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Von Pferden und Gulliimpfungen   Leave a comment

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Rebloggt von eintraumapartment.wordpress.com

Corona „Impfskepsis“ treibt merkwürdige Blüten in Österreich…

Mal ganz ehrlich…
Die rechte FPÖ ruft dazu auf, sich gegen Corona selbst mit einem Pferdeentwurmungsmittel zu behandeln.
Was sagen wir dazu?
Geklaut auf fb:

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Nunja es ist vielleicht nicht ganz so gefährlich, wie das, was Trump vorschlug (Desinfektionsmittel zu trinken zB), aber wie kann man bitte auf die Idee kommen, das sei eine bessere Idee, als sich impfen zu lassen?
Vergiftungen gab es damit jetzt auch schon (klar muss man als Mensch auch die Pferdedosis einnehmen *sfz)

Hört mal Leude…das Zeug ist für Pferde! Das ist vermutlich nicht an Menschen getestet, ne?
Aber behaupten, die Covid-Impfungen machen aus der gesamten Menschheit ein riesiges Versuchskaninchenlabor. Oder so. Watt weiß ich schon? Offensichtlich entgeht mir die Logik. 😅

Und das hier – Link – ist auch nicht besser. Jetzt warnt der FPÖ Politiker Herbert Kickl Anti-Corona Demonstranten vor Sprühimpfungen aus Hubschraubern und davor, dass Mitarbeiter der Stadt Wien unter Gullideckeln lauern um Demonstranten in die Waden zu impfen.

Ähm ja…. Ja sichi!

Ich verstehe ja, dass die Menschen Angst haben. So weit so klar. Und Angst treibt einen zu sehr seltsamen Gedanken. So weit, so auch klar.
Aber ähm…wenn ich so starke Angst habe und Verfolgungswahn und Paranoia… dann muss ich mich behandeln lassen.
Ich empfehle den Gang zu einem guten Psychiater oder Psychologen. Mal ganz ehrlich…..

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Von Pferden und Gulliimpfungen

Veröffentlicht 24. November 2021 von hubert wenzl in Medizin, Politik

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Zurück in den Wahnsinn   Leave a comment

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Von Bea Kälin

Vieler Orts lese ich, dass sich die Leute sehnen nach Ferienflügen und Freiheit. Vieler Orts lese ich jedoch auch, wie sich Menschen darüber freuen, dass unsere Mutter Erde gerade dabei ist sich zu erholen.

Man berichtet begeistert von Vogelstimmen, die man noch nie gehört habe und von Begegnungen mit Rehen, die sich näher an die Agglomeration wagen, da das Jagen noch weiterhin verboten ist.

Wie wird das Aussehen, dieses «Zurück in die Normalität»? Gedankenlos dort anknüpfen, wo wir zuvor schon waren? Konsumrausch und Grillorgien? «Zurück in die Normalität» bedeutet: Zurück in den Wahnsinn!

Endlich kann man wieder ins Lieblingsrestaurant und die Leibspeise «Saltinbocca alla romana» essen. Das Kalb, welches da einverleibt wird, verbrachte sein ganzes kurzes Leben in Quarantäne.

Es durfte sich nie bewegen, hatte nie einen Kontakt zu seiner Mutter, hat nie erlebt, was es heisst frei zu sein. Der Schinken, der zum obigen Gericht gehört, stammt von einem Schwein, das sich in Todeskrämpfen windete während es in der Gaskammer um sein Leben rang.

Auch Mc Donalds wird seine Tore für die Fleischhungrigen bald wieder öffnen. Die Kühe, die dort verspeist werden, wurden als Milchmaschinen ihr Leben lang missbraucht. Angebunden in dunklen Ställen, fern von ihren Kindern, die sie niemals aufziehen durften. Nach ihrem

vier- oder fünfjährigen Leiden werden ihre völlig ausgezerrten Körper hingerichtet und zu Hamburgern verarbeitet. Das ist der Lohn, den sie erhalten für eine Qual, die wir uns in unseren düstersten Fantasien nicht ausmalen können!

