mit einer Nadel durchstochen, damit ein Teil vom Blinddarminhalt in die Bauchhöhle läuft. Dann wird der Blinddarm in die Bauchhöhle zurückgelegt. Dieses Caecal Ligation and Puncture (CLP) genannte „Modell“ verursacht eine Blutvergiftung mit einer Todesrate von 20% innerhalb der ersten 2 Tage. Nach 4 Tagen werden die überlebenden Mäuse getötet.
Dokumenten-ID 4893

In einer Arbeit aus Leipzig wird Pferden eine künstliche Sehnenverletzung zugefügt, indem das Enzym Kollagenase in die Sehnen aller 4 Beine gespritzt wird. Es kommt zur lokalen Zerstörung des Sehnen-Gewebes. Über Monate hinweg werden die Tiere etlichen, z.T. schmerzhaften Behandlungen mittels mesenchymaler Stromazellen ausgesetzt. Nach 24 Wochen werden die Pferde getötet.
Dokumenten-ID 4900

Die Vorstellung, dass Tierversuche durchgeführt werden, um neue Medikamente für Menschen zu entwickeln und zu testen, stimmt so nicht. Sehr oft geht es neben der Entwicklung von „Tiermodellen“ um die Bestätigung von am Menschen gewonnenen Erkenntnissen.

So wird in Heidelberg jungen Kaninchen eine große Lücke von 1,5 cm in einen Vorderbeinknochen gesägt, um zu untersuchen, ob ein bestimmter Wachstumsfaktor für die Heilung menschlicher Knochenschädigungen förderlich ist. Solche (z.T. sehr ähnliche) Substanzen werden bereits erfolgreich in der Klinik eingesetzt.
Dokumenten-ID 4940

[…]

Es ist schon lange bekannt, dass Diclofenac Leber- und Nierenschäden verursacht. Die letzten Jahre wurde dies aber nur bei Menschen und Mäusen gezeigt. Um dies nochmal an Hunden zu testen und die Mechanismen der Schädigung näher zu ergründen, wird in Hannover Beagle-Hunden über 28 Tage eine Überdosis an Diclofenac verabreicht. Die Tiere erleiden starke Immunreaktionen, Nieren- und Leberschäden. Nach 28 Tagen werden die Tiere getötet.
Dokumenten-ID 4880

Es gibt Millionen Menschen, die freiwillig ihre Gesundheit durch Rauchen und/oder Alkohol aufs Spiel setzen. Epidemiologische Untersuchungen, d.h. Bevölkerungsstudien würden hier Sinn machen. Stattdessen werden Jahr für Jahr unsere Steuergelder dafür verschwendet, Mäuse und Ratten zum Rauchen zu zwingen und alkoholsüchtig zu machen.

Am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim müssen Ratten und Mäuse alkoholhaltige Dämpfe einatmen oder sie werden durch Wasserentzug gezwungen, Alkohol zu sich zu nehmen. Dadurch werden die Tiere süchtig gemacht. Einmal pro Woche werden sie für 58 Stunden auf Entzug gesetzt. Die Tiere leiden an schweren Entzugssymptomen wie Unruhe, starken Bewegungsdrang, Muskelkrämpfen, Zittern am ganzen Körper, Zähneklappern und tonisch-klonischen Krämpfen. Dann werden die Tiere durch Abschneiden des Kopfes getötet. Es geht um Erkenntnisse bezüglich der Strukturen der Zellmembran bei Menschen mit Alkoholsucht.
Dokumenten-ID 4963

Auch an der Charité-Universitätsmedizin Berlin finden Alkoholversuche statt. Ratten werden süchtig gemacht, indem sie mit alkoholhaltiger Flüssignahrung ernährt werden. Den Tieren wird ein Loch in den Schädel gebohrt, durch das eine Sonde in das Gehirn eingelassen und am Schädel befestigt wird. Dann werden die Tiere auf Entzug gesetzt, wobei es zu schweren Symptomen kommt. Die Ratten werden in Narkose versetzt, um Erkenntnisse über den Einfluss von gasförmigen Narkosemitteln bei Alkoholkranken zu gewinnen.
Dokumenten-ID 4964

