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Kinderreiche deutsche Familien in der Klemme   Leave a comment

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Satire

AfD-Horror Kinderreiche Höcke-Fans halten sich für Afrikaner

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Familie Schorf sieht nach der Höcke-Rede schwarz
Familie Schorf sieht nach der Höcke-Rede schwarz

Quelle: picture alliance / dpa

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Björn Höckes Rassentheorie sorgt für Unruhe bei seinen Anhängern: Immer mehr kinderreiche Rechte fürchten nun, zum „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ zu gehören.

Riesenschock für Familie Schorf aus dem Örtchen Keinparisa: Seitdem Thüringens Landes-AfD-Chef Björn Höcke bei einem Vortrag zwischen einem „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ und einem „selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp“ unterschieden hat, befindet sich die 21-köpfige Großfamilie in einer schweren Identitätskrise.

„Ich musste meinen Kindern schweren Herzens etwas Schreckliches gestehen“, erzählt der Vater und glühende Höcke-Fan Werner A. Schorf unter Tränen, „ich bin anscheinend ein Neger. Und mit dem hat auch noch meine Frau geschlafen! Schlimm!“

Familie Schorf: Reproduktionsverhalten wie Afrikaner

Diesen Schluss musste Schorf aus den Ausführungen Höckes ziehen, der dem „afrikanischen Ausbreitungstypus“ ein „Reproduktionsverhalten“ zuschreibt, das zu einem eklatanten „Bevölkerungsüberschuss“ führe, den der „europäische Platzhaltertyp“ auszubaden habe.

„Auf gut Deutsch: Der Schwarze schnackselt gerne und setzt unendlich viele Blagen in die Welt. Genauso wie ich, verdammt“, fasst Schorf die bittere Erkenntnis zusammen, die für ihn eine Welt zusammenbrechen ließ.

Vater traut sich nicht mehr zum AfD-Stammtisch

Die Konsequenzen aus Höckes Rede im Rahmen eines Kongresses des Instituts für Staatspolitik sind für den Thüringer nämlich höchst dramatisch. Nicht nur, dass er als Dunkelhäutiger bei AfD-Versammlungen schief angeschaut wird und sich aus Angst vor rassistisch motivierten Übergriffen nicht mehr unter seine rechtsnationalen Freunde traut – Schorf will sich jetzt auch noch kurz vor dem Weihnachtsfest von seiner Familie trennen.

„Ich lasse mich schleunigst abschieben“, erklärt der verzweifelte Vater, „dann gibt es wenigstens einen Afrikaner weniger in Deutschland!“

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Kinderreiche deutsche Familien in der Klemme

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Und jetzt auch noch das:

Bilder von angezogener Micaela Schäfer aufgetaucht

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Micaela Schäfers Fans sind entsetzt – von der heimlichen Neigung des Models, manchmal Kleidung zu tragen, ahnten sie nichts
Micaela Schäfers Fans sind entsetzt – von der heimlichen Neigung des Models, manchmal Kleidung zu tragen, ahnten sie nichts

Quelle: Getty/picture-alliance/BREUEL-BILD/Glasauge

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Nach Stars wie Emma Watson, deren private Nacktfotos an die Öffentlichkeit gerieten, wurde jetzt auch die deutsche Unterhaltungskünstlerin Micaela Schäfer Opfer eines üblen Hacker-Angriffs.

angsam reicht’s aber wirklich! Ein neuer perfider Hacker-Angriff macht die Runde – hatte es in der Vergangenheit unter anderem internationale Prominente wie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence oder Schauspielerkollegin Emma Watson erwischt, deren private Nacktbilder an die Öffentlichkeit geraten waren, so ist nun das deutsche Model Micaela Schäfer betroffen.

