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Testosteron macht den Mann   Leave a comment

Es ist schon beeindruckend welchen bestimmenden Einfluß Hormone über uns haben. Erstaunlihch auch, dass da schon im Mutterleib wichtige Weichen gestellt werden und Buben nicht erst in der Pubertät durch das Testosteron geprägt werden. Weiters erstaunlich, dass die Spitzenwerte des Testosterons im 17. Lebensjahr erreicht werden und danach allmählich aber stetig sinken.
Hier ein Bericht von Männerarzt Linz.

 

Graphik: Testosteron prägt den Mann während seines gesamten Lebens. Schon ab der 9. Schwangerschaftswoche entwicklen sich unter Testosteroneinfluß die bipolar angelegten Genitalien und das bipolar angelegte Gehirn in Richtung männlich.
© Dr. Georg Pfau

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist?….Testosteron!

Für manchen mag diese Behauptung zu einfach oder zu martialisch sein, dennoch lässt es sich nicht änderen, dass sie der Wahrheit entspricht. Und sie ist auch kein Klischee!

Testosteron ist verantwortlich für die somatosexuelle Entwicklung der Männer und ist auch eine psychotrope Substanz, das heisst es beeinflusst das psychosoziale Verhalten der Männer. Es ist auch ein Irrglaube, dass das Testosteron die Männer erst prägt, wenn sie in die Pubertät kommen.

In der Pubertät werden die bereits mit Hilfe von Testosteron geprägten männlichen Eigenschaften aktiviert. Eine „Aktivierung“ ist aber nur dann möglich, wenn bereis „Vorarbeit“ geleistet wurde, die wieder – schon lange Zeit vor der Pubertät – durch Testosteron möglich gemacht wurde.

Die Entwicklung zum biologischen Mann bedarf schon im Mutterleib einer sogenannten „Androgenspitze“, während der die geschlechtlich undifferenzierte Zygote in Richtung „männlich“ differenziert wird. Der kleine, gerade einmal 3,5 cm große Organismus wird durch im eigenen Hoden gebildetes Testosteron in Richtung männlich verändert. Es entwicklen sich die Geschlechtsknospen zu männlichen Geschlechtsorganen und das Gehirn zu einem männlichen Gehirn. Diese Vorgänge, die zwischen der 9. und 18. Schwangerschaftswoche stattfinden sind von größter Bedeutung für die spätere Rolle als biologischer Mann, aber auch für die spätere Geschlechtsrolle im psychosozialen Sinn (Gender), die Geschlechtsidentität und auch die sexuelle Orientierung.

Doch noch nicht genug! Unmittelbar nach der Geburt, genau in der 2. bis 4. Lebensstunde und vom 60. bis zum 90. Lebenstag steigen die Testosteronspiegel des Neugeborenen wieder auf Werte, die einem erwachsenen Mann Ehre machen würden. Das Timing für den Beginn der Pubertät, die Differenzierung der Sexual- und Paarungszentren sowie die Prägung der Partnerpraeferenz werden nun derterminiert.

Nach dem 90. Lebenstag hat das Testosteron zunächst ausgedient. Die Hoden des jungen, heranwachsenden späteren Mannes versinken in eine jahrelange Ruhepause, um schliesslich in der Pubertät mit Maximalaktivitäten zu neuem Leben erweckt zu werden.

Von der Pubertät an bleibt das Testosteron den Männern treu.

Es macht aus den Männern das, was die Natur für sie vorgesehen hat, den extrovertierten Teil der Partnerschaft.

Sämtliche testosteronbedingten Veränderungen haben nur ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen: aus dem Mann einen Jäger zu machen.

Und auch wenn es die Jagd im ursprünglichen Sinne gar nicht mehr gibt, der Mann jagt immer noch, heute eben nach Geld… und nach Frauen; das hat er in seinen Genen und es hat sich nicht geändert. Und es wird sich nicht änderen, so lange die Genetik des Menschen nicht (vorsätzlich) verändert wird.

Die OÖ. Jugendstudie aus dem Jahre 2006 bringt es auf den Punkt: die Buben wollen Geld, die Mädchen eine Familie. Mit einiger Resignation wird in dem obenstehenden Artikel (der Öberösterreichischen Nachrichten) bemängelt, dass sich an den Rollenbildern (noch immer) nichts geändert hat: immer noch sind die Lebensziele von Männern und Frauen sehr unterschiedlich. Immer noch hat sich der Egalitarismus nicht durchgesetzt!

Die Wahrhiet ist natürlich ganz anders als die Politik heutzutage zu sugerieren versucht. Die Politik ist gnadenlos in der Verfolgung ihrer eigenen Ziele unter Missachtung der Bedürfnisse des Menschen. Denn gerade diese unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen können einer Familie erst das geben, was sie braucht. Da die introvertierte Frau mit ihren sozialen Kompetenzen, dort der extrovertierte Mann, der die Gruppe nach aussen hin vertritt. Eine Familie hat eben für die Absicherung ihres Bestandes sehr unterschiedliche Bedürfnisse, die von beiden Elternteilen in ihren unterschiedlichen Kompetenzen am besten gesichert werden können.

Eine neuere Studie aus dem Jahre 2011 hat bewiesen, dass die Vaterschaft den Testosteronspiegel der Männer senkt. Dies untermauert die Bedeutung von Testosteron als „Jagd“-Hormon. Dann nämlich, wenn durch die Geburt eines Kindes die Jagdinstinkte nicht mehr im Vordergrund stehen, der Vater soll sich ja nun um sein Kind kümmern, wird hormongesteuert der Jagdtrieb vermindert. Genial! Und: Beweis genug?

http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/testosteron/

Gruß Hubert

Veröffentlicht 3. August 2012 von hubert wenzl in Medizin

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