Archiv für das Schlagwort ‘Abtreibung

Familienkongress in Verona – Widerstand   4 comments

.

Heute veranstalteten erzkonservative und rechte Kräfte in Verona einen Familienkongress, bei dem es hauptsächlich gegen die Abtreibung und für die traditionelle Familie ging. Es wäre ein Schritt zurück um Jahrzente wenn diese Kräfte die Oberhand gewännen. Es gibt massiven Widerstand von zahlreichen Gruppierungen und auch Südtiroler Parteien. Erworbene Rechte würden von diesen Kräften weggenommen werden. Solchen Abtreibungsgegnern würde es wohl gefallen, wenn Ärzte vor Kliniken niedergeschossen werden, die Abtreibungen vornehmen, wie es in den USA schon passiert ist.

Aus suedtirolnews.it

Verona – Heute wird in Verona gegen den umstrittenen Familienkongress protestiert. Zur Demo werden auch zahlreiche Teilnehmer aus Südtirol erwartet.

Mehrere Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen haben zum Widerstand aufgerufen. Sie wehren sich, dass hart erkämpfte Rechte angezweifelt werden und nur mehr die traditionelle Familie gelten soll.

Die Organisatoren des Kongresses haben am Freitag kleine Föten aus Plastik ausgeteilt, um gegen Abtreibungen zu protestieren. Sie fordern zudem, dass das Familienrecht abgeändert wird.

.

ANSA

.

Dabei erhalten sie Unterstützung von der Lega. Innenminister Matteo Salvini, Familienminister Fontana und Unterrichtsminister Bussetti kommen heute zum Kongress nach Verona.

Grüne: “Kein Schritt zurück”

Auch eine Gruppe Grüner Akivisten aus Südtirol beteiligt sich heute am Protest gegen den Internationalen Familienkongress, der unter der Schirmherrschaft einiger öffentlicher Institutionen läuft und von Exponenten regierender Parteien unterstützt wird. “Auch aus diesem Anlass muss wieder und immer wieder unterstrichen werden, dass die Rechte der Frauen auf Selbstbestimmung nicht infrage gestellt werden dürfen und dass die Freiheit jedes Einzelnen und jeder Einzelnen zu lieben, wen und wie sie wollen, geschützt werden muss. Jede Form von Familie, die auf den Werten Liebe und gegenseitigem Respekt aufgebaut ist, ist eine Bereicherung und Ressource für die Gesellschaft,“ so die Sprecherin der Grünen Frauen, Ulrike Spitaler.

SVP-Frauen besorgt: “Stelldichein konservativer und rechter Kräfte”

Mit einem besorgten Blick verfolgt die SVP-Frauenbewegung den “World Congress of Families”, der an diesem Wochenende  in Verona stattfindet und sich ausschließlich für die “traditionelle Ehe und Familie” ausspricht. „Dieses Stelldichein konservativer und rechter Kräfte ist nicht nur widersprüchlich und unglaubwürdig, sondern verbreitet noch dazu rückständige, ewiggestrige und intolerante Vorstellungen von Frau und Familie“, erklärt SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard.

Mann, Frau und möglichst viele Kinder sind das Ideal, das die “International Organisation for the Family” mit Sitz in den USA bei ihrem jährlichen “World Congress of Families” vertritt. „Es gibt wohl kaum eine Organisation, die noch rückständigere Ideen vertritt”, erklärt die SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard, die den Kongress mit einem besorgniserregenden Blick verfolgt. “Unsere Gesellschaft hat nur dann Zukunft, wenn wir uns den neuen und vielfältigen Formen der Familie nicht verschließen und erworbene Frauenrechte nicht leichtfertig aufgeben”, so Gebhard.

