Archiv für das Schlagwort ‘animal-spirit-at

„Schlachtfohlen“: heute in Tirol – die ersten 15 Pferdekinder gerettet!   Leave a comment

.

Erfreulich, dass es auch gelegentlich gute Nachrichten im Bereich des Tierschutzes gibt. Es ist schon klar, dass immer nur punktuell geholfen werden kann und dass es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Aber es wäre absolut falsch deswegen überhaupt nichts zu tun. Wenn es viele werden würden, die helfen, würde es auch nicht beim Tropfen auf dem heißen Stein bleiben. Das gesamte Tierleid auf einmal abzuschaffen ist nicht möglich, dazu bräuchte es einen radikalen Bewusstseinswandel. Selbstverständlich muss man auch danach trachten grundlegende Dinge im System zu ändern.

Hier ein Bericht aus einem Newsletter von animal-spirit.at

.

Heute haben wir 15 Haflingerfohlen freigekauft!
Heute haben wir 15 Haflingerfohlen freigekauft!
.
.

Heute haben wir von ANIMAL SPIRIT „offiziell“ wieder unsere heurige Fohlen-Rettungsaktion gestartet und gleich einmal 15 (!) noch nicht einmal halbjährige Haflingerkinder vor dem Transport nach Italien und Schlachter freigekauft. Alle – 10 Hengste und 5 Stuten – waren bereits „ausselektiert“, d.h. nicht für die Zucht auserwählt und somit sichere „Schlacht-Kandidaten“. Wir bekamen die Haflinger, für die wir im Vorfeld gute private Plätze gesucht hatten, schon vor der großen Versteigerung Ende September in Ebbs/Tirol und ersparen ihnen somit wenigstens den Mega-Streß und zusätzlichen Transport zur Auktion.

Sämtliche freigekauften Haflingerfohlen bekommen einen kontrollierten, privaten Lebensplatz in Österreich oder Deutschland, wo auch – nach einer unbeschwerten Kinderstube – mit ihnen gearbeitet werden wird.

 


4 gerettete Hafifohlen in OÖ: Die neue Freiheit!
.
.

Einige haben wir gleich direkt zu ihrem neuen Platz gebracht, einige „übernachten“ ein- oder mehrmals auf einem unserer Gnadenhöfe Hendlberg

oder Esternberg und kommen dann erst in den nächsten Tagen auf ihren Endplatz. Ein für unseren kleinen Verein großer logistischer und finanzieller Aufwand, der sich aber noch jedes Jahr (heuer bereits das 10. Jahr in Folge!) gelohnt hat. Wer uns bei dieser Rettungsarbeit unterstützen will, kann dies online HIER

tun, oder auch eine unserer Kontonummern verwenden. Herzlichen Dank – im Namen der Fohlen!

Auch weiterhin suchen wir noch gute private Fohlen-Lebensplätze, wohin wir die geretteten Tiere (Haflinger und Noriker) per Schutzvertrag

vermitteln können. Bereits kommenden Freitag, den 6.9.13 sind wir wieder auf der Auktion in Stadl Paura (OÖ), wo es ausschließlich Noriker-Fohlen geben wird!

Infos unter office@animal-spirit.at oder +43-2774-29330.

 

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 4. September 2013 von hubert wenzl in Tierschutz

Getaggt mit , , , ,

Fohlenkinder jedes Jahr brutal ihren Müttern entrissen   1 comment

.

Es ist herzzerreißend was an verschiedenen „Vieh-Märkten“ in Österreich und Bayern abläuft, wo jedes Jahr Ende August, September und Oktober bei unbeschreibbaren Pferde-Auktionen, ein Großteil der knapp halbjährigen Pferdekinder zum Kilo- bzw. Schlachtpreis an meist skrupellose österreichische oder italienische Pferde- („Vieh“-) Händler verhökert werden, um dann in einem Schlachthof zu enden und zu Salami verarbeitet zu werden. Das wird auch noch massiv von der EU durch Subentionen gefördert.

