Archiv für das Schlagwort ‘Behörden wussten von Zuständen

Skandal: Behörden wussten seit Jahren von Zuständen im Oldenburger Schlachthof   Leave a comment

.

Es stellt sich nun heraus, dass die Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bereits seit Jahren bekannt waren. Und da tat man im Tierschutzamt als ob von nichts wüsste. Abscheulich, niederträchtig und schamlos.

Vom deutschen Tierschutzbüro. www.tierschutzbuero.de (Newsletter)

.

bild-4

.

Der Rinderschlachthof in Oldenburg steht weiterhin in großer Kritik: Wie jetzt erst öffentlich bekannt wurde, waren Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und die extremen Missstände in dem Skandal-Schlachthof in Oldenburg bereits seit Jahren bekannt. In einer Sitzung des Oldenburger Stadtrates bestätigte der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Paul Morthorst, dass bereits 2007 und 2010 anonyme Hinweise bezüglich der mangelhaften Betäubung eingingen. Darüber hinaus hätte es bei Kontrollen im März, Mai, Juni und sogar im September 2018 massive Missstände und Verstöße gegeben. Im November 2011 erhielt der Schlachthofbetreiber eine Ordnungsverfügung der Stadt wegen baulicher, hygienischer und tierschutzrechtlicher Defizite, der eine Zwangsgeldfestsetzung von insgesamt über 44.000 Euro bis Dezember 2017 folgte.

Wir sehen darin einen erneuten Beweis dafür, dass Zustände wie in Oldenburg traurige Normalität und Realität in deutschen Schlachthöfen sind und die zuständigen Behörden und Ämter ihrer Pflicht zum Tierschutz nicht ansatzweise nachkommen. Es kann und darf nicht sein, dass extreme Missstände wie diese sogar seit Jahren bekannt waren und trotzdem nicht gehandelt wurde. Es ist ein riesengroßer Skandal auf Kosten von tausenden Tieren!
Daher lassen wir weiterhin nicht von unserer Forderung ab und kämpfen für die dauerhafte Schließungs des Oldenburger Rinderschlachtshofs.

Um unserer Forderung, dass der Schlachthof für immer geschlossen wird, Ausdruck zu verleihen, starten wir gemeinsam mit vielen Menschen am Samstag, den 8. Dezember von 12.00 bis 14.00 Uhr eine große Demonstration direkt vor dem Schlachthof in Oldenburg. Auf einer großen Leinwand präsentieren wir bislang ungezeigtes Videomaterial aus dem Inneren des Schlachthofes, um dann mit einem lautstarken Protestgesang unsere Forderung zu verkünden: Schlachthof für IMMER schließen! Mit Hilfe von Überraschungs-Live Acts demonstrieren wir gemeinsam zwei Stunden lang und geben den Tieren so eine Stimme.

.

.

Einmal Steinzeit, immer Steinzeit?

Helmut F. Kaplan

Einst waren wir hilflos Hitze, Kälte und Nässe ausgeliefert und froh, in einer Höhle Unterschlupf zu finden. Heute haben wir hochfunktionelle Kleidung und gut isolierte Häuser.

Einst bewegten wir uns mühselig und gefährlich von einem Ort zum anderen. Heute verfügen wir über bequeme, sichere und schnelle Verkehrsmittel.

Einst starben wir früh an nicht oder schlecht behandelten Verletzungen oder Krankheiten. Heute haben wir moderne Krankenhäuser, in denen die meisten dieser Verletzungen und Krankheiten problemlos versorgt oder geheilt werden können.

Einst regelten wir Konflikte mit roher Gewalt, indem wir einanander einfach umbrachten. Heute haben wir ein ausgefeiltes Rechtssystem, das sich um unparteiische, gerechte Lösungen bemüht.

Einst mußten wir alle Energie darauf verwenden, irgendwie zu überleben. Heute betreiben wir Wissenschaft und erfreuen uns an kulturellen Tätigkeiten und Werken, die unserem Dasein eine völlig neue Dimension verleihen.

Einst ernährten wir uns von blutigen Leichen barbarisch hingeschlachteter Tiere. Heute – tun wir das immer noch!

Unsere Ernährung ist der einzige Bereich, bei dem sich seit Jahrtausenden nichts geändert hat. Jedesmal, wenn wir uns zum Essen setzen, verwandeln wir uns in Steinzeitmenschen.

Einmal Steinzeit, immer Steinzeit?

.

Gruß Hubert