Archiv für die Kategorie ‘Tierversuche

Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen   1 comment

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Tierversuche sind auch deswegen nicht zu rechtfertigen, weil die Übertragbarkeit auf den Menschen so gering sind. Der Mensch ist keine 70 kg Ratte. Bei 92 bis 95 Prozent wirken die Wirkstoffe beim Tier aber nicht beim Mensch oder es treten unerwünschte Nebenwirkungen auf und kommen niemals auf den Markt. Das ist Forschung für die Mülltonne. Und nicht nur das: Es ist auch legales, als „wissenschaftlich“ bezeichnetes Tierleid in Massenproduktion.

Aus PETA.de

Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen und wir schleunigst eine Alternative brauchen.

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92 bis 95 Prozent: So hoch ist der Anteil medizinischer Wirkstoffe, die zwar im Tierversuch funktionieren, jedoch niemals auf den Markt kommen – weil das Medikament beim Menschen nicht wirkt oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Tierversuche sind schon aus ethischen Gründen abzulehnen, doch aufgrund dieser mangelnden Übertragbarkeit bergen sie zudem Risiken: Ein Ergebnis bei Tieren sagt absolut nichts darüber aus, was beim Menschen passieren wird! Trotzdem sind bei der Medikamentenentwicklung Tierversuche unsinnigerweise gesetzlich vorgeschrieben. Dadurch wird die Pharmaindustrie rechtlich formell abgesichert und Patienten ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt. Es wird Zeit, dass zur Entwicklung von Medikamenten neue tierfreundliche Methoden entwickelt und gefördert werden, die wirklich verlässlich sind und Rückschlüsse auf den Menschen erlauben – ein Anknüpfpunkt wären zum Beispiel Systeme wie der „human-on-a-chip“.

Wie funktioniert die Zulassung eines neuen Medikaments?

Insgesamt dauert es im Schnitt mehr als 10 Jahre, bis ein Medikament auf den Markt kommt. Ein Schritt auf dem Weg zur Zulassung eines neuen Medikaments ist die präklinische Prüfung neuer Wirkstoffe, die in Tierversuchen erfolgt. Hier wird vor allem die Toxizität getestet, also inwiefern der Wirkstoff ein Sicherheitsrisiko für den Menschen darstellen könnte. Und das ist schon das erste Problem – anhand von Ergebnissen aus Tierversuchen lassen sich keine verlässlichen Aussagen für den Menschen treffen. Mindestens 30 % der toxischen Effekte, die beim Menschen auftreten, werden durch die Tierversuche nicht vorhergesagt! [1]

Darauf folgen die klinischen Studien, unterteilt in Phase I (bzw. 0) bis Phase IV. In Phase I werden allerdings nur sehr wenige Personen getestet – einfach, weil es durch den vorhergehenden Tierversuch keine Garantie dafür gibt, dass ein Wirkstoff verträglich und sicher ist! Somit wird gewissermaßen jeder neue Wirkstoff „am Menschen getestet“. Viele Wirkstoffe werden auch in späteren klinischen Phasen aussortiert, beispielsweise, weil erst in der breiten Anwendung seltene Nebenwirkungen entdeckt werden.

Warum passieren nicht viel häufiger Pharmakatastrophen?

Pharmaskandale (siehe Contergan, TGN1412 oder Viagra) sind „nur“ alle paar Jahre in den Nachrichten. Ein Grund dafür ist, dass es nach dem Tierversuch genügend Auffangnetze gibt, um Katastrophen zu verhindern – denn der Tierversuch selbst bietet keinerlei Sicherheit. So werden neuartige Testsubstanzen üblicherweise nicht mehreren Personen gleichzeitig verabreicht, sondern mit der niedrigsten Dosis zunächst die Reaktion eines ersten Probanden abgewartet: eine Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde [2]. Außerdem wurde die Anfangsdosis, die Testpersonen verabreicht wird, reduziert: Sie soll sich an der Konzentration orientieren, bei der gerade noch ein messbarer Effekt zu erwarten ist, anstatt sich, wie vorher, an der Konzentration zu orientieren, die in Tierversuchen keine Nebenwirkungen hervorgebracht hat [3]. Das verdeutlicht, dass eine schädliche Wirkung beim Menschen nicht anhand von Tierversuchen ausgeschlossen werden kann.

Der geringe Prozentsatz an Medikamenten, der es bis zur Markteinführung schafft, spiegelt das Grundproblem des Tierversuchs auch ohne tägliche Katastrophen wider: Die Übertragbarkeit der Ergebnisse ist schlichtweg nicht gegeben.

Der Mensch ist keine 70-kg-Ratte

Als Säugetiere teilen wir natürlich viele Eigenschaften bezüglich Körperbau oder physiologischen Vorgängen mit unseren kleinen Verwandten. Viele – aber einfach nicht alle. Ein kleines Detail im Stoffwechsel reicht aus, um eine komplett unterschiedliche Reaktion auf eine bestimmte Substanz zu bewirken. Selbst zwischen Tieren der gleichen Art gibt es oft gravierende Unterschiede! Ergebnisse aus Tierversuchen sind kaum replizierbar [4]. Inzwischen weiß man sogar, dass selbst Frau und Mann ganz unterschiedlich auf medizinische Wirkstoffe reagieren – wie sollen da Tierversuche verlässliche Ergebnisse für den Menschen liefern können?

Das Fazit: Tierversuche finden ganz einfach im falschen Organismus statt. Die Wissenschaft ist gefragt, um endlich Alternativen zu finden, die für den Menschen relevante Ergebnisse liefern und Tierversuche als einen der ersten Schritte beim Testen neuer Medikamente in der breiten Anwendung ersetzen können!

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Warum sich Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen

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Siehe auch:

Trotz Tierversuchen! 11 Babys sterben nach einer Viagra-Studie an Schwangeren!

Tierversuche gaukelten falsche Sicherheit vor

Obwohl etliche Versuche mit Tieren Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments versprachen, bekamen bei den menschlichen Patienten auffällig viele Neugeborene Lungenprobleme. Inzwischen sind elf der Babys gestorben.

Versuche mit schwangeren Ratten gaukelten den menschlichen Versuchspersonen eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden war. Denn Tierversuche spiegeln niemals wider, wie ein Medikament beim Menschen wirkt. Dazu sind Menschen und Tiere körperlich einfach viel zu unterschiedlich.