Unbekannte haben sich Zugang zum Handy der 33-Jährigen verschafft und die darauf befindlichen Fotos mit der vollständig bekleideten Schäfer im Internet veröffentlicht. Ein Sprecher von Schäfer bestätigte die Echtheit der Bilder, auf denen das Model u.a. in dickem Pullover und Jeans zu sehen ist, und verurteilte die Hacker-Aktion aufs Schärfste: „Das ist ein abscheulicher Eingriff in die Privatsphäre.“

Schäfer am Boden zerstört

Vertraute der Leipzigerin, die auch als Moderatorin und DJane arbeitet, berichten darüber, dass Schäfer völlig am Boden zerstört sei: Sie habe diese Aufnahmen schon vor vielen Jahren für ihre Großmutter gemacht und sich nichts dabei gedacht, heißt es aus dem Freundeskreis. Micaela habe die große Befürchtung, dass ihr Ruf nun aufgrund der Bilder ein für allemal zerstört worden sein könnte.

„Wer tut so etwas Schlimmes?“, fragen sich Schäfers Vertraute verzweifelt, „ihre Karriere dürfte wegen dieser geschmackvollen Fotos beendet sein.“

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Bilder von angezogener Micaela Schäfer aufgetaucht

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Gruß Hubert

Höcke legt sich mit KZ-Gedenkstätte an   1 comment

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Björn Höcke ist ein Provokateuer ersten Ranges und er ist eindeutig völkisch rechtsradikal. Nach seiner Dresdner Rede ist ein Erscheinen dieses Mannes beim Holocaustgedenktag vollkommen deplatziert und inakzeptabel. Er sprach ja in seiner Dresdner Rede in einem Brauhaus von einer 180-Grad-Wende in der Erinnerungs- und dämlichen Bewältigungskultur. Petry sieht parteischädigendes Verhalten.

Aus der ZEIT

Thüringens AfD-Chef ist am Holocaustgedenktag in Buchenwald unerwünscht, dennoch will er hingehen. Parteichefin Petry beklagt einen Rückgang von Spenden wegen Höcke.

Holocaustgedenken: Björn Höcke
Björn Höcke © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Stiftung der KZ-Gedenkstätten in Thüringen hat den AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke vom Holocaustgedenktag ausgeladen. An dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Freitag in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald sei er nicht willkommen, teilte ihm die Stiftungsleitung mit.

„Nach seiner Rede in Dresden ist eine Teilnahme von Herrn Höcke an der Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Buchenwald nicht akzeptabel“, sagte der stellvertretende Direktor der Stiftung Rikola-Gunnar Lüttgenau. Höcke habe das öffentliche Erinnern an die Vernichtung der Juden diffamiert. Der Ehrenpräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos, Bertrand Herz, sagte: „Wir wehren uns gegen das Erscheinen von Verharmlosern beim Gedenken an der Stätte unseres Martyriums.“

Hintergrund ist eine Rede, die Höcke vor einer Woche in Dresden gehalten hatte. Darin verlangte er im Hinblick auf die Aufarbeitung deutscher Geschichte eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Über das Holocaustmahnmal in Berlin sagte er: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Das hatte heftige Kritik in und außerhalb der Partei ausgelöst. Der AfD-Bundesvorstand beschloss daraufhin noch nicht näher bestimmte Ordnungsmaßnahmen gegen Höcke. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen ihn eingeleitet. Vor einem förmlichen Ermittlungsverfahren schützt ihn aber noch seine Immunität als Abgeordneter.

Höcke teilte mit, er wolle sich nicht von dem Gedenken in Buchenwald ausschließen lassen und kündigte an, dennoch hinzufahren. Die Gedenkstätte sei nicht Herr seines Gedenken, schrieb Höcke Stiftungsdirektor Volkhard Knigge. „Es steht Ihnen schlicht nicht zu, zu entscheiden, wer für ein Verfassungsorgan an dieser offiziellen Gedenkveranstaltung teilnimmt und wer nicht.“ Knigge könne im Übrigen „keine Haltung aussperren, die nicht existiert“. Er werde „selbstverständlich zusammen mit einem Kollegen (…) meiner Trauer um die Ermordung der deutschen und europäischen Juden Ausdruck verleihen“. Mit der angeblich nicht existenten Haltung spielt Höcke auf die Lesart seiner Rede an, wonach er das Holocaust-Mahnmal als Schande bezeichnet habe. Höcke hatte das als „bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen“ zurückgewiesen und Medien mit juristischen Schritten gedroht.