Die SVP-Parlamentarierin zeigt sich davon überzeugt, dass die Einführung eines Abtreibungsverbotes und die alleinige Förderung der “natürlichen Familie mit Ehemann, Frau und Kindern” in Bezug auf das Ziel, die Geburtenrate anzuheben, keinen Erfolg bringen werde. “Es braucht hingegen gezielte Maßnahmen, um Familien zu fördern”, so Gebhard, “dann werden sich auch wieder mehr junge Paare für mehr Kinder entscheiden.” Dabei brauche man nicht sprichwörtlich das warme Wasser neu erfinden, sondern könne viel von anderen Ländern lernen. “Es reicht ein Blick in unseren Nachbarstaat Frankreich, der erfolgreich auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt”, betont Renate Gebhard. “Junge Eltern wollen heute berechtigterweise beides unter einen Hut bringen: Kinder und Karriere.” Dies zeige auch eine Studie, die am gestrigen Donnerstag in Österreich vorgestellt wurde.

Die SVP-Frauenbewegung warnt abschließend eindrücklich davor, lang und hart erworbene Rechte der Frauen leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

.

Sogar stol.it von den Dolomiten, dem konservativen Tagblatt der Südtiroler distanziert sich von dieser von christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremen organisierten Veranstaltung. Natürlich war der Rechtspopulist Matteo Salvini dabei. Die 5-Sterne-Bewegung hielt sich fern. Das sind Leute, die uns am liebsten ins Mittelalter zurück katapultieren würden. Ich sage nur: Kein Schritt zurück!

20.000 bei Demo gegen umstrittenen Familienkongress

.

Familienkongress in Verona – Widerstand

.

Gruß Hubert

Papst vergleicht Abtreibung mit Auftrag an Killer   Leave a comment

.

Ich verstehe nicht warum der Papst oft so in den Himmel gelobt wird. Er tut ja so als ob er den Menschen so nahe wäre und viel Verständnis für deren Sorgen und Nöte hätte. Manchmal greift man sich aber auf den Kopf, wenn er etwa Frauen die abtreiben mit Menschen vergleicht, die kaltblütig einen Killer beauftragen.
Die Medien werden heute ja oft sehr kritisiert. Ich kann diesem Journalisten der Tagesschau nur ein Lob für seinen guten und sachlichen Bericht aussprechen.
Was die Missbrauchsfälle angeht, da wird man sich noch lange in Geduld üben müssen, damit man erlebt, dass die katholische Kirche diese ernsthaft und ehrlich angeht. Es sind meist nur Ankündigungen, denen keine Taten folgen. Es nützt nichts hundert mal um Vergebung zu bitten und nichts dementsprechendes zu tun.

Aus Tagesschau.de

In Chile und Irland war Papst Franziskus 2018 mit dem Thema Missbrauch konfrontiert, aus Washington kam eine Rücktrittsforderung. Reformen blieben auf der Strecke.

Schon ziemlich genau vor einem Jahr hat Papst Franziskus einen Satz gesagt, der wohl seinen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen sollte. Allen, die sich von ihm mehr erwarten, denen es zu langsam geht mit der Reform der katholischen Kirche, entgegnete er:

In Rom Reformen zu machen, ist wie wenn man die Sphinx in Ägypten mit einer Zahnbürste reinigt.“

Es war ein Jahr, in dem wieder recht wenig voranging, in der Zentrale der katholischen Kirche. Die neue Kurienverfassung? Wird immer noch erwartet. Das engste Beratergremium des Papstes, der neunköpfige Kardinalsrat, zu dem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischöfe, Kardinal Reinhard Marx, gehört, ist deutlich geschwächt. Zwei Mitglieder hat Franziskus gerade abberufen, weil gegen sie im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen ermittelt wird.

Dauerthema Missbrauch

Nein, man kann nicht behaupten, dass das ein gutes Jahr war für Papst Franziskus. Das lag vor allem am Thema Missbrauch. Die Katastrophenmeldungen kamen aus den USA und Australien, sie verfolgten den Papst auf seinen Reisen – und nicht immer ging er geschickt damit um.