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Trotz Tierversuchen! 11 Babys sterben nach einer Viagra-Studie an Schwangeren!

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Aus Ärzte gegen Tierversuche

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Erstmals wurde im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags über Tierversuche diskutiert. Ärzte gegen Tierversuche, TASSO und Bund gegen Missbrauch der Tiere werten dies als großen Erfolg ihrer langjährigen Kampagne für ein Verbot wenigstens der allerschlimmsten Tierversuche.

Bei der Sitzung erläuterte Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Ärzte gegen Tierversuche, dass die EU-Richtlinie „eine Obergrenze für Schmerzen, Leiden und Ängste vorsieht, die in Tierversuchen nicht überschritten werden darf“. Dies entspricht einem Verbot sogenannter schwerstbelastender Tierversuche. Deutschland hat aber von einer Ausnahmeklausel Gebrauch gemacht und diese im deutschen Recht zudem zulasten der Tiere falsch formuliert. Da eine klare Abgrenzung zwischen „schwerst“ und „schwer“ belastend nicht möglich ist, müssten demzufolge alle Tierversuche dieser Kategorien verboten werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Hans-Joachim Fuchtel (CDU), behauptete gestern jedoch, die EU-Tierversuchsrichtlinie sei „eins zu eins“ in deutsches Recht überführt worden. Diese Aussage wurde in der anschließenden Diskussionsrunde auch von einigen Abgeordneten bezweifelt. So führte Udo Schiefner MdB (SPD) aus, dass die EU ein Aufforderungsschreiben an Deutschland gerichtet hat, Mängel bei der Umsetzung der Tierversuchsrichtlinie zu beheben.

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/2772-tierversuche-thema-im-bundestag

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Gruß Hubert

Tierschützer filmen Laborhunde, die zum ersten Mal Tageslicht sehen   Leave a comment

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Dass kann man sich gar nicht vorstellen, dass manche Tiere noch nie die Sonne gesehen haben, so wie es mit Labor-Tieren geht aber auch mit vielen Nutztieren.

Aus Brigitte.de

Diese Aufnahmen gehen ans Herz: Endlich frei! Tierschützer haben Hunde gefilmt, die nach einem Leben im Labor zum ersten Mal Gras unter den Pfoten fühlen und Tageslicht sehen. Die ergreifenden Szenen seht ihr jetzt im Video!

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Tierschützer filmen Laborhunde, die zum ersten Mal Tageslicht sehen

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Gruß Hubert

 

 

Tierversuche und katholische Ethik   1 comment

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Selbst wenn wir zur Benutzung von Tieren keine Alternativen hätten, was nicht der Fall ist, wären Tierversuche aus ethischen Gründen noch immer inakzeptabel. Wie George Bernard Shaw einst sagte: „Man entscheidet nicht, ob ein Experiment gerechtfertigt ist oder nicht, indem man einfach zeigt, dass es irgendwie von Nutzen ist. Experimente unterscheidet man nicht nach nützlich oder nutzlos, sondern nach barbarisch oder zivilisiert.“ Schließlich gibt es da vermutlich einige medizinische Probleme, für die nur ein Heilmittel gefunden werden kann, wenn man an unfreiwilligen Menschen testet; solche Tests jedoch führen wir nicht durch, da wir erkennen, dass dies nicht richtig wäre.

Quelle: PETA

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Die katholische Ethik

Katechismus der Katholischen Kirche
„Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt …“

»Wer bei den so genannten „christlichen“ Kirchen nach dem Herzen für Tiere sucht, der bemüht sich ebenso vergebens wie beim Suchen nach dem Herzen für Menschen. Im Katechismus der Katholischen Kirche 1993, in diesem Traktat aus Rom, das ca. 800 Seiten hat, lesen wir lediglich auf Seite 609 und 618 folgendes über Tiere:

Das siebte Gebot verlangt auch, die Unversehrtheit der Schöpfung zu achten. Tiere, Pflanzen und leblose Wesen sind von Natur aus zum gemeinsamen Wohl der Menschheit von gestern, heute und morgen bestimmt. Die Bodenschätze, die Pflanzen und die Tiere der Welt dürfen nicht ohne Rücksicht auf sittliche Forderungen genutzt werden. Die Herrschaft über die belebte und die unbelebte Natur, die der Schöpfer dem Menschen übertragen hat, ist nicht absolut; sie wird gemessen an der Sorge um die Lebensqualität des Nächsten, wozu auch die künftigen Generationen zählen; sie verlangt Ehrfurcht vor der Unversehrtheit der Schöpfung. (Nr. 2415)

Tiere sind Geschöpfe Gottes und unterstehen seiner fürsorgenden Vorsehung. Schon allein durch ihr Dasein preisen und verherrlichen sie Gott. Darum schulden ihnen auch die Menschen Wohlwollen. Erinnern wir uns, mit welchem Feingefühl die Heiligen, z.B. der hl. Franz von Assisi und der hl. Philipp Neri, die Tiere behandelten. (Nr. 2416)

Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. (Nr. 2417)

Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt. (Nr. 2418)

Der Schöpfer hat dem Menschen das Recht gewährt, über die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere der Welt zu verfügen. Dabei muss aber der Mensch die sittlichen Verpflichtungen achten, auch gegenüber den kommenden Generationen. (Nr. 2456)

Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. (Nr. 2457)

Es mutet paranoisch an, wenn man z.B. liest: Tiere, Pflanzen und leblose Wesen sind von der Natur aus zum gemeinsamen Wohl der Menschen von gestern, heute und morgen bestimmt. Gott, der das Leben ist, hat niemals etwas Lebloses geschaffen. Es gibt in der ganzen Schöpfung kein „lebloses Wesen“ und keine „unbelebte Natur“. Das ist, wie so vieles, die Interpretation von Menschen, die das Leben nicht erfassen, die sich selbst als Schöpfer aufspielen und ihr Spiel mit den einfältigen Gläubigen treiben, mit denen, die ihr Gehirn nicht anstrengen, um der ganzen paranoischen Scheinheiligkeit auf den Grund zu gehen. Hätte Gott leblose Wesen geschaffen oder unbelebte Aspekte der Natur, dann gäbe es kein allumfassendes Leben, das Gott ist, sondern einen Teil „lebloser Masse“; doch es gibt keine Form, keine Substanz, keine Masse ohne Leben. Das Leben erhält die Form. Zerfällt die Form, gleich Masse, dann geht das Leben in einen anderen Aggregatzustand über.