Der Vizechef der Thüringer Gedenkstätten, Lüttgenau, sagte ZEIT ONLINE, man spiele derzeit verschiedene Szenarien durch, wie man auf ein Auftauchen Höckes reagieren kann. Ziel sei, der Haltung Ausdruck zu verleihen, dass Höcke unerwünscht sei und seine Anwesenheit störe. Wissenslücken bei Höcke könnten zu einem anderen Zeitpunkt geschlossen werden: Er könne „gern privat die Gedenkstätte und ihre Ausstellungen besuchen, um sich über die verheerenden Folgen nationalistischer und völkischer Gesellschaftspolitik zu informieren“.

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Höcke legt sich mit KZ-Gedenkstätte an

Aus dem Tagesspiegel

Es soll ein Tag des Gedenkens sein, doch genau 72 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eskaliert der Streit über die deutsche Erinnerungskultur. Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke kündigte an, am heutigen Freitag die NS-Gedenkstätte Buchenwald besuchen zu wollen – gegen den ausdrücklichen Wunsch der Stiftung.

Der stellvertretende Stiftungsdirektor Rikola-Gunnar Lüttgenau hatte zuvor klargemacht, dass nach seiner Rede in Dresden „eine Teilnahme von Herrn Höcke an der Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Buchenwald nicht akzeptabel“ sei. Höcke schrieb nun zurück, es stehe der Gedenkstätte „schlicht nicht zu, zu entscheiden, wer (…) an dieser offiziellen Gedenkveranstaltung teilnimmt und wer nicht“.

Höcke gilt selbst innerhalb der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ als umstritten. In Dresden hatte er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und von einer „dämlichen Bewältigungskultur“ gesprochen. Das Holocaust-Mahnmal in Berlin bezeichnete er als „Denkmal der Schande“.

http://www.tagesspiegel.de/politik/nationalsozialismus-die-afd-provoziert-am-holocaust-gedenktag/19310794.html

Siehe auch:

Jens Maier, AfD-Mitglied und Richter Richter muss man aushalten – dieser ging zu weit

http://www.tagesspiegel.de/politik/jens-maier-afd-mitglied-und-richter-richter-muss-man-aushalten-dieser-ging-zu-weit/19286064.html

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Best of Bernd Höcke


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„Vor 10 Jahren konnte ich nachts als Frau allein von der Disco nach Hause gehen…“ 😉 Pos. 7:30
Manchmal ist es auch schon wieder lustig, trotz aller Bedeutungsschwere.

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Björn Höcke in Dresden In einem Brauhaus (Watzke)

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Gruß Hubert

 

Die Neue Rechte – Götz Kubitschek   12 comments

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Götz Kubitschek ist ein geistiger Vordenker der Neuen Rechten. Der aus den Reihen der Jungen Freiheit kommende Kubitschek ist Mitbegründer der neurechten Denkfabrik Institut für Staatspolitik.
Götz Kubitschek träumt von germanischer Größe, von Kraft und Herrlichkeit noch „richtiger Deutscher“. Dass er eine Vorliebe für vergangene Zeiten hat, zeigt folgender Abschnitt:

„Wo die Menschen noch lebten „wie vor fünfzig Jahren“. Also hockt Kubitschek da, im Stall, und lässt die Ziegenmilch vom Euter in den Kochtopf spritzen, damit seine nach den Helden germanischer Sagen benannten Kinder sie am nächsten Morgen über ihr Müsli schütten können“.

Ich kann mit solchen Gesinnungen absolut nichts anfangen. Für eine Welt von gestern oder vorgestern habe ich absolut nichts am Hut. Lucke hatte schon vor Kubitschek gewarnt. Wenn er seine Frau beim Essen um die Butter bittet, siezt er sie. Was soll so ein Unsinn in der heutigen Zeit? Ich weiß noch von meinen Großeltern, dass es da Usus war dass Eheleute „dös“ (Südtiroler Dialekt), für ihr, und damit war Sie gemeint, sagten.

