Archiv für das Schlagwort ‘Alt Right Bewegung

Hilfestellung für Identitäre Bewegung   Leave a comment

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Für mich ist es erkenntnisreich zu sehen wie Rechte oder auch die Neue Rechte, wie bestimmte Gruppen genannt werden, transatlantisch zusammenarbeiten. So unterstützt nun die amerikanische Alt-Right-Bewegung die Identitäre Bewegung (IB) bei ihrer Aktion „Defend Europe“. Die Vertreter der Alt-Right-Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, die „Identität der Weißen Bevölkerung“ vor den Einflüssen eine multikulturellen Gesellschaft zu schützen. Unter anderem sagt die Alt Right-Bewegung auch, dass die weiße Bevölkerung vor dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit zu schützen sei. Das ist schon eine für mich schockierende und entlarvende Aussage. Diesen Satz musste ich wirklich zwei mal lesen, ich dachte ich sehe nicht richtig. Soziale Gerechtigkeit ist also für die Alt-Right-Bewegung negativ und unerwünscht. Super, toll, kann ich da nur sagen 😉

Die Alt-Right-Bewegung war eine große Stütze im US-Wahlkampf für Trump.

Mit ihrer Aktion „Defend Europe“ möchte die IB die NGO’s daran hindern Flüchtlinge im Mittelmeer zu retten.

Wobei man aber schon sagen muss, dass es auch so nicht geht, wie es die deutschen Organisation „Jugend rettet“ mit ihrem Schiff Juventa macht und laut Staatsanwaltschaft Kontakte zu Schleppern hat. Dies ist aber noch in der Phase der Untersuchung.

Weil ich von jemand gefragt wurde welche Stellung ich zu IB, zur Alt-Right-Bewegung und zu breitbar beziehe, gebe ich dazu meine Einstellung dazu kund.
Ich beziehe eine klare Anti-Stellung zu Organisationen, wie Alt-Right, die sich mit Ku-Klux-Klan verbündet, zu IB und zur Plattform breitbart.com (ex-Chef Steven Bannon, jetzt im Team von Trump). Ich war zwar der Meinung, das würde aus meinem Beitrag klar hervorgehen, aber ich kann es auch noch bestätigen und unterstreichen. Die Alt-Right-Bewegung steht für mich auf der Stufe von SS und Gestapo. Aber manche haben ja sogar da noch nichts dagegen einzuwenden. Dann darf man dazu wohl Nazi sagen, oder?

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Hier auch noch die Stellung Italiens zum Flüchtlingsproblem.

Mittelmeer-Krise: Italien konfisziert NGO-Schiff

Helfer der deutschen Organisation „Jugend rettet“ sprechen von „Routinekontrolle“ durch Küstenwache. Die Staatsanwaltschaft spricht von Kontakten zu Schleppern.

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Die „Juventa“ wurde von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. – APA/AFP/ITALIAN POLICE/HANDOUT

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Premier Paolo Gentiloni bezeichnete den geplanten Einsatz als möglichen Wendepunkt in der Flüchtlingskrise. Die Stabilisierung Libyens stehe ganz oben auf der Prioritätenliste Italiens. Von Libyen aus starten die meisten Migranten die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer in Richtung Europa. Allerdings hatte sich im vergangenen Monat die Zahl der Ankömmlinge drastisch verringert. Mit den Ankünften von Montag erhöhte sich die Zahl für den Juli auf 11.193, im Juli 2016 waren 23.552 Menschen über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Insgesamt kamen in diesem Jahr 95.214 Migranten in italienischen Häfen an. Das sind nur noch 0,78 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2016. Vor wenigen Wochen überstieg ihre Zahl noch bis zu 40 Prozent der Ankünfte im Vergleich zum selben Zeitraum 2016. Eine stichhaltige Erklärung für diesen Rückgang kann bisher niemand geben.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 03.08.2017)

http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5262741/MittelmeerKrise_Italien-konfisziert-NGOSchiff

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Zurück zu Alt Right und IB.