Ein Plädoyer für den Noriker

Von Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT: Kaum ein Pferd ist so menschenbezogen wie Noriker.

„Soeben zurückgekehrt von einem Kurzurlaub mit Wandern auf wunderschönen Kärntner Almen möchte ich hiermit meine Eindrücke teilen. Auf den österreichischen Almen mit Hunderten Hektar Weideland, nur begrenzt durch ein paar Weidezäune, scheint die (Tier-)Welt noch in Ordnung zu sein: Mutterkühe mit ihren genüßlich am dicken Euter saugenden Kälbern, spielende Kälbergruppen, Jungvieh vor prächtiger Bergkulisse, Quellen und kleine Bäche, sogar noch nach dieser langen Trockenperiode. Und daneben immer wieder Gruppen von grasenden Noriker-Herden: Wallache, Stuten, teilweise mit halbwüchsigen Fohlen, ebenfalls noch gelegentlich am Euter der Mutter saugend. Und was besonders bei dieser Pferderasse auffällt: Wohl keine andere ist dem Menschen so zugetan, so extrem sanftmütig, so ruhig und gelassen, so liebevoll wie diese alte Gebirgs- und Kaltblutrasse Noriker. Das habe ich diese paar Tage auf den Almen wieder und wieder erleben dürfen.

Die Idylle währt nur einen Sommer lang

Und hier kommt die „Kehrseite der Medaille“: Genau diese wunderbaren Eigenschaften haben dieses schöne, intelligente, liebevolle Tier eben auch zum „Nutztier“ gemacht, was letztlich so viel heißt wie brutale Trennung, Streß, Schmerz, Leid, endlose Transporte und tausendfacher Mord am Schlachthof. Jedes Jahr Ende August, September und Oktober – wir haben darüber schon dutzendfach berichtet – werden diese sanften Tiere vom Paradies der Almen heruntergetrieben und es beginnen wieder die unseligen, unbeschreibbaren Pferde-Auktionen, wo ein Großteil der knapp halbjährigen Pferdekinder zum Kilo- bzw. Schlachtpreis an meist skrupellose österreichische oder italienische Pferde- („Vieh“-) Händler verhökert werden.

Jedes Jahr dasselbe traurige Schauspiel mit den Noriker- oder Haflinger-Fohlen, sei es in Traunstein, Rottenbuch, Regen oder Miesbach (Bayern), in Weyer oder Stadl Paura (OÖ), in Abtenau, Mauterndorf oder Maishofen (Sbg.), in Feldkirchen, Feistritz oder Gmünd (Ktn.), in Ramsau (Stmk.), in Rotholz oder Ebbs (Tirol). Jedes Jahr dasselbe Wiehern und Schreien, wenn sie stundenlang angebunden in der Hitze oder auch bereits Nässe und Kälte stehen müssen, wenn die Kinder erstmals von ihrer Mutter getrennt werden, wenn sie dann mit mehr oder weniger „sanfter Gewalt“ auf die oft überfüllten Transport-LKWs getrieben werden, plötzlich gemeinsam mit fremden Leidensgenossen, denen alle das gleiche Schicksal bevorsteht: stunden- wenn nicht tagelanger Transport nach Süden, das Ausladen in einem Zwischenmaststall in Italien und letztlich der Weg zum Akkord-Schlachthof. Dort unterscheidet den sanften Noriker dann nichts mehr von anderen „Nutztieren“ wie Kalb, Mastrind, Schwein oder Geflügel: es zählt nur mehr die „Schlachteinheit“ pro Stunde, der „output“ an verwertbaren, profitbringendem Fleisch, das vor kurzem noch Teil eines lebenshungrigen, liebesbedürftigen und leidensfähigen Geschöpfes gewesen ist…

Die Fohlen haben keine Chance: Fünf Männer gegen ein Fohlen

Zuchtverbände fördern "Vermehrung für den Schlachthof"