Aus Wikipedia:

„Seit 2002 ist er Geschäftsführer des heute in Schnellroda ansässigen Verlags Antaios (bis 2012 Edition Antaios), seit 2003 außerdem verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift Sezession und Betreiber des später hinzugekommenen Blogs Sezession im Netz. Er initiierte mehrere politische Kampagnen wie die Konservativ-subversive Aktion (KSA) und Ein Prozent für unser Land; nach Einschätzung von Beobachtern war er überdies federführend an der inhaltlich-konzeptionellen Fundierung der als rechtsextrem beurteilten Identitären Bewegung (IB) in Deutschland beteiligt. Im Jahre 2015 trat er mehrfach bei den rechtspopulistischen Pegida-Demonstrationen in Sachsen als Hauptredner auf.“

Kubitschek vertritt völkische Positionen und gilt als einer der maßgeblichen Akteure der Neuen Rechten in Deutschland.

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

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Hier ein Artikel aus der FAZ

Die rechten Fäden in der Hand

Bernd Lucke hatte noch vor ihm gewarnt, doch nun ist Götz Kubitschek der geistige Führer der neuen Rechten in der AfD. Sein Rittergut in Sachsen-Anhalt sieht er als Zentrum für die Veränderung Deutschlands. Ein Ortsbesuch.

16.04.2016, von Justus Bender und Reinhard Bingener, Schnellroda

politik

„Ein Gewebe, das sich über die Dinge legt“: Götz Kubitschek und Ellen Kositza beim Abendessen in Schnellroda.

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Bernd Lucke war entsetzt. Als Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza im Januar 2015 der AfD beitreten wollten, schrieb der damalige AfD-Vorsitzende eine E-Mail an seine Vorstandskollegen. „Bei Pegida und bei Legida ist Kubitschek im schwarzen Hemd und offener brauner Uniformjacke aufgetreten. Ein Narr, wer darin nicht eine bewusste Anspielung auf die faschistischen Bewegungen im Europa der zwanziger und dreißiger Jahre sieht“, schrieb Lucke. Die AfD dürfe „Leuten wie ihm keine Plattform geben“. Damals wurden die Mitgliedsanträge der beiden abgelehnt. Heute gehört Lucke der AfD nicht mehr an, während die Kubitscheks mehr Einfluss haben als je zuvor.

Ihr Rittergut im sachsen-anhaltischen Schnellroda ist zu einer Chiffre für den Rechtsruck der Partei geworden, zu einer Art geistigem Zentrum. Während Navigationssysteme das Dorf für so unbedeutend halten, dass sie nur das benachbarte Albersroda anzeigen, hat es auf der geistigen Landkarte von Nationalrevolutionären einen hohen Rang. „Schnellroda“ ist für sie mehr als ein Ortsname. Schnellroda steht für ein anderes Deutschland. Für ein Milieu, in dem die Lebensart von Kubitschek mindestens so wichtig ist wie seine Worte.

Selbstgemachter Ziegenkäse auf dem Tisch

An einem Abend im April, als sich die Sonne über Schnellroda senkt, nimmt der Hausherr einen Kochtopf in die Hand und betritt den Stall. Schmutzig ist es dort, von den Wänden bröckelt der Putz, und an den Gummistiefeln klebt der Kot. Kubitschek hat sich dieses Leben ausgesucht. Eigentlich stammt er vom Bodensee, aus dem Land der Schwaben, die, wie er sagt, „in hohem Maße fein“ seien.

Doch er lebt lieber auf dem Land, wo es „herrliche Kämpfe“ in der Dorfkneipe gibt, „um Dreck an den Stiefeln“. Wo eine „Derbheit“ und „Grobheit“ in der Sprache herrscht, die ihn, den feinen Schwaben, anfangs „schockiert“ hat. Wo das Landleben „voller Streit und Aversion“ sei. Wo die Menschen noch lebten „wie vor fünfzig Jahren“. Also hockt Kubitschek da, im Stall, und lässt die Ziegenmilch vom Euter in den Kochtopf spritzen, damit seine nach den Helden germanischer Sagen benannten Kinder sie am nächsten Morgen über ihr Müsli schütten können.