Aus tagesschau.de

Wie Alt-Right „Defend Europe“ unterstützt

„Defend Europe“ („Europa verteidigen“) – so lautet das Motto einer Kampagne der „Identitären Bewegung“ (IB). US-amerikanische Rechte helfen mit – vor allem bei der Finanzierung.

Das Geld für die Aktion, an der Identitäre aus mehreren europäischen Ländern beteiligt sind, wird über die US-Plattform „WeSearchr.com“ akquiriert. Die präsentiert sich als Community, die nach dem Crowdfunding-Prinzip finanzielle Mittel für unabhängige Recherchen einsammelt. Der „Marktplatz für Informationen“ gibt sich dabei einen seriös-rebellischen Anstrich.

Alle Inhalte – so behauptet die Plattform in ihren FAQ – würden von Redakteuren geprüft. Themen ohne journalistische Relevanz würden nicht veröffentlicht. Ausgangspunkt einer Recherche ist dabei immer eine eingereichte „Frage“ eines Users, der dann ebenso wie die Recherchierenden einen Teil der Spenden erhält.

Schwarmfinanzierter Journalismus oder virtuelle Sammelbüchse?

Doch viele der Themen auf WeSearchr haben mit dem selbsterklärten Zweck der Plattform nur wenig zu tun. Ihr Gründer ist der der Alt-Right-Bewegung zugerechnete Aktivist Charles C. Johnson, der so augenscheinlich Gleichgesinnten die Möglichkeit bietet, Gelder für ihre Projekte und Interessen zu beschaffen – wie zum Beispiel die Kosten für juristische Auseinandersetzungen.

Oft werden auch Themen platziert, die politische Gegner diskreditieren sollen – darunter die Frage, ob der französische Präsident Emmanuel Macron schwul sei, oder die Suche nach schmutzigen Details zur Scheidung von David Mikkelson, dem Gründer der Faktenchecker-Website „Snopes.com„. Diese Seite kooperiert in den USA mit Facebook bei der Suche nach Falschmeldungen und dürfte der Alt-Right-Bewegung ein Dorn im Auge sein.

Einzelspenden bis zu 2500 Dollar

Auf der Plattform WeSearchr findet sich auch „Defend Europe“. Die IB informiert über ihre Kampagne mit einem Videotrailer und einem Blog. Bislang haben (Stand 08.08.2017) mehr als 2.700 Beitragende rund 202.000 US-Dollar (ca. 171.000 €) für „Defend Europe“ gespendet, damit ist das Projekt derzeit das erfolgreichste auf der Plattform.

Die Spenden erfolgen größtenteils anonym. Kann man der Auflistung der Eingänge Glauben schenken, sind keine Großspenden darunter: Die höchsten Einzelbeträge belaufen sich auf 2500 US-Dollar. Anders als bei Crowdfunding normalerweise üblich ist der Finanzierungs-Zeitraum in diesem Fall nicht begrenzt.

Es ist fraglich, ob diese Summe ohne die Unterstützung des US-amerikanischen Alt-Right-Netzwerkes zustande gekommen wäre. Die Liste derjenigen, die Werbung für die Aktion machen, liest sich wie ein Who-is-who der neuen US-amerikanischen Rechten.

So rief David Duke, einer der bekanntesten Neo-Nazis in den USA und ehemaliger Anführer des Ku Klux Klan, im Juni auf Twitter zu Spenden für „Defend Europe“ auf. Zwar ist Dukes Reichweite dort mit rund 41.000 Followern nicht allzu groß und mit 38 Retweets hielt sich die Resonanz in engen Grenzen. Für Aufmerksamkeit bei potentiellen Geldgebern in der Szene dürfte der Tweet dennoch gesorgt haben.

Dies gilt auch für die Berichterstattung auf breitbart.com, dem publizistischen Sprachrohr der Alt-Right-Bewegung, das im Juni dem österreichischen IB-Funktionär Martin Sellner ausführlich Gelegenheit gab, die Aktion vorzustellen. Breitbart.com wird monatlich 80 bis 90 Millionen mal angeklickt.

