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„Sie verniedlichen Übergriffe der letzten Wochen“ – Offener Brief   1 comment

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Man kann sich nur fragen ob Leute wie Claudia Roth alle Schrauben in der Birne richtig angezogen haben oder ob da schon einige rausgefallen sind. Solche Leute wie die Roth oder bestimmte Feministinnen treten den sexuellen Opfern von Köln mit ihren Vergleichen vom Oktoberfest noch mal in den Bauch. Ich kann mich vor solchen Leuten nur mit Abscheu abwenden. Sie verschweigen vollkommen, dass es im nordafrikanisch- arabischen Raum einen eigenen Begriff für das koordinierte Vorgehen mehrerer Männer auf Frauen um sexuelle Übergriffe zu begehen gibt, der sich „Taharrusch gamea“ nennt. Das müsste man auch den Grünen und bestimmten Feministinnen wie diese: http://www.welt.de/vermischtes/article150882109/ausnahmslos-ist-der-neue-Aufschrei.html      ins Stammbuch schreiben.

Auszug aus Wikipedia

Taharrusch gamea, ist ein koordiniertes Vorgehen mehrerer Männer zu sexuellen Übergriffen an Frauen bei Menschenansammlungen im öffentlichen Raum. Das Vorgehen hat sich auch insbesondere unter männlichen Jugendlichen verbreitet. Es ist seit 2011 im Zusammenhang mit der Revolution in Ägypten auch international bekannter geworden. Bei den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 trat das Tatmuster vor allem in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern in öffentlichkeitswirksamer Weise auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Taharrush_gamea

Also Hallo liebe Grüne und Feministinnen, dieses Phänomen sexueller Übergriffe ist NICHT ein altbekanntes Muster von Männern in Europa, so wie ihr die Sex-Attacken von Köln und anderswo hinstellen und damit kleinreden wollt! Es ist auch eine unverschämte Diskriminierung von europäischen Männern, die unter Generalverdacht von Vergewaltigern gestellt werden. Also bleibt bei den Tatsachen, verbreitet keine Lügen, betreibt keine Verharmlosung und macht keine feministische Propaganda.

 

Suding über Roth

12.01.16

„Sie verniedlichen Übergriffe der letzten Wochen“

Verharmlost Claudia Roth die Übergriffe von Köln und Hamburg? In einem offenen Brief kritisiert FDP-Vize Katja Suding die Grünen-Politikerin ebenso wie die #ausnahmslos-Initiatorinnen scharf.

 

Katja Suding ist Landesvorsitzende der Hamburger FDP und stellvertretende Vorsitzende der Bundespartei

Foto: dpa Katja Suding ist Landesvorsitzende der Hamburger FDP und stellvertretende Vorsitzende der Bundespartei

 

Ich möchte vorausschicken, dass ich kein FDP-Anhänger bin, aber da muss ich Frau Katja Suding zu hundert Prozent recht geben.

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In einem Interview mit der „Welt“ hatte Claudia Roth, ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen und heute Vizepräsidentin des Bundestags, die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht zwar scharf verurteilt, aber gleichzeitig auch in einen größeren Zusammenhang eingeordnet:

Es gibt auch im Karneval oder auf dem Oktoberfest immer wieder sexualisierte Gewalt gegen Frauen“, sagte sie. Ein großer Teil der derzeitigen Empörung würde sich nicht gegen sexualisierte Gewalt, sondern auf die Aussagen, dass die potenziellen Täter nordafrikanisch und arabisch aussehen, richten. Katja Suding, Landesvorsitzende der Hamburger FDP und stellvertretende Vorsitzende der Bundespartei, hält nun in einem offenen Brief dagegen, welcher der „Welt“ vorliegt und in dem sie Roth scharf kritisiert.