Gott ist unbegrenztes, ewiges Leben. Gott ist die Liebe. Seine Liebe legte Er in die folgenden sinngemäßen Worte: Macht euch die Erde untertan. – Die Natur ist Gottes Schöpfung. Sie dient uns zur Freude. Es soll uns ein Anliegen sein, uns als Einheit mit der Natur zu sehen und danach zu leben. Doch das so genannte gemeinsame Wohl, das von den Kirchen ausgesprochen wird, ist Ausbeutung zum Wohlergehen des Menschen auf Kosten der Tiere, Pflanzen und Mineralien.

Nutzung der Tiere –
doch „nicht ohne Rücksicht auf sittliche Forderungen“.
„Tiere sollst du nicht lieben“

Weiter heißt es im Katechismus der Katholischen Kirche auf Seite 609:

Die Bodenschätze, die Pflanzen und die Tiere der Welt dürfen nicht ohne Rücksicht auf sittliche Forderungen genutzt werden.

Was wohl die Kirche mit den sittlichen Forderungen meint? Eventuell unsere heutigen Schlachthöfe, die Totenlager der gequälten und getöteten Tiere sind, die als Kadaver der „moralisch hoch stehenden Gesellschaft“ dienen.

Vielleicht ist mit „sittlichen Forderungen“ auch gemeint, dass man die Tiere nicht direkt vor den Augen ihrer „Verbraucher“ umbringt, diesen die Todesschreie nicht zumutet, sondern diese mörderischen Prozeduren hinter dicken Wänden von Schlachthäusern verbirgt?

Stellen wir uns vor, der Hotelgast, der ein „Boeuf Stroganoff“ bestellt, müsste zunächst in die angstvoll aufgerissenen Augen eines Stieres blicken und miterleben, wie er geschlachtet, gleich hingemetzgert, noch zuckend aufgeschnitten, gehäutet, zersägt und zerhackt wird, während penetranter Blutgeruch den feinen Gast umwehen würde, bis schließlich die Kadaverteile, die erforderlichen, gut abgehangenen Fleischstücke, dem Koch des Hotels zur Zubereitung des leckeren Mahls übergeben werden.

Womöglich würde dieser Hotelgast am Ende das Menü nicht mehr wollen? Da ist Rücksichtnahme fürwahr eine berechtigte „sittliche Forderung“! Vielleicht wäre sein ästhetisches Empfinden unangenehm berührt, oder er könnte der Ansicht sein, dass diese Zumutung gegen die Regeln des Anstandes verstoße? Unter Umständen würde sich nicht nur der Magen des Gastes umdrehen, sondern auch das „sittliche“ Feingefühl regen? Deshalb sollte mit Recht die besagte „Rücksichtnahme auf sittliche Forderungen“ bei der „Nutzung der Tiere“ bzw. ihrer Leichenteile nicht außer acht gelassen werden.

Auch könnte eine sittliche Forderung darin bestehen, dass die Nutzung der Tiere zu Versuchszwecken oder die Nutzung der Tiere in der Massentierhaltung oder als Pelzlieferant oder andere übliche Formen der Nutzung, Benutzung und Verwendung möglichst ohne Belästigung der nervenschwachen oder zu Sentimentalität neigenden Menschen zu geschehen habe?

Eventuell ist es auch der Rücksichtnahme auf sittliche Forderungen zu verdanken, dass in Labors und wissenschaftlichen Versuchsräumen Tieren, die genutzt und benutzt werden, z.B. Hunden, Affen, Schweinen usw., die Stimmbänder durchschnitten werden? Ihr Schreien, Weinen, Klagen, Seufzen und andere Laute könnten ja bei Passanten auf der Straße Anstoß erregen. Oder die Laute der „verwendeten“ Tiere könnten gar die gewiss nervenstarken, gemütsgestählten und von Gewissensregungen wenig angefochtenen Wärter, Laborgehilfen, Ärzte und andere Mitarbeiter am Fortschritt der Wissenschaft irritieren, wenn diese mal einen empfindlichen Tag haben. Das kann ja jedem von Zeit zu Zeit passieren – oder?

Weiter heißt es:

Tiere sind Geschöpfe Gottes und unterstehen seiner fürsorgenden Vorsehung. Schon allein durch ihr Dasein preisen und verherrlichen sie Gott. Und: Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt …

Würde diese paranoische Scheinheiligkeit nicht von der Institution Kirche kommen, müsste man sich fragen, ob Gott über Mensch und Tier den Überblick verloren hat. Denn wer, außer der Institution Kirche, würde, angesichts einer ausgerasteten, sinneswidrigen Gesellschaft von Menschen, die mordet, tötet, Tiere bestialisch quält und auf grausame Weise hinmetzelt, die Tiere „unter die Herrschaft des Menschen“ stellen?

Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild, damit er zu Seinem Ebenbild werden soll, so, wie Jesus sagte: Ihr sollt ihr also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist. (Mt 5, 48)

Lesen wir weiter im Katholischen Katechismus. Dort steht, dass man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen darf.

Haben Sie schon einmal eine Drossel singen hören? Sie singt wunderschön. Manche Menschen finden, dass sie es diesbezüglich mit der weit berühmteren Nachtigall durchaus aufnehmen kann.

Im Süden Europas werden Fangnetze und weitere Fallen ausgelegt für Singvögel, die, entsprechend zubereitet, als Delikatesse für Gourmets gelten; man „bedient sich“ also dieser Tiere „zur Ernährung“. Folglich „darf“ man sie guten Gewissens fangen, töten und verspeisen.

„Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ Ob das Gesetz von Ursache und Wirkung wohl einen großen Unterschied macht, ob ein Mensch oder ein Tier durch uns zu Schaden gekommen ist? Auch der Übernächste, das Tier, ist unser Nächster, ein Mitgeschöpf. Das Kausalgesetz sieht nicht auf die Person; es ist unpersönlich. Leid ist Leid, Leiden ist Leiden, Mord ist Mord, Grausamkeit ist Grausamkeit.