Die „Schlacht ums Mittelmeer“

 

Richard S. Spencer, Begründer der Alt-Right-Bewegung in den USA | Bildquelle: REUTERS

Richard S. Spencer, Begründer der Alt-Right-Bewegung in den USA

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Die von US-Neonazi Richard S. Spencer gegründete Website „Altright.com“ pries in martialischen Worten die IB im Juli für ihren Beitrag zur „Schlacht um das Mittelmeer“ und behauptete, „junge Weiße überall in der Weißen Welt“ würden nun „angesichts ihrer Entrechtung erwachen“. Das seien „ermutigende Nachrichten“.

Von Matthias Vorndran, mdr

Was ist die Alt-Right-Bewegung?

Unter dem Sammelbegriff „Alt-Right“ werden verschiedene Ideologien am rechten Rand des politischen Spektrums der USA zusammengefasst. Deren Vertreter haben sich zum Ziel gesetzt, die „Identität der Weißen Bevölkerung“ vor den ihrer Meinung nach schädlichen Einflüssen einer multikulturellen Gesellschaft, politischer Korrektheit und dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit zu schützen. Der Name ist eine Abkürzung des Begriffs „Alternative Right“ und geht auf den rechtsextremen Publizisten Richard S. Spencer zurück, der 2010 ein Onlinemagin mit diesem Titel gründete. Kritiker sehen in dem Begriff eine Beschönigung, die dazu diene, rechtsradikales Gedankengut einer breiteren Masse näher zu bringen.

Hier weiterlesen:

Hilfestellung für Identitäre Bewegung

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Gruß Hubert

 

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Veröffentlicht 9. August 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Alt-Right-Bewegung: Trumps rechtsextreme Freunde   Leave a comment

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Wes Geistes Kind Trump ist zeigt deutlich ein Artikel aus der ZEIT.
Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir wer du bist. Mit einer Alt-Right-Bewegung sollte ein amerikanischer Präsident nichts zu tun haben. Aus der Alt-Right-Bewegung stammt auch Trumps wichtigster Berater Steve Bannon. Das ist alarmierend.

Hier der Artikel aus der ZEIT

Alt-Right-Bewegung: Trumps rechtsextreme Freunde

Im Umfeld des künftigen US-Präsidenten greift eine Bewegung mit faschistischen Zügen nach der Macht. Sie will ein rassistisches, weißes Land und das Recht des Stärkeren.

Alt-Right-Bewegung: Der künftige US-Präsident Donald Trump und sein Berater Steve Bannon im Oktober 2016 bei einem Besuch im Gettysburg National Military Park
Der künftige US-Präsident Donald Trump und sein Berater Steve Bannon im Oktober 2016 bei einem Besuch im Gettysburg National Military Park © Jonathan Ernst/Reuters

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Der junge Mann am Rednerpult im Washingtoner Ronald Reagan Building benutzte genüsslich ein deutsches Wort, doch er scheiterte am Umlaut, sodass es ihm im breiten Amerikanisch zu „Luugenpresse“ geriet. Richard Spencer war berauscht vom Erfolg. Donald Trumps Wahlsieg hatte alle Einschätzungen der Medien widerlegt. Mit der Niederlage Hillary Clintons sei eine Wende vollzogen, der drohende Abstieg aufgehalten.

Lebhaft illustrierte Spencer den Verfall der einstmals großen, weißen amerikanischen Nation zu einer „kranken, ekelerregenden Gesellschaft, geführt von Korrupten, verteidigt von Hysterischen, trunken von Selbsthass und Degeneration.“ Verantwortlich dafür seien die liberalen Eliten mitsamt ihrem Anhang aus Schwarzen und Hispanics.

 Die Dramaturgie der Agitation gebietet, dass auf den Niedergang Erlösung folgt. Also berichtete Spencer anschließend von der Hoffnung. Er fand sie in jenen Familien, die stundenlang in den Flughäfen der Provinz auf Trump gewartet hatten. Liebevoll bewachten sie die schlafenden Kinder in ihrer Mitte: ein mächtiges Bild, das ihm gezeigt habe, wie in seinem Volk wieder Identität und Stärke erwachte.