„Liebe Claudia Roth, liebe Feministinnen,

was ist eigentlich mit Euch los? Wie können Sie den Frauen, die auf der Kölner Domplatte, in Hamburgs Großer Freiheit oder an anderen belebten öffentlichen Orten bedroht, geschändet, beraubt worden sind, einfach achselzuckend zurufen, dass das auf dem Oktoberfest doch angeblich schon immer so sei? Dass Männer doch sowieso alles ‚potenzielle Vergewaltiger‘ seien? Was soll die im #ausnahmslos-Appell aufgestellte Behauptung, Deutschland hätte vom Pädagogikunterricht bis zum Umgang in der Kaffeeküche ein tägliches Sexismus-Problem, das mit den Silvesterereignissen vergleichbar sei? Was ist in Sie gefahren, wenn Sie so die schweren Übergriffe der letzten Wochen verniedlichen?

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Nichts anderes leisten nämlich Ihre verbreiteten Binsenweisheiten: Natürlich gab und gibt es, Belästigungen, Gewalt gegen Frauen, Raub und Vergewaltigung in diesem Land wie auf der ganzen Welt schon immer. Natürlich konnten und können die Täter jedweder Herkunft und Nationalität sein. Aber diese traurigen Selbstverständlichkeiten ausgerechnet jetzt zu betonen, kann doch nur einem Zweck dienen: Sie wollen öffentlich verdrängen, dass es in der Tat ein signifikantes Problem mit einem Teil der in der letzten Zeit zu uns gekommenen jungen Männer aus fremden Kulturkreisen, vor allem aus Nordafrika und dem arabischen Raum, gibt.

Dieses Problem kleinzureden, nutzt niemandem. Nicht den vielen Flüchtlingen aus den gleichen Ländern, die sich anständig verhalten und keine Probleme mit dem Strafrecht bekommen. Nicht den verängstigten Frauen, die sich nach dem Übergriff auf der Straße quasi einen zweiten politischen Übergriff der Gleichgültigkeit durch Sie gefallen lassen müssen. Und nicht den Polizisten, Staatsanwälten und Richtern, die statt Unterstützung von Ihrer Seite eine Art Generalentschuldigung vor die Füße geworfen bekommen – nach Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

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Ich appelliere an Sie: Besinnen sie sich auf das, was Ihnen doch über Jahrzehnte so wichtig war: Die Integrität und Freiheit der Frau, die Verteidigung des Rechtsstaats, die Würde des Menschen. Wir dürfen unter gar keinen Umständen zulassen, dass die mit Ihrem kräftigen Zutun erkämpften Standards der modernen europäischen Gesellschaft aus Angst vor der Wahrheit wieder eingerissen werden: Wir müssen stattdessen sagen, dass es mit einem Teil junger Männer aus Nordafrika schwerste Integrationsprobleme gibt, die wir nur auf zwei Wegen lösen können: Schnellste Umkehr und Akzeptanz unserer freiheitlichen Werte. Oder rasche Rückkehr, auch unfreiwillige, in ihre Herkunftsländer.

Dazu braucht es mehr Mittel für frühe Bildung und Integration, aber auch für Polizei und Justiz. Dazu braucht es gelebte Willkommenskultur, die Flüchtlingen unsere Werte klar vermittelt. Dazu mag es auch geschärfte Regeln für Sexualstrafrecht und Abschiebevoraussetzungen brauchen, damit Uneinsichtige und Serienstraftäter nicht ungeschoren davonkommen. Und dazu braucht es German Mut und nicht German Angst.

Herzlichst, Ihre

Katja Suding „

„Sie verniedlichen Übergriffe der letzten Wochen“ – Offener Brief

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Hier noch ein weiterer Auszug aus Wikipedia zum koordinierten sexuellen Vorgehen gegen Frauen, dem Taharrusch gamea

Anfänge in Ägypten

Das Phänomen wurde zunächst vor allem in Ägypten beobachtet und wurde dort als Taktik von Regierungsseite und Sicherheitskräften wahrgenommen, um Demonstrationen von oppositionellen Frauen zu stören. Der Überbegriff “’Taharrush“‘ war im Arabischen ursprünglich vor allem als Bezeichnung der individuellen Belästigung (auch etwa von Minderjährigen) verbreitet. Erst seit den 2000er Jahren wird unter dem Begriff der zuvor eher wenig relevante Gruppenaspekt miteinbezogen.