Wir erleben gerade am eigenen Leibe, was es bedeutet NICHT frei zu sein. Wir spüren, wie unendlich belastend es ist, wenn wir uns nicht einfach so bewegen können, wie wir es uns wünschen; keinen physischen Kontakt mehr zu haben zu unseren Mitmenschen, zu unseren Familien. Wir fühlen die Angst, wenn wir um unser eigenes Leben bangen.

Gerade bei diesem Virus ist die Vorstellung an einem Erstickungstod zu erliegen unerträglich. Dennoch muten wir genau dies anderen fühlenden Wesen zu, nur damit wir sie konsumieren können. Was wir den Tieren antun wird in die Finsternis der Verdrängung gestellt.

Hat dieser Lockdown, den wir alle erleben, die Menschen zum Nachdenken gebracht, über ihr Verhalten gegenüber den Mitlebewesen und der Umwelt, oder bleibt es nur bei dem kurzen Aufflackern der Erkenntnis, dass wenn wir uns zurücknehmen, Flora und Fauna sich erholen kann?

Ich wünsche mir, dass diese momentane Krise, die tatsächlich der Natur entgegenkommt, dazu führen wird, dass wir als Einzelne uns besinnen auf ein Leben in Empathie, Rücksicht und Wohlwollen allen Lebewesen gegenüber.

Text by: Bea Kälin

https://www.beasbevegan.ch/tiere-und-ethik/p-m1mjexnw/2/

www.beasbevegan.ch

Artist: @el_olmos

Bild aus dem Buch: Amigos.

Verschwörungstheorien   2 comments

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Martin Balluch bringt hier einige interessante Fallbeispiele, Überlegungen und Argumente zu Verschwörungstheorien.

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Von http://martinballuch.com

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Bild: Martin Balluch

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Ich habe vor einigen Jahren das Tagebuch einer Frau, die von 1638 bis 1700 hier bei mir am Hochschwab gelebt hat, gelesen und darüber auch einen Blogeintrag geschrieben: https://martinballuch.com/das-hausbuechl-der-stampferin-oder-was-tierschutz-mit-der-todesstrafe-zu-tun-hat/. Darin führt die Autorin aus, dass 1679 ein Bruder von ihr starb und genau zur selben Zeit eine seltsame Frau in der Gegend erschienen ist. Zufällige Koinzidenz würden wir heute sagen. Nicht aber die Leute damals, die von der Naturwissenschaft und deren Verständnis von Realität nicht viel wussten. Damals gingen einige Leute von einer Verschwörung zwischen dieser Frau und dem Teufel aus und überzeugten bald die anderen durch insbesondere die scheinbar mysteriöse Gleichzeitigkeit ihres Auftretens mit dem Tod des Mannes und durch ihr asoziales Verhalten. Die Frau wurde festgenommen und gefoltert. Dabei gestand sie, mit dem Teufel paktiert zu haben und wurde hingerichtet.

Das ist der klassische Fall einer Verschwörungstheorie. Voraussetzung dafür, ihr zu folgen, ist, dass man die naturwissenschaftliche Faktenlage verlässt, die rationale Vernunft hintan stellt und sich durch das reißerisch dargestellte und aufgeblähte, scheinbar Mysteriöse einer zufälligen Gleichzeitigkeit beeindrucken lässt. Dabei ist daran nichts mysteriös, wenn man genau hinsieht. Zu dieser Zeit starben ununterbrochen Menschen im Dorf der Autorin des Tagebuchs, und die Krankheiten waren für die Leute damals praktisch immer undurchschaubar. Dass also eine undurchschaubare Krankheit einen Mann tötet während diese Frau erstmals auftaucht, ist statistisch nicht unwahrscheinlich, ohne dass es einen Zusammenhang geben muss.

Ich kann dem ein moderneres Beispiel hinzufügen. Als wir 10 Tierschützer_innen im Rahmen des Tierschutzprozesses verhaftet und in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert wurden, fiel just zu diesem Zeitpunkt der Fernsehempfang im gesamten Gefängnis aus. Und schon grölte ein Gefangener aus einer der Zellen ober mir, er werde uns „Veganer“ umbringen, wenn er uns trifft, und sollte er eine höhere Haftstrafe dafür bekommen, so sei ihm das wert, weil wir seinen Fernsehempfang mutwillig gestört hätten.

