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Hier ein guter Kommentar aus der PRESSE (österr. Tageszeitung). Vorausgeschickt: es darf auch über religiöse Inhalte gelacht werden. Über solchen abergläubischen Irrsinn zu lachen kann auch erleichternd sein.  Man kann nur sagen „zum Glück“, wenn ein geplanter Selbstmordanschlag missglückt und nur der Attentäter getötet wurde. Und 72 Jungfrauen warten ganz sicher nicht auf ihn. Es ist den Religionen vorbehalten solche und ähnliche schwachsinnige Behauptungen unter ihren Gläubigen zu verbreiten. Aber selbst schuld, wenn man den Kopf nicht zum denken benutzt und es vorzieht blind zu glauben. Die religiösen Führer profitieren jedenfalls davon.

 

Der lächerliche Jihad

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Symbolbild Jihad

Symbolbild Jihad / Bild: REUTERS 
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Und was ist jetzt mit den versprochenen 72 Jungfrauen, kriegt er sie, oder kriegt er sie nicht?

Und was ist jetzt mit den versprochenen 72 Jungfrauen, kriegt er sie, oder kriegt er sie nicht? Diese böse Scherzfrage – den Attentäter betreffend, der sich in einem somalischen Passagierflugzeug selbst in die Luft gesprengt hat – kursiert derzeit wohl nicht nur ein Mal in den sozialen Medien.

Bevor noch jemand fragt, ob Lachen über einen vermutlichen Jihadisten nicht geschmacklos sei oder eine religiöse Minderheit kränken könnte, sei hier behauptet: Ja, man darf sich, soll sich sogar über Dummheit und Gemeinheit lustig machen, auch wenn sie sich auf religiöse Inhalte berufen.

Man darf, man soll es sogar offensiv lächerlich finden, wenn Mörder glauben, sie würden für ihre Verbrechen im Paradies mit ihnen zur Verfügung gestellten Jungfrauen belohnt, denen Schriftgelehrte u. a. volle Brüste und zurückhaltenden Blick attestieren. (Vielleicht bekommt der ungeschickte Möchtegernattentäter jetzt zur Strafe welche zugeteilt, die ihn frech anschauen? Oder warten im Paradies gar, wie alternative Exegeten glauben, nur 72 Weintrauben?) Über solchen abergläubischen Irrsinn zu lachen kann auch erleichternd sein, es kann uns kurz von der Anspannung befreien, die die Jihadisten uns aufzwingen.

Genauso wie es erleichternd ist, dass der Anschlag diesmal gescheitert und vom geplanten Mord nur ein Selbstmord übrig geblieben ist. Gott sei Dank. Atheisten und Agnostiker dürfen formulieren: Zum Glück. Und Moslems sagen (hoffentlich): Allah sei Dank.

07.02.2016   (Die Presse)

thomas.kramar@diepresse.com

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Gruß Hubert