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Papst fordert von Nonnen Gehorsam   1 comment

Für mich ist es überhaupt nicht überraschend dass der neue hochgelobte Papst Franziskus keinen Reformwillen hat und dass er angeordnet hat die für ihn gar zu liberalen Nonnen zu überwachen und eine sehr konservative Linie einhält, das hatte man ja schon im Vorfeld gleich nach der Papstwahl vernommen. Aber was soll man dazu sagen? Selbst schuld wer sich in die Fänge und Umklammerung der katholischen Kirche begibt. Man kann ja die Freiheit wählen und mit dem eigenen Kopf denken, anstatt sich diktatorisch vorgeben zu lassen was Mann oder Frau zu denken und zu glauben hat. Blind zu gehorchen ist überhaupt die größte Unterwürfigkeit die es gibt und macht sich freiwilig und untertänigst zum Sklaven von einem Diktator. Da muss man schon einen großen Hang zum Masochismus haben.

Hier ein Bericht von 20min.ch

Papst fordert von Nonnen Gehorsam

Der Reformwille des neuen Papstes hält sich offenbar in Grenzen: Franziskus mahnt US-Nonnen zur Linientreue – ihre Haltung zu Homosexualität und Abtreibung ist dem Vatikan zu progressiv.

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Demonstrationen für die Nonnen der Leadership Conference of Women Religious im vergangenen August in St. Louis. (Bild: Keystone/AP/Seth Perlman)

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Mit dem Amtsantritt von Papst Franziskus am 13. März keimte Hoffnung auf Reformen und Veränderungen in der katholischen Kirche auf. Der neue Pontifex sprach früh davon, dass sich die Kirche «mehr nach aussen orientieren und sich an die Ränder der Gesellschaft» bewegen müsse. Er präsentierte sich als Papst zum Anfassen, küsste Babys, brach mit Traditionen und wusch Häftlingen die Füsse. Die fürstlich grosse päpstliche Wohnung verschmähte er und kündigte an, im Gästehaus Domus Sanctae Martae zu hausen.

Als der neue Papst einen neuen Arbeitskreis zusammenrief, in dem acht Kardinäle aus fünf Kontinente sitzen, jubelte die Mailänder «Repubblica» über die «Revolution des Franziskus».

Strenger Vatikan-Kurs

Doch nun kommen Zweifel am Reformwillen von Franziskus auf. Der Pontifex maximus scheint liberalen Strömungen gegenüber weniger zugetan als erhofft.

Jedenfalls hält er am strengen Kurs des Vatikans gegen die US-amerikanische Nonnenorganisation Leadership Conference of Woman Religious (LCWR) und deren angeblich «radikal-feministische Thesen» fest. Die LCWR, die 57’000 Nonnen in den USA repräsentiert, hat sich mit allzu progressiven Ideen zu Empfängnisverhütung, Abtreibung und Homosexualität Feinde in der Kirche gemacht.

Der Vatikan hatte deshalb im vergangenen Jahr auf eine Reform dieser Vereinigung gedrängt. Erzbischof James Peter Sartain von der Diözese Seattle wurde beauftragt, die Aktivitäten der Organisation zu überwachen. Wie schon Benedikt XVI. hat nun auch Franziskus den kritischen Bericht über die Arbeit der LCWR und die Aufforderung zu deren Gehorsam gegenüber dem Vatikan abgesegnet. Dies bestätigte der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Präsident der vatikanischen Glaubenskongretation, am Montag. Man schätze den Einsatz der Nonnen für Schulen, Spitäler und Unterstützung der Armen,

fordere aber klare Linientreue gegenüber dem Vatikan und der kirchlichen Morallehre.

 

Nonnen ausgezeichnet

Ungeachtet der Strenge des Vatikans geniesst die LCWR breite Unterstützung in der Bevölkerung. Am vergangenen Sonntag wurden die US-Ordensfrauen in Luzern mit dem nach dem schweizerisch-deutschen Theologen benannten Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet. Dieser wird an Personen und Gruppen vergeben, diedurch freie Meinungsäusserung oder mutiges Handeln in der Christenheit aufgefallen sind.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Papst-fordert-von-Nonnen-Gehorsam-15592298

 

Gruß Hubert