Im Januar reagierte er in Chile recht patzig auf die Frage nach Juan Barros Madrid, einem dortigen Bischof, der einen Täter gedeckt haben soll: „Wenn Du einen Beweis gegen Bischof Barros hast, werde ich dazu etwas sagen. Es gibt keinen einzigen Beweis, das ist alles Verleumdung – ist das klar?“

Entschuldigung und Rücktritte

Stunden später auf dem Rückflug und nach heftigen Protesten von Missbrauchsüberlebenden zeigte sich Franziskus dann reumütig: „Da muss ich um Entschuldigung bitten, denn das Wort ‚Beweis‘ hat vielen Missbrauchsopfern weh getan. Ich bitte Sie um Verzeihung, wenn ich Sie verletzt habe, ohne mir dessen bewusst zu sein. Das habe ich nicht gewollt.“

Und dann, nachdem der Skandal vollends war, begannen die Aufräumarbeiten. Die chilenischen Bischöfe wurden nach Rom bestellt, boten fast geschlossen ihren Rücktritt an. Inzwischen hat ihn der Papst in sieben Fällen angenommen – auch den von Bischof Barros.

Dass Franziskus bei seiner Reise nach Irland nicht an dem Thema vorbeikommen würde, war klar – zu viele Fälle hatte es dort gegeben, zu lange hatte die Kirche dort den vom Staat eingesetzten Ermittlern Steine in den Weg gelegt. Das Ausmaß der Proteste und die zum Teil nur geringe Begeisterung für den Papst im einst so katholischen Irland waren dann doch überraschend.

Bitte um Vergebung – auch in Irland

Franziskus reagierte, fand deutliche Worte: „Wir bitten um Vergebung für Missbrauch in Irland, Missbrauch von Macht und Gewissen, sexuellen Missbrauch durch Mitglieder, die verantwortungsvolle Positionen in der Kirche innehatten, und insbesondere um Vergebung für jeden Missbrauch, der in verschiedenen Arten von Institutionen unter der Leitung von Ordensleuten und anderen Kirchenangehörigen begangen wurden. Wir bitten um Vergebung für jene Mitglieder der Hierarchie, die diese schmerzhafte Situation nicht angegangen sind, sondern geschwiegen haben: Wir bitten um Vergebung.“

[…]

papst-franziskus-171_v-videowebl

Zwei Tage vor Weihnachten besucht Papst Franziskus seinen Vorgänger, Benedikt.

.

Bei Thema Abtreibung massiv in der Kritik

In seinem engeren Umfeld ist man weiterhin stets dann beunruhigt, wenn der Papst improvisiert. Dann kann es passieren, dass er Menschen vor den Kopf stößt. Wie, als er Frauen, die abtreiben mit Menschen verglich, die kaltblütig einen Mord beauftragen:  „Ist es richtig einen Auftragskiller anzuheuern, um ein Problem zu lösen? Das geht nicht, es ist nicht in Ordnung ein menschliches Wesen kalt zu machen, um ein Problem zu lösen. Und sei es noch so klein. Das ist wie, wenn man einen Auftragskiller engagieZahbrt.“

 Klar ist aber auch: Franziskus will seinen Reformkurs fortsetzen. Die Frage ist nur, ob er dafür mehr Instrumente in der Hand hat als eine Zahnbürste.

Von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom

.

Papst vergleicht Abtreibung mit Auftrag an Killer

.

Gruß Hubert

Abtreibung in Polen – unter dem Druck der Kirche   Leave a comment

.