Ein letztes Beispiel: die Atomreaktor-Explosion in Tschernobyl. Die Wolke mit radioaktiven Teilchen kam relativ rasch nach Österreich. Ich war damals Physikstudent und experimentierte gerade zufällig mit Geigerzählern, die die Radioaktivität messen können. So konnten wir nachweisen, dass Kinderspielplätze kontaminiert waren. Andere hatten diese unabhängige Info aber nicht. Als die Regierung also nicht nur Kinderspielplätze sperrte, sondern ganze Augehverbote erließ, gab es eine Reihe von Personen, die eine Verschwörung vermuteten. Es gebe gar keine Radioaktivität – immerhin kann man sie ja mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen – oder zumindest keine Atomreaktorexplosion, und überhaupt wolle die Regierung nur die Grundrechte außer Kraft setzen. Damals hatten diese Verschwörungstheorien sehr wenig Effekt. Aber nicht, weil die Menschheit vernünftiger gewesen wäre, als heute, sondern weil es keine sozialen Medien gab. Die Verschwörungstheoretiker_innen damals waren alle isoliert und konnten sich nur mündlich ihrer Umgebung mitteilen. So gab es nie eine kritische Masse, die eine der Verschwörungstheorien zum Selbstläufer hätte werden lassen.

Nicht so jetzt im Fall des Coronavirus. Als ich seinerzeit am Institut für Astronomie der Uni Wien arbeitete, stellte ich mit großer Verwunderung fest, dass im regelmäßigen Abstand Personen auftauchten, die vollkommen überzeugt waren, dass die Quantenmechanik oder die Relativitätstheorie, oder auch die Schwarzen Löcher, nicht die Realität beschreiben würden, sondern internationale Verschwörungen wären. Da war ich Fachmann, das konnte ich leicht widerlegen. Im Fall von Corona bin ich nicht vom Fach. Wie kann ich also eine Verschwörungstheorie von einer echten Verschwörung unterscheiden, wenn ich dazu selbst kein Spezialwissen habe? Immerhin gibt es Letztere ja auch.

Ich denke das ist ziemlich leicht. Erstens weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die internationale Wissenschaftscommunity nicht global für eine Verschwörung zu haben ist. Es ist völlig undenkbar, dass sich alle Wissenschafter_innen eines Faches, von China bis in die USA, von Australien bis Europa, von Afrika bis Skandinavien, gemeinsam verschwören und bewusst einen Umstand erfinden oder einen real bestehenden Umstand leugnen. Ich lese also das Magazin „New Scientist“, das von unabhängigen Wissenschaftsjournalist_innen herausgegeben wird und das meinem Eindruck nach eine gesunde kritische Distanz zu allen Behauptungen einnimmt und sich am Stand der internationalen Wissenschaft orientiert. Zu Corona: das New Scientist hat weder diesen Virus noch seine Wirkung je infrage gestellt. Man muss im Internet echte von falschen Quellen für Fakten unterscheiden lernen.

Interessant ist ja, dass Verschwörungstheorien heute immer im Mäntelchen der Wissenschaft daher kommen. Man erfindet wissenschaftliche Autoritäten und behauptet fälschlich Forschungsergebnisse und präsentiert sich als Wissenschafter_in, sodass es auf den ersten Blick vielleicht nicht so leicht ist, Wissenschaft von Fake News zu unterscheiden. Aber nur auf den ersten Blick. Der zweite Blick ist auf die Wissenschaftsmagazine gerichtet, in denen publiziert wurde, oder auf die Methode, die angewandt wurde, und dann lässt sich leicht der Spreu vom Weizen trennen. Es ist nicht alles Wissenschaft, was so tut als ob. Zu Corona: für das wissenschaftlich geschulte Auge sind Auftritte des Herrn Wodarg zum Beispiel sehr leicht als Fake News zu durchschauen.

Zweitens würde ich, um eine Verschwörungstheorie einzuschätzen, immer fragen, wer soll sich da zu welchem Zweck verschworen haben. Verschwörungstheorien zeichnen sich zumeist dadurch aus, dass die Zwecke sehr weit hergeholt sind. Im Fall Corona: Es ist vollständig absurd zu glauben, dass sich alle Staaten der Welt gemeinsam verschworen haben, einen imaginären Virus zu behaupten, um ihre eigene Wirtschaft in den Abgrund zu treiben.