Bei seinem Publikum, den Teilnehmern der Jahrestagung des National Policy Institutes (NPI) vom 19. November, stieß er damit auf offene Ohren. In diesem von Spencer geleitetem privaten Thinktank der äußersten amerikanischen Rechten stehen Identität und Selbstbehauptung des weißen Mannes im Zentrum.

Eine faschistische Rede wie aus dem Lehrbuch

Spencer beschwor den Mythos von Niedergang und Rettung des „weißen Amerikas“, der „Kinder des Lichts“. Seit Trumps Wahlsieg sah er wieder Hoffnung. Seine Rhetorik von der Wiedergeburt einer großen weißen Nation barg einen deutlichen Nachhall aus den zwanziger, dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Als sei das nicht genug Ausweis der Gesinnung, schloss er mit „Heil Trump“, „Heil unserem Volk“, „Sieg Heil“. Einige Zuhörer riss es von ihren Stühlen, den rechten Arm weit ausgestreckt. Videoschnipsel davon gelangten an die Öffentlichkeit. Der vollständige Redetext, den Spencer im Journal der NPI veröffentlichte, lässt keinen Interpretationsspielraum: Die begeisterten Zuhörer im Washingtoner Ronald-Reagan-Center hatten einer faschistischen Rede wie aus dem Lehrbuch gelauscht.

Ein amerikanischer Präsident, der den äußersten rechten Rand in Begeisterung versetzt – noch vor wenigen Jahren hätte dies eine Klarstellung über die Bedeutungslosigkeit dieses lunatic fringe nach sich gezogen. Heute aber holt sich Donald Trump einen Protagonisten dieses Milieus in seinen engsten Beraterstab. Denn Spencer und das NPI zählen zur sogenannten Alt-Right, jener „alternativen Rechten“, aus der auch Trumps wichtigster Berater Steve Bannon stammt. Das ist alarmierend.

Veröffentlicht 21. Januar 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized

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„Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten   1 comment

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Ich glaube nicht, dass es unter Trump in den USA zu einem gerechteren Land kommen wird. Und ist ein Milliardär nicht selbst Establishment? Mit Entsetzen und Kopf schütteln nehme ich zur Kenntnis welche Töne beim amerikanischen Wähler angekommen sind. Da sind Leute wie wie Steve Bannon, der frühere Chef der rechtspopulistischen Webseite „Breitbart News“ und Richard Spencer von der Alt-Right-Bewegung salonfähig geworden. Ich kann das nur als Albtraum bezeichnen.

Ich glaube nicht, dass die „kleinen Leute“ von diesem „Regimewechsel“ profitieren werden. Wenn das die Zukunft der USA sein soll…?

Hier aus der FAZ

Alt-Right-Bewegung „Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

Mit Steve Bannon als Trumps Chefberater könnte auch die Ideologie der „Alt-Right“-Bewegung ins Weiße Haus einziehen. Sie ist ein Sammelbecken für Rechtsradikale, Libertäre und Rassisten, die ihren Extremismus nach der Wahl offen zur Schau stellen.

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Nazi-Gruß in Washington: „Heil Trump!“

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Alt-Right-Bewegung „Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

Mit Steve Bannon als Trumps Chefberater könnte auch die Ideologie der „Alt-Right“-Bewegung ins Weiße Haus einziehen. Sie ist ein Sammelbecken für Rechtsradikale, Libertäre und Rassisten, die ihren Extremismus nach der Wahl offen zur Schau stellen.

Die Szene, die sich am vergangenen Samstag im der amerikanischen Regierung gehörenden Ronald-Reagan-Building in Washington abspielte, nur ein paar hundert Meter vom Weißen Haus entfernt, übertraf noch die schlimmsten Befürchtungen vieler Amerikaner.

„Heil Trump, heil unserem Volk, Sieg Heil!“ rief Richard B. Spencer, und die rund 300 Zuhörer im Saal applaudierten nicht nur begeistert, sondern reckten vielfach sogar den rechten Arm in die Höhe.