In Ulm werden Mäuse 3-4 Wochen lang täglich Zigarettenrauch ausgesetzt. Dann wird eine explosionsartige Luftwelle auf den Brustkorb der Tiere gerichtet, wodurch es zu einer Quetschung der Lunge kommt. Vier Stunden später werden die Mäuse getötet. Die Forscher finden heraus, dass eine Lungenquetschung und Rauchen bei Mäusen mehr Entzündungsanzeichen hervorruft als Rauchen allein.
Dokumenten-ID 4925

Bei der Firma Boehringer Ingelheim aus Biberach an der Riß widmet man sich einer anderen Kombination, nämlich Rauchen und Schweinegrippe und – oh Wunder – stellt fest, dass Zigarettenrauch und Schweinegrippeviren Mäuse kränker macht, als nur Zigarettenrauch. Dazu werden die Tiere täglich dem Rauch von 4 Roth-Händle-Zigaretten ohne Filter ausgesetzt, indem sie in eine Plastikbox gesetzt werden, in die der Rauch eingeleitet wird. Dann werden ihnen H1N1-Influenzaviren (bekannt als „Schweinegrippe“) in die Nase gesprüht und es folgen 4 weitere Tage mit Zigarettenrauch-Exposition. Manche Mäuse verlieren 12 % ihres Gewichts. Am 12. Tag werden alle Tiere getötet.
Dokumenten-ID 4941

Zum Schluss noch ein Beispiel, das einem die Haare zu Berge stehe lässt. Hier werden qualvolle Tierversuche auch noch als eine Art Tierschutz („Refinement“, also Verfeinerung von Tierversuchen) verkauft.

Eine Forschergruppe in Leipzig hat ein neues „Modell“ einer sogenannten Rückenhautkammer entwickelt. Rückenkammermodelle bei Mäusen werden seit 80 Jahren in der tierexperimentellen Forschung eingesetzt, um in die Haut bei lebenden Tieren schauen zu können. Dabei wird die Rückenhaut der betäubten Maus zwischen 2 Metallrahmen gespannt, die fest zusammengeschraubt werden. In der Mitte der Metallrahmen befindet sich ein durchsichtiges Beobachtungsfenster – eine Art Bullauge. In diesem Bereich werden Löcher in die oberen Hautschichten der Maus geschnitten werden. So kann man die Blutgefäße des Tieres durch die extrem gespannte Haut beobachten. Als „Vorteil“ des hier beschriebenen „Leipziger Kammermodells“ nennen die Forscher die geringere Größe und das geringere Gewicht gegenüber anderen Rückenkammermodellen, wodurch „eine deutliche Minderung des Leides der Tiere“ erreicht würde. Die Autoren werten ihre Arbeit als Beitrag zum Refinement im Rahmen der 3R (Reduce, Refine, Replace)*. Aber: in den USA ist eine kleinere und leichtere Kammer bereits entwickelt worden. Hier wurden also 66 Mäuse verforscht, für etwas, das es schon gibt und das man ohnehin nicht braucht!
Dokumenten-ID 4896

Diese Auswahl an Beispielen ließe sich endlos fortsetzen. Sie belegt wieder einmal, dass Tierversuche grausam und abstrus sind und nur dazu dienen, einzelnen Experimentatoren die Neugier zu befriedigen und den Posten zu sichern.

Dr. med. vet. Corina Gericke

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Dokumenten-ID

Unter www.datenbank-tierversuche.de können Sie die jeweilige ID eingeben und gelangen so zu der jeweiligen Quelle und Versuchsbeschreibung.

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Maus mit Bullauge („Rückenhautkammer“). Quelle: Wittig C et al – PLOS One 2015. Fig. 6

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Aktuelle Tierversuche aus Deutschland

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Gruß Hubert