Auch beim Abendessen steht selbstgemachter Ziegenkäse auf dem Tisch, daneben Brot, Wurst, Butter und Bier für die Eltern. Wie das ganze Rittergut hat auch das Wohnzimmer eine fremdartige Aura. An den Wänden hängen symbolistische Gemälde und orthodoxe Ikonen. Die Holzdecke und die breiten Dielen sind mehrere Jahrhunderte alt, durch die Sprossenfenster fällt ein Abendlicht, das lange Schatten wirft. Im Rücken von Götz Kubitschek stehen seine Bücher. Die Memoiren von Leni Riefenstahl, „Preußische Soldaten“ von Rudolf Thiel, die „Edda“ natürlich und dicht daneben ein Buch des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann, bekannt durch seine gleichnamige, 1980 verbotene Wehrsportgruppe.

Kubitschek setzt sich zum Essen und fordert eines der Kinder auf, einen Tischspruch zu sprechen, dem die Familie mit gesenktem Haupt lauscht. Als Kubitschek seine Frau beim Essen um die Butter bittet, siezt er sie, so halten es die Eheleute seit Jahren. Man könnte solche Eigenarten für Marotten halten, wenn Kubitschek seine Pläne für eine Umgestaltung der Gesellschaft nur auf seine Familie beschränken wollte. Aber das will er nicht. Kubitschek hat Großes im Sinn.

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Die Neue Rechte – Götz Kubitschek

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Momente der Zurückweisung

Nach Jahrzehnten des Wartens sieht er seine geistige Saat aufgehen. Flüchtlingskrise und der Aufstieg der AfD lassen auch die „Neue Rechte“ wachsen. Die Seminare in Schnellroda sind oft überbucht, auch Kubitscheks Verlag „Antaios“ floriert. Besonders gut verkauft sich im Moment das Buch „Zurüstung zum Bürgerkrieg. Notizen zur Überfremdung Deutschlands“. Auch die Auflage von Kubitscheks Zeitschrift „Sezession“ steigt. Doch das reicht Kubitschek noch nicht. „Bis auf ein klein bisschen Ausweitung des Resonanzraums und einer gewissen parteipolitischen Erschütterung ist noch gar nichts gelaufen“, sagt er. Deutschland müsse verändert werden, auch wenn es Rückschläge gebe, etwa wenn es wieder einmal heiße, er sei ein Radikaler.

 In solchen Momenten der Zurückweisung, sagt Ellen Kositza, schaue sie gerne in die Namenskartei der „Sezession“-Abonnenten. Das sei „immer eine Genugtuung“, weil so viele „prominente Leute“ darunter seien – Schriftsteller, Wissenschaftler, Journalisten. Wer, das sagt das Ehepaar nicht. „Weil man sich ständig zu rechtfertigen hat, macht man das in der Sicherheit des Schweigens“, sagt Kubitschek. Die AfD sei dabei „nur ein Baustein eines Milieus, das plötzlich breiter dasteht, als es die Leute von außen geahnt haben“. Kubitschek raunt, die von Schnellroda ausgehende geistige Bewegung sei „wie ein Gewebe, wie ein Netz, das sich über die Dinge legt“.

Ort der geistigen Regeneration“

Vor einem solchen Netz hatte Bernd Lucke die AfD gewarnt. Viele Vorstandsmitglieder, die der Partei heute nicht mehr angehören, hatten ihm damals zugestimmt. Kubitschek sei ein „brandgefährlicher Mann“, schrieb die damalige stellvertretende Bundesvorsitzende Patricia Casale in einer E-Mail an Lucke. Ihr Vorstandskollege Hans-Olaf Henkel sagte sogar, jeder, der für die Aufnahme von Kubitschek sei, solle die AfD verlassen. Henkel könnte André Poggenburg gemeint haben, den AfD-Landesvorsitzenden in Sachsen-Anhalt. Er intervenierte nach der Ablehnung Kubitscheks als Parteimitglied persönlich. In einer E-Mail an den Bundesvorstand schrieb Poggenburg am 19. Februar, er sei über die Ablehnung der Aufnahmeanträge „verwundert, um es höflich auszudrücken“ und sprach von einem „schweren, hoffentlich gut begründeten Eingriff in die Landesautonomie“. Auch mehrere Kreisverbände aus Niedersachsen forderten den Bundesvorstand auf, die Entscheidung zu überdenken. Das Gewebe von Schnellroda hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon über die Partei gelegt.