Spencer ist Vorsitzender des „National Policy Institutes“ (NPI), einem Think Tank weißer Nationalisten. Er bildet die intellektuelle Dachorganisation der ultrarechten „Alt-Right-Bewegung“, einem schnell wachsenden Sammelbecken für weiße Nationalisten, Libertäre und offen Rechtsradikale. Bei seinem Jahrestreffen diskutiert das NPI jedes Jahr über die neue, weiße Gesellschaft, die seine Anhänger fordern – doch seit Donald Trump gewählt wurde, ist die Bewegung in Champagnerstimmung wie nie zuvor. „Die Wahl von Trump war für alle ein Erweckungserlebnis“, sagte Spencer am Samstag zur Eröffnung des Treffens, bei dem Vorträge wie „Trump und der neue weiße Wähler“ oder „Die Zukunft der Alt-Right-Bewegung“ auf der Agenda standen. „Wir sind noch nicht ganz das Establishment, aber wir sollten damit anfangen, uns so zu verhalten.“ (Anmerkung: aha, ein Offenbarungseid).

Auch über die Wahl der Mittel ließ Spencer keine Zweifel: „Für uns gibt es nur Eroberung oder Tod.“

„America first“ betrifft für die Alt-Right-Bewegung nur die Weißen

Die Alt-Right-Bewegung, so diffus sie ist, eint die Angst, die schon Kernstück der nationalsozialistischen Ideologie war – auch wenn Spencer eine Nähe zu dieser am Samstag bestritt: Dass die eigene Rasse, in diesem Fall die weiße, unter dem Ansturm der „minderwertigen“ anderen Rassen untergehen könnte.

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Denn mit Steve Bannon, dem früheren Chef der rechtspopulistischen Webseite „Breitbart News“, den Donald Trump zu seinem Chefberater gemacht hat und der Breitbart als Plattform für die Alt-Right-Bewegung bezeichnet hat, könnte die Ideologie der „white supremacy“, der „weißen Vorherrschaft“, ihren Weg bis hinein ins Oval Office finden. Wie sehr Bannon, der als Chefberater den Zugang zum Präsidenten kontrolliert, ein ideologischer Einflüsterer Trumps sein wird – keine Frage treibt Amerika derzeit so um wie diese.

Bis Trump den 62 Jahre alten Bannon im August 2016 von „Breitbart News“ abwarb und zu seinem Wahlkampfchef machte, hatte dieser die für ihre rassistischen Tendenzen ohnehin berüchtigte Seite weiter ideologisch zugespitzt.

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Es gibt kaum eine Gruppe außer der der weißen Männer, die auf „Breitbart“ nicht auf das Übelste attackiert worden wäre. Zwei Wochen nach dem Massaker in Charleston, bei dem der weiße Nationalist Dylan Roof in einer Kirche neun Schwarze erschossen hatte, veröffentlichte Breitbart einen Artikel mit der Überschrift „Lasst sie hoch und stolz wehen: Die Konföderierten-Flagge steht für eine glorreiches Erbe“.

Hier weiterlesen:

„Heil Trump!“ für den künftigen Präsidenten

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22.11.2016, von Oliver Georgi

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Aus dem Spiegel.

„Alt Right“-Bewegung Amerikas Ultrarechte feiern im Zentrum der Macht

Seit dem Wahlsieg Trumps gilt die „Alt Right“ als wichtige Kraft in Amerika. In der Nähe des Weißen Hauses berauschten sich die weißen Nationalisten an ihrem Erfolg. Jetzt wollen sie Einfluss auf die Politik nehmen.

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Richard Spencer in Washington

SPIEGEL ONLINE – Richard Spencer in Washington

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Richard Spencer hat Kopfschmerzen. Seit Tagen schon, sagt er, es liege aber nicht am Alkohol, sondern „am ständigen Gewinnen“. Zwar kennt die Schulmedizin keinen Zusammenhang zwischen Erfolgserlebnissen und Kopfweh, doch das stört niemanden von Spencers Anhängern. Sie johlen.