Und drittens ist ein gewisses Maß an vernünftiger Abwägung zwischen den entgegengestellten Thesen gefragt. Im Fall Corona: ist es wahrscheinlicher, dass der ORF die Massengräber in New York und die Totentransporte in Italien durch Schauspieler_innen darstellen lässt, oder reale Szenen gefilmt hat? Sind die Filmaufnahmen aus den Intensivstationen und die Erfahrungswerte zahlreicher Ärzt_innen eher simuliert oder zeigen sie doch die Realität? Ist es möglich, dass sämtlicher Expert_innen, die die Regierungen beraten, durchgehend lügen oder selbst hinters Licht geführt wurden, oder haben sie vielleicht doch ein bisschen eine Ahnung, wovon sie reden?

Ich kenne mich mit Viren nicht besser aus als ein durchschnittlich informierter Naturwissenschafter. Aber alles, was ich schon vor Corona gewusst und seither nachgelesen habe, z.B. über die Pandemie der Spanischen Grippe 1919, lässt mich im Großen und Ganzen zur Überzeugung gelangen, dass die österreichische Regierung in dieser Frage sehr vernünftig agiert hat. Deshalb trage ich sämtliche Maßnahmen freiwillig und gerne mit.

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Verschwörungstheorien

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Gruß Hubert

 

Corona – von wegen leichter Grippe   Leave a comment

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Man sieht ja an den extrem hohen Infektionszahlen und den vielen Toten wie es in Ländern aussieht, wo man Corona nicht ernst nimmt und verharmlost, Beispiel Brasilien oder vor allem auch die USA einige Wochen, auch England ist ein solches Beispiel.
Was auch langsam immer mehr rauskommt sind die Langzeitfolgen nach „überstandener“ Krankheit. Die Patienten erholen sich wochen- wenn nicht monatelang nicht richtig und leiden an Defiziten bzw. mangelnder Leistungsfähigkeit.

Aus „Monitor“

Epizentrum der Corona-Infektionen: Was geschah in Norditalien?

Georg Restle: „Diese Bilder versetzten vor zwei Monaten viele in Angst und Schrecken. Militärtransporter im norditalienischen Bergamo, die Särge voller Covid-19-Toten in Krematorien brachten. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass es genau diese Bilder waren, die die gesellschaftliche Stimmung in Sachen Corona damals entscheidend drehten. Doch welche Geschichten verbergen sich tatsächlich dahinter?

Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Ganz weit weg wirken diese Bilder heute; in Zeiten, in denen es nur noch um Lockerungen, Staatshilfen und Urlaubsplanungen zu gehen scheint. Dabei sollten wir sehr genau hinschauen, was sich da in Norditalien abspielte. Bisher war es für Journalisten aus Deutschland praktisch unmöglich, länger dorthin zu reisen. Jetzt aber konnten wir uns ein eigenes Bild machen. Und sind dafür in den Ort Nembro bei Bergamo gefahren – in einen der so genannten Hotspots der Corona-Krise. Eine kleine Stadt, die schon sehr früh und besonders heftig vom Corona-Virus heimgesucht wurde. Niklas Schenk und Golineh Atai.“

Kurz vor der italienischen Grenze. Auf dem Weg in ein Land, in das aktuell kaum jemand einreisen darf und will. Wir fahren nach Norditalien. Keine andere Region in Europa wurde so heftig vom Corona-Virus getroffen wie die Lombardei. Fast 16.000 Menschen sind hier schon gestorben. Nembro, ein Ort mit 11.500 Einwohnern unweit von Bergamo. „Insieme ce la faremo” – zusammen schaffen wir das. Diese Plakate hängen an fast jedem Haus. Alleine in den ersten Monaten dieses Jahres sind fast 200 Menschen in Nembro verstorben. Viel mehr als sonst, noch mehr als in anderen Orten der Lombardei. Es ist, als ob man die Atmosphäre des Todes atme, erzählen sie sich.