Und der Feinschmecker, der sich das tote Vöglein munden lässt – weiß er, wen oder was er auf dem Teller hat? Herzensträgheit und Gefühlskälte entstehen nicht von ungefähr. Der Mensch hat bewusst und geflissentlich viele mahnende Impulse seines Gewissens beiseite geschoben, bevor dieses schweigt.

Wer nach der Erfüllung des Gesetzes Gottes, das Liebe ist, nicht trachtet, der sollte sich auch nicht auf die Aussage des Herrn berufen: Füllet die Erde und machet sie euch untertan … (Gen 1, 28, Übersetzung nach Luther) Bevölkert die Erde, unterwerft sie euch … (Einheitsübersetzung) Der Paranoiker Mensch handelt vielfach bewusst gegen das Gesetz Gottes, gegen die Gottes- und Nächstenliebe.

Im Schöpfungsbericht, 1. Buch Mose, Genesis, steht: Und Gott sah an alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. (1, 31) Wie können wir Menschen uns erdreisten, das mit Füßen zu treten, zu quälen, zu töten und mutwillig zu verändern, was Gott als Seine Schöpfung bejaht und für gut befindet?

Auf die Aussage: Macht euch die Erde untertan bezieht sich der Mensch gern, um seine Unmenschlichkeiten zu rechtfertigen. Haben nicht auch Forscher und Wissenschaftler längst erfasst, dass im großen Kreislauf des Gebens und Empfangens eins ins andere greift? Doch der Mensch denkt gar nicht daran, der Erde Liebe entgegenzubringen, sondern er nimmt sich heraus, sie auszubeuten zum Wohle seines Körpers und zum Leid des Lebens auf und in der Erde, in den Lüften und auf und in den Gewässern.

Die Kirche natürlich ist der Meinung, man dürfe sich nicht nur der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung der Kleidung bedienen, sondern man darf sie auch zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Wohlgemerkt: Das sagt die Kirche, aber nicht Gott.

Die kirchlichen Institutionen nennen sich „christlich“. Ihren Gläubigen bieten sie viele Ausnahmeregeln an, viel Heidentum und wenig Christliches. Das Wort „christlich“ geht durch die intensive Bewegung der Antriebsschraube des heidnischen Kultstaatsschiffs verloren, dessen Besatzung alle anheuert, die im Denken schwach sind. Das „Sich-dienstbar-Machen“ der Tiere geht bis zu „Freizeitbelustigungen“ extremer Art wie Hundekämpfe, Hahnenkämpfe, Stierkämpfe und dergleichen – letztlich bis zum Hinmetzeln dieser Geschöpfe.

Die Besatzung des heidnischen Kultstaatsschiffes und alle, die sich auf Deck tummeln und wohlfühlen, lassen die hingemetzelten Kadaver zubereiten, um sie dann an fein gedeckten Tischen mit Messer und Gabel zu zerlegen oder z.B. Hähnchen, Gänse und dergleichen mit den Händen, an deren Finger die Gold- und Silberringe stecken, auseinander zu reißen, um sie dem Gourmet-Gaumen zuzuführen und damit den Magen zu füllen, so dass die Körperfülle des „Bildes Gottes“ immer umfangreicher wird. Sollte dadurch der alte kostbare Pelzmantel zu eng werden, ist wieder ein neuer in Sicht, zum „Wohle“ des „Gesellschaftsmenschen“. Die Nerze, die zu dem Zweck ihr Fell und ihr Leben lassen müssen, quälen sich derweil eventuell noch in ihrem engen Käfig der „Pelztierfarm“.

Mit dem „Zähmen“ der Tiere meinten die Kirchen sicherlich, sie zu prügeln, zu schlagen, willenlos zu machen, um sie in die Dienstbarkeit des Menschen zu stellen in dessen Freizeit, um sie so als willenlose Tiersklaven zu halten, oder damit sie bei der Arbeit die entsprechende Verwendung finden. Das ist kirchliche Anordnung, jedoch nicht göttlicher Wille. Davon sprach Jesus nicht!

Weiter lesen wir: Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.

Zum einen müssen wir uns fragen: Was bedeutet in „vernünftigen Grenzen“, und was ist „sittlich zulässig“? Ist es „sittlich zulässig“, Tiere zu quälen, zu töten, um menschliches Leben zu heilen und zu retten? Gott gab uns Menschen Heilpflanzen und Mineralien, die helfen und heilen. Zur Ernährung gab Er uns die Früchte des Feldes und des Waldes. Der wahre Gott gab uns Menschen kein Gebot, in dem es heißt: Tötet eure Mitgeschöpfe, und verzehrt ihre Kadaver, oder: Quält sie auf bestialische Weise, indem ihr an ihnen eure Versuche macht, um euresgleichen zu helfen und zu heilen. – Wer sich an den Aussagen der kirchlichen Amtsträger orientiert, ist gegen Gott.

Weiter heißt es: „Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten.“ Das ist ein krasser Widerspruch zu dem, was vorher gesagt ist, dass medizinische und wissenschaftliche Tierversuche, in vernünftigen Grenzen gehalten, sittlich zulässig seien, da sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. Jeglicher Tierversuch ist Leidenlassen und Töten. Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidung zu „verwenden“ ist Leidenlassen und Töten.

Außerdem, so heißt es im Katholischen Katechismus, ist es unwürdig, für sie, also für Tiere, Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Die Sorge um „menschliche Not“ spricht deutlich aus diesen Worten. Ob daraufhin die Vertreter der Kirche daran gehen werden, ihren unermesslichen Reichtum zum Wohle der Ärmsten der Armen einzusetzen?

Und wo war die Sorge um menschliche Not, als die Kirche z.B. den Bosnien-Krieg mehr oder weniger befürwortete? Man bedenke auch, was medizinische Apparate kosten, um wissenschaftlich Tierversuche durchzuführen, und nicht zuletzt die hohen Gehälter derer, die sich unter anderem auch auf die kirchliche Meinung stützen, dass Tierversuche in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig seien, um menschliches Leben zu heilen und zu retten. Ist das würdig? Da Gott, der Ewige, davon nicht sprach, müssten jene, die für Gerechtigkeit und Liebe auch den Tieren gegenüber eintreten und sich somit Gott zuwenden, auch die klare Entscheidung bezüglich ihres Verhältnisses zur Kirche treffen, denn zwei Herren kann man nicht dienen.

