Die gesellschaftliche Ordnung ist bedroht, die USA laufen Gefahr, sich selbst zu verlieren. Verantwortlich dafür sind aber nicht Terroristen oder Migranten. Es sind vor allem Konservative, die mit Angst und Misstrauen Politik betreiben und so ideologische Gräben vertiefen. Sie wollen mit aller Macht ihr Weltbild schützen, das sie in Gefahr sehen. Law and Order, Recht und Ordnung sind die Mittel, um alles wieder geradezurücken.

Gefährlich ist für sie alles, was anders ist, was nicht dem konservativen Denkmustern entspricht, was Angst macht: Terror, Einwanderer, ein zu mächtiger Staat, der eigene Nachbar, der nicht aussieht oder liebt, wie man selbst. Die Liste ist über die Jahre immer länger geworden, die Gräben in der Gesellschaft tiefer. Die Angst hat viele Gesichter, die konservativen Werte oft genug nur eins: weiß, gläubig, konservativ. Aufrecht, nennen sich diese Bürger gern.

 Natürlich ist nicht jeder Republikaner in den USA ein latenter Rassist und Rechtspopulist. Auch das hat der Vorwahlkampf gezeigt, an dessen Ende Donald Trump als republikanischer Präsidentschaftskandidat steht. Viele Republikaner sind toleranter geworden gegenüber Glaubens- und Gleichstellungsfragen, sie verteufeln Staat und hohe Steuern nicht mehr wie in den achtziger Jahren. Aber vielleicht sind noch mehr Republikaner radikaler geworden. Ihr Triumphator ist Donald Trump.