Es ist unglaublich wie diese neue nationalkonservative polnische Regierung eine frauenfeindliche Stellung mit ihrem neuen geplanten Abtreibungsgesetz einnimmt. Der Motor in dieser Angelegenheit ist natürlich die katholische Kirche in Polen. Es wäre nicht einmal erlaubt Abtreibungen vorzunehmen, wenn die Frau vergewaltigt wurde, wenn die Wahrscheinlichkeit einer schweren oder unwiderruflichen Missbildung des Fötus besteht, selbst wenn Gefahr für das Leben der Mutter bestünde, müsste der Arzt die Verantworung dafür übernehmen (also seinen Eingriff rechtfertigen). Was in der Praxis heißt, dass kaum noch ein Arzt das Risiko auf sich nehmen wird.

Unter dem Druck der Kirche

Die PiS verdankt der katholischen Kirche viele Stimmen. Um Schuld zu begleichen will sie nun Abtreibungen komplett verbieten. So entsteht eine neue, ideologische Front.

Polens Ministerpräsidentin Beata Szydło während des EU-Gipfels Anfang März in Brüssel
Polens Ministerpräsidentin Beata Szydło während des EU-Gipfels Anfang März in Brüssel © Thierry Charlier/AFP/Getty Images

.

  • Polen auf dem Weg zum autoritären Staat: Hier bloggen Kollegen der polnischen Gazeta Wyborcza regelmäßig über die Entwicklungen in ihrem Land.
  • Seit Mitte November 2015 ist in Polen eine neue Regierung im Amt, die von der rechtspopulistischen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gestellt wird.
  • Zu Beginn der PiS-Regierung wurde das Verfassungsgericht mit einem Gesetz entmachtet. Dieses Gesetz hat das oberste Gericht jetzt als verfassungswidrig bezeichnet. Die Regierung ignoriert das.
  • Die öffentlichen Medien sind jetzt staatlich stärker kontrolliert.
  • Mit einer Vielzahl von Gesetzen versucht die Regierung, ihre Macht zu sichern.

 

Roman Imielski

Polen entzweit sich am Abtreibungsrecht

Die wichtigsten Politiker der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) haben sich für ein vollständiges Abtreibungsverbot ausgesprochen. Sie folgten einem Appell führender Würdenträger der in Polen außergewöhnlich einflussreichen katholischen Kirche.

„Im Hinblick auf den Schutz ungeborenen Lebens dürfen wir es nicht beim gegenwärtigen Kompromiss der Gesetzeslage vom 7. Januar 1993 belassen, die Abtreibung in drei Fällen zulässt“, schrieben die katholischen Bischöfe in einem Hirtenbrief, der am kommenden Sonntag in allen Kirchen verlesen werden soll.

Polen hat eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze in der gesamten Europäischen Union. Bislang ist Abtreibung in drei Fällen erlaubt: Wenn das Leben der Frau gefährdet ist, wenn die Wahrscheinlichkeit einer schweren oder unwiderruflichen Missbildung des Fötus besteht, oder wenn die Annahme berechtigt ist, dass die Schwangerschaft aus einem Verbrechen hervorgeht, beispielsweise einer Vergewaltigung.

Diese Gesetzeslage stellte weder Vertreter der Pro-Life-Bewegung (das Gesetz ist ihr zu liberal) noch der Pro-Choice-Bewegung (das Gesetz ist ihr zu restriktiv) zufrieden. Die wichtigsten politischen Kräfte haben es bisher allerdings nicht als lohnend erachtet, einen ideologischen Krieg in dieser Angelegenheit zu entfachen und so den Konsens von 1993 beibehalten.

Nun hat sich die Situation um 180 Grad gedreht. Die regierende PiS steht unter dem Druck der katholischen Kirche, der sie viele Stimmen während der Präsidenten- und Parlamentswahl im Mai beziehungsweise Oktober vergangenen Jahres verdankt. Viele Geistliche unterstützen die Partei öffentlich, oft kommt es während der Messen zu politischen Agitationen in den Kirchen.

Es gib auch eine Bürgerinitiative für ein Abtreibungsverbot der Pro-Life-Bewegung. Sie will innerhalb von drei Monaten einige Hunderttausend Unterschriften sammeln, damit sich das Parlament der Petition annimmt. Diese Initiative unterstützen viele PiS-Politiker und katholische Geistliche seit Langem.