.
Die Zuchtverbände, die an diesem brutalen Geschäft – neben den Händlern, Transporteuren, Mästern  und Schlachthöfen – am meisten profitieren, betonen immer wieder, daß speziell der Noriker als „alte, aussterbende Haustierrasse“ durch hohe Zuchtzahlen erhalten und finanziell gefördert werden müsse, da sie sonst vom Aussterben bedroht sei. Somit fliessen nach wie vor über diverse Förderungen und Prämien (vom Zuchtverband, von der AMA bzw. EU) aus unseren Steuergeldern Zigtausende Euro in die Zucht und somit Überproduktion der Fohlen. Nichts gegen die Erhaltung dieser wunderbaren Rasse (siehe oben), aber nicht um den Preis des jährlichen tausendfachen Massenmordes an diesen wunderbaren Tierkindern!

Nicht genug, daß fast die Hälfte des gesamten EU-Budgets in die Subventionierung der „Landwirtschaft“ (besser Agrarindustrie) fließt, werden auch eklatante Tierquälereien immer noch mit unseren Steuergeldern zwangsweise mitfinanziert: Die Zucht der spanischen Kampfstiere, tagelange Tiertransporte, Mega-Schlachthöfe, Intensiv- und Massentierhaltung innerhalb und sogar außerhalb der EU.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/18/eu-218-millionen-aus-steuermitteln-fuer-massen-tierhaltung/

All diese Abermillionen könnten genauso gut in sinnvolle Projekte, in vermehrte Förderung von wirklich artgerechter Tierhaltung oder eben auch in die Erhaltung der Noriker-Rasse investiert werden, ohne daß sie im Kindesalter massenweise umgebracht werden müßten. Schließlich hat man in unserer „Zivilisation“ ja auch irgendwann einmal erkannt und somit verboten, daß man keine anderen Menschen, Hunde, Katzen oder Menschenaffen umbringen und aufessen darf! Wann wird das auch endlich beim „zweitbesten Freund des Menschen“ soweit sein?“

Nachdem unsere bereits 2010 von 5000 Personen unterschriebene Petition „Stopp der Fohlenzucht für den Schlachter“ damals von unserem ÖVP-Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich „nicht einmal ignoriert“ worden ist.
http://www.animal-spirit.at/themen/pferde_single/artikel/pet-uebergabe-schlachtfohlenhtml-29/

Unterstützen wir jetzt die ähnliche deutsche Petition „Stoppt die subventionierte Züchtung und Schlachtung von Fohlen auf change.org an das EU-Parlament und die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner:
https://www.change.org/de/Petitionen/stoppt-die-subventionierte-z%C3%BCchtung-und-schlachtung-von-fohlen

„Durch EU-Subventionen für Pferdezüchter und unter dem Deckmantel der Erhaltung seltener Haustierrassen werden in Deutschland und den Nachbarländern jährlich Tausende Fohlen, in Österreich v.a. Haflinger- und Norikerfohlen, gezüchtet. Aber 90% dieser gezüchteten Pferde, die den gängigen Schönheitskriterien nicht entsprechen und durch ein Überangebot auf dem Markt keinen Abnehmer finden, werden im zarten Alter von 3-6 Monaten der Mutter entrissen und zu Schleuderpreisen an Schlachter verkauft.
Oftmals folgt ein qualvoller Langstreckentransport zu den Mastanlagen nach Süditalien, bei dem die Tiere meist nicht einmal mit Wasser versorgt werden und viele der ängstlichen Jungtiere Verletzungen erleiden. In den Mastanlagen werden die jungen Fohlen in Anbindehaltung und ohne Bewegung und Tageslicht gehalten bis zu ihrer oft qualvollen Schlachtung im Akkord….“.
.

Neue Petition "Stoppt subventionierte Züchtung und Schlachtung"
Noch glücklich auf der Alm: Nori-Fohlen und Mutter

.

http://www.animal-spirit.at/aktuelles/aktuelles_single/artikel/plaedoyer_fuer_noriker/

Gruß Hubert

Töte nur, wenn Du hungrig bist!   1 comment

Veröffentlicht 23. März 2013 von hubert wenzl in Tierschutz

Getaggt mit , , ,