Im Frühjahr 2005 wurden ägyptische Frauenrechtlerinnen, die sich gegen die 2005 geplante Verfassungsabstimmung zur Direktwahl des Präsidenten wandten, in der Innenstadt Kairos von Polizisten und „baltigiyya,” vermutlich staatlich angeheuerten agent provocateurs angegriffen und misshandelt; das Ereignis wurde als Schwarzer Mittwoch bekannt. Julia Gerlach sieht solche Angriffe in Ägypten als schon länger etabliertes politisches Mittel, um Aufstände zu bekämpfen: „Dazu wird sexuelle Belästigung in Ägypten schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Zivilpolizisten mischen oft Demonstrationen auf, fassen Frauen in die Hose oder reißen ihnen die Kleider weg.“

Ein in Ägypten sehr prominentes Beispiel für gemeinschaftlich in der Öffentlichkeit verübte sexuelle Übergriffe ereignete sich während des Feiertags zum Fastenbrechen 2006, bei dem eine Gruppe junger Männer, nachdem sie vor einem ausverkauften Kino abgewiesen wurden, Frauen und Mädchen in der Innenstadt belästigten. Die von den staatlichen Autoritäten zunächst ignorierten Vorkommnisse wurden von ägyptischen Bloggern wie Wael Abbas und Malek X. E bekannt gemacht und kritisiert. Claudia Froböse sieht die Gründe für die Angriffe als teilweise ungeklärt.

Sexuelle Gewalt am Tahrir-Platz ab 2011

Das Phänomen dieser Gruppenaktionen wurde 2011 bei den politischen Massendemonstrationen auf dem Kairoer Tahrir-Platz beobachtet und international thematisiert. Dabei wurden Frauen auf Demonstrationen umringt und angegriffen, oder unter Gewaltandrohung in Seitenstraßen und Restaurants verbracht. Teilweise wurde Kleidung zerschnitten oder entrissen; dasgleiche passierte auch Begleitern und Passanten, die sich gegen die Behandlung wehrten. Neben zahlreichen ägyptischen Demonstrantinnen wurden zwischen 2011 und 2013 auch mehrere ausländische Journalistinnen Opfer von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen im Umfeld des Tahrir-Platzes. Das erste bekannte Opfer war die südafrikanische Fernsehjournalistin Lara Logan, die am 11. Februar 2011 als CBS-Chefkorrespondentin über die Massenfeiern zum am Vortag erfolgten Rücktritt Präsident Hosni Mubaraks berichtete, als sie von rund 250 Männern von ihrem Team getrennt und anschließend geschlagen und sexuell misshandelt wurde. Der Vorfall erregte internationale Aufmerksamkeit, US-Präsident Barack Obama sprach dem Opfer persönlich seine Anteilnahme aus.

Öffentliche Thematisierung

In Ägypten werden sexuelle Übergriffe in der Öffentlichkeit seit der Revolution 2011 deutlich öfter beobachtet, sind aber auch Gegenstand einer zivilgesellschaftlichen Gegenbewegung, die unter dem vorigen Regime undenkbar gewesen wäre. Nicht nur das Phänomen selbst, auch die Gegenbewegungen, etwa das Internetportal HarassMap.org, sind bereits im wissenschaftlichen Diskurs angekommen und teilweise kontrovers diskutiert worden. Schlagzeilen in Ägypten machte der Umgang der Sicherheitsbehörden mit Demonstranten am 9. März 2011, einen Tag nach dem Internationalen Frauentag. Dabei wurde eine Reihe von ägyptischen Aktivistinnen nach einer Demonstration auf dem Tahrir-Platz verhaftet und einem zwangsweisen Jungfräulichkeitstest unterzogen (kashef el-ʿadhariyya).

Taharrush_gamea

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Gruß Hubert