Nun hat das Abtreibungsverbot mächtige Unterstützer gewonnen. „Ich bin für ein vollständiges Abtreibungsverbot“, sagte am Donnerstag Ministerpräsidentin Beata Szydło im Ersten Programm des Polnischen Hörfunks. Sie fügte hinzu, dass während einer eventuellen Abstimmung im Sejm kein Fraktionszwang herrschen werde. „Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit des Klubs ein vollständiges Abtreibungsverbot unterstützen wird“, betonte der Parteivorsitzende Jarosław Kaczyński, der in Polen de facto aus dem Hintergund regiert.

Aufgrund der Mehrheit der PiS im Parlament und im Senat kann sie das neue Gesetz problemlos durchbringen. Außerdem beabsichtigen auch einige konservative Abgeordnete der Opposition, für das Gesetz zu stimmen. Der neue konservative Gesundheitsminister hat zudem vor Kurzem die Pille danach von der Liste rezeptfreier Medikamente gestrichen.

Das ruft wiederum scharfe Reaktionen unter den Linken und der Pro-Choice-Bewegung hervor. Sie betonen, dass es in Polen keine vernünftige Sexualerziehung gibt. Eine der führenden Linken-Politikerinnen, Barbara Lidek, sagte, das Abtreibungsrecht sei ein Menschenrecht.

In Polen bildet sich also eine neue, ideologische Front anhand des Abtreibungsrechts, was den Riss in der zutiefst gespaltenen Gesellschaft vertiefen wird.

.

Abtreibung in Polen – unter dem Druck der Kirche

.

Siehe auch:

Erzwungene Geburt lässt Mutter erblinden

http://derstandard.at/2367976/Erzwungene-Geburt-laesst-Mutter-erblinden

.

Gruß Hubert

 

Papst fordert von Nonnen Gehorsam   1 comment

Für mich ist es überhaupt nicht überraschend dass der neue hochgelobte Papst Franziskus keinen Reformwillen hat und dass er angeordnet hat die für ihn gar zu liberalen Nonnen zu überwachen und eine sehr konservative Linie einhält, das hatte man ja schon im Vorfeld gleich nach der Papstwahl vernommen. Aber was soll man dazu sagen? Selbst schuld wer sich in die Fänge und Umklammerung der katholischen Kirche begibt. Man kann ja die Freiheit wählen und mit dem eigenen Kopf denken, anstatt sich diktatorisch vorgeben zu lassen was Mann oder Frau zu denken und zu glauben hat. Blind zu gehorchen ist überhaupt die größte Unterwürfigkeit die es gibt und macht sich freiwilig und untertänigst zum Sklaven von einem Diktator. Da muss man schon einen großen Hang zum Masochismus haben.

Hier ein Bericht von 20min.ch

Papst fordert von Nonnen Gehorsam

Der Reformwille des neuen Papstes hält sich offenbar in Grenzen: Franziskus mahnt US-Nonnen zur Linientreue – ihre Haltung zu Homosexualität und Abtreibung ist dem Vatikan zu progressiv.

storybild

Demonstrationen für die Nonnen der Leadership Conference of Women Religious im vergangenen August in St. Louis. (Bild: Keystone/AP/Seth Perlman)

.

Mit dem Amtsantritt von Papst Franziskus am 13. März keimte Hoffnung auf Reformen und Veränderungen in der katholischen Kirche auf. Der neue Pontifex sprach früh davon, dass sich die Kirche «mehr nach aussen orientieren und sich an die Ränder der Gesellschaft» bewegen müsse. Er präsentierte sich als Papst zum Anfassen, küsste Babys, brach mit Traditionen und wusch Häftlingen die Füsse. Die fürstlich grosse päpstliche Wohnung verschmähte er und kündigte an, im Gästehaus Domus Sanctae Martae zu hausen.