Im Katechismus steht eine weitere Blasphemie. Da heißt es unter Achtung der Unversehrtheit der Schöpfung: Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt. (Nr. 2418)

Hat Gott solches geboten? Liebe Leser, haben Sie das Gefühl, eine Sünde zu begehen, wenn Sie Ihre Haustiere ins Herz geschlossen haben, sie nicht nur oberflächlich gern haben, sondern lieben? Wenn Ihnen also daran gelegen ist, dass es dem Tier gut geht; wenn Sie sich freuen, dass das Tier sich freut, wenn es Sie sieht; wenn Sie auch dem Tiergeschwister gern etwas zuliebe tun; wenn Sie das Tier verstehen und das Tier weiß, wie Ihnen zumute ist, und stellt sich darauf ein – was sollte daran ungut sein? Lieber Bruder, liebe Schwester, man sieht und man erkennt nur mit dem Herzen gut. Gott gab uns kein Gebot, in dem es heißt: Tiere sollt ihr nur gern haben, aber nicht lieben; die Liebe gebührt einzig dem Menschen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland sagt in ihrer Verlautbarung „Zur Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, 1991″: Tierliebe und Menschenliebe können zueinander in Spannung treten (S. 6). Und in einem „Hirtenschreiben der deutschen Bischöfe“ (Zukunft der Schöpfung – Zukunft der Menschheit, 1980) – es handelt sich hier um katholische – steht:

Im Unterschied zum Menschen als Personwesen haben Pflanzen und Tiere kein unantastbares individuelles Lebensrecht … Wir Menschen sind berechtigt, Leistungen und Leben der Tiere in Anspruch zu nehmen. Es folgt nun zwar eine Einschränkung: Es ist jedoch nicht zu verantworten, dass Tiere, die fühlende Wesen sind, ohne ernste Gründe, etwa bloß zum Vergnügen oder zur Herstellung von Luxusprodukten, gequält und getötet werden. – Doch wo bleiben die Taten?

Der Mensch hat viele Ausreden und weiß die „ernsten Gründe“ listenreich und eloquent darzulegen, wenn es um seinen Vorteil geht. Und wer „verantwortet“ das, was den Tieren an Unrecht geschieht? Alle, die es verüben, aber auch alle, die davon wissen und dazu schweigen, und auch jene, die mahnende Worte sprechen und sich selbst nicht daran halten. Und jene, die es maßgeblich verursacht haben, dass vielen Menschen das lebendige Gewissen abhanden gekommen ist.

Wohin es führen kann, wenn Ethik und Moral traditionell niedrig gehalten werden und das Gewissen vieler abgestumpft ist, zeigen die folgenden Informationen, die am 12.3.1991 in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht wurden. Es geht um Beispiele spanischer Grausamkeiten an Tieren, die aus „Tradition“ aufrecht erhalten werden und welchen die katholischen Geistlichen als auch die örtliche Polizei gleichgültig gegenüberstehen.

Hier finden wir u.a. auch die Todesart der Steinigung, allerdings verübt an einem Tier: Eselreiten in V.: Am letzten Tag des Faschingsfestes wird der älteste und schwächste Esel des Dorfes aus dem Stall geholt. Der schwerste Dorfbewohner reitet ihn so lange, bis das Tier vor Erschöpfung zusammenbricht. Dann wird es gesteinigt und zu Tode geprügelt.

In C. werden Stiere durch die Gassen getrieben. Hunderte spalierstehender Menschen schlagen und treten das Tier, reißen mit langen Eisenhaken tiefe Wunden. Bis zu acht Stunden wird der Stier durch die Gassen getrieben, bis er endlich von seinen Leiden durch den Tod erlöst wird.

In G. fast dasselbe: Festgäste zielen mit einem Blasrohr auf einen Stier, der auf den Dorfplatz getrieben wurde. Bunt geschmückte Stahlpfeile bohren sich in seinen Leib, in den Kopf, in die Augen. Wenn das Tier durch den hohen Blutverlust geschwächt ist, „wagen“ sich Männer mit Taschenmessern an das Tier.

T.: Junge Stiere werden von Männern mit langen Lanzen gejagt und seitlich zu durchbohren versucht.

C. in der Provinz G.: Mit Öl gefüllte Behälter werden im Nacken und an den Hörnern der Stiere festgezurrt und mit einer Fackel in Brand gesetzt. Die brennenden Tiere, vor Schmerz fast von Sinnen, werden zum Marktplatz getrieben, wo Männer bereit stehen, um sie mit Dolchen und Scheren endgültig zu töten.

Wie steht es hier mit der Frage, wer das zu verantworten hat? Sicher nicht nur jene, die sich auf diese makabre, gleichsam perverse Weise verlustieren. Hier verhält sich der Mensch wahrlich „tierischer als jedes Tier“.

Ich wiederhole: Gott, der Ewige, hat in Seinem ewigen Gesetz keine Gesetzmäßigkeit, in der es heißt: „Habe Tiere gern, liebe sie aber nicht.“ Gott ist Liebe. Aus Seinem Gesetz der Liebe schuf Er die Tiere, die von Ihm geliebt werden, weil Er die Liebe ist. Das Wort „gern“ entspricht der kirchlichen „Moral“, die nicht gerade hoch sein kann, denn würden die kirchlichen Obrigkeiten und ihre Nachfolger die Tiere wenigstens nur gern haben, dann wäre der Tierkannibalismus zu Ende.

Die Kirche sagt: Die Liebe gebührt einzig den Menschen. Stellen wir den überdimensionalen Reichtum der Kirchen der Armut in den Ländern der Dritten Welt gegenüber, dann ahnen wir, wie groß die Liebe der kirchlichen Obrigkeiten zu den Menschen ist. Was sagte Jesus dazu?: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt (Mt. 19, 24).

Dieser Aussage zufolge werden die kirchlichen Obrigkeiten einschließlich ihres Machtinstruments Kirche nicht in das Himmelreich eingehen. Die kirchlichen Amtsträger einschließlich ihrer Staatskirche müssen erst schlank werden, sehr schlank, um durch das Nadelöhr gehen zu können.

