Archiv für das Schlagwort ‘belogen und betrogen

Gier zerstört die Welt – Kapitalismus   Leave a comment

.

Der Kapitalismus wird immer skrupelloser und nach dem Fall des Kommunismus fielen auch alle moralischen Schranken. Ich weiß nicht welches System den Kapitalismus ablösen könnte, aber sicher ist, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Gewinnmaximierung kann nicht der Sinn des Lebens sein. Diese Gier im Kapitalismus und an den Börsen steht menschlichem Zusammenleben enorm entgegen. Um des Geschäftes willen, wird belogen und betrogen ohne Gewissensbisse.

Hier ein Artikel von rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen

Ein Kommentar von Oliver Scheel

Die weltweiten Privatvermögen haben sich einer Studie der Schweizer Großbank Credit Suisse zufolge seit dem Jahr 2000 auf 241 Billionen Dollar verdoppelt (derzeit 177,5 Billionen Euro). Der Zuwachs von Mitte 2012 bis Mitte 2013 habe 4,9 Prozent betragen. In Deutschland wuchs die Zahl der Millionäre in US-Dollar seit 2012 am drittstärksten nach den USA und Frankreich. Die Deutschen horten seit Herbst 2013 erstmals mehr als fünf Billionen Euro. Immobilien und Vermögensgegenstände wie Luxusautos sind da noch nicht einmal eingerechnet.

 Börse, Gier, KapitalismusDie Gewinnmaximierung der börsennotierten Unternehmen treibt massenhaft Menschen in die Armut.

Was geschieht mit diesem Geld? Die Reichen haben viel zu viel davon, um es auszugeben. Das Geld gelangt daher nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern es wird an den Finanzmärkten eingesetzt. Dort soll es sich vermehren. Und das tut es. Immer mehr Reiche lassen immer mehr Geld für sich arbeiten. Und dabei kennen sie keine moralischen Grenzen.

„It’s the economy, stupid.“ Mit diesem Satz gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. Doch es war genau der Bill Clinton, der mit seiner Fixierung auf das absolut freie Spiel der Wirtschaft die aktuelle Krise überhaupt erst ermöglichte. Denn nur ein Jahr nach seiner Wahl zum US-Präsidenten schaffte er das Trennbankensystem ab. Dieser sogenannte ‚Glass-Steagall-Act‘ wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1932 eingeführt, damit massive Verluste durch Spekulation an der Wertpapierbörse keine negativen Auswirkungen auf klassische Sparguthaben haben können. Die Banken sollten sich spezialisieren. Das wollte Clinton nicht, er wollte, dass die Banken frei sein sollten in ihrem Tun. Wozu das führte, ist uns allen bekannt.

Jetzt – nach der Krise – wurde durch die Schaffung der Bad Banks das Prinzip aus den 30er Jahren wiederbelebt. Unter diesen Umständen bekommt Clintons berühmter Satz einen sehr faden Beigeschmack und es stellt sich die Frage, wer hier eigentlich ‚stupid‘ war.

Und während Clinton Millionen mit Vorträgen verdient und damit unter Beweis stellt, dass er zum Großkapital gehört, ging sein damaliger Vize Al Gore einen anderen Weg. Er wurde zum großen Warner vor dem Klimawandel, der Ausbeutung der Erde und erhielt dafür sogar den Friedensnobelpreis. Jenen Preis, den Clinton so gerne gewonnen hätte.

Nur in Bulgarien und Rumänien geht die Arm-Reich-Schere weiter auf als in Deutschland

Der Kapitalismus hat viel mit der Umwelt und ihrer Zerstörung zu tun. Denn Gewinnmaximierung, auch Abschöpfung genannt, beruht auf Ausbeutung. Auf Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und der humanen Ressourcen, also der Arbeitskräfte.

Und deshalb sind wir ins Endzeitalter des Kapitalismus eingetreten. Wenn die Erde nicht mehr genug Rohstoffe hergibt, wenn die Menschen sich nicht mehr zufrieden geben mit der Bezahlung von Hungerlöhnen, dann ist es vorbei mit der günstigen Produktion und den damit verbundenen riesigen Gewinnmargen.

Während die Löhne und Gehälter seit Jahren stagnieren, macht sich eine finanzielle Oberschicht von Tag zu Tag immer reicher.

Die 85 reichsten Menschen der Welt haben laut der Hilfsorganisation Oxfam das gleiche Vermögen wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung.

Auch und im Besonderen sogar in Deutschland. In der EU hat sich die finanzielle Schere zwischen 2000 und 2010 von den 20 Prozent Reichsten und den 20 Prozent Ärmsten nur in Rumänien und Bulgarien noch weiter geöffnet als in Deutschland. Und die Regierung lässt die Unternehmen an der langen Leine. Und so geht die Hatz nach dem schnellen Geld immer weiter.

Doch woher kommt diese krasse Beschleunigung des Kapitalismus in den letzten 20 Jahren? Es hat auch etwas mit dem Fall der Mauer zu tun. Denn aus Sicht des Westens war der Kampf Kapitalismus gegen Kommunismus auch immer der Kampf Gut gegen Böse. Und deshalb gab es im Kapitalismus moralische Bremsen. Die USA und ihre Verbündeten wollten der Welt zeigen, dass man sowohl moralisch als auch wirtschaftlich das bessere System parat habe. Deutschland setzte auf den sogenannten rheinischen Kapitalismus, eine Form der sozialen Marktwirtschaft, die sich gegen neoliberale Thesen stemmte.

Doch mit der Niederlage der Sowjetunion, mit dem Untergang des Kommunismus, fielen auch alle moralischen Schranken. Der Kapitalismus hatte gesiegt und jetzt sollte der Lohn dafür eingefahren werden. Der Turbokapitalismus ging an den Start.

Doch auf wessen Kosten? Auf Kosten der Bürger. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung berichtete, ist im Gefolge des neoliberalen Siegeszuges in Deutschland die Zahl der atypischen Beschäftigungsverhältnisse extrem gestiegen. Zwischen 1991 und 2011 stieg die Zahl derer, die teilzeitbeschäftigt, befristet oder von einer Zeitarbeitsfirma geschickt wurden um 3,67 Millionen an. Das ist ein Plus von 86,3 Prozent.

Lies mehr über Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen – RTL.de bei www.rtl.de

Wie die Gier die Welt zerstört: Kapitalismus gerät an seine Grenzen
Gruß Hubert