Als der neue Papst einen neuen Arbeitskreis zusammenrief, in dem acht Kardinäle aus fünf Kontinente sitzen, jubelte die Mailänder «Repubblica» über die «Revolution des Franziskus».

Strenger Vatikan-Kurs

Doch nun kommen Zweifel am Reformwillen von Franziskus auf. Der Pontifex maximus scheint liberalen Strömungen gegenüber weniger zugetan als erhofft.

Jedenfalls hält er am strengen Kurs des Vatikans gegen die US-amerikanische Nonnenorganisation Leadership Conference of Woman Religious (LCWR) und deren angeblich «radikal-feministische Thesen» fest. Die LCWR, die 57’000 Nonnen in den USA repräsentiert, hat sich mit allzu progressiven Ideen zu Empfängnisverhütung, Abtreibung und Homosexualität Feinde in der Kirche gemacht.

Der Vatikan hatte deshalb im vergangenen Jahr auf eine Reform dieser Vereinigung gedrängt. Erzbischof James Peter Sartain von der Diözese Seattle wurde beauftragt, die Aktivitäten der Organisation zu überwachen. Wie schon Benedikt XVI. hat nun auch Franziskus den kritischen Bericht über die Arbeit der LCWR und die Aufforderung zu deren Gehorsam gegenüber dem Vatikan abgesegnet. Dies bestätigte der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Präsident der vatikanischen Glaubenskongretation, am Montag. Man schätze den Einsatz der Nonnen für Schulen, Spitäler und Unterstützung der Armen,

fordere aber klare Linientreue gegenüber dem Vatikan und der kirchlichen Morallehre.

 

Nonnen ausgezeichnet

Ungeachtet der Strenge des Vatikans geniesst die LCWR breite Unterstützung in der Bevölkerung. Am vergangenen Sonntag wurden die US-Ordensfrauen in Luzern mit dem nach dem schweizerisch-deutschen Theologen benannten Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet. Dieser wird an Personen und Gruppen vergeben, diedurch freie Meinungsäusserung oder mutiges Handeln in der Christenheit aufgefallen sind.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Papst-fordert-von-Nonnen-Gehorsam-15592298

 

Gruß Hubert

 

 

Die Wurzel des Sexismus ist in den Religionen begründet   Leave a comment

Der Sexismus hat seine Wurzeln in den Religionen.

Die Religionen wurden ja alle von Männern gegründet (mir ist keine weibliche Religionsgründerin bekannt – bitte berichtigen, wenn es so sein sollte). Die Wurzel des Sexismus ist in den Religionen begründet.

Wenn es um die Geringschätzung, die Verachtung und Unterdrückung der Frau geht sind sich die abrahamitischen Religionen sehr einig.

Toleranz für Religionen die Sexismus und Frauenverachtung zu verantworten haben darf es nicht geben. KEINE Diskriminierung darf toleriert werden! Es ist völlig fehl am Platz wenn aus bestimmen politischen Kreisen die rechte Keule geschwungen wird.
Das Gequatsche von Natur und Naturrecht hängt mir bei den Ohren heraus, ich kann das nicht mehr hören.
Eine Frau kann nie der Besitz eines Mannes sein und so behandelt werden. Ganz besonders beim Islam ist es aber so. Wie daneben Religionen liegen können sieht man am Beispiel des Sklaventums, das vom Christentum über lange Zeit gutgeheißen und für notwendig erachtet wurde. Die Verteufelung von Verhütung und Abtreibung (die sie ja Mord nennen) zeigt wie wenig Katholiken der Frau ein Recht über ihren Körper bestimmen zu können verweigern wollen. Zum Glück haben wir keinen Gottesstaat.
Wenn Vertreter der islamischen Religion immer wieder behaupten, dass Ehrenmorde, Zwangsheiraten, Kinderheiraten, unislamisch wären, entspricht das nicht den Tatsachen. Wenn man all diese Verrücktheiten sich ansieht kann man nur sagen Religion kann geistigen Abstieg bedeuten.