Weiter heißt es im Katholischen Katechismus auf Seite 618, Nr. 2456: Der Schöpfer hat dem Menschen das Recht gewährt, über die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere der Welt zu verfügen. Das ist, wie so vieles, eine maßlose Überheblichkeit der kirchlichen Amtsträger, wenn man bedenkt, wie die Erde, die Naturreiche unter der bestialischen Ausbeutegesellschaft zu leiden haben.

Die eben zitierten Worte werden noch ergänzt von der folgenden ethisch anspruchsvollen Aussage: Dabei muß aber der Mensch die sittlichen Verpflichtungen achten, auch gegenüber den kommenden Generationen.

Was sollen wir uns unter „sittlichen Verpflichtungen“ vorstellen? Es sind die gegenüber den kommenden Generationen genannt. Bedeutet das, dass der Mensch die Natur ausbeuten und ruinieren darf – vorerst nur nicht so radikal, dass die kommenden Generationen nichts mehr zu essen, kein Wasser mehr zu trinken und keine Luft mehr zum Atmen haben?

Aber dank des Erfindungsreichtums der Wissenschaftler braucht sich nun der Mensch auch diesbezüglich keine Schranken mehr aufzuerlegen, denn es wird, so hört und liest man, sowieso alles neu. Das Dilemma – und zwar jedes Dilemma – ist zu lösen, durch die gar wundersamen Leistungen der Gentechnik! Da kann man also getrost weiterhin die Mutter Erde ausbeuten, auslaugen, sie versteppen lassen, die Natur vergiften, quälen, krank machen und morden – dank Gentechnik geht das Leben auf der Erde weiter; wie man hört, sogar besser als je zuvor. Vielleicht aber erntet die Menschheit gerade durch die Gentechnik das, was sie gesät hat.

Weiter steht unter 2457: Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. Wie kann ein Tier überhaupt dem Menschen dienen, wenn der Mensch weder Tier, Pflanze noch Mineral achtet? Der Mensch in seiner überheblichen Ich-Sucht macht alles nieder, dessen er habhaft wird. Irgendwann – gemäß ehernen Kausalgesetzen – wird seine selbst geknüpfte Zuchtrute, sein Schicksal, ihn treffen, und das so lange, bis er den Weg zu den kosmischen Gesetzen der Gottes- und Nächstenliebe findet und wieder zum Ebenbild Gottes wird.« (Der Prophet Nr. 15, Tiere klagen – Der Prophet klagt an. Seiten 82-92)

Quelle: heimat-fuer-tiere.de  – der Link funktioniert nicht mehr.

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 15. September 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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Terror in New York – Ständiger Terror gegen Tiere   1 comment

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Der tägliche Terror gegenüber Tieren übersteigt den tödlichen Schrecken von New York um ein Maß, das in Zahlen nicht ausdrückbar ist.

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Terror in New York – und überall

Der Anschlag auf die beiden Türme des World Trade Centers in New York war für die Betroffenen eine schreckliche Katastrophe. Tausende von Opfern in wenigen Minuten. Über Ursachen, Zusammenhänge und Hintergründe wollen wir an dieser Stelle nicht spekulieren. Worum es gehen soll, ist, daran zu erinnern, daß das, was uns hier als größter Terroranschlag der Geschichte wochenlang in Atem hielt, für die Tiere tägliche Realität ist:

Tiere werden absichtlich den Bedingungen eines Atomkrieges ausgesetzt, um festzustellen, wie lange sie überleben und wie sie sterben. Tiere werden gefesselt und mit Gewehren beschossen, um die Wirkung neuer Munitionen zu erkunden. Tiere werden bei der “Erschließung” der Natur, beim Abriß von Gebäuden, beim Bau von Straßen, bei Inbetriebnahme von Staudämmen und so weiter und so fort rücksichtslos verängstigt, vertrieben, verletzt und vernichtet. Vögelschwärme, die den Betrieb auf Flughäfen behindern, werden erbamungslos niedergemetzelt. Überall und ununterbrochen sind Vergasungs- und Vergiftungskommandos unterwegs, um “Ungeziefer” und andere “Schädlinge” auf brutalste Weise zu “vertilgen”. Ganz zu schweigen von den rund um die Uhr weltweit stattfindenden Routine-Massakern in Versuchslabors und Schlachthäusern.

Dieser tägliche Terror gegenüber Tieren übersteigt den tödlichen Schrecken von New York um ein Maß, das in Zahlen nicht ausdrückbar ist. Das muß man sich in Erinnerung rufen und vegegenwärtigen, um dafür zu sensibilisieren, wie berechtigt und unabdingbar die Forderungen der Tierrechtsbewegung sind – und wie obszön-“vernünftig” und zynisch-unzureichend alles ist, was von “besonnenen” und “realistischen” Zeitgenossen zur Verbesserung des Loses der Tiere vorgeschlagen wird.

Apropos obszön und zynisch: Im Zuge der Bergungs- und Aufräumungsarbeiten beim World Trade Center kam es auch zu einem “tragischen Mißverständnis”: Ein Polizist erschoß versehentlich einen Hund. Das “tragische Mißverständnis” bestand aber nicht darin, daß der Hund erschossen wurde, sondern darin, daß es der falsche war: Der Polizist hatte nicht, wie er glaubte, einen schädlichen “Streuner”, sondern einen wertvollen Suchhund (“highly trained” und “very expensive”) getötet.

Wie sagte doch Präsident Bush in bezug auf ausländische Hilfe bei der Suche und Verfolgung der Attentäter: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Diese ebenso unlogische wie unmoralische Aussage beschreibt auch unsere Einstellung gegenüber Tieren:

Nur Tiere, die uns nutzen, dürfen, solange sie uns nutzen, leben. Alle anderen sind unsere Feinde und müssen vernichtet werden.

Helmut F. Kaplan

Wer meine Tierrechtsarbeit unterstützen will: https://www.paypal.me/helmutkaplan

Zur Person: https://tierrechte-kaplan.de/biografie/

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Terror in New York – Ständiger Terror gegen Tiere

Die absolute Unmoral – Tierversuche   Leave a comment

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Ich kann Helmut F. Kaplan nur voll beipflichten. Er führt die Perversität der Tierversuche vor Augen.

