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Anti-Drogen-Politik – Duterte nennt Holocaust als Vorbild   2 comments

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Es ist erschreckend, wie ein Volk zu 92 Prozent hinter einem Regierungschef wie Duterte stehen kann, der auf rechtsstaatliches Denken pfeift und dem es nichts ausmacht Leute, wirkliche oder angebliche Drogendealer auf offener Straße erschießen lässt. Seine Äußerungen kommentieren sich von selbst. Jetzt auch noch ein Hitler-Vergleich. Manchmal wählt sich ein unreifes Volk eben selbst einen autoritären Führer.

Aus Tagesschau.de

Schon öfter hat sich der philippinische Staatschef Duterte mit menschenverachtenden Statements ins Abseits gestellt. Jetzt setzte er seinen Anti-Drogen-Kampf mit der NS-Judenvernichtung gleich – und verglich sich selbst mit Hitler.

Von Lena Bodewein, ARD-Studio Singapur

Selbst wenn der Vergleich historisch nicht korrekt war – erschreckend war er schon: „Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Wir haben hier etwa drei Millionen Drogensüchtige – ich würde sie mit Freuden abschlachten.“ Die Nationalsozialisten haben sechs Millionen Juden vernichtet.

Duterte sieht sich auf jedem Fall einem historischen Vorbild nahe, wie er bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Davao erläuterte: „Wenn Deutschland Hitler hatte, dann haben die Philippinen…“ Und hier deutete er auf sich selbst.

Provokationen und Beleidigungen als Markenzeichen

Dutertes Verbalterrorismus nimmt immer heftigere Ausmaße an, seit er vor drei Monaten sein Amt angetreten hat. Nicht genug damit, dass er sowohl den Papst als auch den US-Präsidenten jeweils als Hurensohn bezeichnet; er drohte die Vereinten Nationen zu verlassen – was er später einen Scherz nannte.

Er schwadronierte, die auf den Philippinen stationierten US-Soldaten rauszuwerfen – was seine Mitarbeiter später zurücknahmen; er tönte, die gemeinsamen Manöver mit den USA zu streichen – was das Verteidigungsministerium auch schon wieder relativierte.

Aus Witzen wird tödlicher Ernst

Das Erschreckende ist, dass Duterte auf der einen Seite verbal oft überzieht, weshalb seine Diplomaten und die der anderen Länder einen schweren Job haben. Dennoch macht er in seiner Drogenpolitik bitteren und tödlichen Ernst – da hören Dutertes schlechte Witze auf: Mehr als 3000 Menschen sind von der Polizei oder von Todesschwadronen schon im Kampf gegen die Drogen getötet worden.

„USA und EU, ihr könnt mich vieles nennen, aber ich bin kein Heuchler wie ihr“, sagt er. „Ihr verschließt eure Türen, und wenn Menschen aus dem Nahen Osten fliehen, lasst ihr sie verrotten. Und dann seid ihr besorgt über den Tod von ein-, zwei-, dreitausend Menschen?“

Starker Rückhalt in der Bevölkerung

92 Prozent der Philippiner befürworten Dutertes Handeln. Der starke Mann, den er markiert, dem trauen sie alles zu, auch ein Ende der philippinischen Drogenkriminalität.

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Anti-Drogen-Politik – Duterte nennt Holocaust als Vorbild

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Gruß Hubert