Hier noch einige Auszüge.

Von Fundis, Frauenverachtung und sonstigen Verrücktheiten

[…]
Aber sehen wir uns zunächst die Methoden und das vorgebliche Ziel dieser Vereine an. Sie verstehen sich als Lobbyisten für die Schwächsten dieser Welt – nämlich für ungeborenes „Leben“ (in der biologischen Definition ist es welches) und versuchen über Medienaktionen – Gebetsmärsche, Störung der Regenbogenparade, und dergleichen mehr -, das Aufkaufen von Immobilien in welchen Abtreibungskliniken sind, welche sodann gekündigt werden, und absolut verabscheuungswürdigen Aktionen, wie dem Werfen mit Plastikembyros nach Frauen, welche Abtreibungskliniken aufsuchen, Stimmung für ihre Sache zu machen. Somit probieren sie eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, und dies gelingt ihnen in letzter Zeit immer wieder.

[…]
Wir dürfen Ewiggestrigen, welche nur im Interesse der Gegenaufklärung aktiv sind, keinen Zentimeter der Gesellschaft überlassen, und wenn diese sich zu Wort melden, muss unsere Stimme lauter sein als ihre. Hier geht es eben nicht nur um einen Kampf gegen das bestehende System, sondern auch gegen dasjenige davor usw. – genauso wie für ein anderes, neues System, in dem Frauen Männern gleich gestellt sind.

http://www.onesolutionrevolution.at/index.php/archiv/rassismusfaschismus/349-von-fundis-frauenverachtung-und-sonstigen-verruecktheiten

Gebetswelle gegen Abtreibung im Anmarsch

Radikale AbtreibungsgegnerInnen treffen einander in Wien. Auch Michael Spindelegger und Erwin Pröll standen im Programm von Human Life International

Von Beschuldigungen wie „Abtreibung ist Mord“ und „Du tötest Kinder“ über anschauliche Plastikembryos bis hin zu Krankheitszuschreibungen an Frauen, die abgetrieben haben: Die Parolen und Mittel radikaler AbtreibungsgegnerInnen sind nicht neu. Nachgelegt wird nun Anfang Oktober in Wien im Rahmen des „6. Welt-Gebets-Kongresses für das Leben“ – den TeilnehmerInnen wird „täglich heilige Messe als Sühne für Abtreibung“ versprochen.

http://diestandard.at/1345166493689/Gebetswelle-gegen-Abtreibung-im-Anmarsch

Hier einige Beispiele von katholischen Verrücktheiten.

Gloria.tv Nachrichten: Gloria Global am 1. Februar 2013
http://www.gloria.tv/?media=392705
http://www.gloria.tv/

Hier “katholische Folklore” aus meiner Heimat (auf die ich nicht stolz bin). Schmalziger geht es nicht. Es ist ja pathologisch zu nennen, welchen Wert Jungfräulichkeit im Katholizismus hat. Es zeigt das enorme Problem das diese Religion mit der Sexualität hat. Kreisen ihre Gedanken fast um nichts anderes als um Sexualität und die Sündhaftigkeit von der Menschen dadurch bedroht sind.

POS: Hörst du das Lied – Ave Maria – Kastelruther Spatzen + Ingeborg Studer + POS
http://www.gloria.tv/?media=392893

Hier noch ein Zitat aus dem Koran: “Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihren Busen ziehen…” (mehr hier – Anmerkung: siehe unten beim Link).