Flavio Persico (Übersetzung Monitor): „Auf diesem Platz da, da in diese Richtung, da haben wir uns immer zu zehnt getroffen, fünf davon sind tot. Fünf von zehn sind gestorben! Und einem ist die Frau gestorben. Und einer der Mann.“

Die Angst geht nicht weg. Die Nähe zu den Liebsten ist immer noch gefährlich. Jeder hat hier jemanden verloren – so wie Bäcker Salvatore Mazzola.

Salvatore Mazzola (Übersetzung Monitor): „Mein Vater starb nach neun Tagen. Wir fragten nach Hilfe, aber niemand kam. Jetzt müssen wir weitermachen. Wir arbeiten hart hier, weil das Leben weitergehen muss.“

Die Cafés in Nembro – kaum besucht, am Mittag meist schon wieder zu. Die Hygienestandards sind hoch. Überall werden Hände desinfiziert, Namen in Listen eingetragen – auch vor dem Betreten der gerade erst wieder eröffneten Kirche. Die Vergangenheit lässt sie nicht los.

Marika Mologni (Übersetzung Monitor): „Draußen war es völlig still. Wir hörten nur die Sirenen der Krankenwagen und die Totenglocken – das war surreal. Und wir drinnen eingeschlossen – mit dieser großen Angst.“

Ganz langsam kehrt das Leben zurück – aber wie schlimm war es hier wirklich? Wir begeben uns auf Spurensuche in Nembro. Das Altenheim – seit Wochen leben alle Bewohner isoliert von der Außenwelt. Zum Höhepunkt der Corona-Krise sind hier Duzende gestorben, erzählt uns Valerio Poloni, der neue Leiter des Heims.

Valerio Poloni, Präsident Pflegeheim Nembro (Übersetzung Monitor): „Wir haben vom 1. Januar bis Ende März 37 Bewohner verloren, das ist ein Desaster gewesen. Auch unser Arzt ist gestorben. Auch der Direktor, mein Vorgänger, ist gestorben. Dieses Haus wurde besonders schlimm getroffen.“

Was uns erstaunt, kein einziger der Verstorbenen aus dem Heim wurde auf das Corona-Virus getestet. In der gesamten Lombardei ist die Zahl der Toten in Pflegeheimen bis Mitte April deutlich angestiegen. Insgesamt starben über 3.000 – nach offiziellen Zahlen. Hier im Pflegeheim erhalten wir eine Erklärung dafür. Die Gesundheitsverwaltung der Lombardei entschied damals, viele Corona-Patienten mit milden Symptomen ausgerechnet in den Pflegeheimen der Region unterzubringen. Mitten unter Hochrisikogruppen. Deshalb ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

[…]

Dr. Marco Rizzi, Chefarzt Krankenhaus Papa Giovanni XXIII. (Übersetzung Monitor): „Es war sehr schwer, Plätze für unsere Patienten in anderen Krankenhäusern in der Lombardei, in Piemont oder in Venezien zu finden während der schlimmsten Tage der Krise.“

Reporter (Übersetzung Monitor): „Und dort waren Betten frei, wo Patienten hätten untergebracht werden können?“

Dr. Marco Rizzi, Chefarzt Krankenhaus Papa Giovanni XXIII. (Übersetzung Monitor): „Ja, zu einem gewissen Grad schon.“

Die Katastrophe in Bergamo hätte also zumindest abgeschwächt werden können, wenn Kliniken besser zusammengearbeitet hätten. Einer von vielen tragischen Fehlern, die in der Lombardei gemacht wurden und die zu der hohen Zahl von Covid-19-Toten führten. Die ist offenbar sogar noch viel höher als offiziell angegeben. Das erzählt uns dieser Mann. Der Mathematiker Luca Foresti hat sich die Todeszahlen von Nembro genau angeschaut – mit einem erstaunlichen Ergebnis. Pro Monat sterben in Nembro normalerweise durchschnittlich zehn Menschen. Von Ende Februar bis Mitte April waren es aber 166. In einer Studie mit der Berliner Charité kommt er zu dem Ergebnis: Nur gut die Hälfte der Toten, die in dieser Zeit registriert wurden, gelten offiziell als Covid-19-Tote. Viele Tote wurden überhaupt nicht getestet.