Der siegestrunkene Zustand hält bei Spencer, einem Anführer der amerikanischen „Alt Right“-Bewegung, und seinen Anhängern an, seit ihr Favorit die Präsidentschaftswahl gewonnen hat. An diesem Wochenende feierten Amerikas Ultrarechte im Zentrum Washingtons, drei Blocks vom Weißen Haus entfernt, und berauschten sich an Donald Trump und an sich selbst.

Die alternative Rechte Amerikas, kurz „Alt Right“, vor wenigen Monaten nur Fachleuten ein Begriff, steht seit Trumps Wahlsieg plötzlich im Rampenlicht. Sie war der vielleicht wichtigste Wahlhelfer des künftigen Präsidenten im Netz. Das nur schwer zu fassende Sammelbecken Ultrarechter folgt keiner einheitlichen Ideologie und hat Populisten und Nationalisten, Antisemiten und Rassisten in seinen Reihen.

Fashy Burschen

Lange führten viele Mitglieder eine Existenz in dunklen Ecken des Internets, versteckt hinter Avataren und Pseudonymen. Auf der Konferenz von Spencers Thinktank National Policy Institute im Herzen der Hauptstadt zeigten sich nun manche Protagonisten, Eigenschaften und Ziele der Bewegung etwas deutlicher.

Taktgeber ist der 38-jährige Spencer, ein guter Redner mit strengem Scheitel, der seine Agenda mit der „Verteidigung des europäischen Erbes der Vereinigten Staaten“ umschreibt. Am Samstag stand er im Dreiteiler auf der Bühne des Baalsaals im Kellergeschoss des Ronald Reagan Building und genoss die neue Aufmerksamkeit. „Die Medien sind besessen von uns“, rief er in den Saal. Die „Alt Right“ werde nicht mehr verschwinden und die Welt verändern.

Spencer bei seiner Rede in Washington

SPIEGEL ONLINE -Spencer bei seiner Rede in Washington

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250 Leute hörten ihm zu, es waren vor allem junge Männer in schicken Anzügen und mit akkuraten Frisuren, an den Seiten kurz geschoren. Es ist der „fashy“ Hairstyle, der einem hier so prominent gegenübertrat, dass man ihn nicht ignorieren konnte.

Fashy – ein Wort, das je nach Belieben zu „fashion“ oder „fascist“ ergänzt werden darf. Die „Alt Right“ liebt solche Doppeldeutigkeiten. Neben den vielen fashy Burschen ließen sich rund zehn Frauen ausmachen, drei rote „Make America Great Again“- Kappen und eine Kippa.

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Hitlergrüße in Washington

Keine große Überraschung, dass diese Positionen auch Protest hervorriefen. Vor dem Tagungsgebäude gab es Demonstrationen und Rangeleien, einer der „Alt Right“-Leute kam mit blutender Stirn zurück in den Tagungssaal gelaufen.

 Am Freitagabend sagte eines der schicksten Restaurants im Zentrum Washingtons das Konferenzessen ab, aus Sorge vor gewaltsamen Protesten. Auch das Ausweichlokal wurde dann von teils vermummten Gegendemonstranten, die sich als Antifaschisten bezeichneten, gestürmt und Anführer Spencer mit einer nach Fäkalien stinkenden Flüssigkeit besprüht.

Ebenfalls aus dem Restaurant twitterte eine der wenigen „Alt Right“-Frauen, die ehemalige Reality-TV-Darstellerin und vehemente Trump-Unterstützerin Tila Tequila, noch ein Dreierselfie mit Hitlergruß und dem fast richtig geschriebenen Kommentar „Seig heil!“. Ansonsten: keine besonderen Vorkommnisse in Amerikas Hauptstadt am zweiten Wochenende der Ära Trump.

Von Fabian Reinhold, Washington

http://www.spiegel.de/politik/ausland/trump-anhaenger-der-alt-right-bewegung-amerikas-ultrarechte-feiern-a-1122182.html

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Gruß Hubert