So wie ich das sehe, ist das eine Abgrenzung der Frau von der Aussenwelt. Die Frau muss sich verstecken, währenddessen der Mann ohne bedeutende Kleidervorschriften normal leben kann. Die gläubigen Frauen sollen ihre Blicke zu Boden schlagen… Das klingt für mich verachtend und diskriminierend. Wieso also sollte man solch eine Diskriminierung hier in der Schweiz dulden?! Wäre es nicht sinnvoll, diese Diskriminierung der Frau zu unterbinden, um die Gleichstellung zu stärken?! Ich denke, dass man mindestens die Burka verbieten müsste. Jetzt kann man ja sagen, dass das ein Eingriff in die Religionsfreiheit ist. Doch Ich sage, dass das Diskriminierung der Frau ist. Und ich meine, dass eine so extreme Vermummung in der Schweiz nicht erlaubt sein sollte.

http://kevinbuerchler.wordpress.com/2012/04/14/kopftuch-und-burkapflicht-als-diskriminierung-der-frau-burkaverbot/

Anders sah es wohl der italienische Priester Don Piero Corsi, der in den Weihnachtstagen ein Pamphlet veröffentlichte, in dem es heißt: “Die Frauen, die mit ihrer knappen Bekleidung provozieren, die sich von dem tugendhaften Leben und der Familie entfernen, provozieren die Instinkte und sollten ihr Gewissen überprüfen und sich fragen: ‘Vielleicht legen wir es darauf an?’”

Ich fühle mich sofort auch an Seyran Ates’ Frage erin­nert, ob denn die Zwangsverschleierung der Frauen im Islam nicht eher ein Armutszeugnis für die Männer sei, weil jene „ihre Triebe nicht unter Kontrolle hal­ten kön­nen“. Es scheint, als wären sich in die­sem Punkte die Religionen sehr einig. Was immer sie auch trennt: die Unterdrückung der Frau ist bei den drei abra­ha­mi­ti­schen Religionen Konsens.

http://nicsbloghaus.org/2012/12/28/christliche-frauenverachtung/

Sexismus und Diskriminierungen gibt es aber auch gegen Homosexuelle – an vorderster Front wieder mal die abrahamitischen Religionen bzw. die Ausführenden in den Kirchen, Moscheen, Synagogen und sonstigen Verwaltungen dieser Männer-Organisationen.

Auszug.

Was halten Sie vom unfehlbaren Diktator/Oberhaupt der katholischen Kirche, der zwar Liebe predigt aber im Jahr 2012 wahrhaftig erklärt, daß die Homo-Ehe, der offizielle Ausdruck der Liebe zwischen zwei Menschen, nicht nur die Menschenwürde, sondern gleich die Zukunft der ganzen Menschheit  bedrohe und der, um seine Worte zu unterstreichen, die ugandische Parlamentssprecherin segnete, *) die sich für lebenslange Haft als Strafe für Homosexualität stark machte und ein entsprechendes Gesetz den Christen in ihrem Land „zu Weihnachten schenken“ wollte? Oder von einem seiner höchsten Würdenträger, Herrn O’Brien, der die Homo-Ehe mit Sklaverei vergleicht und findet, sie sei gegen das “natürliche Gesetz” (Und was ist dann Zölibat?) Und was halten Sie überhaupt vom Umgang der Kirche mit Sexualität, sexueller und reproduktiver Selbstbestimmung, Verhütung und Verhütungsmitteln insbesondere im Zusammenhang mit STDs?

*) Papst segnet Ugandas Parlamentssprecherin: sie will Todesstrafe für Homosexuelle

[…]
Am 14.12.2012 hielt Papst Benedikt XVI. eine Rede für den katholischen “Weltfriedenstag” am 1.Januar 2013. Darin bezeichnet er die Legalisierung der Homo-Ehe als Ende der Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt.

http://www.humanist-news.com/papst-segnet-ugandas-parlamentssprecherin-sie-will-todesstrafe-fur-homosexuelle-einfuhren/

 

http://scienceblogs.de/bloodnacid/2013/01/18/wie-kann-man-noch-katholik-sein/

Gruß Hubert