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Tierversuche – Absolute Unmoral

Man muß sich einmal vergegenwärtigen, welche Ungeheuerlichkeit Tierversuche darstellen: Alle Übel, die wir für uns vermeiden oder lindern wollen – körperliche oder seelische Krankheiten, Unfallfolgen, Schmerzen usw. -, führen wir bei Tieren absichtlich herbei. Häufig im Bewußtsein, daß sie darunter ähnlich leiden, wie wir leiden würden – weil sonst die Versuche sinnlos wären. Wir schicken die Tiere also in jene Höllen, vor denen uns graut. Das ist die Umkehrung von Moral schlechthin: Wir fügen anderen zu, wovon wir verschont werden wollen.

Helmut F. Kaplan

Wer meine Tierrechtsarbeit unterstützen will: https://www.paypal.me/helmutkaplan

Zur Person: https://tierrechte-kaplan.de/biografie/

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Die absolute Unmoral – Tierversuche

 

 

Veröffentlicht 12. September 2018 von hubwen in Tierrechte, Tierversuche, Uncategorized

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pro iure animalis klagt an   Leave a comment

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Dieser Anklage schließe ich mich vollinhaltlich an.
Aus einem Newsletter.

A N K L A G E.

Ich klage das größte, das schwärzeste und ungeheuerlichste Verbrechen der gesamten Menschheitsgeschichte an.

Ich klage den exzessiven, täglichen, globalen Massenmord an der gesamten Tierwelt an, die Versklavung und Entrechtung der gesamten nichtmenschlichen Kreaturen, die Folterung und Ausbeutung unserer Mitwesen, die Vernichtung und den Genozid ganzer Gattungen und Arten, ich klage den Mord an jährlich mehr als 50 Milliarden Lebewesen für den menschlichen Konsum an.

Ich klage an, dass die Menschheit, die als einzige Spezies die moralische Wahl gehabt hätte, den Naturkreislauf von „Fressen und Gefressenwerden“ zu durchbrechen, diesen Kreislauf in einem weltweiten Todeskarussell beschleunigt und ausgebaut hat.

Ich klage an, dass Ehrfurcht vor jedwedem Leben nicht in das Bewusstsein der Menschen gedrungen ist, dass man dem Tier grundsätzliche Rechte verweigert und das Wohlergehen der Menschengattung den Blick für das Leiden aller übrigen Kreatur verstellt hat. Die Endzeit für Tiere hat begonnen, die Tierwelt steht vor der völligen Versklavung oder Ausrottung. Diese Menschheit, die ihr eigenes Wachstum bis heute nicht ächtet, die Erde mit einer ins grenzenlos wachsenden Menschenschicht überzieht, unter der das Leben aller Geschöpfe des Planeten Erde erstickt, hat jeden ethischen Anspruch verwirkt. Ein absurder Größenwahn verweigert der Tierheit ein Recht auf Entfaltung und Lebensraum und es ist „keine plumpe Anklage, wenn man behauptet, dass die meisten Menschen außerstande sind, sich einer Gewissensprüfung zu unterziehen“ (H. H. Jahnn)

Ich klage die Kirchen an, die monotheistischen Kulte, die mit ihrem Gotteswahn und der daraus seit Jahrtausenden resultierenden Glaubenspest den Menschen zu einem Ebenbild ihres imaginären Gottes stilisiert haben, die in der religiösen Werteskala die Tierwelt weit unter die Menschenwelt gestellt hat, die sich ein ewiges Leben erhoffen und gleichzeitig den Tieren eine Seele absprechen, diese Mysterienreligionen klage ich der ethischen Niederträchtigkeit an.

Ich klage sie ferner der infamste Lüge und Unredlichkeit an, Feldzüge für ungeborenes menschliches Leben zu führen, aber bereits geborenes tierisches und sogar auch menschliches Leben der Vernichtung preiszugeben. Sie haben die Tierwelt zum Produktionsfaktor degradiert und sanktionieren in Blutandachten, den Hubertusmessen, den millionenfachen Mord an Wildtieren.

Kirchen, die Vernunft durch „Glaubenswahrheiten“ ersetzen und die dann aufgrund ihrer Glaubenshalluzinationen die Schächtung von Tieren fordern, um ihren blutrünstigen Gott zufrieden zu stellen, sind moralisch und intellektuell diskreditiert.
Kirchen, die in ihrem Kathechismus die Tierwelt ausklammern und von „nicht-personalen Kreaturen“ reden, haben sich ethisch in die Steinzeit zurückversetzt. Christliche Kirchen, die letztmalig am 4.10.1993 ein gemeinsames Papier „Die Verantwortung des Menschen für das Tier“ vorgelegt haben und seitdem zum Tiermord schweigen, haben selbst die Schöpfung, von deren Bewahrung sie täglich lügen, erbärmlich verraten und im Stich gelassen! Es ist dies keine Schande der Kirchen, nein, es ist das größte Verbrechen in ihrer blutigen Geschichte!

Ich klage Gesetzgeber, Politiker, Parteien samt zugehöriger Verwaltungen und Behörden an, die absurden moralischen Wertvorstellungen des Monotheismus aus Gewohnheit und zur eigenen Machterhaltung in Gesetze und Verordnungen umzusetzen. Sie ergehen sich in sophistische Diskussionen über Ethik und verteidigen doppelzüngig die Entrechtung der Tierwelt. Die gesamte Natur wird der Menschenwelt untergeordnet und die Tierwelt in ihrer Daseinsberechtigung ausschließlich nach dem wirtschaftlichen Nutzen eingeordnet.

Ich klage diese Verantwortlichen an, die Ehrfurcht vor tierischem Leben in den wirtschaftlichen Dreck getreten haben und Lebenswürde nur der Menschheit zubilligen. Alle Rechte auf Dasein und Entfaltung, auf Frieden und Leben in eigenen sozialen Strukturen werden hingegen der tierischen Kreatur versagt oder beschnitten. Ohne Unrechtsbewusstsein wird in Form geistiger Umweltverschmutzung die Lüge vom tierfreundlichen Staat aufrechterhalten und von der Justiz gerechtfertigt. Aber was hat die Justiz nicht alles gerechtfertigt im Lauf der Geschichte?