Luca Foresti, Mathematiker (Übersetzung Monitor): „Das bedeutet, die offiziellen Zahlen zeigen wesentlich weniger Tote. Ich gehe davon aus, dass etwa doppelt so viele gestorben sind.“

Mehr Covid-19-Tote als offiziell bekannt? In anderen Orten in der Lombardei zeigt sich ein ähnliches Bild. Deshalb warnt der Bürgermeister der Gemeinde Nembro davor, das Virus zu unterschätzen.

Hier weiterlesen:

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/corona-norditalien-100.html

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„Alternative Fakten“ zu Corona: Das Netzwerk der Verharmloser und Verschwörer

In der Corona-Krise haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Verbreitet werden solche Falschmeldungen häufig über Medien und Kanäle, die sich „alternativ“ nennen. Dabei geht es oft nicht um Sachfragen, sondern um die Ablehnung von etablierter Wissenschaft und demokratischen Institutionen.

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-alternative-fakten-zu-corona-das-netzwerk-der-verharmloser-und-verschwoerer-100.html
Video enthalten

MONITOR Auf den Punkt: Corona-Demos – „Nicht mit den falschen Leuten!“

„Rechtsextremisten geht es nicht um Corona – und schon gar nicht um unsere Grundrechte. Sie suchen schlicht nach jedem Protest, den sie kapern können; die möglichst breite Bewegung, die es ihnen erlaubt, sich als bürgerliche Opposition zu verkleiden, um in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen.“ MONITOR-Chef Georg Restle kommentiert die wachsende Zahl der Corona-Demonstrationen und die Rolle von Rechtsextremisten.

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-auf-den-punkt-corona-demos–nicht-mit-den-falschen-leuten-100.html
Video enthalten.

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Aus der „SZ“

Studie analysiert Coronavirus-Ausbruch in Nembro

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Bergamo, the northern Italian town at the epicentre of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak

Gräber der kürzlich Verstorbenen auf dem Friedhof von Nembro nahe Bergamo.(Foto: Flavio Lo Scalzo/Reuters)

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Die norditalienische Stadt war besonders heftig vom Coronavirus betroffen. Dort gab es auf dem Höhepunkt der Pandemie elfmal so viele Tote wie normalerweise.

Anfang März wurden die Totenglocken nicht mehr geläutet, die Krankenwagen fuhren, wenn möglich, ohne Sirenen durch die Straßen. Man wollte die Menschen nicht permanent an das Leid erinnern, das sie hier im italienischen Nembro erlebten. Das Städtchen liegt in der reichen Lombardei, normalerweise werden seine Einwohner alt – gut versorgt durch ein funktionierendes Gesundheitssystem.

[…]

Am 21. Februar wurde der erste Fall in der Stadt bestätigt, schnell folgten weitere Infektionen. Mitte April war der Ausbruch endlich abgeflaut. Bis dahin musste die Stadt 166 Menschen zu Grabe tragen. 151 von ihnen waren allein im März gestorben, wie Public-Health-Forscher aus Mailand und Berlin im British Medical Journal analysierten. Damit starben in einem einzigen Monat mehr Menschen als sonst in einem gesamten Jahr, es waren fast elfmal so viele wie im März 2019.

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Studie analysiert Coronavirus-Ausbruch in Nembro

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. Juni 2020 von hubert wenzl in Medizin

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Corona-Impfstoff – Zurück in die Zukunft?   Leave a comment

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Von aerzte-gegen-tierversuche.de

„Dies zeigt eindeutig, dass Tierversuche in der Forschung nicht sinnvoll sind – denn einen Impfstoff für Menschen gegen das erste SARS-Virus gibt es auch bis heute, 17 Jahre später, nicht.

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19.05.2020

Es fühlt sich an wie eine Zeitmaschine: Erbgut erfolgreich in kürzester Zeit entschlüsselt, erste Versuche an Affen waren vielversprechend, schon bald soll der Impfstoff an Menschen getestet werden. Klingt bekannt – tatsächlich handelt es sich um einen Bericht über SARS aus 2003.

Der Artikel im Deutschen Ärzteblatt berichtete über die Fortschritte der Impfstoff-Entwicklung gegen SARS-CoV, das „erste“ Coronavirus. Die Viren-Familie der Coronaviridae umfasst nämlich neben dem aktuell grassierenden SARS-CoV-2 auch das SARS-CoV-1, welches 2002 in China entstand. Damals löste dieses Virus eine Pandemie aus, bei der weltweit knapp 800 Menschen an den Folgen starben.