Mittlerweile wollen die Kubitscheks nicht mehr Mitglieder der AfD werden. Das ist auch nicht mehr nötig. Die Partei nähert sich der „Neuen Rechten“ von sich aus an. Der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hat seinen Vortrag, in dem er das Reproduktionsverhalten von Afrikanern implizit mit dem von Mäusen und Kaninchen gleichsetzte, bei Kubitschek in Schnellroda gehalten. Höcke ist ein Duzfreund von Kubitschek, er sagt, Schnellroda sei für ihn ein „Ort der geistigen Regeneration“, er empfange dort sein „geistiges Manna“. Auch Kubitschek und Poggenburg kennen sich gut. Kubitschek nennt ihn kumpelhaft „Pogge“.

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Von diesem Rittergut aus arbeiten die Kubitscheks

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http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/zu-besuch-bei-goetz-kubitschek-14180792-p2.html

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Kleine Erinnerungsstütze für Schnellvergesser – Wochenschau   Leave a comment

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Manche wollen ja das gerne vergessen was im Dritten Reich geschah bzw. manche möchten am liebsten das auch wieder aufleben lassen – und wundern sich dann, dass man das nicht darf. Keine Toleranz mit Intoleranten, mit schwarzen oder braunen Faschisten. Da gebärden sich viele als Nazis, verwahren sich aber als solche genannt zu werden – obwohl sie innerlich stolz darauf sind. Ich bin mir sicher, dass ein Björn Höcke oder eine „Storchin“ im zum Glück nur 12-jährigen Reich – nicht Tausendjährigen – wie man damals träumte, Karriere gemacht hätten. Aber man jammert heute, dass man von den bösen Mainstream-Medien verfolgt würde. Ja wenn man unter Verfolgungswahn leidet… kann man es so sehen.
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Hier ein Video nach dem leider missglückten Attentat auf den Führer. Da träumten die Nazis noch vom endgültigen Sieg. Zum Glück ging das in die Hose, wenn man es salopp sagen will. Es wurde eine totale Niederlage mit Millionen Opfern.

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GERMAN CONFISCATED FILM, 1939 – 1945
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AfD-Mann Jörg Meuthen (einer der beiden Sprecher der Bundespartei) sprach auf dem Parteitag in Stuttgart von einem „verseuchten 68er Deutschland“. Wenn ein Rechtspopulist so etwas sagt, dann fühle ich mich geehrt und bin stolz darauf.

Meuthen wuchs in einem Essener Arbeiterviertel auf. Sein Vater war Kaufmann und vermittelte für eine Mülheimer Firma betriebliche Altersvorsorgen. In die Kirche ging er bis zu seiner Erstkommunion; zur Kirche zurück fand er nach eigenen Aussagen über die theologischen Schriften des späteren Papstes Josef Ratzinger – er bezeichnet diese als seine religiöse Sozialisation. (Anmerkung: das ist mir zu dumm da etwas zu sagen, wenn jemand durch Ratzinger „religiös sozialisiert“ wurde, nachdem er sich von der Kirche entfernt hatte). Er machte Abitur am Goethe-Gymnasium in Bad Ems in Rheinland-Pfalz, wohin seine Familie später zog.[2] Er studierte von 1984 bis 1989 Volkswirtschaftslehre an der Universität Mainz und legte 1989 die Examen zum Diplom-Volkswirt ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Meuthen
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Nach Auffassung des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) gibt es für die Wähler bessere Angebote als die AfD. „Diese Partei hat auf keine der aktuell anstehenden Fragen eine sinnvolle Antwort. Das ist eine reine populistische Phrasendreschpartei“, sagte Albig der „Welt“. Die AfD habe für nichts eine Antwort, aber für alles einen Schuldigen. „Ich kann nur dafür werben, dass es bessere Angebote gibt als die AfD.“ © dpa
http://web.de/magazine/politik/deutschlandtrendafd-fuenf-prozentpunkte-spd-31537656

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Gruß Hubert