Gleichzeitig aber steigen die Tierversuchszahlen, Massentierstallungen werden aus dem Boden gestampft und betäubungsloses Schächten aus Gründen der „Religionsfreiheit” toleriert. Mögen doch alle diese kaltblütigen, unbarmherzigen, am Gesamtwohl aller Lebewesen desinteressierten Menschen ein vergleichbares Los erleiden, das sie der Tierwelt erbarmungslos auferlegen!

„Staat nenne ich‘s, wo alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord aller – ‚das Leben‘ heißt.

… Seht sie klettern, diese geschwinden Affen! Sie klettern übereinander hinweg und zerren sich also in den Schlamm und die Tiefe. Hin zum Throne wollen sie alle: ihr Wahnsinn ist es – als ob das Glück auf dem Throne säße! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron – und oft auch der Thron auf dem Schlamme.“ (Friedrich Nietzsche: Die Reden Zarathustras)

Ich klage alle Menschen und Wirtschaftsunternehmen an, die ihren Lebensunterhalt mit Tierausbeutung, Tierqual und Tiermord verdienen. Ich klage insbesondere die Landwirte der Massentierhaltung, die Pelztierzüchter, die Hühnerbarone, die Tiertransportfahrer, die Schlächter in den Fleischfabriken und die Wissenschaftler in den Versuchslaboren an.

Ich klage die Bauern an, die rücksichtslos Kleinlebewesen und Mikroorganismen durch den massiven Einsatz von Pestiziden vernichten und alle Konsumenten, die diese Verbrechen mit ihrer täglichen Kaufentscheidung kritiklos fördern.

Ich klage sie auch an, aus persönlichem Profit über Leben und Wohlergehen von beseelten Wesen größtes Leid zu bringen, sie des einmaligen Lebens sowie der Freiheit als auch aller sozialer Strukturen zu berauben, sie zur Ware zu degradieren und jegliche Achtung und Ehrfurcht vor nichtmenschlichem Leben verloren zu haben.

Ich klage die Konsumenten an, in Unbarmherzigkeit und Erbarmungslosigkeit zu verharren, sich hinter der Maske des Nichtwissens zu verstecken und auf den Gaumenkitzel von Fleischprodukten nicht zu verzichten. Ihre anthropozentrische Denkweise begründet die Blutspur der unschuldigen, unbeweinten Kreatur, ihr Verhalten ist jenseits jeglicher Moral und Ethik, ihr Verhalten hinterlässt künftigen Generationen ein ökologisches Chaos!

Ich klage alle Vernichter von Leben an, die ohne die moralische Rechtfertigung einer Überlebensnotwendigkeit wildlebende Tiere aus Freizeitvergnügen, Spaß, gesellschaftlicher Reputation, kurz gesagt, aus niederen Tötungsinstinkten heraus ermorden, die unter vorgeschobenen ökologischen Interessen mit hochtechnisierter Jagd Regeln des Tierschutzes, der Fairness, des ethischen Anstandes unbeachtet lassen.

Es sind Menschen, die offenbar aus einer Fülle von egoistischen, materiellen und anthropozentrischen Bedürfnisfacetten heraus handeln, Menschen, die sich nicht einmal scheuen, zur Befriedigung ihrer Tötungsgelüste im Ausland artengeschützte Wildtiere zu ermorden.

Ich klage alle Tiervernichter an, jegliche Achtung, Demut und Ehrfurcht vor dem nichtmenschlichen Leben auf dem Altar ihrer Tötungsinstinkte, Wirtschaftsinteressen und niederen Machtgelüste zu opfern.

Ich klage sie der ethischen und moralischen Aufgabe und Vernichtung aller Werte an, welche die Menschheitsgeschichte als große Ideale hervorgebracht hat. Der Fluch der unschuldigen Mordopfer liegt auf diesen geistigen Eckenstehern der Ethik, auf der incorrigiblen Erbarmungslosigkeit und Grausamkeit der menschlichen Spezies!

(aus: Gunter Bleibohm, WIDERREDE II)

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

 

Kindesmisshandlung – Experimente an Affenbabys   Leave a comment

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Grauenhaft diese Tiermisshandlungen. Sadismus pur! Die Richter-Skala des Grauens ist nach oben offen.

Von Peta.de – Auszug.

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Affen-Kindesmisshandlung

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Der Beginn der grausamen Experimente…

In den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren war Harry Harlow berühmt-berüchtigt für seine tierquälerischen psychologischen Experimente mit Affen. (1) In den grausamen Versuchen entriss Harlow neugeborene Äffchen ihren Müttern, ersetzte die Mütter einiger Affenbabys mit „Ersatzmüttern“ aus Draht und Holz und hielt traumatisierte Äffchen teilweise bis zu einem Jahr lang völlig isoliert in winzigen Metallkäfigen. Als Harlow erkannte, dass die barbarischen Lebensbedingungen bei den Affenbabys dauerhafte seelische Traumata auslösten, weitete er sein abscheuliches Projekt sogar noch aus. Gemeinsam mit seinem damaligen Doktoranden Stephen Suomi entwarf er eine dunkle Isolationskammer, die sogenannte „Fallgrube der Verzweiflung“ (Pit of Despair), in der er die Affen komplett von der Umwelt isolierte. (2)

Innerhalb weniger Tage wurden die in der Kammer gefangenen Tiere in den Wahnsinn getrieben: Sie schaukelten ununterbrochen hin und her, umklammerten sich selbst, bissen sich ins eigene Fleisch und rissen sich das Fell aus. Als die Tiere schließlich aus der Isolationskammer befreit wurden, waren sie so traumatisiert, dass sie nicht mehr in der Lage waren, mit ihren Artgenossen zu interagieren. Einige der Tiere waren so erschüttert und depressiv, dass sie sich zu Tode hungerten. Suomi und Harlow wollten herausfinden, was geschehen würde, wenn die traumatisierten Affen schließlich selbst zu Müttern würden. Hierzu konstruierten sie das sogenannte „Rape Rack“ – eine Vergewaltigungsvorrichtung, auf der weibliche Affen gewaltsam fixiert und künstlich befruchtet wurden. Später beobachteten und fotografierten die Männer, wie die psychisch kranken Mütter ihre eigenen Babys misshandelten und töteten.

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Kindesmisshandlung – Experimente an Affenbabys

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Kindesmisshandlung – Experimente an Affenbabys