Auch hier wurde mit Hochdruck an einer Therapie und vor allem einer Impfung geforscht. Sieht man sich die früheren Daten genauer an, wirkt dieses mehr als entlarvend: 2010 (also 7 Jahre nach Ausbruch der Pandemie) wurde u.a. an Mäusen ein Impfstoff getestet. Die Tiere zeigten aber nur begrenzte Immunität, die nach 18 Wochen sogar völlig verschwand. 2012, also fast 10 Jahre nach Ausbruch, zeigten geimpfte Mäuse zwar eine Antikörper-Bildung, aber nach Infektion mit dem Virus auch eine Autoimmunreaktion der Lungen, d.h. das Abwehrsystem richtete sich gegen das eigene Gewebe.

Kurz danach wurde die Forschung bezüglich eines Impfstoffes eingestellt. Begründung: das Virus tritt ja nicht mehr auf. Das macht misstrauisch, denn zu diesem Zeitpunkt war die Pandemie seit fast 10 Jahren vorbei und alle noch kurz vorher erfolgten Tierversuche waren erfolglos. Lag es vielleicht eher daran, dass die (tierversuchsbasierte) Forschung einfach nicht weitergekommen ist und dann eine Entschuldigung gesucht wurde, um dies klammheimlich unter den Tisch fallen zu lassen?

Christian Drosten, der aktuell bekannteste Virologe Deutschlands, verfasste 2003 einen Bericht, in dem zu lesen ist, dass, auch wenn das SARS-Virus wieder verschwindet, sich dieses in Tierreservoirs zurückziehen kann, von dem „[…] zu gegebener Zeit wieder eine Epidemie ausgehen […]“ kann. Auch das widerspricht der Glaubhaftigkeit der obigen Aussage – insbesondere, da 2012 MERS auftrat, ebenfalls eine Art Corona-Virus, bei dem bis heute keine Impfung für Menschen existiert. Spätestens ab da hätte – logisch betrachtet – die Forschung weitergeführt werden müssen.

Darüber hinaus wird in dem Bericht davon gesprochen, dass in frühestens 1 bis 2 Jahren mit einem Impfstoff zu rechnen ist, es „ermutigend“ sei, dass das Virus gut kultivierbar sei und es bereits Impfstoffe gegen tierische Corona-Viren, die z.B. Vögel oder Hunde infizieren, gibt.

Dies zeigt eindeutig, dass Tierversuche in der Forschung nicht sinnvoll sind – denn einen Impfstoff für Menschen gegen das erste SARS-Virus gibt es auch bis heute, 17 Jahre später, nicht. Jetzt wird wieder so getan, als seien Tierversuche unumgänglich, um einen Impfstoff zu finden und wie damals wird der Welt wieder vollmundig die nahe Rettung versprochen.

Mit all dem offenbart sich, neben der massiven und inakzeptablen Ineffektivität, ein weiteres Problem: Tierversuche sind Zeit- und somit auch (Steuer-)Geldfresser.

Gleichzeitig gibt es vielversprechende Erkenntnisse aus menschenfokussierter Forschung: mittels menschlicher Zellen können Mini-Organe (Organoide) im Labor gezüchtet werden, an denen sowohl der Infektionsweg als auch die Wirkung von möglichen Medikamenten nachvollzogen wird – was nur einen Bruchteil von Zeit und Geld kostet, das in das System Tierversuch versenkt wird. Wie wichtig diese menschenbasierte Forschung ist, wird z. B. dadurch deutlich, dass das angesehene Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin seine Lungenorganoide als „ideales Testsystem“ bezeichnet.

Vielversprechende, schnelle, günstige und menschenrelevante Ergebnisse gegenüber nicht übertragbaren, teuren, langwierigen und qualvollen Tierversuchen: aus der Vergangenheit sollte man lernen und den Fokus auf die Forschungsmethoden der Zukunft legen.

Dipl. Biol. Julia Radzwill

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Corona-Impfstoff – Zurück in die Zukunft?

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Mai 2020 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche

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